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14.09.2017

Kundenbrief



Liebe Freunde und (Boden)KundlerInnen,
denen, die hier ab und zu mit einem leckeren Kaffe über den Hof schlendern und die Sonne genießen - aber auch sicherlich vielen anderen – ist seit dem 21. Juli diesen Jahres etwas neues, glänzendes, großes, damals noch rot-grünes ins Auge gefallen.
Unser wunderschöner (nun nur noch roter) neuer Schälpflug! Allein sein Name gab schon von Anfang an Grund zur Freude: Ovlac mini – und das bei dieser Größe! Aber das „mini“ im Namen ist auch eher als Hinweis auf seine Arbeitsweise zu verstehen, wo wir beim eigentlichen Thema, dem tiefer liegendem Grund meiner Freude über diese Neuerung angekommen sind.
Ein Schälpflug ist in der Lage, den Boden nur minimalinvasiv zu bearbeiten: Während ein herkömmlicher Pflug eine Arbeitstiefe von 20-35cm erreichen muss, um schön zu wenden und mischen, kann dieser das schon bei 10cm. Logischerweise bedeutet das für alles Bodenleben weniger Durcheinander, was es in der Regel (und so hoffentlich auch uns) mit noch mehr Aktivität dankt.
Vielleicht sollte ich aber noch etwas grundlegender anfangen. Was wollen wir durch das Pflügen überhaupt erreichen?
Gerade im Ökolandbau, wo wir versuchen vorzusorgen, optimale Bedingungen für die Kulturpflanze und damit eine starke Konkurrenz zu allem, was sonst noch so wachsen will, herzustellen, brauchen wir effektive Werkzeuge, um z.B. Wurzelunkräuter zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu stören. Außerdem wollen wir durch Sauerstoffeintrag in den Boden die Mineralisation gespeicherter Nährstoffe aus Zwischenfrüchten, Ernteresten und Mist erreichen, damit sie für die folgende Kulturpflanze verfügbar werden. Auch wird durch das Einarbeiten von Ernteresten ein Abbau und damit eine Reduzierung von Pilzerkrankungen erreicht. Wichtigste Helfer sind hierbei alle großen, kleinen und klitzekleinen Lebewesen im Boden.
Um die Bodenschichtung und vor aallem das Bodenleben in den ersten 10cm nicht zu sehr zu stören, wurde in der Vergangenheit verstärkt vom Pflug abgerückt und auf den Grubber gesetzt, ein Gerät, welches zwar flach bearbeiten und mischen, aber eben nicht wenden kann.
Unsere konventionellen Kollegen haben damit kein Problem: Unkraut kann weggespritzt und Nährstoffe können in leicht verfügbarer Form zugeführt werden. Aber was macht der Ökobauer?!?
Entweder sehr oft grubbern, was viel Zeit und Diesel kostet, oder weiter tief pflügen, oder aber sich freuen, dass es nach 40 Jahren Ruhe am Markt endlich wieder sehr gute, effektive, wunderschön arbeitende Schälpflüge gibt – denn in den 1970ern waren sie in einfacherer Bauform noch weit verbreitet.
Und so fangen wir nun an, unsere Erfahrungen zu sammeln und an Bearbeitungsabläufen zu tüfteln – und in ca. 15 Jahren können Sie mich mal fragen, ob das die richtige Entscheidung war!
In diesem Sinne, kommen Sie am 23.9. zu "Zukunft säen", schauen Sie sich den Pflug nochmal an und stellen Sie die Fragen, die jetzt in der Kürze dieses Textes nicht beantwortet werden konnten.
Ihr Ackerbauer Philipp Hennig



08.09.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
keiner, dem ich erzähle, dass wir schon früh um 6°° Uhr mit der Arbeit anfangen, beneidet mich darum. Im Gegenteil. Dabei ist es durchaus an so manchem Morgen sehr wohl zu beneiden. Wenn nicht sogar jeden aufs Neue. Denn es liegt an dieser ganz bestimmten Ruhe, die wohl mit solcher Kraft nur in der Natur allen Erwachens zu erleben ist. Es ist der Moment, wo noch alles völlig offen vor dir liegt und neu beginnen kann. Und häufig spüre ich besonders zu dieser Morgenstunde am deutlichsten, wie sehr ich diese Arbeit in der Landwirtschaft schätze und wie genau richtig ich hier gerade bin. So mitten auf dem Gemüseacker bei der Ernte und noch verstärkt vom malerischen Farbenspiel der rasch aufsteigenden Sonne, die sich wie ein leuchtend-roter Feuerball durch die Wolkenschleier erhebt und taunasse Spinnennetze zum Glitzern bringt.
Seit Mai nun bin ich der zweite Lehrling im Gärtnerteam hier auf Gut Rothenhausen. Beim Gemüseanbau auf mehr als 2ha mit 60 Gemüsearten und davon etwa 200 unterschiedlichen Sorten könnte man meinen, schnell den Überblick zu verlieren. Und ja, leicht ist es nicht. Deshalb haben mir aber die sehr strukturierte Planung der beiden Gärtnerchefs und die klaren, außerdem regelmäßigen Abläufe sehr dabei geholfen, um hier in die Arbeit reinzufinden.
Und so war es uns Lehrlingen nun letzte Woche möglich, sogar die volle Verantwortung zu übernehmen, während unsere Chefs im Urlaub waren. Gemeinsam mit unserer Mitarbeiterin kümmerten wir uns also um die tägliche Ernte und alle Bestellungen vom Abo und dem Hofladen. Eine richtig gute Erfahrung! So bemerkten wir ganz deutlich, wieviel man eigentlich im Blick behalten muss, wie wichtig es ist Prioritäten zu setzen, ob wir z.B. erst den Sellerie jäten und dann den Chinakohl pflanzen, und vor allem, wie viele kleine Arbeiten außerdem immer irgendwie im Hintergrund auch zu erledigen sind. Am kniffligsten war es wohl aber, die Erntereife der einzelnen Kulturen vorrauschauend abzuschätzen, um dann genaue Erntemengen für das Abo anbieten zu können. Da der zweite Satz Zuckermais nun auch langsam reif wird, aber eben nur die ersten Kolben, haben wir uns für diese Woche also entschieden, im Abo zwar wieder davon anzubieten, allerdings nur auf Bestellung.
Viele Grüße von Isabelle
für die Hofgemeinschaft



01.09.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Ladies and Gentlemen, manch einer von Ihnen hatte bereits das Vergnügen... Es ist Zeit, Ihnen neue Mitarbeiter im Lieferservice des Gutes vorzustellen. Denen, die das Glück hatten, den letzten Jahresbrief zu ergattern, dürften die alten Hasen hier im Team ja noch gegenwärtig sein. Seit dem letzten Stand haben wir Verstärkung bekommen: Nach dem Jahreswechsel deckten die Mitarbeiter zunächst die zusätzliche Arbeit, die durch den Ausstieg unseres langjährigen Partners Herbert Vathke enstanden war, tapfer ab. Doch es war klar, dass das nicht ewig so weitergehen konnte.
Nadine Beitzel kam uns wirklich mehr als gelegen. Ich weiß nicht, ob sich in der Geschichte des Gemüsekorbes in Rothenhausen, von der ich zugegebenermaßen nur 3 Jahre kenne, schon mal jemand so schnell reingefuchst hat wie sie. Ich meine mich zu erinnern, dass sie schon nach einem Monat die Nordtour alleine gepackt hat. Aber nicht nur das. Dank ihr ist der Packraum zu Vernissage und Disco geworden. Ein paar ihrer fotografischen Werke zieren die Wände und aus einer kleinen Box ertönt Musik. Für das leibliche Wohl beim Packen ist jetzt auch gesorgt. Wasserkocher und French Press versüßen die Pausen. So macht den Packern das Einkaufen für Sie richtig Spaß.
An diesem Spaß darf seit zwei Monaten nun auch Marcel Ulich teilhaben und das tut er mit so viel Elan, dass es für mich und die Kollegen eine Pracht ist. Immer ein Lächeln auf den Lippen, voller Freude am Hof und den Aufgaben ergänzt er das Packteam perfekt. Das Bild wird für ihn aber erst dann komplett, wenn er immer mal wieder den Korb auch ausliefern kann und so wird er ebenso wie Nadine, Ihnen bei Gelegenheit die Kiste nach Hause bringen. Aber nicht nur das, die Milchwirtschaft reizt ihn so, dass er auch gerne mehr vom Melken und Käsen praktisch erfahren möchte. Natürlich soll ihm das bald möglich gemacht werden.
Last but not least wird das Büroteam seit September von Rabea Stamer unterstützt. Sicher haben Sie bald das Vergnügen am Telefon oder haben sogar schon eine Email von ihr bekommen, vielleicht auch ohne es zu wissen. Von ihr kann ich sicher noch einiges lernen. Sie hätte diesen Kundenbrief sicher in der Hälfte der Zeit verfasst, die ich gebraucht habe und wahrscheinlich wäre er mindestens genauso unterhaltsam zu lesen (und wäre er langweilig, hätten Sie hoffentlich nicht bis hier gelesen).
Ich muss ihnen allen, den Neuen und den Alten, an dieser Stellen ganz herzlich danken! Es ist wirklich toll, ein so klasse Team hinter sich zu haben. Ich hoffe, Sie sind ebenso zufrieden mit unserer Arbeit, wie ich mit meinen Kollegen.
Herzlich Grüße
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft



25.08.2017

Kundenbrief




Liebe Kunden,
"Hejo spann den Wagen an..." singen wir- immer. Vor allem bei der Arbeit. Kommen Sie und lauschen Sie unserem Gospelchor, wenn wir Garben binden, Baumwolle pflücken und die Kühe von Hand melken. So träumt sich mancher die Landwirtschaft und tatsächlich führen wir viele Tätigkeiten noch per Hand aus, die große Betriebe automatisiert haben (natürlich nicht die oben genannten- wir haben ja gar keine Baumwolle). Unsere Gärtner träumen von einer sonsorgesteuerten Unkrauthacke- ja, so etwas gibt es- und das ist ein Segen, zumindest für die, die sie haben. In feuchten Jahren wie diesem wächst einem das Gemüsebegleitgrün, wie man auf Neudeutsch sagt, gerne mal über den Kopf. Und so heisst es dann wieder: "When the saints go marching..." und die Jätkolonne zieht los, dieses Jahr war das fast täglich der Fall, wenn das Wetter es zuließ. Und obwohl es aussah, als könnte der viele Regen uns einen Strich durch die reiche Ernte machen, empfand ich bei der letzten Feldbegehung die Gemüseflächen richtig sauber. Die Gärtner Ralph und Jenni sehen das vielleicht anders, haben da ja auch einen geschulteren Präzisionsblick und höhere Ansprüche als so ein oller Streuobstbauer wie ich... Mir ist ja schon geholfen, wenn die Brennesseln mir nicht das Gesicht verbrennen, wenn ich mich bei den Pflegearbeiten unter den Apfelbäumen bewege. Natürlich ist niemand anderes für dieses Gestrüpp verantwortlich als ich, nur ich selbst und meine Wenigkeit- vielleicht sollte ich mir häufiger mal ein fröhliches Liedchen auf die Lippen legen und die Sense schwingen.
Worauf ich aber eigentlich hinauswollte mit dem Auftakt: holt die goldnen Garben! Das Getreide ist im Sack, die Kartoffeln sind zum Großteil raus und das alles komprimiert in zwei Wochen. Da kann man dem Ackerbauern Philipp schon mal auf die Schulter klopfen. Die Kartoffeln sehen sehr schön aus und auch sonst wurde die kurze etwas trockenere Phase wirklich gut genutzt. Das Winterbett für die Kühe ist zum größten Teil ohne naß zu werden unter Dach gekommen- tatsächlich habe ich da auch mal etwas im Stall mitgemacht, Ballen gerollt und ich kann Ihnen davon ein Lied singen: "When Israel was in Egypts land..." Am Ende wurde sogar dem Gabelstapler schon ganz schwummerig. Aber was gibt es schöneres als nach getaner Arbeit zu duschen, vom besten Brot zu essen und ins Bett zu fallen? Eigentlich nur: nach getaner Arbeit zu duschen, ein Bier zu trinken, vom besten Brot zu essen und ins Bett zu fallen. Das tat ich dann auch.
Doch auch beim Gemüse wurde begonnen, die Früchte der Arbeit für den Winter reinzubringen. Als erstes waren die Zwiebeln dran. Eine recht aufwändige Ernte: zuerst werden sie mit dem Traktor rausgepflügt, dann liegen sie ein paar Tage an der Sonne, bevor sie dann von Hand eingesammelt unter Dach gebracht, nochmal richtig getrocknet und wieder umgelagert werden.
In diesem Sinne: "Oh happy day..."

Henning Jahn für die Hofgemeinschaft



18.08.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
ich will Sie ja nicht nerven, aber meine Apfelbäume, oh meine Apfelbäume...
Seit ich die Obhut über den älteren Obstbestand auf dem Hof übernommen habe, peinige ich Sie mit Berichten über den Obstbau... Sorten, wo hier was steht, wie es sich anfühlt da oben zu ernten, wie bei der Birnenernte eine Hornisse in das Knie einer Auszubildenden stach... In diese Reihe reiht sich auch mein heutiger Beitrag ein: Der Apfel der Zwietracht. Wenn es auch nicht um einen goldenen geht, so findet sich eine Parallele zur griechischen Mythologie auch hier. Aphrodite, Athene und Hera stritten ja bekanntlich um den goldenen Apfel mit der Gravur "der Schönsten". Zweifelsohne war das so, da meine Frau damals nicht dabei war, sonst hätten sich die drei gleich geschlagen geben müssen. Obermufti Zeus riet dem Paketdienst, äh Götterboten Hermes, doch die drei Holden nach äh zu Paris zu bringen, um ihn entscheiden zu lassen, welche die schönste sei, auf dass er diese dann auch zur Frau bekäme. Natürlich entschied er sich für die Falsche: Aphrodite - wieso falsch? Sie war bereits verheiratet und so kam es zum Trojanischen Krieg. Sie wissen schon: jahrzehntelange Stadtbelagerung und am Ende die Überrumpelung mit Hilfe des riesigen Holzpferdes. Doch was zum Geier hat das mit unseren Äpfeln zu tun? Tatsächlich streiten sie darum, wer der schönste ist. Ich, der vermeintlich glückliche Paris, muss entscheiden, auf welches Pferd ich setze, welchem Baum ich meine Aufmerksamkeit widme, bei der Pflege und Ernte. Wie damals Paris wandte ich mich den Betörendsten zu: Holsteiner Cox und Elstar wurden im Winter intensiv von mir gepflegt. Und was kam dann? Ein empfindlicher Frost in der Blüte zerstörte all meine Hoffung auf reichen Ertrag. Statt Äpfeln kamen tausende von Trieben, sodass Sie dieses Jahr statt Obst Holz in ihren Obstkisten finden werden. Athene und Hera, also unsere eher vernachlässigten Sorten alias Finkenwerder Herbstprinz und Seestermüher Zitronenapfel tragen so gut wie letztes Jahr und hätten meine Mühe sicher durch größere Äpfel und bessere Gesundheit gedankt. Wie man's macht, ist es verkehrt... Aber wie auch Paris, will ich nicht rumlamentieren, sondern kämpfen und das Beste draus machen: So verbringe ich vor der Ernte der Verschmähten meine Zeit mit der Ersehnten und beseitige den wilden Austrieb bei Cox und Elstar.
Nachdem das geschafft ist, geht es jetzt los mit der Ernte: freuen Sie sich über Mirabellen und unseren ersten frühen Apfel: Ruhm von Kirchwerder...
Mit herzliche Grüßen
Henning Jahn für die Hofgemeinschaft



11.08.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich sind wieder unsere eigenen Eier in Ihren Abokisten. Die neuen Hennen haben sich gut eingelebt und legen so fleißig, dass wir kaum mit dem Einsammeln und Verkaufen hinterherkommen. Aber wer weiß was da kommt, immerhin gab es ja mal wieder einen herben Schlag gegen das Vertrauen der Verbraucher in Ware vom Discounter... Im Folgenden die Stellungnahme unseres Lieferanten der Eier der letzten Wochen:
"Anlässlich der aktuellen Fipronil-Rückstandsfunde in Eiern möchten wir wie folgend informieren:
Eier der Handelspartner von Naturkost Nord, die Sie in den letzten Wochen bekommen haben, sind nach Rücksprache mit den Legehennenhaltern Bauckhof, Arpshof und Wittschap (alle Demeter), sowie dem Hof Lieske (Bioland) nicht betroffen. Keiner der Höfe hat das Präparat Dega-16 mit dem darin enthaltenen Fipronil eingesetzt.
Zur Situation:
Das gefundene Fipronil ist von einem holländischen Unternehmen als unerlaubte Zutat in das Reinigungs- und Desinfektionsmittel mit dem Handelsnamen „Dega-16“ beigemischt worden. Durch die Verwendung des Präparates zur Säuberung und Behandlung der Ställe kam es zur Kontamination der Eier. Was nicht passieren darf, denn Fipronil darf nicht in den Eiern als Anwendung nachweisbar sein. Die betroffenen Eier, überwiegend in den Niederlanden produziert, sind über eine Packstelle in Nordrhein-Westfalen auch nach Deutschland gelangt. Die zuständigen Behörden, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland, warnen vor einem Verzehr der Eier. Die Eier von etwa 100 holländischen, sowie z. Zt bestätigt vier Legehennen-Betrieben in Niedersachsen, weisen Rückstände von Fipronil auf, darunter auch ein Bio-Betrieb (0-DE-0360521). Weitere Informationen erhalten Sie unter diesem Link.
Das Insektizid Fipronil ist illegal unter das Reinigungs- und Desinfektionsmittel gemischt worden! Der grundsätzliche Einsatz von Dega-16 ist für (Bio- und konventionelle) Betriebe legal. Von der Mischung mit dem nicht zugelassenen Fipronil war den Anwendern auf den Geflügelbetrieben nichts bekannt..."
Mit herzliche Grüßen
Henning Jahn für die Hofgemeinschaft



04.08.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Moderne Zeiten. Ein Klassiker von Charlie Chaplin, immer noch so aktuell wie vor 80 Jahren. Die Maschine bestimmt das Leben des Menschen und ruiniert seine Gesundheit. Wer sich ihr fügt, wird verrückt und schließlich eingekerkert. Ist er wieder in Freiheit, gerät der Mensch wieder in die Fänge der Maschine, die ihn am Ende droht aufzufressen. Wer sich wehrt, wird gleich eingesperrt. Wer kennt es nicht, das Gefühl vollkommen bevormundet und abhängig von Apparaten zu sein? Wir Bauern z.B. brauchen den Traktor, um die Felder zu bestellen, die Kartoffelsortiermaschine, um die schlechten rauszusammeln, die Melkmaschine, dass Sie Joghurt und Käse bekommen, den Teigkneter für unser täglich Brot, Autos um die Ware an den Mann zu bringen und womit Sie bestimmt zu tun haben: Computer zur Koordination, Kommunikation, Arbeitserleichterung… Tatsächlich könnte ich Sie kaum mit einem karteikartenbasierten Packsystem beliefern, das wäre extrem aufwändig, ich bräuchte wohl doppelt so viele Mitarbeiter und wäre damit nicht mehr in der Lage, zeitgemäß die Nachfrage zu bedienen. Als z.B. vor 10 Jahren der Webshop eingerichtet wurde, stieg der Umsatz merklich an und auch Kunden die jahrelang telefonisch oder per Email bestellt haben, kaufen, seit sie den Webshop nutzen, mehr und vergessen seltener zu bestellen. Es ist so praktisch und einfach für alle Seiten. Was aber weniger wird, ist der persönliche Kontakt. Klar, auf einem Fax oder in einer Email sind ähnlich wenig Emotionen zu spüren wie in einer Webshop-Bestellung, wenn aber ein Kunde anruft, habe ich schon ein Bild von ihm vor mir. Das ist aber nichts im Vergleich zu einem Besuch auf dem Hof. Wenn ich Ihnen mal die Hand geschüttelt habe und wir uns einander vorgestellt haben, vergesse ich Sie nicht mehr, selbst wenn mir irgendwann der Name entfällt, erinnere ich mich doch an das Gefühl, was ich hatte, als ich Ihnen gegenüberstand.
Ich lade Sie also herzlich ein: kommen Sie auf den Hof, sagen Sie im Laden Bescheid, dass Sie Abokunde sind und dass Sie mich treffen möchten. Zum Einen lernen wir uns dann persönlich kennen, zum Anderen kommen Sie in den Genuss hier echte Landluft zu atmen, unseren Hennen beim Scharren zuzuschauen, vielleicht erhaschen Sie einen Blick auf den Gemüseacker und wenn Sie nachmittags ab 4 da sind, können Sie den Kühen im Stall und beim Melken begegnen. So entgehen Sie vielleicht, wenn auch nur für einen kurzen Moment den modernen Zeiten zwischen Computer, Smartphone und Internetfernsehen...
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn



27.07.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Sommer ist da! Bereits seit ein paar Wochen gibt es hofeigene Gurken und endlich sind die ersten Rothenhausener Tomaten verfügbar. Für den einen oder anderen mag es eine Überraschung sein, da er noch holländische oder spanische bestellt hat. Jetzt ging doch alles schneller als erwartet.
Zum Start der Sommergemüsesaison möchte ich Ihnen ein paar Tipps zur Lagerung geben. Tomaten und Gurken lagern idealerweise bei 12°C, sie gehören also nicht in den Kühlschrank. Bei kälteren Temperaturen werden Gurken weich, Tomaten verlieren stark an Geschmack. Auch Kürbisse brauchen mind. 12°C, sie lagern sogar gut bei Raumtemperatur. Zucchini und Auberginen ebenso wie grüne Bohnen hingegen dürfen in den Kühlschrank. Sie halten sich am besten bei 8-10°C. Ist es ihnen zu kalt, werden Auberginen innen braun. Sämtliche Blatt-, Kohl- und Wurzelgemüse, Salate, Zuckererbsen und Zuckermais mögen es richtig kalt. Im Optimalfall lagern sie bei 0-2°C und 95% Luftfeuchtigkeit. All dieses Gemüse liegt am besten unten im Kühlschrank, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch. Will man sie nicht mitverwenden, so schneidet man bei Kohlrabi und Radieschen die Blätter gleich ab, sonst verdunstet viel Wasser über die Blätter, die Knollen trocknen aus. Das meiste Gemüse wird schnell welk, wenn es zu warm oder trocken gelagert wird. Bei Zuckererbsen und Zuckermais wird Zucker in Stärke umgewandelt, so dass sie dann weniger süß schmecken.
Will man alles richtig machen, achtet man noch darauf, Gemüse nicht mit Obst oder Tomaten zusammen zu lagern. Tomaten scheiden ebenso wie die meisten Obstsorten Ethylen aus - ein Reifegas, das empfindliches Gemüse schnell nachreifen lässt. Gurken werden gelb, Zucchini bekommen braune Flecken, Blattgemüse welken, sobald sie Ethylen ausgesetzt werden. Im Haushalt ist es natürlich nicht möglich, all diese Anforderungen perfekt zu erfüllen. Das ist aber auch nicht so wichtig, da meist alles schnell verzehrt wird. Vielleicht kann ein bisschen Wissen trotzdem helfen, den Geschmack bestmöglich zu erhalten, wenn man doch mal auf Vorrat kauft…
Lassen Sie es sich schmecken, viele Grüße aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens



21.07.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Sie erinnern sich vielleicht noch… letztes Jahr zur Birnenzeit gab es einen berühmt-berüchtigten Kundenbrief, der sich um ein Knie drehte: Dettis Knie. Unsere Auszubildende hatte sich bei der Ernte in eine Hornisse gekniet und lag dann eine Woche flach. Darauf folgten einige Kundenbriefe von ihr. Voller Freude berichtete sie von der Arbeit mit den Kühen und Neuigkeiten vom Lehrlingsflur. Die schöne Zeit mit ihr hat nun ein jähes Ende gefunden. Wie in der Landwirtschaft üblich, hat sie nach einem Lehrjahr den Betrieb gewechselt und verdingt sich nun auf Hof Klostersee, einem befreundeten Betrieb nicht weit von uns.
So kommen und gehen jedes Jahr Menschen, die uns mit ihrem Tatendrang und ihrer jugendlichen Motivation sowohl die Arbeit als auch die Herzen leichter machen. Für die Arbeit würde sich wie im Laden und Lieferservice auch festes Personal finden lassen, vielleicht wäre es sogar einfacher ohne den ständigen Wechsel. Doch ohne die Lehrlinge wäre es auf dem Hof nicht so lustig. Die Brüder Langenohl haben Sie ja auch schon durch unseren Kundenbrief kennengelernt und ich kann ihnen im Vertrauen sagen: in Echt sind sie noch besser.
Benni, der Senior-Azubi (er ist schon das zweite Jahr bei uns) aus dem Garten drängt nicht so sehr in die Öffentlichkeit, zaubert uns aber auch regelmäßig Schmunzeln aufs Gesicht. Seine Kollegin Isabell, die hier nur ein halbes Jahr Ihrer norwegischen freien Ausbildung macht, hat schon angekündigt, dass Sie auch bald was von ihr zu lesen bekommen. Seien Sie gespannt.
Voller Freude und Spannung erwartet der ganze Hof das Ankommen von Dettis Nachfolgerin Jennifer… Willkommen
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




14.07.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
manchmal ist es nicht leicht, das richtige Thema für einen Kundenbrief zu finden, natürlich kann ich mal wieder von der Futterwerbung schreiben oder den neu im Bau befindlichen Kälberauslauf beschreiben, es kommt mir nur so vor als hätten wir das oder ähnliches schon mal gehabt. So saß ich bis Sonntag früh da und grübelte, zermarterte mir den Kopf, womit ich Ihnen den Geist des Hofes diese Woche etwas näher bringen kann. Dann kam es, wie es immer kommt, wenn man weder aus noch ein weiß: Es geschah etwas: zugegeben nicht ganz unvorhergesehen machte unser Hof mit seinen Mitarbeitern einen Ausflug. Waren die letzten Mitarbeiterausflüge recht fachlich geprägt (letztes Jahr hatten wir einen solidarisch wirtschaftenden Hof besucht und uns darüber informieren lassen), so stand dieser Ausflug ganz unter dem Zeichen des Spaßes. Ein Kindheitstraum von mir wurde wahr: Wir machten eine Draisinenfahrt. Aus eigener Muskelkraft ein Schienenfahrzeug zu bewegen, ist ein großartiges Gefühl. In meinen Kindheitsträumen beschleunigte die Draisine schnell und glitt dann unbeschwert endlos dahin. Ganz so wenig schweißtreibend ging es dann allerdings nicht zu. Zum Glück war die Strecke einigermaßen eben, doch schon die kleinste Neigung ließ die Schwengler schnaufen und stöhnen, wie eine alte Dampflock. Klatschnass doch überglücklich kamen wir an unserem Verschnaufziel an. Zum Glück hatten ein paar Leute Wasser mitgenommen, so wurde redlich geteilt, bevor wir alle weiterfuhren. Die Gruppen tauschten dabei die Draisinen durch und siehe da, manch eine (z.B. unsere) ging viel leichter als die vom ersten Teil der Strecke. Sie glitt pfeilschnell dahin und fast mühelos schoben wir noch eine andere vor uns dahindümpelnde ans Ziel. Dort wartete ein gediegenes Picknick auf uns, die Kinder und auch manch ein Erwachsener erkundete das phantasievoll eingerichtete Freigelände um den Draisinenbahnhof. Gemütliche Grillplätze, als Gästezimmer ausgebaute Wagons, eine Lokomotiven-Sauna, ein Tischkicker für 12 Personen und viele liebevoll hergerichtete Details versüßten uns den Tag und gleiten nun aus meinem Kopf durch meine Feder direkt in Ihr Herz. Wenn Sie mal was ganz besonders erleben wollen, werden Sie einfach unser Mitarbeiter oder machen Sie einen Ausflug an einen Ort wo Sie als Kind schon immer mal sein wollten. Kindheitsträume, die wahr werden sind fast noch schöner, als Ihnen Abokisten zu liefern.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




07.07.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Spitzkohl war für diese Woche geplant, aber die Gärtner haben noch einmal kurzfristig umdisponiert: es war nicht nur der zuerst gepflanzte Brokkoli, sondern auch gleich der 2. Satz erntereif. Dasselbe hatten wir auch vor kurzem mit den Kohlrabis. Manchmal ist die Witterung so, dass das einige Wochen später gepflanzte Gemüse das erste einholt und dann gibt es eine kleine Schwemme. Zum Glück können wir das leckere Gemüse in allen Sortiments-Kisten gut verteilen und wir hoffen, dass Ihnen der manchmal auch knappe eigene Broccoli schmeckt.
Inzwischen sind die Junghennen seit einer guten Woche im frisch geputzten Hühnermobil eingezogen. Noch dürfen sie nicht ins Freie, damit sie sich gut eingewöhnen und nachher auch sicher wieder abends in den Stall zurückfinden. Anfangs kommt es dann immer mal wieder vor, dass ein oder mehrere Hennen noch draußen sind, obwohl die Klappe schon zugegangen ist und alle anderen längst auf der Stange sitzen. Die Nachzügler müssen dann eingefangen und reingesetzt werden. Das macht man am besten, wenn es schon etwas dunkel ist. Dann hat sich das Huhn schon einen Schlafplatz gesucht, ist müde und nicht mehr in Gefahr, aufgeregt wegzurennen.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




03.07.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
heute möchte ich Ihnen von einer Herzensangelegenheit berichten.
Ein Grund, weshalb wir alle hier auf dem Hof leben und wirken, ist es unsere Ideale zu verwirklichen, die häufig im Kontrast zur industrialisierten und von finanziellen Werten geprägten Welt stehen. Mit unseren Hofprodukten möchten wir Klasse statt Masse erzeugen und wünschen uns, dass es Mensch, Tier und Natur dabei gut ergeht. Ein besonderes Anliegen ist uns die art- und wesensgerechte Tierhaltung.
Wenn man Kühe hält, erzeugt man nicht nur Milch und kostbaren Mist für die Felder, sondern produziert zwangsläufig außerdem Fleisch, da jede Milchkuh ein Kalb pro Jahr zur Welt bringt. Die weiblichen Jungtiere, die in die Fußstapfen Ihrer Mütter treten und einmal gute Milchkühe werden wollen, bleiben hier am Hof. Viele unserer Bullenkälber werden mangels Bio-Mästern und Absatzwegen für unser Rindfleisch im Alter von etwa 2 Wochen an einen Viehhändler verkauft, der die Tiere an konventionelle Kälbermäster weitervermarktet. Daran, welches Leben den Tieren dann bevorsteht, möchte man gar nicht denken…
Da wir unsere Verantwortung nicht an der Hofpforte abgeben wollen, sondern möglichst vielen – am besten sogar allen – unserer Tiere ein unbeschwertes Leben ermöglichen möchten, haben wir uns dazu entschlossen, mehr Kälber zur Mast auf dem Hof zu behalten. Man mag nun denken, es sei unmoralisch die Tiere im zarten Kindesalter von maximal 8 Monaten – wie es das Gesetz hinsichtlich der Erzeugung von Kalbfleisch vorsieht – zu schlachten, doch aus unserer Sicht, ist dies im Vergleich zu einem Dasein in der Intensivmast die lebenswertere Alternative. Leider können wir die Tiere angesichts der momentanen betrieblichen Gegebenheiten wie dem Platzangebot im Stall und zur Verfügung stehenden Weideflächen nicht bis ins Erwachsenenalter ausmästen. Daher fiel unsere Entscheidung Ende letzten Jahres auf die Erzeugung feinster Fleischwaren von glücklichen Kälbern. Diese haben mindestens 4 Monate lang frische Vollmilch getrunken, haben zudem immer Zugang zu leckerer Heulage, leben zusammen mit ihren Artgenossen im großzügigen und gemütlich mit Stroh eingestreuten Laufstall, verbringen den Sommer auf der Weide, werden vom Stallteam liebevoll gehegt und gepflegt und irgendwann werden sie von Menschen, die sie kennen, stressfrei zum sorgfältig ausgewählten Schlachter unseres Vertrauens gebracht. Dies ist genau das, was wir unseren Tieren bieten möchten, egal ob für eine Lebensdauer von 8 Monaten oder für viele Jahre…
Es grüßt Sie herzlich im Namen des Stallteams und der gesamten Hofgemeinschaft
Anna Jahn




23.06.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Summm Summm Summm, die Linden fangen bald an zu blühen und davon haben wir viele auf dem Hof. Aber es gibt auch jetzt schon ordentlich was zu sammeln für die emsigen Immen. Die Begegnungen mit Linden sind ja zumeist sehr lind, bei den Bienen kann es schon ganz anders aussehen. Bienen stechen, so dachte ich… umso überraschter war ich, unseren Imker, der den leckeren Bärenhonig herstellt, meiner Tochter zu erlauben, ihn zu seiner Arbeit bei den Bienenstöcken zu begleiten. Etwas beruhigter war ich, als ich sah, dass sie seinen Schleierhut tragen durfte. Ich näherte mich mit meinem Sohn dem Geschehen. Es summte und brummte und ich rechnete schon damit, dass ich oder eines meiner Kinder gleich jaulend davon laufen werde. Der Schleierhut wurde getauscht und weiter ging das fröhliche Erkunden, doch durch den Schleier konnte mein Sohn nicht gut sehen, also standen wir alle drei bald staunend um den Imker, wie er in aller Seelenruhe Deckel für Deckel abnahm, immer ein paar Schwaden aus seiner Räucherkanne in den Kasten gebend, Rahmen neu arrangierte und uns einige leere wildgebaute tropfsteinartige Gebilde zum Riechen und Fühlen gab. Die Bienen wurden einfach abgefegt und nahmen das hin, ohne zu Murren. Ein paar besonders dicke Bienen fielen uns auf, sie waren sehr langsam und waren offensichtlich wenig interessiert an dem ganzen Geschehen. „Typisch Männer,“ meinte der Imker. „Die haben nur wenig zu tun: sie fressen und vergnügen sich mit der Königin, weshalb in der konventionellen Bienenzucht auch nur eine kleine Anzahl der Fresser zugelassen wird, damit möglichst viel Honig für den Menschen bleibt. Die weiblichen Bienen hingegen sind ihr ganzes Leben nur am schuften. Nach dem Schlüpfen aus der Wabe pflegen sie die Brut, dann bauen sie Waben, hernach bewachen sie den Eingang der Bienenstöcke und in der letzten Woche ihres einmonatigen Lebens fliegen sie umher und sammeln Nektar und Pollen für Königin, Brut und die Drohnen.“
Nach soviel Information und getaner Arbeit gönnten wir uns alle ein Stück Honig direkt aus, bzw. mit der Wabe. Während der Honig runterging wie Öl, blieb das Wachs wie ein etwas sprödes Kaugummi im Mund zurück und beschäftigte uns noch ein paar Minuten. So viel Freude das Imkern auch bringen mag, ein Wehrmutstropfen bleibt: die ganze Sache wird ziemlich klebrig und das mögen selbst manche Imker nicht.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




16.06.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gartensaison ist jetzt definitiv eröffnet, auch bei Ihnen, wie ich aus den zahllosen Bestellungen für Jungpflanzen ersehen konnte. Leider hatten wir dieses Jahr öfters Probleme, Ihnen die gewünschten Pflanzen zu liefern. Es wurden soviele im Laden gekauft, dass die Packer oft mit leeren Händen vom Jungpflanzenwagen zurückkehrten. Das war für mich und die Gärtner so peinlich, wie es für Sie ärgerlich war. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Enttäuschten entschuldigen. Doch damit soll es nicht getan sein. Wir wollen ja besser werden, also entwickelten die Gärtner einen Plan: Nächste Saison werden wir schon im Februar/März Bestelllisten herausgeben und den Verkauf über den Webshop beginnen. So können wir exklusiv die Jungpflanzen für Sie anziehen. Die Auslieferung erfolgt dann im Mai. Sie bekommen dann das, was Sie wollen, müssen sich nur etwas früher entscheiden. Wir lernen etwas über Ihre Vorlieben und können unsere Abläufe darauf einstellen.
Bei uns ist das Gewächshaus bereits prall gefüllt mit Tomaten– Gurken–, Bohnen- und Paprikapflanzen, nur leider hängt noch nichts dran. Doch dafür sind inzwischen die Freilandflächen reich gefüllt mit Blattgemüse, so kommt es, dass Sie schon wieder Spinat in der Kiste und auf dem Teller haben. Des einen Freud ist des anderen Leid… denken Sie einfach an einen Seemann mit Pfeife, der durch Spinat zum Superheld wird und spüren Sie die Kraft in Ihre Unterarme strömen. Freuen Sie sich auf Mangold in der kommenden Woche, und auch die ersten Kohlrabi von draußen warten darauf, auf Ihre Teller zu purzeln.
Vor einem Monat musste noch mit Frost gerechnet werden und ich hatte das Gefühl, dass der Winter wohl nie vorbei geht. Jetzt kommt es mir vor, als sei schon immer Sommer, auch wenn eine meiner Lieblingskundinnen neulich, als sie uns auf dem Hof besuchte, verkündete: der Sommer ist vorbei – zugegeben, wir hatten Orkan und recht schattig, aber so richtig wollte ich ihr das nicht glauben.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




09.06.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt ist es so weit! Wir werden diese Woche unsere Hennen in zwei Gruppen aufteilen: etwa ein Drittel wird in den „Altenteiler-Stall“ umziehen, die anderen werden geschlachtet. Das Schlachten wird auf dem Hof Vogelfängerkaten geschehen, einem befreundeten Demeterbetrieb, welcher eher auf Obstbau ausgerichtet ist, aber auch im kleinen Rahmen Geflügel hält und schlachtet. Es ist mir sehr wichtig, eine relativ kurze Fahrtstrecke und einen guten Umgang mit den Tieren zu gewährleisten.
Die Hennen, die bei uns bleiben, werden in ihrem neuen Domizil erst mal weiter ihre „Arbeit“ machen und so hoffentlich den Hofladen weiter mit Eiern versorgen. Im Lieferservice werden wir auf Zukaufeier umsteigen müssen, so wie es in den letzten Monaten öfters schon vorgekommen ist.
Bis die neuen Hennen Ende Juni kommen, werden wir den Mobilstall ordentlich reinigen und hier und da auch ein paar Reparaturen durchführen. Wenn die „Ablösung“ dann eingetroffen ist, werden wir die „Altenteiler“ mausern lassen, d.h. eine Legepause einlegen, damit sich die Hennen erholen können und dann wieder weiter legen können. Da ich noch nicht sagen kann, wie die „Altenteiler“ ihren Umzug verkraften, kann es sein, dass wir auch im Hofladen auf Zukaufeier zurückgreifen müssen.
Nach der Mauser wollen wir verschiedene Futterrezepte ausprobieren, in denen wir noch mehr hofeigenes Futter einsetzen wollen, da die älteren Hennen bessere Futterverwerter sind. Unser Ackerbau-Lehrling wird alles begleiten sowie dokumentieren und seine Jahresarbeit darüber schreiben, welche ein Prüfungsbestandteil der Freien Ausbildung ist.
Sie sehen, wir haben viel vor und ich lerne noch jeden Tag dazu. Die ersten 14 Monate haben mir viel Freude gemacht. Ich bin froh, dass alles so geklappt hat, wie ich mir das vorher ausgedacht habe und ich so viel Unterstützung von der Hofgemeinschaft bekommen habe.
Am 8. Juni gibt es frische Suppenhühner im Hofladen und danach bieten wir sie tiefgefroren an.
Für die Hofgemeinschaft
Sebastian Nikol




02.06.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der erste Schnitt. Ein heikles Thema, nicht nur wenn es um Kleinkindfrisuren geht… Jedes Jahr muss irgendwann die Entscheidung getroffen werden, welche Fläche zuerst gemäht wird, welche danach und wann man zettet, den Schwad von der Mahd also auseinanderwirft, wann und wie oft gewendet wird, bis man das Gras wieder auf den Schwad wirft, sodass es von der Presse aufgenommen und zu Ballen gepresst werden kann, die dann vom Feld zum Wickler gebracht werden müssen. Sie sehen also, Futterwerbung ist nicht einfach Abschneiden und reinholen, es sind viele Schritte, bis aus einer Wiese Futter für den Winter geworden ist. Ob es reicht und wie es den Kühen schmeckt hängt von vielen Faktoren ab. Der Aufwuchs, also die Masse, hängt vor allem vom Wetter ab: ist es zu trocken oder zu kalt, kommt nichts zusammen, weil Wasser oder Sonne fehlt. Ob die Kühe es mögen, ist vor allem eine Managementfrage: es darf nicht überständig sein, sonst ist es zu halmig. Es sollte möglichst feucht sein, so können die Mikroorganismen bessere Vorarbeit leisten und ein feines Kuh-Sauerkraut herstellen – nichts anderes ist das Fermentieren: es wird nur ein anderes Ausgangsmaterial verwendet. Die Feuchtigkeit bringt aber einen entscheidenden Nachteil: Die Milch verändert sich und unsere Käserin hat Mühe, im Winter den gleichen Käse zu machen wie im Sommer. Zu viele Bakterien verderben den Bruch…
An den letzten zwei Wochenenden war also ordentlich was zu tun auf den Wiesen. Unsere Traktoren standen kaum still. Jetzt ist der erste Schnitt – in der Regel der leckerste und hochwertigste - fast erledigt. Die wichtigen Flächen sind beerntet, es stehen nur noch ein paar Eckchen Grünland aus und den Kühen läuft schon das Wasser im Maul zusammen.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




24.05.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
einige von Ihnen haben sich vielleicht schon gefragt, woher unsere spanischen, italienischen oder griechischen Orangen, Tomaten und Gurken kommen. Natürlich haben wir selbst keine Partnerbetriebe auf der ganzen Welt, die uns einzeln mit ihren köstlichen Bioprodukten beliefern, sondern das ganze läuft über ein Netzwerk von Importeuren und Großhändlern, die mit Betrieben in Südeuropa oder im Falle von Bananen und Ananas weltweit verteilten Betrieben Ware zusammentragen und mit dem Schiff oder per Lastwagen nach Deutschland bringen und diese dann an Läden und Lieferbetriebe wie unseren verteilen. Unser Großhändler Naturkost Nord (NKN) in Seevetal bei Hamburg ist ein kleiner Mitspieler in dem großen Monopoly der Biowarenströme. Da ich früher im Import gearbeitet habe, kenne ich einige der Konkurrenten und Lieferanten von NKN. Wie die meisten anderen, lässt er Ware regelmäßig auf Pestizide, Kontaminationen und sonstige Betrugsverdächte kontrollieren, damit wir Sie, wenn unsere Felder und das Gewächshaus nicht das liefern können, was Sie für Ihren täglichen Genuss brauchen, trotzdem mit einwandfreier Bioware beliefern können.
Besonders sympathisch macht NKN, dass man alle Büromitarbeiter mehr oder weniger persönlich kennt und diese einem auch durch gutes Wissen über unsere Philosophie und Vorlieben gut beraten. Außerdem haben sie auch etliche kleine Betriebe als Partner, vor allem in Italien, mit denen schon lange exklusive Lieferverträge bestehen, wodurch wir in den Genuss besonders köstlicher Orangen kommen. So tragen Sie auch dazu bei, dass kleine Betriebe wie unserer in anderen Teilen der Welt erhalten bleiben und anständig für ihre Arbeit bezahlt werden. Dadurch kommt es, dass manche Frucht nicht perfekt kalibriert (größensortiert) oder mit leichten äußeren Mängeln wie Schalenfehlern behaftet ist. NKN bezieht, wenn in Deutschland die Winterpause vorbei ist, besonders gerne Ware von regionalen Erzeugern und achtet auch darauf, samenfest erzeugte Feldfrüchte zu handeln.
Was vor ein paar Jahren, als Bio noch nicht en vogue war, noch selbstverständlich war– manch einer sagte damals bei einer perfekten Frucht: „das kann doch nicht bio sein…“- ist heute eher eine Seltenheit, da ja selbst Discounter Bioware im Sortiment haben. Bei diesen werden Abweichungen von der Norm nicht akzeptiert, wodurch auf die Bauern Druck erzeugt wird, optisch möglichst perfekte Ware zu produzieren. Z.B. wird Hybidsaatgut (also nicht zur eigenen Vermehrung geeignete Samen) zur Anzucht verwendet, da dieses einheitlicher und schneller heranwächst und höhere Erträge bringen.
Wir verwenden in der eigenen Gärtnerei am liebsten samenfeste Sorten und verzichten auch auf Flüssigdüngung, was im Biobereich durchaus zugelassen ist (z.B. kann Melasse aus der Zuckerherstellung verwendet werden), wodurch die Pflanzen sehr präzise bedarfsgerecht zu schnellem Aufwuchs gebracht werden können. Wir versuchen die Düngung und die Sortenwahl so natürlich wie möglich zu halten, düngen also unsere Felder mit Mistkompost und säen samenfeste Sorten aus, die z.B. von dem kleinen Zusammenschluss der Bingenheimer Saatguterzeuger produziert werden. Seien Sie also bitte nicht traurig, wenn unsere Blumenkohlköpfe nicht so weiß und riesig sind, wie die französischen, die in der Bretagne ideale Wuchsbedingungen haben und dort hektarweise angebaut werden. Genießen Sie das gewisse Etwas und die persönliche Note, die unsere Gärtner in jedem Schritt der Planung, Pflege und Ernte der Kulturen mitgeben, auch wenn es mit dem Blumenkohl noch etwas dauert.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




19.05.2017

Kundenbrief


Meine Mondlandung
Im letzten Jahresbrief (2016) habe ich von Projekten aus der Metallwerkstatt wie z.B. dem Schleppschlauchgestänge berichtet. Seitdem sind nun schon wieder etliche Liter Wasser die Quadebek runter geflossen und Sie haben sich sicher schon gefragt, wie es denn nun ausschaut mit dem Schleppschlauchgestänge und wie solche Projekte überhaupt entstehen!?!
In der Regel gibt es so etwas wie ein initiales Erlebnis, eine Feststellung oder eine Änderung der Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass bei mir Ideen mit dem Namen Schleppschlauchgestänge oder dergleichen entstehen. In diesem Fall war es eine Änderung in der Düngeverordnung, die berechtigterweise den Landwirten nahelegt, flüssige Dünger wie Jauche oder Gülle möglichst bodennah auszubringen, um einen übermäßigen Luftkontakt und damit am Ende Stickstoffverluste/Emissionen zu vermeiden.
Die Erfüllung dieser Anforderung bei uns - Sie ahnen es sicher schon: das Schleppschlauchgestänge! :-) Mit ihm wird die Jauche nicht in einem hohen Bogen aus dem Fass gepustet sondern sanft über mehrere Schläuche links, rechts und hinter dem Fass auf dem Boden abgelegt.
Das Angebot an fertigen Schleppschlauchfässern ist riesig, die Kosten aber auch und der Spaß des Selbermachens gleich Null.
Also reiften in meinem Kopf Pläne heran, wie unser bisheriges Jauchefass mit möglichst dem Material, was momentan vorhanden ist (Sie erinnern sich, die Kunst) um ein Schleppschlauchgestänge erweitert werden kann.
Es folgte das Schweißen der Roh-Konstruktion, das Tüfteln von Detaillösungen und schließlich der erste Test des Klappmechanismus – ein schon wahrlich erhebender Moment.
Dann verbessern, weitertüfteln, Anstreichen, Verteiler aus alter Milchkanne bauen, Schläuche einziehen, Frühjahrsbestellung, Hoffest...
Und vergangene Woche war‘s dann endlich soweit – das erste Mal Jauchekontakt!
Sie können sich vorstellen, wie unbeschreiblich toll das ist, wenn die neue, im eigenen Hirn gereifte Konstruktion zum ersten Mal ihren Zweck erfüllt. Zwar noch nicht 100% fertig, aber so, dass die Jauche da raus kommt, wo sie soll und nicht überall anders auch. Das ist fast so, wie wenn die eigenen Kinder Laufen lernen – eigentlich meistens nichts besonderes, da es fast alle Menschen lernen und es schon lange erfunden ist, aber trotzdem gefühlt wie eine persönliche erste Mondlandung!
In diesem Sinne: entwickeln Sie mit Ihren Mitteln (und unseren Produkten) etwas, das es schon gibt – zum Beispiel einen richtig leckeren Frühlingssalat mit allem drum und dran – und erleben Sie beim Essen mal wieder eine ganz persönliche Mondlandung!
Ihr Astronaut Philipp Hennig




15.05.2017

Hühnerfreiheit


Die Vogelgrippe ist überstanden, wir gackern wieder draußen. Lesen Sie auch den Wochenspiegel: Hühnerfreiheit (524 KB)



12.05.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Hoffest! Was sonst könnte im Zentrum der heutigen Betrachtung stehen? - Richtig - unser ehemaliger Lehrling Claas aus dem Senegal. Über den kam nämlich gerade eine Reportage im NDR (Donnerstag, 4. Mai 2017, 18:15h) Sie finden die auch in der Mediathek. Es gibt tolle Bilder vom Hof zu sehen, aber was ist das schon gegen ...
das Hoffest! Hier gab es nämlich tolle Dinge zu erleben (und das erlebte bleibt für immer): Kunsthandwerker, Leckereien, Ponyreiten, Rallye, Käsen, Melken für Kinder, Schlepperrundfahrten, Einrad Vorführung, Bodenkundelehrpfad, Kuhbingo, Hütevorführung, Bullenreiten, Bogenschießen, Jagdhornbläser, Kunsthandwerk, Vorlesezelt, Jungpflanzenmarkt, Imker und Musik von: TroubaDuo, Rumba Santa, DJ Peter Parker
Sie waren da? Vielen Dank, ich hoffe, Sie hatten soviel Freude wie wir.
Sie waren nicht da? Dann tragen Sie sich bitte für nächstes Jahr schon mal ein: 5.5. 14:00 bis 6.5. 4:00 Uhr Gut Rothenhausen Hoffest!
Im Vorfeld gab es einige Unwägbarkeiten: es hatte ja viel geregnet, also waren die Weiden eigentlich zu nass zum Befahren; der Milchlaster musste sich am Abend bis zum Tank vorkämpfen; wir hatten uns erst spät um die Bands gekümmert, so dass viele schon gebucht waren; das Lindenhaus war belegt, also mussten alle Helfer von auswärts bei den Familien auf dem Hof untergebracht werden. Aber ohne all das wäre es nur der halbe Spaß gewesen. Wir mussten tüfteln, mit der Molkerei telefonieren, uns viel Musik anhören und zusammenrücken. Und auch wenn wir uns immer wieder vornehmen, nächstes Jahr alles besser zu machen, war es im Nachhinein richtig, es genau so gemacht zu haben.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




05.05.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
FREI, FREI; WIR SIND FREIIIIII - so tönt es aus allen Richtungen, wenn man auf den Hof kommt. Die Kühe waren schon vorletzte Woche das erste Mal draußen, inzwischen verbringen sie schon den ganzen Vormittag auf der Weide – die Umstellung von Stallfütterung auf Weidegang muss langsam geschehen, denn die Mägen der Kuh – und davon hat sie einige – sind ein empfindliches Ökosystem, das bei radikalen Veränderungen entgleist.
Was jetzt vielleicht recht technisch klingt, hat sehr große Auswirkung in der Praxis. Vor allem beim Melken kann es zu regelrechten Schauern kommen, grün-braunen Schauern. Normalerweise sollte der Kuhfladen beim Auftreffen auf den Boden wie ein Applaus im Kuh-Tempo klingen, also Klapp Pause Klapp Pause Klapp Pause Klapp. Wenn zu schnell das Futter umgestellt wird, verändert sich das Applaustempo zum Rauschen oder gar Tosen, was durch die Konsistenz des Fladens bewirkt wird. Dieser ist dann auch nicht wirklich als Fladen sondern eher als versprenkelte Pfütze zu bezeichnen. Da man in der Melkgrube ja mit dem Kopf ungefähr auf Bauchhöhe mit den Kühen steht, ... aber lassen wir das.
Außer den Kühen kamen auch endlich nach langer Zeit der Vogelgrippe unsere Hühner und Gänse wieder an die frische Luft ohne Dach. Bei denen schlenkern zwar die Euter nicht so lustig umher, wenn sie ihren Freuden– Freiheitstanz aufführen, aber auch ihnen merkte man an, wie gut ihnen das Ende der Quarantäne tat.
Auch das Gemüse befreit sich aus den Wänden des Gewächshauses: viel Kulturen wurden ins Freiland gepflanzt.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




01.05.2017

Typisch! Claas träumt vom eigenen Hof


Programmhinweis:


„Typisch-Claas träumt vom eigenen Hof“
Donnerstag, 4. Mai 2017, 18:15 Uhr
Dienstag, 9. Mai 2017, 11:30 Uhr
im NDR:
Ein Film über unseren ehemaligen Lehrling Claas und die Hofgemeinschaft.
Auch zu finden, aber leider nicht mehr anzusehen in der Mediathek

Der Senegalese Claas hat ein ganz klares Ziel vor Augen: Wenn er hier mit seiner Ausbildung zum Landwirt fertig ist, will er auf jeden Fall zurück in die Heimat und biologisch-dynamische Landwirtschaft betreiben. Er will seinen eigenen Grund und Boden haben und die mit gesunder Nahrung versorgen, die es am nötigsten brauchen.
Claas ist Azubi auf Gut Rothenhausen.
Er lernt in seinem zweiten Lehrjahr im Bereich Milchwirtschaft auf dem Gut Rothenhausen bei Lübeck. Er hat sich bewusst für eine freie Ausbildung der Bäuerlichen Gesellschaft, in der sich Demeter-Betriebe zusammengeschlossen haben, entschieden. Der respektvolle Umgang mit der Natur und auch der "spirituelle" Ansatz gefällt ihm - da sieht er Parallelen zur Kultur der Afrikaner.

Eine konventionelle Ausbildung hat er schon im Senegal absolviert. Inzwischen spricht der stets gut gelaunte 25-Jährige sehr gut Deutsch. Und an das Klima und frühe Aufstehen hat er sich auch gewöhnt. Sein Tag beginnt kurz nach 5 Uhr mit dem Melken der 33 Rotbunten, danach geht es mit den Kühen wieder auf die Weide. Er versorgt die kleinen Kälbchen und den Bullen Pate, dem tatsächlich noch die brünstigen Kühe zugeführt werden. Ausbilderin Anna freut sich, dass Claas Erfahrungen aus dem Senegal mitbringt: "Der packt an und lässt das Halfter so leicht nicht los." Auch Martin, ein weiterer Ausbilder ist zufrieden mit ihm: "Bei seinem ersten Schwaden hat er sich ziemlich gut angestellt und beim Treiben der Jungkühe zur neuen Weide sowieso."
Leben in der Gemeinschaft
Später will Claas einen eigenen Hof im Senegal.

Viele Besucher denken, dass die Hofgemeinschaft einen Flüchtling aufgenommen hat - doch da haben sie sich geirrt. Claas ist ein ganz normaler Azubi wie die anderen drei, die auf Gut Rothenhausen leben und arbeiten. Fünf Familien und Altenteiler wirtschaften hier gemeinsam in einen Topf. In dieser Gruppe fühlt sich der junge Mann aus dem Senegal wohl. Er mag es, wenn mittags regelmäßig alle, so an die 30 Bewohner, zusammen essen, die Kinder zwischendurch toben - ein Hauch von dörflichen afrikanischen Verhältnissen. Heimweh kennt er nicht, sagt er, aber auf einen Besuch zuhause, auf ein Wiedersehen mit seinen Eltern im Senegal freut er sich sehr. Nach fast zwei Jahren in der Fremde sieht er sie endlich wieder.



29.04.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wie kommt das Aroma ins Brot? - oder eine Ode an alle flachen und dunklen Brote.
Es ist wie im wirklichen Leben, wahre Schönheit kommt von innen! Das heißt in diesem Fall: trauen Sie sich an die Brote mit optischen Mängeln ran, Sie werden mit einem runden, aromatischen, saftigen Geschmack belohnt!
Der Grund für etwas dunklere Brote liegt auf der Hand: sie waren etwas zu lange oder bei zu hoher Temperatur im Ofen. Doch dabei muss man wissen, dass die meisten Geschmacksstoffe beim Backvorgang genauer bei der Krustenbildung entstehen. Hier kommt es zu unterschiedlichen chemischen Vorgängen, u.a. bilden sich aus löslichen Zuckern braune Karamellstoffe in der Kruste, welche diese dann an das Krumengefüge weiter gibt.
Eine ordentliche Kruste ist weiterhin wichtig als Isolierschicht, sie schützt das Brot vor Aroma- und Feuchtigkeitsverlust!
Flache Brote zeugen entweder von zu weichen Teigen oder von übergangenen Teiglingen. Beides im Prinzip für den Gaumen etwas Positives! Weiche Teige ergeben saftige Brote, die lange frisch halten! Übergangene Brote standen etwas zu lange in der Warteschleife, bevor sie in den Ofen durften. Aber auch das führt nur zu optischen Mängeln, kulinarisch gesehen bringen die entstandenen Gärprodukte vermehrt Aroma ins Brot! Natürlich isst auch das Auge mit und somit gilt es wie immer im Leben, den goldenen Mittelweg zu finden, möglichst saftige Brote mit schön ausgeprägter Kruste und doch auch ansehnlich, also schön aufgegangen und nicht zu dunkel – das ist die Kunst, in der ich mich tagtäglich übe!
Fröhliche Bäckergrüße,
Verena Hennig




28.04.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
ich wünsche frohe Ostern, auch gehabt zu haben. Pünktlich sind die ersten Lämmer da und auch der erste Weideaustrieb der Kühe steht an. Im Gewächshaus grünt es schon fast unverschämt, doch auch draußen geht es los: Getreide wurde gesät, diese Woche werden Kartoffeln gelegt, das Gartenstück ist vorbereitet und last but not least: Igel Harald ist aus dem Winterschlaf erwacht. Er war kurz vor dem Winter in jämmerlichem Zustand und etwa 300g Kampfgewicht bei einer Kundin angekommen, die mit ihren zwei Jungs den ganzen Winter Harald aufgepäppelt hat. Er wurde tierärztlich betreut, obwohl die Anfangsprognose alles andere als rosig war. Doch mit Liebe, Katzenfutter und einem komfortablen Häuschen auf dem Balkon hat Harald sich trotz 4 Monaten Schläfchen zu wackeren 600g hinaufgearbeitet und strotzte bei seiner Ankunft in der neuen Heimat nur so vor Energie. Frau H. und ihre Söhne, fast alle Kinder des Hofes und auch die Reittherapeutin hier auf dem Hof samt Anhang hießen den kleinen Kerl herzlich willkommen und begleiteten ihn bei seiner Niederlassung. Ganz ohne Handschuhe wurde der entwurmte, flohfreie und quietschfidele Stachelritter (die Angler mögen mir den Begriff verzeihen) mitsamt seinem Bett aus Papierschnipseln und seiner vertrauten Hütte hinter einem Holzstoß auf der Schafkoppel in die Freiheit entlassen. Die nächsten Tage wird er dort wohl noch gelegentlich vorbeischauen, vielleicht sogar seine Tage dort verbringen, sicher wird ihn aber nichts davon abhalten seine nächtlichen Streifzüge von seinem Domizil aus immer größer werden zu lassen und am Ende, vielleicht mit einer hübschen Igeldame ein neues Leben anzufangen und auf eigenen, wenn auch kurzen Beinen zu stehen. Ich wünsche Harald alles Gute dafür und hoffe, er hat ordentlichen Appetit auf Schnecken, so könnte er sich zum besten Freund der Gärtner machen.
Nach der beschaulichen Haraldepoche folgte noch die eine oder andere Kutschfahrt mit Molly, dem Reittherapie-Pony. Sie ist übrigens ein erstaunliches Pferd: viel kleiner als alle anderen auf dem Reitplatz lässt sie sich von den Großen nichts sagen. Sie ist mit Abstand das mutigste Pferd und sie kann etwas, was ich nicht kann: Fußball spielen.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




12.04.2017

geänderte Öffnungszeiten


AB 29. April ist unser Hofladen samstags durchgehend bis 16:00 Uhr für Sie geöffnet





12.04.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
haben Sie schon mal einen Baum gefällt? Ich habe vor einem Monat gleich mehrere in einer Woche zu Fall bringen dürfen. Als Lehrling in der staatlichen Ausbildung und damit einmal wöchentlich Besucherin der Berufsschule in Mölln durfte ich am „Motorsägenlehrgang/ AS Baum 1“ teilnehmen. Durchgeführt vom Fachbereich Fortswirtschaft der Landwirtschaftskammer wurde uns Lehrlingen Theorie- und Praxiswissen zu Arbeitsbestimmungen, Handhabung der Kettensäge sowie Schnitt- und Fälltechnik vermittelt.
Am ersten Tag ging es erstmal um die Theorie. Eingestiegen wurde mit der Frage, wer schonmal eine Kettensäge benutzt hat. Bis auf mich war das bei meinen Mitschülern allen der Fall, doch deren Erfahrungswerte waren teilweise fern von allen Unfallverhütungsvorschriften – der Theorieteil lohnte also. Ab dem zweiten Tag verbrachten wir die Zeit dann im Möllner Forst. Ausgestattet mit Sicherheitskleidung und Warnwesten, damit wir uns alle gegenseitig im Blick haben, wurde uns von den Ausbildern erstmal die Fälltechnik und der Umgang mit der Kettensäge demonstriert. Dann durften wir selbst ran. Erstmal wurden ein paar Baumstämme zerlegt und dann durfte jeder an einem eigenen Baum den Fallkerb anlegen, der entscheidend für die Fällrichtung ist. Danach ging es reihum ans Fällen, natürlich erst, als der Sicherheitsbereich hergestellt war. Dieser beträgt den Radius der doppelte Baumlänge. Also, falls auch Sie mal 'nen Baum umlegen wollen, achten Sie darauf, dass sich dort niemand aufhält.
Wenn so eine 25m lange Fichte dann beginnt zu Boden zu rauschen, begleitend vom Knacken der Bruchleiste brachte dies ein Lächeln auf das Gesicht des ausführenden Lehrlings. Doch nicht immer wählten die Bäume den direkten Weg, sondern hingen irgendwo fest. Dann war des öfteren die Seilwinde gefragt, mit der wir die festhängenden Bäume sicher zu Fall brachten.
Im Anschluss an eine erfolgreiche Fällrunde ging dann das große Motorsägengeheule los, denn dann hat jeder seinen Baum entastet und in abgemessene Stücke zerlegt.
Nachdem wir uns über die Woche im Bäume fällen geübt hatten, gab's am letzten Tag eine kleine theoretische und praktische Prüfung.
Am Ende des Lehrgangs war der Möllner Forst um einige stehende Bäume ärmer, wir um einen bestandenen Kettensägenschein reicher und alle ziemlich motiviert, noch ein paar Bäume umzulegen. Rundum also ein gelungener Lehrgang!
Kommen Sie bei dem schönen Wetter doch mal nach Rothenhausen und überprüfen Sie, ob ich noch keinen Kahlschlag durchgeführt habe.
Für die Hofgemeinschaft mit freundlichen Grüßen
Bernadette



07.04.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
„...vielen Dank, vielen Dank, vielen Dank. Wir sagen uns vielen Dank. Dieser Tag heute ist wunderschön, morgen wollen wir uns wiederseh‘n... Bis morgen früh um acht, wenn die Kindergartensonne wieder lacht…“ so schallt es einem entgegen, wenn man die Kinder von der Kleinen Kinderfarm, dem Kindergarten auf unserem Hof, abholt. Da schmilzt das Elternherz– dieser Tag heute ist wunderschön– welche Inbrunst, welche Kraft, welch positive Affirmation auch für den weiteren Verlauf des selben. Und „wir wollen uns wiedersehen“– nicht „wir werden“, Das ist ein „Ja“ zum Leben, zur Freundschaft. Ganz zu schweigen von der lachenden Kindergartensonne… Und das ist ja nur das Lied zum Abschlusskreis. Jeder Tag steht unter einem Motto wie Reiten, im Sommer Gärtnern, Elemente, Einkaufen oder Schweine füttern, Wandern und Eurythmie (der anthroposophischen Sprachgymnastik, wie ich sie laienhaft bezeichnen möchte).
Wenn ich das mit meiner Kindergartenzeit vergleiche, wo wir uns aus Lego Pistolen gebaut haben, die kleinen Plastikschippen auch immer Pistolen waren, sich die Kleinen, wenn sie zur Bande gehören wollten, in einer Reihe aufstellen mussten, um von den Größeren einen Tritt in den Allerwertesten zu bekommen, muss ich sagen: ich beneide unsere Kinder.
Natürlich ist es nicht nur eine heile Welt, die dort gelebt wird: es gibt immer wiedermal handfesten Streit, die Kinder werden dreckig, Frühförderung im Sinne medialer Schulung fehlt völlig… aber -Hallo– das ist doch genau das was die kleinen brauchen, oder?! Persönliche Auseinandersetzungen, um ihre sozialen Fähigkeiten zu entwickeln, Dreck um das Immunsystem zu stärken, und Freiheit von dem alles lähmenden Internet und Fernsehen, das kommt noch früh genug…
An dieser Stelle möchte ich ganz besonders den Erzieherinnen danken: Ihr macht eine tolle Arbeit und ich bin sehr froh, die Kleinen in Eurer Obhut zu wissen.
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




31.03.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei frühlingshaften Wetter haben wie die ersten Salatköpfe im Gewächshaus gepflanzt, wir rechnen mit der Ernte ab Ende April. Auch die ersten Radieschen keimen, werden jedoch noch einige Wochen zum Wachsen brauchen. Bis dahin gibt es aber auch schon frisches Grün bzw. Bunt aus der Gärtnerei: unsere Asia-Salat-Mischung, anderswo auch als „Wildsalat“ vermarktet.
Was verbirgt sich hinter diesem exotisch klingenden Namen? Die Hauptbestandteile, verschiedene Sorten „Asia-Salat“ oder „Japanese Greens“ stammen tatsächlich aus Fernost. Da diese Salate aus der Familie der Kreuzblüter sehr kältetolerant und raschwüchsig sind, eignen sie sich perfekt für den Winteranbau bei uns und bieten eine tolle Ergänzung zum heimischen Feldsalat. Ihre sekundären Inhaltsstoffe wie die Senfölglycoside sollen Erkältungen abwehren, den Kreislauf fördern, den Blutfettgehalt senken und vorbeugend gegen Krebs wirken.
In unserer Mischung finden Sie verschiedene Blattsenf-Sorten, deren geschmackliches Spektrum von feinwürzig bis feurig scharf reicht. Darunter sind Sorten mit gezackten Blättern wie der grüne Frizzy Joe, Golden Streak, der bei Sonne tatsächlich golden schimmert, die leicht rötliche Frizzy Lizzy und der intensiv rote Moutarde rouge metis. Diese Sorten sind nicht sehr ertragreich, aber optisch ein echter Hingucker. Außerdem gibt es Blattsenfsorten mit runden Blättern wie der grüne Green in Snow, die leicht rötlichen Red Giant & Purple Wave sowie der tiefrote Bloody Mary. Wasabino mit gefransten grünen Blättern bringt ein scharfes Meerrettich-Aroma mit. Außerdem verteten sind zwei Mizuna-Sorten, eine grüne und eine dunkelrote namens Arun. Die fein geschlitzten, weißgestielten Blätter sehen nicht nur hübsch aus, sie bereichern den Salat mit einem feinen, zarten Kohlgeschmack. Der japanische Mizunasalat ist eng verwandt mit dem deutschen Namenia / Stielmus /Rübstiel, das es als eines der frühesten Frühjahrsgemüse aus unserer Gärtnerei gibt. Der PakChoi Sagami mit runden grünen Blättern und weißem Stiel ist ebenfalls geschmacklich sehr mild.
Zusätzlich mischen wir unserem Asia-Salat in der Regel etwas Postelein bei, um die Schärfe einzelner Sorten abzumildern. Postelein-Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Calcium und Eisen, aber sehr wenig Nitrat. Postelein ist frosthart, sehr wüchsig und gesund, weshalb sich dieses ursprünglich aus Nordamerika stammende Gewächs bei uns als Wintersalat immer mehr durchsetzt.
Eine heimische Komponente gibt es auch noch in der Mischung: Hirschhornwegerich. Im Tessin und in Norditalien ist er eine beliebte traditionelle Salat- und Gemüsepflanze. Im Aussehen ähnelt Hirschhornwegerich dem Rucola, im Geschmack ist er jedoch deutlich milder und leicht nussig. Die Blätter enthalten unter anderem reichlich Vitamin A, Vitamin C und Vitamin B2. Die Blätter werden bei uns sehr jung geerntet, als sogenanntes „Baby-Leaf“. So eignen sie sich perfekt zum Verzehr als Salat. Schick machen Sie sich auch als bunte Brotauflage. Alternativ lassen sich alle Bestandteile dieser Mischung auch ganz kurz gedünstet (z.B. mit Sojasauce) als Gemüsebeilage genießen.
Guten Appetit!
Jenni Ponsens




23.03.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
unsere junge GbR ist ein bunter Haufen und wir haben nicht alle von Anfang unserer Karriere an gewusst, wo das alles endet. Gelegenheit für mich, Ihnen mal zu erzählen, was für verborgene Tiefen in der jungen Führungsebene versteckt sind. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Sie sollen nur einen kaleidoskopartigen Einblick in unsere Karrieren bekommen.
Ackerbauer Philipp, mit landwirtschaftlicher Ausbildung und seinem Studium der ökologischen Agrarwissenschaften in Witzenhausen, wollte früher Kanalreiniger werden und träumt auch heute noch davon, ein Praktikum auf einem Tankwagen mit einem riesigen Saugrüssel zu machen. Seine Frau Verena – unsere Bäckerin - hat mit ihm studiert und vorher den Beruf erlernt, welchen sie jetzt auch ausübt. Auch Käserin Karo, Gärtner Ralph und meine Wenigkeit haben dort studiert. Mein abgebrochenes Germanistikstudium kommt mir in diesem Moment zu Gute.
Ralph, der eine Ausbildung als Landschaftsgärtner hat, konnte in der letzten Woche auch mal wieder im alten Beruf schwelgen und schön Knochenpflaster legen: ein Knochenjob, den ich auch schon das ein oder andere Mal gemacht habe. Gärtnerin Jenni hat auch Agrarwissenschaften studiert, allerdings in Bonn, woraufhin sie in der gleichen Firm, in der Ralph Bio-Betriebe kontrollierte, ein Team leitete.
Hühnerbauer Bastl ist eigentlich Zimmermann, genau wie Kuhbauer Martin, der auch noch gelernter Chemisch-Technischer Assistent ist. Hanna hat als Lebensmitteltechnologin die Errichtung und Betreuung von lebensmittelverarbeitenden Großanlagen erlernt, jetzt betreut sie den Hofladen und unsere Buchhaltung. Anna, meine geliebte Frau, hat ja die Milchkühe unter ihren Fittichen, was nicht so recht mit dem Studium der Haushalts- und Ernährungswissenschaften und schon gar nicht mit dem abgebrochenen Studium der Betriebswirtschaft zusammenpasst.
Von meinem Kindheitswunsch Rennfahrer bin ich zum Glück schnell abgekommen, hatte eigentlich eine künstlerische Laufbahn vor. Doch als weder die Kunstakademien meine Bilder leiden mochten noch ich die Trockenheit des Germanistikstudiums, schlug ich den Weg ein, der mich über Gemüsebau, Landwirtschaft, Obstbaumpflege und das Lebensmittelimportgeschäft hierher gebracht hat. Sie sehen, die Vielfalt ist groß, doch eines ist uns allen gemeinsam: Wir lieben diesen Hof und haben die Arbeit gefunden, die uns am meisten erfüllt.
Herzliche Grüße
Henning Jahn




20.03.2017

Kundenbrief


Guten Tag liebe Kunden und Freunde des Hofes,
wenn um 06:30 Uhr die ersten Sonnenstrahlen durch das östliche Stalltor auf die Liegefläche der Kühe strahlen und die erwachenden Vögel zu zwitschern beginnen, ist das Treiben auf dem Hof schon im vollen Gange. Und wenn man sich so umschaut, bemerkt man, dass die nun immer intensiver werdenden Sonnenstrahlen die Natur förmlich zum explodieren bringt. Überall sprießen die Schneeglöckchen und Krokusse aus dem Boden und die Knospen an Bäumen und Sträuchern werden immer dicker. Tauben, Amseln und Meisen beginnen mit dem Bau ihrer Brutnester. Egal wo man ist, man kann den Frühling sehen, riechen, hören, fühlen, ja sogar schmecken. Im Stall erblickten letzte Woche vier Kälber das Licht der Welt und brachten neues Leben in die Herde. Im Garten ist man fleißig mit dem Vorziehen und aussähen der Gemüsepflanzen beschäftigt. Und im Ackerbau nutzt man die Zeit neben der Vorbereitung der diesjährigen Feldbestellung, für Wartungsarbeiten von Maschinen oder zum Pflastern einiger Hofflächen. Und wenn am frühen Abend die Arbeit getan ist, laden die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, die durch die alten knorrigen Eichen, ihr gelblich orangenes Licht werfen, zu einem kurzen Moment des inne Haltens ein. Und während man dabei zusieht wie die Schatten der großen Bäume immer länger werden, atmet man die kühle klare Abendluft tief ein und lauscht dem abendlichen Gesang der Vögel. Nachdem die Sonne dann, am rötlich schimmernden Horizont verschwunden ist, kehrt auf dem Hof allmählich Ruhe ein.
Nutzen auch Sie die nun immer häufiger werdenden schönen Tage um aus dem „Winterschlaf“ zu kommen und neue Energie zu tanken. Zum Beispiel mit einem ausgiebigen Spaziergang im Wald, da nichts dem Menschen mehr Kraft gibt als eine satte Dosis Natur. Denn schließlich sind wir ein Teil von ihr, was wir im Alltag jedoch häufig vergessen. Also hoffentlich auf ein baldiges frohes Zusammentreffen hier auf dem Hof.
Schöne Grüße von der Hofgemeinschaft
Christoph Langenohl




10.03.2017

Stress im Hühnerstall


Unsere Hühner sind jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr richtig draußen, da hängt der Haussegen schief, wie auch die Lübecker Nachrichten vermelden... Stress im Hühnerstall (3.07 MB)



09.03.2017

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Alles neu macht der März, naja- nicht alles, aber immerhin die Kühlräume des Ladens wurden in den letzten Wochen neu gebaut. Bisher mussten die fleißigen Ladenmitarbeiter immer den langen Weg bis zu unserer Gemüsehalle gehen, um Gemüse für den Laden zu holen, wenn Kunden die Auslage leergekauft hatten. Dem wird jetzt abgeholfen, indem direkt am Laden einige Kühlräume mit den Produkten angepassten Temperaturen eingebaut wurden. So können wir frischer und schneller dem Bedarf gerecht werden und Ihnen unsere Ware präsentieren. Das freut nicht nur die Kunden und Mitarbeiter im Laden, auch unsere Gärtner profitieren davon. Denn bisher musste immer eine ganze Zeile Rollis mit aufbereitetem Gemüse im großen Kühlhaus vorgehalten werden, Stellplatz, der jetzt zum Stapeln von Großkisten mit Lagergemüse genutzt werden kann. Nicht, dass es gerade was zum Einlagern gäbe aber der nächste Herbst kommt bestimmt, und es ist gut zu wissen, dass, wenn es wieder so gut läuft wie letztes Jahr, wir einige Kubikmeter Stauraum gewonnen haben. Das Lagern von Gemüse und Obst ist eine Kunst für sich. Durch die unterschiedlichen Klimazonen aus denen die Gemüse stammen, aber auch ihre Inhaltsstoffe und Form, haben sie sehr unterschiedliche Ansprüche, was die Lagerung anbelangt. Kartoffeln z.B. wandeln Ihre Stärke in Zucker um, wenn sie zu kalt gelagert werden. Sie können also nicht im 1°C-Lager mit den anderen Knollen und dem Kohl liegen. Salaten und anderen Blattgemüsen gefällt es da schon wesentlich besser, sie trocknen aber durch die große Oberfläche schnell aus, müssen also immer durch feuchte Tücher an starker Verdunstung gehindert werden. Für Äpfel ist das auch die ideale Lagertemperatur, sie strömen aber Ethylen aus wodurch nicht nur sie selbst, sondern auch alles um sie herum zum Reifen angeregt wird. Das ist in der Obstschale mit grünen Avocados und Bananen wünschenswert, im Gemüselager aber führt das zu einem vorzeitigen Verfall der Lagerware. Das meiste Fruchtgemüse und auch Obst fühlt sich bei 6-7°C ganz wohl, Bananen hingegen, die ja in tropischen Gefilden wachsen, vertragen solch niedrige Temperaturen überhaupt nicht, sie werden grau und bleiben bitter. Kürbisse mögen es gerne 10-14°C warm, sie schmecken erst nach einiger Zeit in dieser Temperatur so süß und nussig, vorher erinnert der Geschmack stark an ihre Verwandten die Gurken und Zucchini.
Herzliche Grüße
Henning Jahn




02.03.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
die Sonnenstrahlen, wenn sie denn wie letzten Freitag mal durchkommen, haben schon richtig Kraft. Es ist herrlich, sich in der Sonne aufzuhalten und die blasse Winterhaut zur Vitamin D Produktion anzuregen. Dieses Prohormon ist wichtig für unser Immunsystem (-daher die Wintergrippe) und es gibt Studien, die einen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel mit manchen Krebsarten belegen.
Also nichts wie raus an die Sonne, der Mensch lebt nicht vom Brot allein… Auch für mich als eingefleischten Bürohengst wird es Zeit, meine Säge zu entrosten und die Astschere zu schärfen, denn unsere Obstbäume warten schon auf eine neue Frisur. In ihrer natürlichen Wuchsform, dem Busch, hätten die Bäume an dem äußeren Rand dichtes Laubwerk und der innere Bereich wäre komplett beschattet, so dass hier kein Blatt und nur wenige unaromatische Früchte hingen. Daher ist Licht im Innenbereich des Baumes zur Fruchtbildung wichtig. Hier kann man gut eine Leiter anstellen, während der Außenbereich schwer zugänglich ist. Daß wir Obstbäume auf Stämmen ziehen, hat den pragmatischen Grund, dass man so besser darunter weiden und mähen oder einfach mal ein Nickerchen halten kann. Auch die Durchlüftung ist so besser und die Gefahr, dass in Senken Kaltluft die Blüten beschädigt, ist verringert.
Beim Baumschnitt ist darauf zu achten, dass man früh genug anfängt, den Baum in die richtige Richtung zu lenken. Lässt man am Anfang zu viele Leitäste zu, kommt man später mit der Leiter nicht mehr rein und die Pflege und Ernte wird schwer. Wenn man einen starken Ast absägt muss, hat der Baum eine größere Wunde, die er verheilen muss, daher lohnt es sich früh dran zu bleiben. Die Basis für gutes, starkes Gerüst wird ganz am Anfang gelegt.
Im späteren Verlauf eines Baumlebens muss der Baumpfleger darauf achten, dass er nicht vergreist, zuwuchert oder abhaut, also zu hoch wird, so dass man an die schönsten Früchte nicht mehr rankommt.
Wenn Sie Interesse haben und sich anmelden, kann ich Ihnen ein paar Grundsätze und Kniffe der Obstbaumpflege in der Praxis zeigen.
Jetzt aber raus in die Sonne.
Herzliche Grüße
Henning Jahn




25.02.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden und Freunde des Hofes,
es ging Ihnen sicherlich wie mir und so wie mir ging es den meisten hier auf dem Hof:
die zwei oder drei sonnigen Tage letzte Woche haben unglaublich gut getan und so etwas wie erste Frühlingsgefühle geweckt!
Wir vom Ackerbau haben diese Tage sofort genutzt und sind mit Bohrstock, Hammer, Eimer, Probenbeuteln und Sandschäufelchen fröhlich losgezogen – hinaus ins Feld, genauer gesagt auf jeden einzelnen Schlag: von Ascheberg Ost bis ins hinterste Eckchen des Ziegelackers.
Wir wanderten im Zick-Zack oder großen „X“ über die Flächen und mancher außenstehende Beobachter mag sich gefragt haben, ob wir nicht wissen, wohin wir wollen – mit unserem Handwagen und der Ackerbaubanane zwischen den Zähnen.
Wir wussten aber sehr wohl, was wir wollten: repräsentative Bodenproben von der Bodenoberfläche bis zum Bearbeitungshorizont. Und um repräsentativ zu sein heißt das, auf jedem Schlag 10-15 mal den Bohrstock in den Boden schlagen und die dabei gewonnenen Proben im Eimer sammeln, sie mischen (dazu das Sandschäufelchen!) und dann in einen Probenbeutel füllen. Bei fast 80ha Ackerfläche und 11 Schlägen sind das ein paar Kilometer zu laufen – bei dem herrlichen Wetter war das aber eher wie Wanderurlaub als Arbeit! Aber wozu der Urlaub?
Wie Sie alle wissen, verfolgen wir unter anderem das Ideal möglichst geschlossener Kreisläufe – bis hin zur Ebene der Nährstoffe. Da wir aber kein geschlossenes System sind, wandern auch Nährstoffe mit dem leckeren Gemüse, den Milchprodukten oder dem Brot zu Ihnen nach Hause. Andere kommen in Form von Mineral-Lecksteinen für die Kühe oder aus der Luft über Leguminosen und an deren Wurzeln lebende Knöllchenbakterien in den Kreislauf.
Das ist ein sehr komplexes System und durch eine lange, vielfältige Fruchtfolge und ein ausgewogenes Verhältnis von Gemüse, Vieh, Ackerbau und Hof-Verarbeitung rein rechnerisch auch zu einem fast geschlossenen Kreislauf zu bringen – wie die Realität aussieht, muss man aber ab und zu auch mal nasschemisch analysieren – daher die Bodenproben!
Mit sonnigen Grüßen,
Ihr Ackerbauer Philipp Hennig




17.02.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
wie die meisten von Ihnen wissen, gibt es hier auf dem Gut Rothenhausen Auszubildende. Karsten und Bernadette haben ja sogar schon Kundenbriefe geschrieben. Einer von Detti ging ja sogar um das Lehrlingsquartett: Außer den zwei bereits Benannten, leben auf dem Lehrlingsflur noch Benny aus dem Gartenbau, den ich auch schon mal erwähnte bei der Beschreibung des Gärtnerteams, und unser bald im Fernsehen zu bewundernder Senegalese Klaas.
Neben der Arbeit erleben die Stifte hier natürlich, wie es ist, in einer großen Gemeinschaft zu sein, mit derzeit drei Familien unter einem Dach und fünf weiteren auf dem Hof. Natürlich müssen da für das Zusammenleben ein paar Vereinbarungen getroffen werden, dass z.B. nicht am Ende immer nur eine Person für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Inzwischen hat sich das „alle packen gleichzeitig an einem fest verabredeten Tag an“ als beste Variante herauskristallisiert. Alle gemeinsam heißt es oft: Essen, Trinken, Spielen und die neuste Einrichtung, an der ich gestern zum ersten Mal teilnehmen durfte, ist der Lehrlingsabend. Wie, ist nicht jeder Abend Lehrlingsabend? mögen Sie sich vielleicht fragen– naja es ist ein wenig wie mit dem Vatertag: man ist ja, wenn man Vater ist, jeden Tag Vater, trotzdem wird der Tag als solcher ausgelobt und zelebriert.
Ein Lehrlingsabend besteht also aus einer Zusammenkunft aller Lehrlinge mit einer weiteren Person, die nicht nur darin mündet, gemeinsam ein wenig Gerstensaft zu genießen, sondern auch inhaltsschwanger sein soll. So war es eben auch am letzten Samstag. Ich war vorher gebeten worden inhaltlich das Abo als eines unserer Betrieblichen Standbeine zu präsentieren. So konnte ich mir im Vorfeld bewusst machen, wie umfangreich und alle Betriebsbereiche betreffend meine Arbeit ist. Ich bekomme ja nicht nur Gemüse aus der Gärtnerei: die Kartoffeln kommen vom Ackerbauern, die Milchprodukte von Kühen und Käserei, das Trockensortiment aus dem Laden und das Brot natürlich aus der Backstube, wo das Getreide aus dem Ackerbau verarbeitet wird. Mit all diesen müssen ständig Absprachen getroffen werden, genau wie mit den Fahrern, den Packern und mit Ihnen- den Kunden. Somit bin ich die personifizierte Kommunikation hier auf dem Hof und das konnte ich in einem dreistündigen Monolog am Lehrlingsabend belegen, ich hoffe alle Ohren sind dran geblieben. Danke für die Einladung!
Es grüßt Sie für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




13.02.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
wo ist eigentlich Lamara die einzige schwarzbunte Kuh hin? Das werden sich einige fragen, die bei uns durch den Stall schlendern. Nein, sie ist nicht als einzige auf der Winterweide, sie ist nicht beim Tierarzt, sie ist nicht in einem anderen Betrieb - sie ist den Weg der Kühe gegangen, den letzten. Seit letzter Woche können Sie sie in Ihrem Kühlschrank oder auf Ihrem Teller wiederfinden. Den Vegetariern unter Ihnen mag bei diesen Zeilen vielleicht der Appetit vergehen - ich bin übrigens auch ein Vertreter dieser Spezies und musste etwas mit mir ringen, dieses Thema aufzugreifen.
Um die Milch geben zu können, müssen Rinder zu Kühen werden, also ein Kalb bekommen. Ein großer Schritt im Leben einer Kuh. Auch für den Bauern beginnt nun endlich die Zeit der Belohnung für 3 Jahre an Bemühungen, es dem Tier gut gehen zu lassen. Es fängt an Milch zu geben. Das weiße flüssige Gold, das unsere Kultur seit Tausenden von Jahren so entscheidend geprägt hat. Die Veredlungsformen wie Käse, Joghurt und Quark hängen also ganz wesentlich mit der Geburt eines Tieres zusammen. Danach gibt die Kuh ein knappes Jahr Milch bis kurz vor der folgenden Geburt. Sie wird „trockengestellt“, das Futter wird umgestellt, für zwei Monate kann sich die Kuh von den Anstrengungen des rasanten Stoffwechsels erholen und ihren Körper auf die anstehende Geburt vorbereiten. Einen solchen Zyklus nennt man Laktation. Der Bauer wünscht sich eine gesunde Kuh, die viele Laktationen ohne größere Erkrankungen Freude und viel Milch spendet. Einen Teil ganz am Anfang, das so genannte Kolostrum, bekommt das Kalb, um sein Immunsystem zu unterstützen. Dann steht es bald auf eigenen Beinen und kann Gras fressen und zu einer Kuh, einem Bullen oder Ochsen heranwachsen.
Unsere Flächen reichen für die Versorgung der Kühe und der Nachzucht gut, es gibt jedoch mehr Kälber als wir behalten können, und auch die beste Kuh hat irgendwann das Alter erreicht, wo die Zipperlein zu groß werden und das Leid die Freude überwiegt. Dank der verständigen Art unseres Metzgers mit den Tieren umzugehen, wird das Tier ruhig und weitgehend ohne Stress in die ewigen Jagdgründe geschickt und sein Fleisch kommt, wenn Sie möchten, zu Ihnen.
Herzliche Grüße
Henning Jahn für die Hofgemeinschaft




02.02.2017

Kundenbrief jetzt mit Tuning-Tipps


Liebe Kunden,
letzten Montag haben wir die Kühe tiefer gelegt. Wie soll das gehen? Die große Ausmistaktion stand an. Direkt nach dem Einsortieren der Kühe zum Melken ging es los. Martin stieg auf den Traktor, die Mistgabel am Frontlader und dann gab es ein fröhliches Schaufeln. Stück für Stück wurde der Mist der Liegefläche ins Mistlager hinterm Stall verlagert. Nach vier Stunden wurde bis zur Nachmittagsstallzeit unterbrochen, damit die lieben Kuhdamen sich wieder frei bewegen konnten. Dafür haben wir über die bereits ausgemistete Fläche Stroh verteilt. Naja, das waren eigentlich eher die Kühe selbst. Vier Strohballen hatten wir uns zum Verteilen hingestellt, doch bevor wir uns mit den Mistgabeln ans Verteilen machen konnten, hatten die ersten schon die Hörner in die Ballen gebohrt und wild die Köpfe geschüttelt. Aufgeregt wurde durch den Stall gesprungen, gemuht und dabei ne Menge Stroh verteilt. An diesem Bild konnte man sich herrlich erfreuen. So lief Note aufgeregt vom Stall auf den Laufhof und wieder zurück, Riga flitzte bockend um die Strohballen herum und Nirva warf einen Ballen gleich um und rollte ihn durch den Stall.
Am Nachmittag wurde das frische Stroh beiseite gelegt und der Rest des Mistes rausgefahren. Dazu mussten auch die beiden Kälber in den Abkalbeboxen von der einen in die andere Box umziehen. So lagen sie dann zu zweit inmitten von dicken frischen Strohbergen im Stroh und waren kaum zu sehen. Die Kühe ließen sich am Abend in der frisch eingestreuten Liegefläche nieder. Aber im Gegensatz zum Vortag einen knappen Meter tiefer.
Wir erfreuen uns nicht nur am zufriedenen Anblick der Kühe, sondern auch an sehr sauberen Eutern beim Melken. Denn durch die ausgemistete Liegefläche gibt es momentan keinen alten Mist unter dem täglich neu Eingestreuten, den die Kühe hervorwühlen könnten.
Viele Grüße aus dem Kuhstall
für die Hofgemeinschaft
Bernadette Gundlach




27.01.2017

Kundenbrief


Liebe Freunde, liebe Kunden,
nun bin ich bereits seit 2 Monaten Ihre Bäckerin. Anfangs hat es sich angefühlt wie Urlaub und immer wenn ich den Laden betrat, bekam ich etwas Heimweh. Doch mittlerweile hat sich für meine Familie und mich schon ein ziemlich guter Rhythmus eingespielt. Ich bin mittendrin, mir die Backstube richtig zueigen zu machen. Dabei geholfen haben mir besonders auch meine Mitarbeiter. Im ersten Monat hatte ich Eileen Dittberner an meiner Seite, die sehr gut eingearbeitet war und selbst von Beruf Bäckerin ist. Nun arbeite ich seit Januar mit Frank R. zusammen und auch das klappt sehr gut, auch wenn es leider nur für die nächsten Monate so sein wird.
Nun möchte ich noch ein paar Worte zu unserem Brotsortiment loswerden. Unsere Brote werden alle über 20 bis 24h mit ursprünglichen Triebmitteln wie Sauerteig und Backferment geführt. Das heißt, es erfolgt eine optimale Aromabildung im Brot und die Backwaren halten auch länger frisch als Brote mit Hefe als Triebmittel. Zudem ist Hefe auch nicht von allen Konsumenten gut verträglich.
Aus diesen Gründen ist unter anderem auch das neue Gewürzroggen entstanden. Es ist ein reines Sauerteigbrot mit hauptsächlich Roggenmehl und etwas Dinkel und natürlich mit viel Kümmel und Koriander, so haben es sich meine bayrischen Kollegen und Hofmitbewohner gewünscht.
Außerdem wird es freigeschoben, das heißt der Teigling reift nicht eingezwängt in einem Kasten, sondern in einem Körbchen und kann sich nachher im Ofen völlig frei entfalten. Das erfordert etwas mehr handwerkliches Geschick und erklärt auch, warum solch ein freigeschobenes Brot je nach Teigbeschaffenheit und Garzustand mal etwas flacher oder mal etwas runder ausfallen kann. Ich mag zum einen diese Lebendigkeit und zum anderen liebe ich das Aroma, das durch den höheren Krustenanteil ins Brot kommt. Und wenn das Brot auf Grund seiner Form nicht so gut in eine genormte Brotdose passt, schneidet man halt ein Stückchen ab!
Haben Sie Wünsche, Kritik oder Anmerkungen zu unserem Brotsortiment, lassen Sie es mich gerne wissen.
Viele Grüße,
Ihre Bäckerin Verena Hennig




13.01.2017

Kundenbrief



Liebe Kunden,
wenn es draußen so frostig wird wie letzte Woche, dann wird’s im Stall umso gemütlicher. Doch trotz kuscheliger Liegefläche sah man mehrere Kuhdamen an den klaren Wintertagen letzte Woche draußen. Ob das nur an der Sonne lag oder doch an der neuen Kuhbürste? Sie haben es uns nicht verraten. Aber die sauberen Rücken und durchgestrubbelten Frisuren der Damen haben sie verraten. Zudem sah man sie, wie sie mit gestrecktem Hals und genüsslichem Gesichtsausdruck ihre Rücken von der elektrisch angetriebenen Bürstrolle massieren ließen. Da musste man sie zum Melken durchaus mal persönlich am neuen Wellnessstandort auf dem Laufhof abholen.
Für ein kleines Kälbchen gab‘s diese Woche auch was Neues. Ulme, so heißt die kleine Dame, und ich haben nämlich einen Spaziergang unternommen. Am Freitag, bei wunderbarer Sonne, habe ich sie zuerst mal mit Halfter und Strick vertraut gemacht, dann haben wir uns langsam aus dem Stall nach draußen vorgearbeitet. Voller Neugier, aber auch etwas scheu ist Ulme hinter mir herspaziert. Draußen angekommen wurden erstmal einige Bocksprünge vollführt und mit großen Augen die Schweine betrachtet. Dann sind wir zwei auf die Kälberweide gegangen. Dort wurde gerannt, abgebremst und an allem ausgiebig geschnuppert. Über den Zaun haben wir Klaas beim Holzhacken zugeguckt. Zwischendrin hat dann auch mal Ulme die Führung übernommen und ich musste ihr hinterhereilen, aber für den ersten Spaziergang war‘s ein voller Erfolg. Zurück im Stall wurde sie von ihren Mitbewohnerinnen Ulla, Ulrike und Ursel lautstark begrüßt und hatte bestimmt Einiges zu erzählen.
Und es soll nicht bei einem einmaligen Spaziergang bleiben. Das nächste Mal kommt dann wohl erstmal eine ihrer Kälberkolleginnen oder -kollegen dran. Denn auch Bullenkälber gibt’s zur Zeit zwei, die auf Rothenhausen ihr Leben verbringen werden. Ulf und Urs, beide Bewohner im Kälberiglu vorm Stall.
Durchs Spazierengehen bekommen die Kälber im jungen Alter gleich Kontakt mit dem Menschen und lernen ihn zu respektieren. So gewöhnen sich die Tiere gleich daran geführt zu werden, denn später als Milchkuh werden wir sie täglich am Halfter zum Platz oder in den Melkstand führen. Und Sie wissen ja, früh übt sich ...
Mir macht's natürlich viel Spaß und ich werde nach weiteren Spaziergängen auf jeden Fall von unseren Fortschritten und Ausflugszielen berichten.
Fröhliche Grüße von den Rothenhausener Kälbern
für die Hofgemeinschaft
Bernadette Gundlach




06.01.2017

Kundenbrief


Liebe Kunden,
CETA, Glyphosat und Neonikotinoide waren brisante Themen letztes Jahr für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucher.
Nachdem TTIP aufgrund massiver Bürgerproteste nicht verabschiedet wurde, versuchte die Regierung es durch die Hintertür: CETA, die kleine Schwester von TTIP wurde feierlich unterzeichnet, muss jetzt aber noch von allen 28 europäischen Länderparlamenten ratifiziert werden. Wir haben also noch eine Chance, zumal ein Volksbegehren in Bayern und Volksinitiativen in NWR und auch im schönen Schleswig-Holstein nicht aufhören dem Eindringling Widerstand zu leisten. Uns das Leben ist nicht leicht für die Lobbisten der Pharma-, Chemie– und Lebensmittelindustrie…
Bei den Neonikotinoiden haben wir es ja geschafft: Diese hochgefährliche Beizmittel vernichtete 2008 11.000 Bienenvölker im Rheintal, trotzdem wollte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt das verbotene Mittel wieder zulassen. Das konnte dank Eilinitiativen verhindert werden.
In aller Munde: fast alle konventionellen Backwaren tragen es in sich, vor allem Brötchen sind betroffen: das Herbizid Glyphosat, auch bekannt unter dem Handelsnamen RoundUp der Firma Monsanto ist nicht wegzudenken von den konventionellen Äckern: es bereitet nicht nur die Aussaat vor, es wird kurz vor der Ernte zur Sequestration auf das Getreide gespritzt um es gleichmäßig „abreifen“ zu lassen, die noch grünen Pflanzen im Bestand werden gelb und trocken und können so besser gedroschen werden. Kein Wunder, dass da noch was im Korn bleibt… Der Skandal dieses Jahr: Man findet es nicht nur im Nationalgericht der Deutschen, der Stulle, nein auch im Nationalgetränk, der Feierabendpulle ist es in jedem konventionellen Bier zu finden. Immerhin wurde die Wiederzulassung statt für 15 Jahre nur für 18 Monate verlängert. Hoffentlich schaffen wir es diese Jahr endlich einen Schlussstrich unter dieses Gift zu setzen.
Ein frohes neues Jahr wünsche ich und freue mich auf die nächste Runde mit Ihnen
Herzliche Grüße,
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




02.01.2017

Kundenbrief




Liebe Kunden,
in der „Weihnachtskiste“ diese Woche finden Sie neben dem JahresBrief wie gewohnt Rotkohl. Unser Rotkohl hat sich dieses Jahr so prächtig entwickelt, dass die Köpfe oft 1,5 – 2,5 kg schwer geworden sind. Da einige von Ihnen nicht so viel auf einmal brauchen, bekommen viele von Ihnen halbierte Kohlköpfe.
Das hat einen weiteren Vorteil. Leider ist unser Rotkohl diesen Sommer so schnell gewachsen, dass er teilweise mit der Calciumversorgung seiner jüngsten Blätter nicht nachkam. Dieser sogenannte Innenbrand tritt bei besonders wüchsigen Wetterbedingungen auf, vor allem wenn diese zu Beginn der Kopfbildung herrschen. Durch die schnelle Massenzunahme wird das vorhandene Kalzium verdünnt, der Pflanze gelingt es aber nicht, genügend neues Kalzium aufzunehmen und bis in die jüngsten Blätter zu leiten. Die unterversorgten Blätter sterben ab, da die Zellwände zusammenbrechen. Beim Durchschneiden der Kohlköpfe zeigen sich dann braune Stellen. Es handelt sich um eine rein physiologische Störung, also keine eigentliche Krankheit.
Dennoch ist es bei der Verarbeitung sehr ärgerlich, das braune Blatt aus dem Innern „herauszufriemeln“. Sollten Sie also einen Kohlkopf mit Innenbrand erwischen, melden Sie sich bitte. Sie bekommen Ersatz. Bei den bereits von uns halbierten Köpfen können wir die betroffenen bereits weitgehend aussortieren.
Wir wünschen Ihnen allen eine wunderschöne, geruhsame Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr.
Herzliche Grüße,
Jenni Ponsens
für die Hofgemeinschaft




01.01.2017

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Bei der Beurteilung der Qualität von Obst und Gemüse steht in der Regel die optische Qualität im Fokus. Naheliegend. Beim Einkauf liegt unser prüfender Blick als erstes auf dem Produkt, das wir kaufen möchten. Wir vergleichen und bewerten, dann entscheiden wir uns in der Regel für ein idealisiertes Bild dieser Ware (Größe, Farbe oder Form). Über die innere Qualität ist schwerer zu urteilen, so spielt sie bei der Kaufentscheidung eine weniger große Rolle: Im Fall von Obst und Gemüse sind das z.B. Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe. Ein anderer wichtiger Aspekt von Qualität, der gern übersehen wird, ist die Prozessqualität: Wie wurde das Obst und Gemüse angebaut? Dabei ist nicht nur entscheidend ob ökologisch oder konventionell, sondern auch: welche Transportwege wurden zurückgelegt? Unter welchen Arbeitsbedingungen wurde das Produkt erzeugt? Welche und wie viele Ressourcen (z.B. Wasser, Energie, Düngemittel) wurden eingesetzt?
Die „krumme Gurke“ wurde ja in den 90er Jahren durch die EU bekannt, bzw. unbekannt. Auch wenn 2009 diese „Vermarktungsnorm“ überarbeitet bzw. abgeschafft wurde, findet man „krumme“ Gurken auch heute noch in den wenigsten Läden. Warum ist das so? Das liegt an den vielfältigen Qualitätsansprüchen von Handel und Verarbeitung an die Landwirtschaft. Gemüse und Obst soll möglichst einheitlich aussehen, gleich schwer, lange lagerfähig und gut zu transportieren sein. So werden dann krumme Gurken, obwohl sie theoretisch angeboten werden dürfen, in der Praxis nicht gewollt. Denn es ist schwieriger sie zu verpacken und zu verkaufen. Diese Ansprüche an das Obst und Gemüse haben auch zur Folge, dass von der eigentlichen riesigen Obst- und Gemüsesortenvielfalt nur wenig im Handel angeboten wird. So führen bestimmte Produktionsstandards für Obst und Gemüse bezüglich Form, Farbe, Größe usw. dazu, dass in Deutschland bis zu 40 Prozent der Lebensmittel gar nicht erst in den Verkauf kommt. Dabei handelt es sich beispielsweise um kleine Kartoffeln, mehrbeinige Karotten, die bekannten „krummen“ Gurken oder schorfige Äpfel – Lebensmittel, die gut schmecken und deren Inhaltsstoffe sich in keiner Weise von denen ihren „makellosen“ Artgenossen unterscheiden.
Eines unser Anliegen ist es, wieder ein Bewusstsein zu schaffen für das vielfältige regionale Gemüseangebot bzw. auch den riesigen Sortenreichtum. Zum Anderen möchten wir auch damit brechen, dass solches immer gleich aussehen muss. Dies können wir nur, weil wir direkt vermarkten und im direkten Austausch mit Ihnen stehen. Sollten Sie einmal unzufrieden mit unserer Gemüsequalität sein, geben Sie uns gerne Rückmeldung, damit Sie Ersatz bekommen.
Für die Hofgemeinschaft mit herzlichen Grüßen
Ralph Seckler




09.12.2016

Kundenbrief




Liebe Kunden,
obwohl es Gut Rothenhausen ja schon einige Jahre gibt, fühlt es sich für uns neu dazu Gestoßene noch wie Pionierarbeit an. Unsere Hofgemeinschaft ist voller Freude bei der Arbeit und liebt das, was sie tut. Wir leben von dem, was wir tun, aber als den ganz großen Wurf kann man das Unternehmen aus wirtschaftlicher Sich nicht bezeichnen. Umso wichtiger ist es, dass unsere lieben Kunden weiterhin so zufrieden sind und so gerne bei uns einkaufen.
Bio boomt, 2016 kaufen die Deutschen für rund 9 Milliarden Euro ökologische Lebensmittel und Getränke. Das sind rund 10% mehr als letztes Jahr. Von 2012 bis 2015 wuchsen die Umsätze in Bioläden um 43%. Der Großhandel wuchs um über 60%. Die nicht-bio-Supermärkte verzeichneten in dieser Zeitspanne ein Wachstum von nur 15%. Da verwundert es nicht, dass Märkte von großen Bio-Supermarkt-Ketten mit über 400 Quadratmeter Verkaufsfläche überall auf dem Boden sprießen. So auch in Lübeck. Tatsächlich merken wir, dass immer wieder Kunden sich nicht mehr von uns beliefern lassen, wenn ein großer Bio-Markt in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes aufmacht.
Bundesweite Filialisten eröffnen Märkte vor allem in Großstädten, wo schon potenzielle Kunden sind; offensichtlich ist es lukrativer, mit Wettbewerbern um bestehende Kundschaft zu kämpfen, als durch mühsame Aufbauarbeit neue Kunden zu gewinnen.
Wir freuen uns, dass unser Hof und alle dazugehörigen Teile eine so hohe Anziehungskraft ausüben, dass wir neben großen Unternehmen Bestand haben. Und das liegt auch an Ihnen. Vielen Dank.
Herzliche Grüße,
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




02.12.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Der Adventsbasar in der Waldorfschule, auf dem wir auch einen Stand hatten, läutete es ein: Jetzt ist es wieder bald so weit, Stiefel werden geputzt, in denen Mandarinen und Nüsse ihren Platz finden; überall tollen Wichtel herum und hinterlassen Fußspuren im Schnee - ach nein, der ist ja schon wieder geschmolzen. Trotzdem sieht man in der Schmutzschleuse immer mehr Menschen in Thermounterwäsche mit Stiefelsocken hantieren. Kein Wunder, denn auf dem Gemüseacker war noch ganz schön was los. Durch den Schnee war die Möhrenernte verschoben worden und konnte erst letzte Woche abgeschlossen werden. Selbst die Stallbauern rückten aus und ernteten mit.
Währenddessen hinter den Fassaden des unschuldig dreinschauenden Kuhstalls ...
Und nun raten Sie mal, warum Kuh Saba am Donnerstag früh eine Nachgeburt verspeiste! Richtig– es gab mal wieder Nachwuchs im Kuhstall und zum Einen ist die Nachgeburt voller wertvoller Nährstoffe, zum Anderen, will die Kuh instinktiv das Kalb vor Raubtieren schützen und da bietet es sich an, den Geruch von Blut schnell zu beseitigen. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum Kälber nach der Geburt trockengeschleckt werden. Ein anderer ist die dadurch entstehende beidseitige Bindung. Die Kuh nimmt den Geruch des Kälbchens ganz in sich auf und könnte es mit geschlossenen Augen unter Tausenden wiederfinden. Das Kalb wird zum Aufstehen und Trinken animiert, außerdem ist es trocken nicht so anfällig für Krankheiten.
Bald wird es für die Damen im Kuhstall auch wieder richtig behaglich – nein wir installieren keine Fußbodenheizung, Wärme liefert ja der Mist. Wir haben eine neue Kuhbürste, diese muss nur noch eingebaut werden, dann können sich die Süßen wieder schön den Rücken kraulen lassen.
Herzliche Grüße,
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




25.11.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die meisten von Ihnen waren sicher schon das eine oder andere Mal hier auf dem Hof, einige kommen vielleicht sogar regelmäßig, um immer ein paar Schmankerl über die Abokisten hinaus zu erstehen. Vielleicht kennen Sie uns aber auch nur vom Hoffest, der eine oder andere war vielleicht noch nie hier. Neben dem Herz des Hofes, dem Kinderspielplatz, findet hier alles statt, was man auch früher auf einem Gut hatte: in der Backstube wird eigenes Getreide zu Brot gebacken, in der Käserei wird die eigene Milch verarbeitet, vom Gemüseacker direkt in Ihre Kiste kommen frische Produkte, Streuobst wird zu Saft gepresst und ein paar Äpfel landen auch in Ihren Obstkörben.
Diese Vielfalt macht unserer Gemeinschaft den Hof so liebenswert und das möchten wir gerne an Sie und vor allem Ihre Kinder weitergeben. Daher haben wir in diesem Jahr begonnen, unser pädagogisches Angebot auszuweiten und sind Mitglied im Demonstrationsbetriebe-Netzwerk geworden und bekommen so Unterstützung bei der Durchführung von Vorträgen und Führungen über Ökolandbau und verwandte Themen um unseren Hof. Jetzt kommt ein weiteres Netzwerk hinzu, das speziell Jugendliche und junge Erwachsene anspricht. 10-25 Jährige (im beigelegten Flyer ist das Alter falsch angegeben) sollen in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen an spezielle Aspekte der Landwirtschaft und Ökologie herangeführt werden. Hierbei ist das Ziel, jungen Menschen die Zusammenhänge von dem, was wir hier tun, mit der Welternährung, den Auswirkungen auf das Klima, der eigenen Gesundheit und echtem Genuss begreifbar zu machen. Uns ist es wichtig die Freude, die wir hier erleben, zu vermitteln und wir freuen uns auf Anfragen von Schulen, Vereinen und Universitäten. Gegebenenfalls kann vorher ein Biopoli-Referent zu Ihrer Bildungseinrichtung kommen und den Besuch so vorbereiten, dass Sie den größtmöglichen Nutzen von dem Besuch bei uns haben.
Herzliche Grüße,
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




18.11.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wer hätte das gedacht – ich nicht, als ich vor zwei Wochen bei 18°C mit Sommerreifen in Urlaub fuhr. Jetzt kommt der Winter, zumindest zeigte er seinen schneeverzierten Zauber in der vergangenen Woche. Dadurch wurden die Gärtner in ihrem Erntefieber etwas ausgebremst. Tatsächlich sind aber alle empfindlichen Kulturen vollständig abgeerntet, nur die Wurzelpetersilie, die Pastinaken und eine Hand voll Möhren warten noch auf ihre Rodung. Damit geht ein tolles Gartenjahr dem Ende zu. Doch halt – was steht denn da noch alles? - Kohl, Kohl und nochmals Kohl: Rosen-, Grün- und sogar Wirsing strotzen noch vor Kraft und Vitalität. Die erhaschten Sonnenstrahlen werden noch in Blattmasse und Stärke wird in Zucker umgewandelt, weshalb Kartoffeln ja keinen Frost abbekommen sollten.
Was im Garten an (erzwungener) Gemächlichkeit anfällt, kommt im Lager, im Stall, aber auch im Handel an Geschäftigkeit hinzu: Die eingelagerten Gemüse müssen sortiert, geputzt und gewaschen werden. Da die Kühe nicht mehr auf der Weide fressen und auch den Rest der Verdauung nicht dort erledigen, sondern im Stall und auf dem Laufhof, muss hier gefüttert und ausgemistet werden. Wenn Tränken einfrieren, werden die Tiere von Hand mit Wasser versorgt – 80l Wasser trinkt eine Milchkuh im Schnitt am Tag. Da heißt es schnell schöpfen …
Im Laden spürt man auch das Herannahen der Weihnachtszeit. Es gibt wieder Sternanis und Lebkuchen zu kaufen, der Glühpunsch geht besser als das Bier, Mehl und Eier verkaufen sich auch ganz gut und überall duftet es nach Zimt.
Ich selbst bin nach unserem Familienurlaub aufgetankt mit Eindrücken aus dem Süden und freue mich auf einen knackigen Winter, in dem ich meinen geliebten Obstbäumen mal wieder etwas zu Leibe rücken kann. Näheres dazu finden Sie im Jahresbrief, den wir wie gewohnt zum neuen Jahr in die Kisten legen.
Herzliche Grüße,
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




11.11.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in unserer Backstube gibt es Neuigkeiten: Ute Herzog, unsere Bäckerin, wird uns verlassen und ich, Verena Hennig, werde die Leitung der Backstube ab 14. November übernehmen. An dieser Stelle möchte ich Ute im Namen der Hofgemeinschaft für ihr engagiertes und selbstständiges Arbeiten in den letzten 7 Jahren danken!
Vielleicht können Sie sich an meinen letzten Kundenbrief im August erinnern, in dem ich sehr begeistert von meiner Tätigkeit in der Backstube als Urlaubsvertretung berichtet habe. Wenige Wochen später haben wir erfahren, dass uns Ute Herzog leider verlassen wird. Somit stand für mich die Frage im Raum, komplett vom Laden in die Backstube zu wechseln. Da mein Herz nicht nur für den Laden, sondern auch für die Backstube schlägt und ich außerdem schon immer gerne noch mehr in der Praxis arbeiten wollte, musste ich gar nicht lange überlegen: Ich tausche den Ladentresen mit dem Ofen. Und ich muss sagen, die Entscheidung fühlt sich sehr gut an. Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabengebiet, darauf, unsere Brote noch besser kennenzulernen, mit den Teigen zu experimentieren, neue Brotsorten zu entwickeln und vieles mehr. Außerdem finde ich es schön, nun noch dichter mit meinem Mann zusammenzuarbeiten: Er baut das Getreide an und ich verarbeite es!
Natürlich bin ich auch sehr aufgeregt, denn meine Bäckerlehre liegt nun schon 12 Jahre zurück. Deshalb habe ich mir vorgenommen, klein anzufangen und mich aufs Wesentliche zu konzentrieren: Das Brotsortiment! Bitte haben Sie Verständnis, dass ich anfangs kein Dauergebäck und keine Croissants anbieten kann, auch Dinkeltoast und Rosinenbrot lasse ich zunächst aus, damit ich meine Aufmerksamkeit dem Hauptsortiment widmen kann.
Als Unterstützung habe ich Eileen an meiner Seite, sie ist ebenfalls gelernte Bäckerin und arbeitet seit September bei uns in der Backstube.
Ich freue mich schon darauf, Ihnen demnächst noch mehr aus meinen Bäckeralltag erzählen zu können!
Viele Grüße,
Verena Hennig
für die Hofgemeinschaft




04.11.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
sicher haben Sie bereits bemerkt, dass sich einige unserer Käsenamen geändert haben. Dank eines Käsenamen-Wettbewerbes, der am Hoffest stattfand, konnten wir endlich einige ausgefallene neue Namen für unsere Käse finden. Ich möchte Ihnen hier nun unsere Käse-Persönlichkeiten präsentieren.

Hügelalma alt (ehemals Bergkäse alt):

Sie ist das alte und erfahrene Oberhaupt unserer Käsefamilie, schon in Rente und durch die viele harte Arbeit, die sie ihr Leben lang geleistet hat, nicht mehr ganz geschmeidig. Sie ist eine kräftige Lady, von deren ausgefüllten Leben man sich gerne bei einem guten Glas Rotwein erzählen lässt.
Hügelalma jung (ehemals Bergkäse jung):
Sie ist die jüngere Schwester unseres Familienoberhauptes. Die Schwestern leben gemeinsam im Bauernhaus und sind ein Herz und eine Seele. Die kleine Hügelalma ist rund und füllig und eine milde Großmama, deren ganze Familie sie sehr gerne mag.
Peppiger Bauer (ehemals Pfeffer Gouda):
Er ist der temperamentvolle Sohn der Hügelalma. Er ist jung und dynamisch, bringt Schwung ins Leben und hat immer einen kecken Spruch auf den Lippen. Eben einer mit der gewissen Würze.
Feurige Bäuerin (ehemals Chilikäse):
Die Angetraute des peppigen Bauern ist ebenfalls heißblütig. Ihr Leben ist wie ein feuriger Tanz. Menschen, die es pikant mögen, haben in ihr und ihrem Gatten genau die richtigen Weggefährten gefunden.
Jungbauer (ehemals GoudaArt):
Er ist der Sohn unserer Bauern, doch ist er noch zu jung, um über seinen Charakter zu entscheiden. Aber auf alle Fälle ist er immer dabei, kennt alle Kühe beim Namen und ist ein feines Kerlchen. Eben einfach ein prima Zeitgenosse.
Tante Kleehorn (ehemals Bockshornkleekäse):
Sie ist die Schwester des peppigen Bauern. Sie mag es lieber fein und gesittet und ist keine große Draufgängerin. Gerne mag sie Ausflüge ins Grüne und bei einem Picknick kann man die füllige Dame stets mit einer leckeren Käsestulle oder aber überbackenen Auflaufgerichten begeistern.
Onkel Kasilibum (ehemals Knoblauch-Basilikum-Käse):
Tante Kleehorns angeheirateter Gatte aus Italien. Er ist ein toller Mann: handfest, laut und fröhlich. Und das Beste ist, er kann zaubern. Und ratet mal was? „Duft in die Luft“
Möhrenmartha (ehemals Möhrenlaibchen):
Sie ist eine gute Freundin der Familie. Die pausbackige Dame mit der rosig, geschmeidigen Haut ist allseits beliebt. Besonders Kinder kann sie mit ihrer lieben und gefälligen Art begeistern.
Kurt Kümmel (ehemals Kümmelkäse):
Er ist der Geliebte von Martha. Ein knorriger Kerl, der es gern deftig mag. Spätestens mit einem leckeren Sauerkrautauflauf kann man ihm ein Lächeln auf's Gesicht zaubern.
Kuhhirte (ehemals Hirtenkäse):
Er ist der Geselle auf dem Bauernhof und kümmert sich hervorragend um's Vieh. Auch privat ist er beliebt und immer ein guter Begleiter, ob auf Grillpartys, zum Abendessen oder auch mal nur zum netten Beisammensein bei Käse und Wein: der Kuhhirte gliedert sich stets bestens ein.
Mit den besten Grüßen aus Rothenhausen
Anna Jahn
für die Hofgemeinschaft




28.10.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
seit einigen Tagen sind unsere Kühe nachts im Stall. Man mag es kaum glauben, aber am Ende hatten sie gar keine Lust mehr, abends den Weg zur Weide anzutreten. Da musste man sie förmlich aus dem warmen und gemütlichen Stall scheuchen, um sie von ihrem Weideglück zu überzeugen. Nun tummeln sie sich des Nächtens in der frisch eingestreuten Liegefläche und kauen und schnauben zufrieden vor sich hin.
Zur diesjährigen Stallsaison haben wir eine Neuerung eingeführt. Und zwar sind unsere Trockensteher jetzt von den laktierenden Kühen getrennt, so dass die milchgebenden Kühe rund um die Uhr mit hochwertigem Futter versorgt werden können und die Trockensteher sich an magerem Futter sattfressen können. Sie drohen nämlich zu dick zu werden, wenn sie in dieser Zeit, in der sie im Grunde nicht arbeiten, weiterhin hochkalorisch ernährt werden. Dies kann zu Beginn der Laktation wiederum zu mannigfaltigen Erkrankungen führen.
Trockensteher nennt man die Kühe, die innerhalb der letzten zwei Monate vor dem Kalbungstermin nicht mehr gemolken werden, damit sich ihr Körper von der anstrengenden Arbeit des Milchgebens regenerieren und die Kuh sich ganz auf sich und ihr Kälbchen besinnen kann. Es ist quasi die Mutterschutzzeit der Kühe.
Um diese eben erwähnte Trennung der beiden Kuhgruppen zu ermöglichen, wurde je ein Bereich unserer Liegefläche und des Laufhofes für die Trockensteher abgeteilt. Die Tiere sind so weiterhin dicht beieinander, werden außerdem täglich wieder mit den anderen zusammengeführt und verlieren daher nicht den Anschluss zur Herde. So muss eine Kuh, die nach der Geburt ihres Kalbes wieder in die Herde integriert wird, nicht um ihren Rangplatz kämpfen. Dies würde nämlich wieder Stress für die Kuh bedeuten, was man in dieser sensiblen Zeit rund um Geburt und Start in die neue Laktation absolut nicht gebrauchen kann. Beste Ausgangslage für gesunde und glückliche Tiere ist vermutlich die Abwesenheit von Stress und ausreichend gutes Futter.
Der Start in unser leicht abgewandeltes Haltungssystem scheint jedenfalls geglückt zu sein, so sind derzeit sehr ausgeglichene und zufriedene Kühe in unserem Stall vorzufinden. Und geht es den Kühen gut, geht es auch den Stallbauern gut …
Mit den besten Grüßen aus dem Kuhstall
für die Hofgemeinschaft
Anna Jahn




21.10.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der kühle Herbst ist zu spüren, die Temperaturen sinken stetig, nachts teilweise unter 6 Grad. Endlich sind wieder nennenswerte Mengen Regen zu verzeichnen, die alle knapp gewordenen Reserven wieder auffüllen. Im Ackerbau stehen die großen Dieselmotoren immer öfter still, denn draußen auf dem Feld ist alles bestellt. Wenn man entlang der Felder spaziert, sieht man Zwischenfrucht, Weizen, Roggen, Dinkel und neues Kleegras, dass den Boden schon fast überall begrünt und sich auf den Winter vorbereitet. Durch den Bewuchs auf dem Acker halten wir den Boden und die Nährstoffe über den Winter stabil und schützen ihn vor Erosion durch Wind und Niederschläge.
Auch Ackerbauer Philipp und seine Familie machen den wohlverdienten Jahresurlaub, weshalb ich für die nächsten zwei Wochen alleine für den Ackerbau zuständig bin. Zum Glück haben Philipp und ich gut vorgearbeitet, deswegen sind alle Kartoffeln schon sortiert und müssen nur noch für den Verkauf abgepackt werden. Das Kühlhaus für die Kartoffeln wurde aktiviert, um die teilweise großen Temperaturschwankungen auszugleichen, da die Kartoffeln im Idealfall langsam auf 5 Grad herunter gekühlt werden sollen.
In der Scheune ist der diesjährige Roggen und Weizen durch die Reinigung gewandert und wird nun auch bald zu Brot gebacken. Alles was beim Reinigen übrig blieb, wurde mit dem Tiefstallmist aus dem Kuhstall vermischt und auf eine Miete zum Kompostieren aufgesetzt. Der Mistkompost vom letzten Ausmisten wird nun ausgebracht und kann noch bis zum Winter einwachsen und somit zusammen mit dem Kleegras die Nährstoffgrundlage für das Gemüse und den Backweizen bilden.
Auch im Kuhstall kündigt sich die Wintersaison an. Wenn man über den Hof läuft, riecht man den süßlichen Geruch der Silage, die mehr und mehr zugefüttert wird. Die Damen aus dem Kuhstall gehen später auf die Weide, da das Futter auf der Weide nicht mehr ausreicht. Bei den Kälbchen kann man beobachten, dass sich auch das Fell mehr und mehr auf die kühlen Temperaturen einstellen und sie immer flauschiger werden.
Im Garten wurde das erste Mal Fließ ausgepackt, um Kulturen vor der Kälte zu schützen. Die zweite Partie Feld- und Asiasalate sind gekeimt und stehen in den Startlöchern. Die Tomaten werden auch immer weniger und werden bald aus dem Gewächshaus verschwinden.
Morgens bei der Arbeitsbesprechung, die des Öfteren unter Dach auf dem Futtergang stattfindet, sind Mützen und Schals immer häufiger vertreten.
Sie sehen also, wie die kalte Jahreszeit langsam aber sicher ihren Einfluss auf das Geschehen auf dem Hof ausübt.
Für die Hofgemeinschaft
Carsten Langenhol




14.10.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Gärtner nehmen zwei Wochen ihren wohlverdienten Jahresurlaub. Es gibt also kein Gemüse mehr, Spaß beiseite: Zum Glück haben wir noch das Gartenteam – die zwei Auszubildenden Mareile und Benjamin, die Gesellin Inge, die Aushilfe Cindy und unsere gute Seele Gerald. Sie werden dafür sorgen, dass Sie nicht darben müssen. So werde ich die Gelegenheit nutzen, das Team vorzustellen: Mareile hat schon ein Lehrjahr im Stall verbracht und war hier ebenso eine große Hilfe, wie sie jetzt im Garten ist: gut gelaunt, schnell und fleißig.
Benjamin im ersten Lehrjahr hier und hat zuvor ein Studium als Wirtschaftsingenieur abgeschlossen, ein helles Köpfchen, der auch auf humoristischer Seite den Hof bereichert. Er hat sich gleich in den ersten Wochen so geschickt angestellt, dass er noch für ein zweites Jahr unter Vertrag genommen wurde, obwohl ein Wechsel des Betriebes in der freien Ausbildung normalerweise üblich ist.
Inge ist ein tiefes Wasser, dabei vermag sie es aber auch allen immer wieder ein Schmunzeln zu entlocken. Und das nicht nur wegen der köstlichen Tomaten, die unter ihrer Hand gedeihen. Sie betreut das Gewächshaus und in Ralphs und Jennis Abwesenheit ist sie meine Ansprechpartnerin für Gemüse, das wir fürs Abo brauchen.
Cindy hat sich schon letztes Jahr bei uns im Gemüsebau verdient gemacht und ist prima eingearbeitet, sie ist immer gut drauf und sich für keine Arbeit zu schade.
Gerald ist ein Urgestein des Hofes, seit vielen Jahren sieht er Gärtner kommen und gehen und wird nicht müde, das Wissen der vergangenen Jahre an die Neuen weiterzugeben. Dabei ist von unschätzbarem Wert, dass er sich intensiv mit den Böden des Hofes auseinandergesetzt hat – jeder, der eine Bodenkunde-Lehrpfad-Begehung mit ihm gemacht hat, weiß wovon ich spreche – nutzen Sie die Gelegenheit beim nächsten Hoffest. Aber natürlich kann er auch auf pflanzenbaulicher Ebene einiges zum Gelingen der Kulturen beitragen. Nicht zuletzt kümmert er sich um die Bereitung der Präparate, die zur Harmonisierung des Bodenlebens beitragen.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft



06.10.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
von meinem Bein und mir haben Sie ja dank der regen Hornissen schon letzte Woche gelesen… Ich, Bernadette, 19 Jahre, bin seit Mitte Juli Lehrling im Stall. Vorher habe ich in Norwegen auf einem Hof meine Liebe zu den Kühen entdeckt. Mein Tag hier beginnt um halb sechs, direkt vom Bett in den Stall, genauer gesagt auf den Futtertisch, wo ich die Milchkühe, Bullen, Schweine und Pferde mit Futter und den Kälberkindergarten mit wohltemperierter Milch versorge.
Nach getaner Arbeit findet man die Lehrlinge versammelt in der Küche. Bei Müsli, Milch und dem guten Brot tauschen wir uns über freche Kühe, verformte Tomaten und Carstens Grubber-Künste aus.
Dann geht es gleich wieder los: die eine düst mit dem Fahrrad zum Gemüsefeld, der andere auf den Schlepper. Trifft man sich zu Fuß, auf dem Fahrrad oder Schlepper, bleibt ein wildes Zuwinken nicht aus, als träfe man sich mit zwei Schiffen auf dem Ozean.
Zum Mittagessen versammelt sich die ganze Hofgemeinschaft zum Singen und Schlemmen. Danach tankt der rothenhausener Lehrling seine Kräfte in der Regel per Kurzschlaf auf - nicht länger als 20 Minuten, da sind wir uns einig, sonst ist man hinüber für den Nachmittag. Auch dann steht noch einiges auf dem Programm: Futterkartoffeln waschen, Arbeiten vom Vormittag beenden, Aufgaben der To-Do-Liste abarbeiten, bis um halb vier alles für‘s Melken vorbereitet wird. So endet der Arbeitstag, wie er begann, mit dem Unterschied, dass einem dann viele neugierige Augenpaare von Kunden, Kindern und sonstigen Besuchern folgen.
Sind die Kühe wieder auf der Weide, die Melkmaschine geputzt und alle Tiere versorgt, dann heißt es Feierabend. Damit beginnt die lange Zeit des Abendessens der Lehrlinge in der Hofküche. Einer beginnt und so nach und nach kommen alle aus ihren Bereichen und gesellen sich früher oder später dazu. Mal benötigt die Planung des Essens (gerne Spiegelei mit Bratkartoffeln) schon eine halbe Stunde, mal will keiner anfangen zu kochen. Sitzt man dann mal, wird geplaudert und gelacht. Irgendwer steht irgendwann energisch auf, weil er schon die ganze Zeit Berichtsheft schreiben wollte, so gibt er den Impuls zur Auflösung der munteren Runde, bis man sich dann gleich auf dem Lehrlingsflur wiedertrifft, quatscht und Karten spielt.
Sie sehen: wir Lehrlinge sind eine fröhliche Truppe , die gerne gemeinsam isst und lacht. Im Namen von uns Lehrlingen wünsche ich Ihnen genau das: Miteinander essen und lachen. Genießen Sie den Herbst.
für die Hofgemeinschaft,
Bernadette Gundlach




30.09.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
soll ich es wagen? Nochmal ein Beitrag zu Äpfeln und Birnen… ich hoffe Sie sind es noch nicht leid, aber diese Information kommt aus erster Hand, direkt vom Erzeuger…
Gestern habe ich mit einer etwa 10m hohen Leiter Birnen für Sie geerntet. Der Baum steht neben dem Gewächshaus, die Köstliche von Charneux – eine wunderbare Birne, ein toller Baum, meine Leiter reichte gerade bis zur Hälfte – aber mehr geht nicht, und auch in der Höhe wurde mir schon etwas mulmig.
Alle paar Monate bietet ein Fachagrarwirt für Baumpflege bei uns einwöchige seilgestützte Kletterkurse an. Ein solcher fand auch diese Woche statt. Nach der Abschlussbesprechung, die in der Nähe des besagten Birnenbaumes stattfand, kam Dirk, der Leiter des Kurses zu mir, der ich gerade eine Kiste Birnen zum Kühlraum bringen wollte, und bat mich, mehr auf meine Sicherheit zu achten. Die Leiter sei zu lang und wackelig, als dass ich mich da ohne Seilsicherung hinaufbegeben solle. Wir kamen ins Gespräch und er schenkte mir einen eintägigen Einführungskurs ins Baumklettern, den er am Samstag anbot. So kam es, dass ich leider nicht an unserer Veranstaltung „Zukunft Säen“ teilnahm. Stattdessen hing ich den ganzen Tag in einer Stockelsdorfer Linde und seilte mich und andere auf und ab. Von der Geocatcherin bis zum ambitionierten Baumfäller war alles vertreten. Wir hatten viel Spaß und lernten die wichtigsten Knoten, Sicherheitsmaßnahmen und Werkzeuge der Baumspezialisten kennen. Sollten Sie auch interessiert sein, schwindelnde Höhen zu erklimmen, vermittle ich gerne.
Auch im Stall gab es Ereignisse, die mit dieser von mir schon als Schicksalsbaum bezeichneten Birne zu tun hatten: unsere Auszubildende Bernadette durfte neulich in wenig riskanter Höhe Birnen pflücken. Alles war gut, bis sie wieder am Boden war. Dort sortierte sie die Birnen in die Kiste, aus der sie für Sie gepackt werden. Dabei kniete sie sich hin, es summt kurz, aber heftig und ein stechender Schmerz fuhr ihr ins Bein. Sie hatte eine Hornisse zerquetscht und diese all ihr Gift in Dettis Knie. „Ach alles nicht so schlimm…“ In der übernächsten Nacht sah das Knie wie ein Kürbis aus (und ich spreche hier nicht von einem Hokkaido, sondern eher von einem roten Zentner). Also - ab zum Krankenhaus und so gab es eine einwöchige Krankschreibung. Nicht sehr passend, denn Claas, unser zweiter Stalllehrling befand sich gerade in seiner Heimat Senegal auf Dreharbeiten und Familienurlaub und so melkten Bäuerin Anna und Bauer Martin alle Kühe alleine. Jetzt sind Detti und Claas wieder wohlbehalten da und es kann weitergehen mit unbeschwertem Melken und der fröhlichen Obsternte...
für die Hofgemeinschaft,
Henning Jahn




23.09.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Kühe sind nach wie vor Tag und Nacht auf der Weide und wir hoffen sehr, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Leider ist Petrus den badeverrückten Sonnenanbetern in diesem Spätsommer wohlgesonnener als unseren Kühen und so schickt er uns zwar herrlich trockenes und warmes Wetter, doch dem Gras auf den Weiden gefällt das nicht besonders und es wächst nur sehr, sehr langsam und wartet seit langem vergeblich auf das kühle Nass. Nach derzeitigem Stand werden wir den Kühen in diesem Jahr schon recht bald zusätzliches Futter im Stall zur Verfügung stellen, damit sie auch satt werden und zufrieden sowie gesund bleiben.
Eines unserer Kälber hatte vor ein paar Tagen kein Problem satt zu werden. So stahl es sich in zwei aufeinanderfolgenden Nächten von der Kälberweide, um zu den Kühen zu wandern und sich an dem ein oder anderen der 31 prall gefüllten Euter zu laben. Als wir unserem Ausreißer morgens den Eimer mit Milch anboten, schaute es uns nur an, als hätten wir einen schlechten Witz gemacht und trank kein einziges Schlückchen.
Bald wird auch unsere Neue im Stall in den Genuss kommen, ein Kälbchen säugen zu dürfen. Weil die Anzeichen für eine baldige Kalbung gegeben sind, haben wir unsere hübsche Färse Rosa nun von der Jungtierweide zu den Kühen geholt. Rosa ist kein sehr zutrauliches Tier, so hat sie im Gegensatz zu vielen anderen Jungtieren größten Respekt - um nicht zu sagen Angst - vor uns Menschen. Nun möchten wir ihr Vertrauen gewinnen, verhätscheln sie ein bisschen, versuchen sie so oft wie möglich zu berühren und ihr gut zuzureden. Spannend wird es, wenn sie ihr Kalb geboren hat. Mit diesem Ereignis wird eine Färse zur Milchkuh und hat somit auch die Ehre, zum Melken in den Melkstand gehen zu dürfen. Davon müssen wir sie vermutlich allerdings erst mit Geduld und Spucke überzeugen…
Soviel für den Moment von unseren tierischen Kolleginnen.
Ganz herzliche Grüße aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft,
Anna Jahn




16.09.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
der goldene Herbst ist da, zumindest meteorologisch ist es ja schon so weit, auch wenn es sich die ganze Woche wie Sommer angefühlt hat. So macht das Bäume klettern richtig Spaß: ein Teil der Äpfel, die Sie diese Woche in Ihrer Mischung haben, sind von einem der höchsten Wipfel unserer Streuobstbäume: Der Ruhm von Vierlanden, der etwas flachere der beiden – saftig, dass es schwerfällt, beim Essen trocken zu bleiben, angenehme Säure bei mildem Bouquet, geschmeidig im Abgang. Jaja - die Sommeliers des Kernobstes können das genauso wie die Weinverkoster, nur dass sie sich Pomologen nennen und sich seltener mit vergorenem Obst befassen. Mit der anderen Sorte James Grieve hatten Sie ja schon mal das Vergnügen, diesmal hat ihn aber unser Altenteiler Günther geerntet, der viele Jahre neben dem Laden das Obst als Aufgabenbereich hatte. In dieser Zeit hat er viele Hochstammbäume gepflanzt, die jetzt erfolgreich beerntet werden. Diese Aufgabe erfüllt er mit Hingabe, obwohl er schon in Rente ist. Er hat mir viel über die auf dem Gelände befindlichen Raritäten beigebracht und unterstützt mich auch weiterhin.
Bald werden wir die erste Ladung Saft pressen, darauf freue ich mich ebenso wie auf das Einlagern der Wintersorten. Wir haben dafür einen Erdkeller, der selbst bei starken Minusgraden die Temperatur nicht unter 1°C absinken lässt. Die Luftfeuchtigkeit ist auch recht hoch, nur das Reifegas Ethylen, was die Äpfel natürlicherweise ausströmen, verursacht eine schnellere Reifung, als es in einem moderne CA (controlled athmophere) Lager der Fall wäre. Dafür haben wir keine Energiekosten, der Klimafußabdruck ist also gering, wenn nicht sogar positiv durch die großen Bäume, die auch einer Vielzahl von Tieren Lebensraum bieten. Vielleicht begegnen Sie ja sogar einem, was ich zwar versuche zu vermeiden, aber diese Ohrenkneifer können sich gut verstecken – übrigens ein Nützling: sollten Sie einen finden, schnell auf die Zimmerpflanze mit Blattläusen, er nimmt sich ihrer an.
für die Hofgemeinschaft,
Henning Jahn



09.09.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
heute gehe ich ein geliebtes, aber nicht ganz einfaches Thema an, das direkter mit Ihnen zu tun hat als alles andere: der Kunde.
Sie denken sich jetzt vielleicht: „Das bin ja ich– ich will lieber was vom Hof lesen!“ oder „Das ist aber ein langweiliges Thema!“ oder Sie haben jetzt schon aufgehört zu lesen. Denjenigen, die jetzt noch dabei sind, erstmal ein herzliches Dankeschön für‘s Lesen. Und jetzt noch ein Danke für Sie, weil Sie so sind wie Sie sind. Jeder einzelne von Ihnen bereitet mir immer wieder Freude: die ruhigen Abokunden, bei denen sich alles eingeschliffen hat, die nur selten Änderungswünsche haben, geben mir Sicherheit, dass alles gut läuft und meine Fahrer, Packer und wir im Büro gute Arbeit leisten und Sie mit der Ware zufrieden sind, die unsere Bauern produzieren. Genauso wichtig sind diejenigen unter Ihnen, die Ihren Unmut kundtun! Nur so erfahre ich, was nicht gut läuft und welche Ware ich besser nicht mehr in die Kisten lege. Ganz besonders viel Spaß habe ich an neuen Kunden. Man lernt sich kennen, sei es persönlich im Laden, durch Email oder am Telefon, und nähert sich immer mehr einander an. Oft sind die Begegnungen so erfreulich, dass ich ganz beschwingt in die Hofgemeinschaft oder Familie komme und von meinem Neukundengespräch schwärme. Selbst wenn Kunden kündigen, ist das nicht negativ. Oft sind es ja äußere Gründe, aber gerade auch, wenn es an uns liegt, ist das eine Chance, besser zu werden.
Nun, das sind meine persönlichen Erfahrungen mit Ihnen. Für unseren Hof sind Sie einer der wichtigsten Faktoren: ohne Sie bräuchten wir uns die Mühe hier gar nicht zu machen. Sie sind ein Teil unserer Gemeinschaft und wir machen unsere Arbeit gerne für Sie. Jeder hat sich aus freien Stücken entschieden, das hier zu tun, was ihm am meisten liegt, und wir sind sehr froh über Ihre Wertschätzung und den gegenseitigen Austausch.
für die Hofgemeinschaft,
Henning Jahn



02.09.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
erratum: Tatsächlich hat unser Profi-Obstbau-Partner nicht nur Plantagen, sondern auch Streuobstwiesen. In den Genuss seiner Birnen kommen einige von Ihnen diese Woche.
Unser Ackerbauer Philipp rodet Kartoffeln wie ein Weltmeister, es wird gedroschen und Strohballen werden gepresst. Kurz gesagt: draußen geht‘s ab.
Nach dem ausgiebigen Regen in der letzten Zeit wächst alles, was grün ist, bei dem Sonnenschein einfach toll. Auch wenn die Tage schon wieder merklich kürzer werden, wuchert das Gras und der Klee so schnell, dass die Kühe kaum mit dem Fressen hinterherkommen. Der Gemüsegarten steht in vollem Saft und wartet auf eine prächtige Ernte im Herbst.
Aber auch drinnen ist man nicht faul: Kuhbäuerin Anna hat sich mit ihren Lehrlingen diese Woche den Jungviehstall vorgenommen und die Wände gekalkt. Selbst Pate, der alte Bulle, hat einen neuen Anstrich in seiner Bude. Zum einen dient dieser Anstrich natürlich der Ästhetik, wobei sich die Kühe zu dieser Schule der Philosophie noch nicht geäußert haben – sie halten es eher mit dem Utilitarismus, wobei die wenigsten Benthams und Mills Schriften lange studiert haben. Als ich sie ihnen neulich vorlegte, haben sie sie ruck zuck verschlungen und so physischer verinnerlicht, als es irgend ein Mensch behaupten kann. Aber ich schweife ab … der viel wichtigere Grund des Kalkens ist der hygienische Aspekt: durch seine alkalischen Eigenschaften werden Krankheitskeime in den Wänden bekämpft. So umgeht man elegant und ökologisch den Einsatz giftiger Desinfektionsmittel und es sieht auch noch schön aus.
für die Hofgemeinschaft,
Henning Jahn




26.08.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt geht die Obsternte richtig los. Einige von Ihnen erinnern sich vielleicht an den Kundenbrief vor etwa einem halben Jahr, in dem ich von der begeisternden Arbeit der Obstbaumpflege erzählt habe. Jetzt trägt meine Mühe Früchte, violett, gelb, weiß, grün und rot leuchten sie über unsere Hofweiden und in Ihren Körben. Ich kann mich nicht entsinnen, dass das im letzten Jahr stattgefunden hat: drei Obstsorten aus eigenem Anbau in den Abokisten. Es erfüllt mich mit Stolz, nicht nur im Büro, sondern auch mal bei der Ernte zu Ihren Diensten gewesen zu sein. Obst ist doch etwas Dankbares. Man pflanzt einen Baum, pflegt ihn anfangs einmal im Jahr und nach ein paar Jahren bekommt man mehr Obst bereitgestellt, als man essen kann. Und das jedes Jahr und auch meine und Ihre Kinder können davon essen und deren Kinder und deren Kinder und wahrscheinlich noch deren Kinder. Birnen können bis 200 Jahre alt werden. Davon können einige Generationen naschen. Tatsächlich sind die Williams-Birnen, die einige von Ihnen in Ihren Körben haben, von zwei sehr alten Bäumen, auch die Äpfel stammen von einem Senior auf unserem Hof – das Alter ist schwer zu bestimmen, wenn man keine Bohrung macht, um Jahresringe zu zählen, aber sie gehören weit länger auf das Gut Rothenhausen als die Hofgemeinschaft, die ja dieses Jahr 40-Jähriges Jubiläum feierte. Das ist für Kernobstbäume das Alter, ab dem sie die höchsten Erträge bringen. Die zwei Birnbäume und der Apfel haben diesen Zenit weit überschritten und sind im Ertrag schon stark zurückgegangen. Etliche Äste streben ab und trotzdem hängen schöne Früchte dran, auch wenn der nasse Sommer zu einigen schorfigen Flecken auf den Birnen geführt hat. Wir haben die besten für Sie rausgesucht. Lassen Sie den Früchten ein paar Tage bei Zimmertemperatur damit sie ihr Aroma noch voll entfalten und den richtigen Grad an Weiche entwickeln können.
Gerade bekomme ich das Angebot unseres Partnerbetriebes und Lieferanten Medewege: auch deren Birnen haben Schalenfehler, obwohl es sich um einen Plantagenbetrieb handelt, der wesentlich professioneller produziert, als wir- echt öko eben ...
für die Hofgemeinschaft,
Henning Jahn

"Feurige Kartoffelernte" (für Kinder von 6-10 Jahren)

Am Donnerstag den 01.09.2016 wollen wir nachmittags (15-18 Uhr)
gemeinsam Kartoffeln ernten und anschließend übern Feuer Reibekuchen
backen.

Anmeldung unter: buero@gutrothenhausen.de oder 017637787182



19.08.2016

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Einige von Ihnen werden sicher gemerkt haben, daß in den letzten beiden Wochen eine andere Bäckerin als sonst am Werk war. Das ein oder andere Gebäck ist vielleicht nicht in der gewohnten Form oder Farbe bei Ihnen zu Hause angekommen.
Da unsere eigentliche Bäckerin 4 Wochen in Kur ist, bin ich kurzhand für zwei Wochen vom Laden in die Backstube gewechselt. So muss unsere Backstube nur für zwei Wochen komplett geschlossen bleiben und Sie müssen nur für kurze Zeit auf unser gutes Brot verzichten. Für meine zwei Backwochen war einiges an Organisation notwendig, ich brauchte Ersatz im Laden, in der Küche und bei der Kinderbetreuung. Natürlich kam trotzdem alles Zusammen: Getreideernte, Windpocken bei den Kindern usw. So wurden die Backwochen für mich ziemlich stressig, aber dennoch wunderschön. Es tat sehr gut mal was ganz anderes zu machen, sozusagen den ganzen Betrieb aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Jeden Morgen war ich ziemlich aufgeregt, ob wohl alles klappen würde. Trotz der fehlenden Routine hat mir das Backen jedoch sehr viel Spaß gemacht. Ein hochwertiges Lebensmittel mit den Händen selbst zu schaffen, macht spätestens bei jedem Frühstück und Abendessen, wo dann in meinem Fall das eigene Brot auf den Tisch kommt, richtig glücklich.
Auch ist mir jedesmal wenn ich unser Getreide für die Backtage frisch gemahlen habe, wieder aufgefallen welch tolle Qualität durch die kurzen Wege möglich ist. Das Getreide wird hier angebaut, gereinigt, gemahlen und verarbeitet und alle Arbeitsschritte finden nur wenige Meter voneinander entfernt statt.
Wenn ich mit den Backvorbereitungen für den nächsten Tag beschäftigt war, kam mir auch die Vielfalt unserer Brote wieder einmal mehr ins Bewusstsein. So werden für das Dinkelbrot am Vortag Dinkelkörner gekocht, die dem Teig zugesetzt werden, bei dem Vierkornbrot sind es Gersten- und Haferkörner und für das Rothenhausener wird ein Brühstück aus Roggenschrot und Wasser hergestellt, was u.a. zu einer optimalen Frischhaltung führt.
Außerdem habe ich es genossen, jeden Tag mit einem anderen Gehilfen zu backen. An einem Tag half mir die Käserin, an einem anderen der Stalllehrling und dann auch mal der ABO-Fahrer. So ging es in diesen Tagen immer sehr unterhaltsam und bunt in der Backstube zu.
Gelernt habe ich das Handwerk vor nun schon 13 Jahren auf dem Dottenfelderhof. Umso schöner ist es, daß ich hier ab und zu dazu komme, das damals Gelernte wieder wachzurufen und aufzufrischen.
Viele Grüße,
für die Hofgemeinschaft,
Verena Hennig




12.08.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auch wenn das Wetter der letzten Woche eher an den April denken ließ, geht es für die Gärtner bereits auf die Herbstsaison und Einlagerungszeit zu. Wir konnten schon die ersten Roten Bete und Hokkaidokürbisse ernten. Die Zwiebeln sind fertig und warten nur noch auf ein paar sonnige Tage, um trocken ins Lager zu kommen. Auch der Sauerkrautkohl braucht nicht mehr lange. Er wird nach der Ernte sofort verarbeitet, nach kurzer Reifezeit gibt es dann in einigen Wochen endlich wieder hofeigenes Sauerkraut.
Erst einmal dürfen Sie sich an den Tomaten erfreuen, die jetzt endlich voll im Ertrag stehen. Wir probieren dieses Jahr ein paar neue Sorten aus. Im Cherry-Mix befindet sich eine neue gelbe Sorte mit sehr kleinen Früchten „Dattelwein“ sowie zwei „blaue“ Sorten, die bei starker Sonneneinstrahlung rot-violett-blau abreifen, meist aber unspektakulärer sind als erwartet. Außerdem gibt es eine wirklich tief blauschwarze Salattomate „Midnight Select“ und drei weitere Salattomatensorten, die wir als ertragreiche und möglichst samenfeste Alternative zur aromatischen Hybridsorte Devotion ausprobieren. Wahrscheinlich sind allerdings die Mengen zu gering, so dass es die meisten dieser Sorten gar nicht im Lieferservice geben wird. Drum kommen Sie doch einfach zum Probieren vorbei:
Wir möchten Sie herzlich einladen zu einem Rundgang „Querbeet durch den Gemüsegarten“, am Samstag, den 20. August, um 11 Uhr. Bei dieser Gelegenheit zeigen wir Ihnen gerne, was wir wie anbauen und bieten Ihnen diverse Tomatensorten zum Probieren an. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens




05.08.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
der erste Teil der Ernte ist drin!
Das Jahr lässt sich – zumindest aus Ackerbauern-Sicht – durch vier Zeitpunkte unterteilen:
Frühjahrsbestellung, Hoffest, Ernte, Herbstbestellung.
Jeder dieser Zeitpunkte ist gekennzeichnet durch eine Art Ausnahmezustand, d.h. die Routinearbeit wie Kartoffeln sortieren, Getreide reinigen, Maschinen reparieren oder bauen und das liebe Büro mit all seinen Zahlen werden auf das Nötigste zurück gefahren, markante Tagesstrukturpunkte wie Mittagessen, Pausen oder Feierabend sowie das Wochenende gibt es nicht mehr und die Macht übernehmen die Meterologen von diversen Wetterdiensten mit ihren zum Teil sehr widersprüchlichen Vorhersagen.
Aber woran erkennen Außenstehende den Beginn der Erntezeit? Fast ununterbrochen flitzen der Ackerbauer und sein Lehrling mit dem Feuchtemessgerät zu den verschiedenen Getreidebeständen, des öfteren hört man den Satz „es geht bald los – morgen könnte es soweit sein!“, die Maschinen und Anhänger stehen startklar bereit und die Getreidescheune ist so sauber, dass man darin nochmal eine kleine Vor-Ernte-Party feiern kann.
Weil alles fertig ist, werden aus Verlegenheit noch kleine Umbau- oder Verbesserungsarbeiten in der Getreidescheune durchgeführt und dann endlich kommt der Tag der Tage: das Korn ist reif und trocken genug und das Wetter inklusive der Mehr-Tages-Prognose passt. Sehr überraschend war die diesjährige Druschreihenfolge: Dinkel, Roggen, Weizen. Gerste/Erbse, Hafer und Kartoffeln brauchen noch, die Ackerbohnen und der Buchweizen sowieso.
Wie jedes Jahr hatten wir auch dieses Jahr ein paar Besonderheiten: der Kampf mit Wicken im Dinkel, der sehr dünne Roggen und der dafür sehr fett dastehende Weizen.
Insgesamt lief der erste Teil der Ernte 2016 aber sehr schön und alles Stroh war vor dem Regen auch schon unter Dach.
Noch ist die Ernte nicht rum, aber ich möchte an dieser Stelle schon mal allen danken, die für den reibungslosen Ablauf sorgen, vor allem aber meiner Frau, die mich mit Kaffee, angebratenen Maultaschen mit Tomatensalat, Weiße-Bohnen-Salat, belegten Broten, Kuchen, Obst, Schokolade und Rücken-Frei-Halten versorgt hat und Carsten, meinem neuen Lehrling, der mit diesem ersten Ernteeinsatz einen spitze Einstand abgeliefert hat!
Für die Hofgemeinschaft
Philipp Hennig



22.07.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
seit Anfang April unsere Legehennen in den neuen Mobilstall eingezogen sind, stand der ehemalige Hühnerstall mit seinem 1500m² großen mit Obstbäumen bestandenen Auslauf leer. Das gab mir Gelegenheit, einen schon lange gehegten Wunsch zu erfüllen und die Artenvielfalt am Hof noch um Wassergeflügel zu erweitern. Gänse sollten es sein. Genauer gesagt, hätte ich mich für die gescheckte Variante der Pommerngans entschieden; da das Angebot an Jungtieren aus demeter Haltung sehr überschaubar ist, konnte ich von Glück reden, als ich im Vogelsbergkreis in Hessen überhaupt fündig wurde. Zwar wurden es dann reinweiße Pommerngänse, aber Anfang Juni belieferte uns Herr Kunath als einen von fünf Abnehmern auf seiner Schleswig-Holstein Tour mit zehn Jungvögeln von 13 Tagen. Einige Hof-Kinder hatten das Glück die Gössel per Hand aus dem den Transportkisten in ihren Stall tragen zu dürfen und waren und sind teilweise mit Begeisterung bei der Aufzucht der kleinen dabei. Zu Beginn wurden sie fünf Mal täglich mit gehackten Brennnesseln, Spitzwegerich, Löwenzahn, gekochten Eiern, Haferflocken und geraspelten Möhren gefüttert. Frisches Gras in Raufen bildete das Hauptfutter. Inzwischen sind die Gössel mit fast acht Wochen schon eher Gänse geworden und genießen den ganzen Tag über ihre schattige Weide. Der Auslauf wurde durch eine neunte Klasse der Raphael Schule aus Hamburg im Rahmen ihres Landbaupraktikums bei uns um einem wunderschönen Badeteich reicher, so dass es auch nie an Abkühlung fehlt Die Nächte verbringen die Gänschen in ihrem sicheren Stall. Jeden Abend eilen sie in froher Erwartung herbei, wenn ich sie rufe und machen sich über den leckeren Hafer, ihr Lieblingsgetreide her. In den blechernen Futtertrog erzeugt das gierige Fressen einen wahren Trommelwirbel. Danach warten auf sie für die Nacht eine volle Raufe mit Gemüseresten von Mangold Salat und Wirsing aus der noch ausgiebig genascht wird. Erst wenn der Kropf voll ist und das Gefieder ausgiebig geputzt wurde, machen sie es sich unter netten Piepsen und Geschnatter im Stroh bequem. Wenn sich alles so gut weiter entwickelt, erwarte ich nächstes Frühjahr natürlich erbrütete Nachzucht und hoffe der Anblick unserer kleine Gänseschar erfreut Sie ebenso wie mich.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Martin Dörschug




15.07.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Wir haben ja hier auf dem Hof wirklich viele verschiedene große und kleine HelferInnen – Bakterien, Pilze, Fadenwürmer, Milben, Springschwänze, Käfer und ihre Larven, Würmer, Asseln, Spinnen, kleine und große Nager, Vögel, Bienen, überhaupt alle Insekten sowie diverse Wirbeltiere. Außerdem Familienangehörige, Praktikanten, motivierte Angestellte, Kontrolleure, Altenteiler, Freunde und alle, die nicht in dieser Aufzählung vertreten sind, es aber gerne wären. Eine ganz wichtige Gruppe – die aus spannungstechnischen Gründen aber erst an dieser Stelle genannt werden soll: unsere Lehrlinge! Sie sind die, die meist mit Anfang Zwanzig hier für ein- bis zwei Jahre auftauchen, wissbegierig sind, unseren Kindern wieder schlechte Manieren beibringen, uns fordern, hinterfragen, anstoßen und eine gute Portion Leben auf den Hof bringen. Das was sie mitbringen, ist dabei sehr unterschiedlich: Die einen kommen direkt aus der Schule, andere haben schon mal was studiert. Die einen können Kochen, die anderen Schweißen oder nichts von beidem. Die eine kommt aus Ludwigsburg, der andere aus dem Senegal. Und das macht es auch für uns immer so spannend und lustig. Es ist zwar immer schade, wenn sie uns dann nach einem Jahr wieder verlassen, aber so, wie sie hoffentlich alle etwas mitnehmen aus diesem Lehrjahr bei uns, so lassen sie auch alle etwas da. Und da ist die Bandbreite ähnlich groß wie bei den Helfern: Zum Teil sind es einfach Bilder oder eine Anekdote, die noch Jahre später am Lagerfeuer ihre Runden dreht. Zum Teil aber auch ganz praktische Dinge, die mich immer wieder an „meine“ Lehrlinge erinnern. Im Bereich Ackerbau entwickelt sich da gerade eine Tradition, dass alle Lehrlinge sich in mindestens einem sogenannten Ordnungselement für die Metallwerkstatt verewigen:
Stahllager: Malte, Werkstattregal: Johann, Schraubzwingenwagen: Leonie, Werkstattwagen: Johannes, (wenn das so weiter geht, muss bald ein Anbau an die Werkstatt!)
Meine zweite Erinnerungsecke ist die Getreidescheune:
Rundsilos: Malte, Trichter: Johann, neue Getreidereinigung: Leonie, Turbinchen + Zyklon: Johannes
Jetzt steht wieder zumindest zum Teil ein Wechsel an – die Lehrlinge aus der staatlichen Ausbildung, Xenia und Johannes, verlassen uns zum 15.7. und wir sagen auch an dieser Stelle Tschüss, vielen vielen Dank und bis spätestens zum Hoffest! (Denn da kommen die meisten dann wieder zum Helfen und sich Treffen)
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Philipp Hennig




07.07.2016

Kundenbrief




Liebe Kunden,
im Sommer ist manchmal nicht viel Zeit zum Kochen. Dann passt es vielleicht besser, eine Rohkostkiste statt einer Gemüsekiste geliefert zu bekommen? Sie können gerne bei Ihr Abonnement umstellen lassen. Überhaupt können alle Änderungen im Abo innerhalb der wöchentlichen Bestellfrist problemlos mitgeteilt werden, damit es dann entsprechend eingetragen wird , z. B. wenn Sie zuviel Salat bekommen, den wir jetzt so reichlich haben, oder die Tomatenmenge im Korb nicht passt. Im Shop können Sie uns Ihre Wünsche über das Nachrichtenfeld mitschicken.
Bald sind Sommerferien und Urlaub: Immer dann ist bei uns die beste Gemüseernte-Zeit und es gibt die meisten Tomaten, aber auch die wenigsten Abokisten auszuliefern. Eine Möglichkeit, uns vor der Gemüseschwemme zu retten: Vielleicht mögen Sie während Ihres Urlaubs Ihre Abokiste einem Nachbarn oder Freunden schenken?
CETA und TTIP und kein Ende: Nach den vielen Protesten, die gewirkt haben, will Herr Juncker in Brüssel das Handelsabkommen CETA an allen nationalen Parlamenten vorbeiwinken. Es bleibt weiter spannend und auf der Homepage campact.de gibt es die Möglichkeit, eine entsprechende Petition zu unterschreiben. Genauso ist noch Handlungsbedarf bei der Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat, das im konventionellen Landbau regelmäßig genutzt wird: in 18 Monaten ist die neue Frist abgelaufen.
Schön zu sehen, dass die Stadt Lübeck am St. Jürgen-Ring nicht nur viele Bäume gepflanzt, sondern dazwischen eine Blühmischung ausgesät hat. Ich hatte am Sonntag auch gleich einen Marienkäfer auf der Autoscheibe, den es zu retten galt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




30.06.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
alle anderen freuen sich, dass es mal wieder—mehr als erwartet—geregnet hat. Ob es für die Erholung der Grasnarbe auf den Weiden reicht, ist noch nicht sicher.
Bei den Hühnern hat sich letzte Woche herausgestellt, sind es nicht nur die Hähne, die für Frieden sorgen. Mittags wird zusätzlich zu den unteren Klappen, die ab 10 Uhr als Ausgang dienen, noch die seitliche Tür am Hühnermobil geöffnet. Dort wartet eine kleine Schar, die sich die Treppe herunterdrängelt. Ganz Eilige breiten die Flügel aus und fliegen, so auch einer der weißen Hähne. Er machte eine Punktlandung vor einem anderen weißen Hahn: sofort gingen beide in Kampfstellung— Kopf nach unten, Körper langstrecken und Halsfedern aufplustern, die wie eine Halskrause hinter dem Kopf vorstehen, so stehen sie sich bewegungslos und gespannt im Abstand von 25 cm gegenüber. Da spaziert ganz gelassen ein Huhn zwischen die beiden. Die Spannung verfliegt, beide richten sich wieder auf, und die Federn glätten sich. Einige andere Hühner sammeln sich um ihren Hahn und alles ist wieder friedlich, bevor der Kampf ausgebrochen ist.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




24.06.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei dem sommerlichen Wetter der letzten Wochen konnten wir Gärtner dem Gemüse beim Wachsen zuschauen. Im Gewächshaus sind die ersten Bohnen erntereif, Gurken und Tomaten tragen bereits die ersten Früchte – auch wenn es bis zur Ernte noch einige Wochen dauern wird …
Wenn es sonnig und heiß ist, müssen wir überall gießen und beregnen. Im Gegensatz zum Sonnenlicht können wir Nährstoff- und Wasserversorgung mitgestalten. Unser Feldgemüse bezieht einen großen Teil des Nährstoffbedarfs aus der Fruchtfolge. Dazu mehr in einem der nächsten Kundenbriefe.
Im Gewächshaus hingegen steht Jahr für Jahr Gemüse. Dort müssen wir düngen, um den Bedarf von Tomate, Gurke und Paprika zu decken. So geben wir hofeigenen Kompost zur Pflanzung der Hauptkulturen. Dieses Jahr hatten wir jedoch keinen richtigen Kompost und mussten auf kaum verrotteten Mist ausweichen. Wir sind gespannt, wie unsere Tomaten damit zurechtkommen. Rudolf Steiner deutete im Landwirtschaftlichen Kurs an, „die Tomate fühlt sich am Wohlsten, wenn sie möglichst solchen Dünger hat, der noch seine ursprüngliche Gestalt hat, wie er sich vom Tier abgesondert hat“. „Die schönsten Tomaten bilden sich“, wo dieser Kompost „noch gar nicht weiter verarbeitet und präpariert“ ist.
Die Winter- und Frühjahrskulturen zehren von den im Boden verbleibenden Resten. Einen zusätzlichen Düngungseffekt erreichen wir durch das „Mulchen“ mit Silage. Wir bedecken den Boden um die Pflanzen herum mit Silage (falls verfügbar auch mit frischem Grasschnitt). So hält sich die Feuchtigkeit gut im Boden und es kommt weniger Beikraut hoch. Das Mulchmaterial wird nach und nach abgebaut, wodurch Nährstoffe freigesetzt werden.
Mit sonnigen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens




17.06.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
heute mal ein Kurzbericht über den Alltag unserer Hühner:
Hühner sind richtige Frühaufsteher. Mit der aufgehenden Sonne beginnt ihr Tag und das heißt zur Zeit gehen um 4 Uhr die Hühneraugen auf. Der Tag startet erst einmal mit einer ordentlichen Körperpflege. Nachdem Gefieder und Schnabel gründlich geputzt sind, geht es ans Frühstücken. Feines Weizenschrot mit guten Mineralien und Ballastoffen, ein Schluck Wasser hinterher. Gesättigt sucht jedes Huhn meist noch am Vormittag ein Gruppennest auf, um das Tageswerk zu vollbringen, also ein Ei zu legen. Voller Stolz wird lauthals verkündet, dass erfolgreich ein Ei gelegt wurde. Nach getaner Arbeit geht es dann nach draußen an die frische Luft. Picken, Scharren, frische Gräser zupfen. Das ist schon eine ganze Menge Gras, was unsere Hühner so fressen. Für die ausgewogene Ernährung findet sich vielleicht noch ein Würmchen oder Käfer als leckere Zwischenmahlzeit. Zudem gibt’s jede Woche eine neue Weide zu erkunden und das Huhn ist von Natur aus sehr neugierig. Immer was zu tun hat das Huhn.
Mittags aber halten die Hühner generell ein wenig Siesta. Wenn es mal sehr heiß ist, sind die schattigen Plätze sehr beliebt. Kälte kann das Huhn nämlich besser ab als Hitze. Aber auch ein Sonnenbad genießen unsere Hühner, gerne wird dann noch zur Gefiederpflege ein Sandbad genommen. Zwischendurch macht auch immer einer der Hähne eine Henne glücklich. Unsere fünf haben da neben dem Aufpassen und Beschützen ordentlich zu tun, nebenbei wahren sie ebenso den sozialen Frieden.
Große Aufregung gibt’s dann gegen 18 Uhr, wenn der Chef mit dem Körnereimer ankommt. Zuerst stehen fast alle Hühner in freudiger Erwartung am Zaun, dann bildet sich eine Traube um seine Füße und das Laufen wird fast unmöglich, bis er endlich die Weizenkörner verteilt und alle ihre Lieblingsspeise picken können.
Gesättigt und zufrieden ziehen sich die Hühner pünktlich zum Sonnenuntergang wieder in den Stall zurück, wo sich alle ein Plätzchen auf der Sitzstange sichern und dort die Nacht verbringen. Und beim nächsten Sonnenaufgang geht’s wieder von vorne los ...
Herzliche Grüße vom Hühnerchef
Sebastian Nikol
für die Hofgemeinschaft




09.06.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
diese Woche stand für die Stallbauern ganz im Zeichen der Winterfutterwerbung für unsere Kühe. Nachdem das Wetter in den letzten Wochen sehr wechselhaft war und wir händeringend darauf warteten, dass es nun endlich mal für zwei-drei Tage regenfrei bleibt, wuchs und reifte unser Gras auf Acker- und Dauergrünlandflächen immer weiter. Das Gras wird dann recht faserig-stängelig, es ist bereits in Blüte und auch der Klee blüht. Den Kühen auf der Weide schmeckt das Gras nun nicht mehr. Wir schneiden das Kleegras daher momentan frisch und fahren es direkt mit dem Ladewagen in den Stall, damit die Tiere ausreichend mit Futter versorgt werden. Wir müssen unsere Weideflächen also dringend mähen, damit wieder frisches Grün nachwachsen kann und die Kühe sich bald wieder direkt auf der Weide am satten Grün laben können.
Hinzu kommt, dass der optimale Zeitpunkt für gutes Winterfutter eigentlich zu Beginn der Blüte bzw. des Rispenschiebens ist, da dann der Energie- und Eiweißgehalt am höchsten und der Rohfasergehalt optimal ist. Um diesen Zustand wenigstens noch annähernd zu erwischen, entschieden wir uns Anfang der Woche Tagessilage zu machen, d.h. morgens zu mähen, den ganzen Tag über immer wieder zu wenden und bereits am gleichen Abend die Ballen aus folglich noch recht nassem Gras pressen und wickeln zu lassen. So haben wir nun eine recht große Menge an Futter eingefahren und hoffen sehr, dass wir unsere anspruchsvollen Wiederkäuer im Winter gut damit versorgen können. Dieses Wochenende waren wir nun mit traumhaftem Wetter gesegnet und nutzten die Zeit, um weiter Futter zu werben. Doch auch bei gutem Wetter kann einem Unglück widerfahren und so ging uns bereits am ersten Tag das Mähwerk stolze drei Mal kaputt, was unseren Stallbauern Martin viel Zeit und Nerven kostete. Und als wäre dies nicht genug, brachen zwei unserer vier Ballengabeln, die für die für den Transport der Futterballen unentbehrlich sind. Glücklicherweise sind wir eine große Hofgemeinschaft mit vielen kompetenten Menschen und so halfen uns Ackerbauer Philipp und sein Lehrling Johannes mehrfach mit ihren Schweißkünsten aus der Patsche. Sonntag und Montag kann nun also alles ungehindert eingefahren werden. Ende gut, alles gut!
Mit sonnigen Grüßen aus Rothenhausen
Anna Jahn für die Hofgemeinschaft




03.06.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
unser Hof demonstriert. Nicht gegen irgendwas, sondern dafür: Wir sind jetzt Mitglied in einem Netzwerk von 240 Bio-Höfen, auf denen exemplarisch für die insgesamt 23000 Biobauernhöfe Deutschlands ökologische Herstellung und Verarbeitung von Biolebensmitteln präsentiert wird. Damit nehmen wir an einem Projekt des Bundesprogramms Ökologischer Landbau teil. Wir bieten neben den großen Veranstaltungen wie "Hoffest" Anfang Mai und "Zukunft säen" Ende September diverse Hofführungen an. Externe Veranstaltungen ergänzen unser vielfältiges Programm. Wenn Sie Interesse haben, an einer der Veranstaltungen teilzunehmen, melden Sie sich bei uns. Es empfiehlt sich auch, immer einen Blick auf unsere Homepage zu werfen, da werden Veranstaltungen angekündigt.
Das Gras wächst gerade zu schnell, es geht in Blüte und bildet Samen, bevor der Klee überhaupt anfängt zu blühen. Da machen die Kühe lange Zähne. Sie mögen lieber saftiges blattiges Gras als trockene Hälmchen mit harten Körnern. Durch die unsichere Wetterlage haben wir bisher nur einen Teil des Winterfutters mähen können und da stand nicht viel auf den Flächen. Auch der Roggen, dessen Stroh als Futter dient, ist in diesem Jahr nicht so gut gediehen. Die Kühe indes ahnen noch nichts von dem kommenden futterknappen Winter und vergnügen sich munter auf den Hofweiden. Ich selbst bin mit der Pflege der Rasenflächen beauftragt und habe schon zum dritten Mal gemäht. Allerdings kommt da kein Ballen bei rum. Das kurze Gras wandert zu den Schweinen oder, wenn die schon versorgt sind, auf den Kompost, von wo aus es dann wieder dem Acker nützt.
Herzliche Grüße
Ihr Henning Jahn für die Hofgemeinschaft




27.05.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
heute werde ich über unsere Praktikanten erzählen, die vor allem in der Hochsaison zwischen Frühjahr und Herbst häufig auf unserem Betrieb anzutreffen sind und uns tatkräftig unterstützen. Dabei möchte ich mich nun einer besondere Form des Praktikums - dem Landwirtschaftspraktikum der 9. Klassen der Freien Waldorfschulen - widmen.
Das Ziel ist es, den Schülern ein Verantwortungsgefühl gegenüber den ihnen anvertrauten Aufgaben, ja Verantwortung gegenüber der Erde zu vermitteln. So soll der Grundstein für einen bewussten Umgang mit Pflanzen, Tieren und Böden gelegt werden. Biodynamische Landwirtschaft - die dahinter stehende Präsenz, Ausdauer und Sorgfalt - wird in ein ganz besonderes Erleben gebracht. Die Schüler können sich so selbst im Schaffen mit der Erde erleben und die hinter landwirtschaftlichen Tätigkeiten stehenden Zusammenhänge erfassen und bekommen durch die Erfahrungen den unmittelbaren Bezug zum Wert bäuerlich erzeugter Lebensmittel aufgezeigt. Auch im Sozialen lernen die Schülerpraktikanten wahrscheinlich einiges dazu, müssen sie sich doch mit all den Menschen und deren Bedürfnissen und Eigenarten in einer so großen Hofgemeinschaft wie der unsrigen auseinandersetzen und sich irgendwie darauf einlassen.
In den vergangenen Wochen gehörten nun also drei nette 15-jährige Mädels aus Bremen zu unserer Hofgemeinschaft, lebten und arbeiteten hier mit uns zusammen und legten dabei gute Laune und meist auch Tatkraft an den Tag. So halfen sie uns bei den Vorbereitungen für unser alljährliches Hoffest, unterstützten unsere Gemüsegärtner beim Pflanzen, Hacken und Jäten, halfen unserem Ackerbauern beim Kartoffeln sortieren und abpacken, machten sogar im Lieferservice beim Vorpacken mit und knipsten einige Fotos von unseren Hofprodukten, die Sie nun im Webshop bewundern dürfen. Die Mädels arbeiteten im Stall beim Melken und beim Füttern und Misten der Tiere mit, sind unserer Bäckerin in der Backstube zur Hand gegangen, haben im Hofladen eifrig Ware verräumt, halfen in der Hauswirtschaft beim Kochen des Mittagessens für gut 30 Personen und haben sogar eigenverantwortlich für die gesamte Hofgemeinschaft Mittagessen gekocht. Dank der Hilfe unserer Praktikantinnen erstrahlen unsere Ladenbestuhlung und verschiedene Sitzgarnituren in neuem Glanz, denn sie haben dabei geholfen diese abzuschleifen und zu streichen.
Nun werden sie das auf dem Hof Erlebte bald noch ihren Mitschülern und Eltern präsentieren und uns hoffentlich in guter Erinnerung behalten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine wunderschöne Woche und sende im Namen der Hofgemeinschaft
herzliche Grüße aus Rothenhausen
Anna Jahn



20.05.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden!
Endlich ist das Sommerhalbjahr ganz da! Die Kühe sind seit letzter Woche wieder Tag und Nacht draußen und können sich am frischen, leckeren Kleegras satt fressen. Auch die großen Jungtiere, sowie Sven, unser junger Deckbulle, sind schon auf der Weide. Die Kleineren müssen sich allerdings noch bis nach dem "ersten Schnitt" (das erste Mal Mähen) gedulden.
Für uns Stalllehrlinge bedeutet dies: Jeden zweiten Tag gehen wir die Jungtiere auf ihrer etwas abgelegen Weide besuchen, schauen, ob es allen gut geht und ob die Weidefläche noch reicht. Denn bei dem Prinzip der "Portionsweide", wie es von uns verwendet wird, bekommen die Tiere jeweils nur so viel Fläche zur Verfügung gestellt, wie sie in einem bestimmten Zeitraum auch komplett abgrasen. Diese Methode ist natürlich arbeitsaufwändiger als wenn man ihnen direkt die ganze Weide geben würde, da die Zäune ständig umgebaut werden müssen. Allerdings verhindert man so, dass die Tiere sich nur das für sie leckerste Gras raussuchen und den Rest stehen lassen und platt treten. Denn Kühe sind wählerisch: Am liebsten würden sie nur die Gräser fressen, welche ihnen am besten schmecken. Dies wiederum würde bedeuten, dass die ungeliebteren übrig gelassenen Gräser Überhand nehmen, da sie sich ungehindert vermehren könnten.
Im Ackerbau sind die Frühjahrsbestellungen nun abgeschlossen, die letzten Kulturen, die noch zu säen waren, Buchweizen und Nackthafer wurden letzte Woche gesät.
Viele liebe Grüße aus dem Stall und vom Hof!
Xenia Brand (Lehrling im Stall)





13.05.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Hof vibriert, ist es das Leben oder ist es Ticos Orchester, was die Wände zum Wackeln bringt? Wohl beides. Das Hoffest war mal wieder ein voller Erfolg: Bombenwetter, Superstimmung und tolle Leute. Vielen Dank allen, die da waren und mit uns gefeiert haben. Ich selbst hatte viel Spaß mit unseren „Alten“, wie sie gerne genannt werden, den 40 Jahre-Infostand zu betreiben und habe viel gelernt über die Geschichte des Hofes.
Eins der alljährlichen Highlights für Kinder war wieder das Kinder-Melken: die liebsten Kühe wurden eigenhändig von den kleinen Nachwuchsbauern gemolken. Wir wollen die Nähe zur Landwirtschaft und den Tieren möglichst früh vermitteln, so dass Respekt für das Leben und Lebensmittel selbstverständlich wird. Dass es da aber nicht bierernst zugeht, stellten wir im Kuh-Bingo klar: eine Kuh durfte auf dem in Nummernfelder eingeteilten Reitplatz umhermarschieren, bis sie äh naja– was Kühe außer Fressen sonst noch so machen: misten. Wer vorher auf das richtige Feld getippt hatte, durfte sich am Ende über einen kleinen Laib Käse freuen.
Unsere Hühner fühlen sich langsam zu Hause. Hühnerbauer Sebastian und seine Liebste Karo, unsere Käserin, besuchen sie zwar noch jede Nacht, um ihnen auf die Sitzstangen zu helfen, und natürlich sind die Eier noch klein und nicht so zahlreich, aber gut Ding will Weile haben. Wie Sie vielleicht schon auf der Angebotsliste gesehen haben, ändern wir daher unser Eierangebot: jetzt gibt es nur noch demeter-Eier bei uns zu kaufen. Natürlich versuchen wir, Ihnen wenn möglich eigene zukommen zu lassen, wenn nicht, kommen sie vom Arps- oder Bauckhof. Da auf unserem wie auch auf den beiden Betrieben das Bruderhahnprojekt (die männlichen Küken werden großgezogen und nicht, wie sonst üblich, getötet) unterstützt wird, liegt hier der Preis etwas höher als bei den Biolandeiern, die Sie bisher bekommen haben. Ein Cent pro Ei geht bei uns in die Züchtung eines Doppelnutzungshuhns, das sowohl stark wie auch legefreudig ist.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




05.05.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
passend zur Ankunft unserer Hühner hat sich auf unserem Hof ein herrenloser Hahn eingefunden: Er krähte sich die Seele aus dem Leibe, bis sie dann endlich kamen, die lang ersehnten Legehennen. Da wir ihn nicht in die Schar integrieren können, wird er wohl weiter eine Sonderrolle einnehmen: Er hat sich seine eigene Hühnerschar gesucht: den Kindergarten. Dort treibt er sich die meiste Zeit herum, ab und zu macht er mal einen Ausflug zum Teich, wo eine Graugans mit ihren Gösseln umherzieht. In den letzten Jahren hatten die Nilgänse die Graugänse derart belästigt, dass sie nicht zum Brüten kamen, umso mehr freuen wir uns, dass es dieses Jahr geklappt hat.
Das Wetter hat uns ja nicht ganz so gut mitgespielt wie vorangegangene Woche, in der schon sommerliche Gefühle aufkamen. Im Gegensatz zu Süddeutschland, wo die Obstblüte schon in vollem Gange ist, hat uns der Frost hier nicht ganz so kalt erwischt. Nicht nur dass der Frost die Blüte schädigen kann, vor allem findet bei so kühlem Wetter kaum Befruchtung statt, weil keine Bienen fliegen. Die Gärtner mussten schnell Vlies auf die sprießenden Zwiebeln und Aussaaten im Freiland legen, damit wir nicht wie im letzten Jahr einen Teil der Zwiebeln verlieren: durch den Kältereiz im Frühjahr waren sie zu früh in Blüte gegangen.
Diese Woche steht voll im Zeichen des Hoffestes: wir putzen, bereiten Stände vor, organisieren unsre Helfer. Die Bühne muss aufgebaut werden, Jungpflanzen werden getopft, der Klowagen kommt an seinen Platz und natürlich bekommen die Kühe wieder kecke Frisuren verpasst.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft



29.04.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Jetzt geht’s richtig los: der Zaun um unser Gemüsegartenstück wurde fertiggestellt, die Zwiebeln gesteckt, und die Beete vorbereitet. Im Gewächshaus ist es sehr grün: der Asiasalat, Rucola und Feldsalat wächst wie verrückt und erquickt mit knackiger Frische Ihren Gaumen und auch die Jungpflanzen geben ordentlich Gas.
Ackerbauer Philipp hat mit dem Kartoffelpflanzen begonnen: Legen, Striegeln, Häufeln. Das lässt des Schlepperfahrers Herz höher schlagen. Auch der Grubber läuft und alle Vorbereitungen für die Sommergetreide-Aussaat sind in vollem Gange.
Die Kühe sind mittlerweile tagsüber draußen und freuen sich über den guten Aufwuchs. Kälber- und Bullenweide werden jetzt auch fertig gemacht, dass bald alle Rinder draußen schmausen können.
Das Grünland wurde gestriegelt, um Wachstum anzuregen und den Boden aufnahmefähig für Präparate zu machen, die auch in der vergangenen Woche gerührt und ausgebracht wurden.
Nächste Woche kommen die Legehennen, der Schutzbereich für Ihrem Auslauf wird vorbereitet: eine robuste, abbaubare da mobil einzusetzende Stahlkonstruktion wir geflext und geschweißt. Zum Glück hat Philipps Vater uns kürzlich mit einer größeren Menge Stahl versorgt, er musste ein Lager räumen, so kamen wir zu einer halben Tonne Baumaterial.
Die Vorbereitungen für das Hoffest nehmen immer konkretere Formen an: Wir haben Zusagen von Bands, Schauspielern und Kunsthandwerkern bekommen, der Ablauf und das Programm wurde festgelegt, unser Menü zusammengestellt, Poster für den 40-Jahr und Info-Stand gedruckt, mit der Umsetzung der Ideen für die Rallye wurde begonnen und wir brennen vor Vorfreude auf unser größtes Jahresevent am 7.5. Wir hoffen, dass Sie so zahlreich erscheinen wie in den letzten Jahren...
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




22.04.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wenn die Gemüsesaison draußen wieder beginnt, ist die Anbauplanung, die die Gärtner im Winter vorbereitet haben, die Grundlage. Nach vielen anderen Überlegungen kommt schließlich die Auswahl des Saatguts und da ist die samenfeste Sorte die von uns bevorzugte: Aus ihr kann – wenn man sie versamen lässt – das eigene Saatgut gezogen werden (so wie es früher die Gärtnereien selber machten). Vor ca. 100 Jahren haben Züchterfirmen diese Arbeit für den konventionellen Anbau übernommen.
Die hybriden Sorten (gibt es seit ca. 30 Jahren) versamen ebenfalls, aber nicht so reichlich und ihre Nachkommen sind nicht mehr einheitlich. Wie die Züchterin Christina Henatsch (Gut Wolfsdorf) in einem Interview im Veranstaltungsheft HINWEIS (April, Hamburg) sagt: „anbautechnisch Murks“, so dass z. B. ein Kohlkopf keinen Kopf bildet, sondern gleich in Saat geht.
Christina Henatsch, die für den ökologischen Anbau im Auftrag von Kultursaat e.V. züchtet, erzählt von Menschen, die hybride Gemüse nicht vertragen, sich dann mit samenfesten Sorten beschwerdefrei gegessen haben. Hybriden gelten als schwer verdaulich: das Chaos, das sich bei der Aussaat ihrer Samen zeigt, wird verdeckt mitgegessen und kann bei empfindlichen Menschen Unwohlsein, Müdigkeit und Beschwerden erzeugen. Das Gegenteil sollte aber sein: Nahrung sollte uns Kraft geben.
Beim Hoffest am 7. Mai werden die Gärtner wieder samenfeste Gemüsepflanzen vor dem Gewächshaus verkaufen.
Mein persönlicher Favorit werden die rotschaligen samenfesten Steckrüben sein, mit einem unvergleichlichen fast süßen Aroma (so gar nicht rübig), so dass ich sie nach ihrer Entdeckung gleich 3 Tage hintereinander gekocht habe.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft



14.04.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Montag ist unser neues gebrauchtes Hühnermobil angekommen. Es war wenige Jahre in Betrieb und steht noch gut da. Unser Hühnerbauer und Zimmermann Sebastian Nikol hat sich schon daran gemacht, es fertig zusammenzubauen und Verschleißteile zu erneuern, um das fahrbare Häuschen für den baldigen Bezug vorzubereiten.
Die Kühe hatten ihren ersten Weidegang, was wie jedes Jahr ein gerne gesehenes Spektakel ist. Zuschauer aus aller Welt – naja wohl doch eher unserer kleinen Hofwelt – waren zugegen und erfreuten sich an den Bocksprüngen mit schlenkernden Eutern und dem Schubbern an Maulwurfshügeln…
Alles Neu macht bei uns schon der April: Unser Spielplatz erfreut sich gerade einer Renovierung. Zwar ist die Schaukel noch nicht wieder in Betrieb, aber Rutsche und Wackelbrücken des Klettergerüstes sind reaktiviert. Wir haben auch neue Hackschnitzel bekommen und bald wird wohl auch das erste Mal gemäht. Man spürt schon das Näherrücken des alljährlichen Hoffestes am ersten Samstag im Mai. Wir freuen uns auf Sie.
Ich freue mich, neben dem Streuobst auch die Verantwortung für das Abo übernommen zu haben und hoffe, Ihnen unsere Produkte so schmackhaft und elegant bereitzustellen, wie Sie es bisher gewohnt waren.
Herzliche Grüße
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




08.04.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach 8 Jahren Arbeit mit der Organisation der Abokisten habe ich diese jetzt an Henning Jahn übergeben.
Burkhard Schepermann hatte 2007 den Lieferservice Gemüsekorb, den er von Silke und Stefan Funke übernahm, entscheidend weiterentwickelt, indem er den Online-Shop einrichtete. Dieser Shop ist also auch schon in die Jahre gekommen und wird hoffentlich noch in diesem Jahr als Teil einer neuen Version unseres Programms von einem schöneren und funktionelleren abgelöst werden. 
Ich bin dankbar, dass wir so zahlreiche treue Abokistler haben, sogar noch aus den Anfangszeiten. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht und alle Rückmeldungen waren mir willkommen: Über Ihr Lob und Ihre Zufriedenheit habe ich mich gefreut, Kritik und Unzufriedenheit hoffentlich ausreichend zum Anlass genommen, etwas zu verbessern.
In meinen letzten Arbeitsjahren werde ich keinen neuen Bereich verantwortlich leiten, aber gerne da einspringen, wo ich auf unserem Hof gebraucht werde, so z. B. jetzt auch schon im Hofladen oder im Juni als Urlaubsvertretung im Abo.
Mit Dank und herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann




31.03.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
passend zum Frühlingsanfang kamen ein paar warme Tage allen gerade recht. Die Kühe stehen auf ihrem Laufhof und blinzeln in die Sonne und träumen vom Wachsen der Grases. Doch es bleibt nicht beim Traum: schon hört man es. Die Kuhbauern dengeln schon mal ihre Sensen.
Eines der Schafe bekam am Gründonnerstag zwei Lämmer. Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, die so possierlich sind wie kleine Schäfchen. Leider stehen sie hier auf dem Hof etwas ab vom Schuss, so dass nur wirklich Interessierte, die sich in den Hohlweg trauen, vielleicht einen Blick auf das herzige Schauspiel erhaschen. Doch das lohnt sich …
Ich konnte in den Sonnenstunden meiner zweiten Lieblingsbeschäftigung neben Ihrer Versorgung mit Lebensmitteln nachgehen: Die Obstbaumpflege ist meine große Leidenschaft und nachdem ich letztes Jahr noch so sehr mit der Einarbeitung ins Abogeschehen beschäftigt war, ergeben sich jetzt Momente, in denen ich in die Bäume klettern und sie etwas auslichten kann. Wir haben einen schönen Bestand alter und auch jüngerer Hochstämme, zum Teil stehen die Bäume auf den Kuhweiden, einige beim Lindenhaus, am Windrad und an Wegesrändern. Der Glockenapfel, den manche diese Woche in der Obstkiste finden, wächst hier auch. Leider gab es bei der Ernte letztes Jahr so wenige von dieser Sorte, so dass wir sie nur für diese eine Woche in der Mischung mit Topaz von unserem Obstbau-Partnerbetrieb Medewege anbieten können. Recht sauer aber aromatisch kommt der Glockenapfel daher; als ich ihn das erste Mal probierte, war ich überwältigt von dem archaischen Geschmack. Dieser Apfel bekommt tatsächlich jetzt erst seine Reife. Noch im Februar schmeckt er nicht so voll. Doch der Glockenapfel erfüllt nicht die Vorstellungen des modernen Obstbaus, ist zu fest, braucht zu lange um in Ertrag zu kommen, die Erntemengen variieren, er hat oft Regenflecken und die lange Lagerzeit ist auch nicht angestrebt, trotzdem hat er, meiner Ansicht nach zu Recht, seine Liebhaber. Probieren Sie selbst...
für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn




24.03.2016

Kundenbrief



Liebe Kunden,
die Sonne schickt ihre ersten warmen Strahlen übers Land und saugt den Frühnebel weg – langsam schwindet die klirrende Kälte der Nacht.
Es ist eine Stimmung wie an einem goldenen Herbstmorgen, nur etwas mehr Aufbruch als Abschied. Der Tag – ja sogar die nächsten Tage versprechen sonnig und frühlingshaft zu werden. Und da beginnt dieses Kribbeln.
Es fängt irgendwo in der Mitte an und breitet sich langsam aus bis zu den Fingerspitzen. Es zieht sogar die Gedanken, die vorher noch um Ziffern und Buchstaben kreisten, nach draußen in den Boden. Durch Makro-, Meso- und Mikroporen, vorbei an Krümeln, Würmern und Würzelchen. Lässt sie durch den Kühler, sechs Zylinder, Hydraulikleitungen bis in die Schare des Grubbers fließen.
Es gibt kein Halten mehr. Jetzt muss ich raus, lass die Zahlen Zahlen sein und wende dich dem Boden zu! Die Saat fürs Frühjahr steht schon bereit, die Gärtner scharren mit den Stiefeln.
Aber ach – das ist das Schwerste – noch ist Warten angesagt, auch wenn das Kribbeln immer stärker wird! Der Boden ist noch viel zu kalt, der Winter ist noch nicht ganz draußen. Fürs Gemüt wäre jetzt über Ostern nochmal Schnee gut, dann fällt das Warten nicht so schwer – oder ein Liegestuhl in der Sonne und ein leckerer doppelter Espresso mit einem kleinen Schaumhäubchen aus unserer tollen neuen Maschine...
In diesem Sinne, viele Grüße vom Ackerbau!
Philipp Hennig
für die Hofgemeinschaft




22.03.2016

Lieferpause


Am Dienstag nach Ostern (29.3.) fällt die Lieferung der Abokiste aus



17.03.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in unserem Jahresbrief haben wir die Erweiterung unserer Hühnerhaltung angekündigt. Jetzt ist es soweit: am 4. April kommt das neue Hühnermobil, die Ankunft der 220 Hühner plus 4 Hähne erwarten wir am 27. April, der Eierverkauf beginnt dann im Mai.
Mit der Frage, ob unsere Kunden Interesse haben, an der Mitgestaltung des Hofes teilzuhaben, wurde unser Hühnerdarlehen erfunden. Es gibt für 20 Kunden die Möglichkeit, uns bei den Anschaffungskosten der Hühner zu unterstützen. Da die Zahl der Darlehensgeber gesetzlich begrenzt ist, wurden unsere werbenden Flyer nur im Hofladen ausgelegt und nicht über die Abokiste verteilt.
Die zu erwartenden 1000 Eiern in der Woche sollen vorrangig im Laden verkauft werden. Es bleiben aber auch für die Abokisten bis zu 400 / 500 Eier, die wöchentlich wechselnd auf die Liefertouren verteilt werden. Sie können also keine Hofeier bestellen, aber sicher sein, dass Sie immer mal wieder HOF-Eier bekommen, wenn Sie Eier bestellen – wie Sie dann auf der Rechnung sehen werden.
Die Eier werden zu einem Einheitspreis von 0,49 € verkauft, unabhängig von der Größe. Das erspart uns, jedes Ei einzeln stempeln zu müssen, die Eierpackung bekommt ein Etikett mit Haltbarkeitsdatum.
1 Cent vom Eierpreis soll die von Demeter und Bioland 2015 gegründete „Ökologische Tierzucht gGmbH“ unterstützen (www.oekotierzucht.de). Bisher hatten Biobauern keine Alternative zum konventionell gezüchteten Hochleistungshuhn, dessen Brüder getötet werden und das auf energiereiche Futterergänzung angewiesen ist. Ziel der Züchtung ist das Zweinutzungshuhn, das 100% ökologisch gefüttert werden kann und deren Brüderhähne als Masthähnchen gehalten werden können. Wir hoffen, diese Hühner vielleicht schon 2017 in unserem Mobilstall halten zu können.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




11.03.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
diese Woche gibt es Neues aus dem Hofladen zu berichten. Hinter verschlossenen Türen, also von Samstagnachmittag bis Montagabend, wurde im Laden gesägt, gebohrt, gestrichen, umgestellt und auf-und abgebaut. Und das alles eigentlich nur, weil wir unser Weinsortiment überarbeiten wollten. Neue Ideen bringen ja meistens etwas ins Rollen (zumindest bei uns auf dem HOF). Nach einiger Vorplanung konnte unser Haus- und Hofzimmerer ein Neues, total schickes Weinregal nach unseren Vorstellungen bauen. Dies wurde nun aufgestellt und gleichzeitig wurde die eine Hälfte des Hofladens komplett umgekrempelt. Davon muss man sich am besten persönlich überzeugen...
Im Vorfeld musste natürlich über die Bestückung des Weinregals gefachsimpelt werden. Welche Länder sollen vertreten sein, welche Geschmäcker: rot, weiß, rosé oder prickelnd. Wochenlanges Verkosten von verschiedensten Weinen hat ein vielseitiges, geschmackvolles Weinsortiment hervorgebracht. Vier Europäische Länder sind vertreten, denn neben Italien, Spanien und Deutschland ist nun auch Frankreich mit im Boot. Wichtig war uns vor allem auch eine Vielfalt im Demeter-Bereich anbieten zu können, und das ist uns gelungen. Pro Woche gibt es nun einen Kennenlernwein, den man dann im Laden vor Ort verkosten kann.
Ganz wichtig, mit den Neuheiten im Laden ist noch nicht Schluss, denn am Montag wird endlich unsere Siebträgermaschine geliefert. Lang war die Durststrecke mit „Drückkaffee“, aber jetzt endlich passend zum Frühlingsanfang gibt es leckerste Kaffeespezialitäten.
Sie sehen, es gibt ganz viele Gründe, mal wieder bei uns vorbeizuschauen!
Viel Spaß beim Durchprobieren wünscht Hanna Dörschug
für die Hofgemeinschaft




03.03.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die kalten Temperaturen halten an, so dass sich die ersten Aussaaten im Gewächshaus nach hinten verschieben. Letztes Jahr konnten wir bereits Mitte Februar die ersten Radieschen und Spinat säen. Doch momentan sind keine wärmeren Temperaturen in Sicht, auch wenn die Tage schon so wunderbar lang sind und die kraftvolle Sonne Lust auf Frühling macht…
Hier nun ein kleiner Ausblick auf Neuheiten in der Gemüsesaison 2016: Besonders gespannt sind wir auf die blauen Tomatensorten, die wir zur Ergänzung des bunten Cherry-Mix ausprobieren möchten. Es handelt sich um samenfeste Sorten mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen (Antioxidantien), weshalb sie als besonders gesund gelten. Die bläuliche Färbung gibt es natürlicherweise bei einigen Wildtomaten. Blaue Tomaten sind allerdings noch kaum züchterisch bearbeitet und daher etwas instabil.
Bei den roten Cherrytomaten sind wir nun von der süßen, aber etwas weichen „Zuckertraube“ auf eine knackigere und platzfestere samenfeste Sorte namens „Trixi“ umgestiegen, die uns im Versuch 2015 sehr gut gefallen hat. Außerdem werden wir drei etwas größere Salattomaten testen, darunter zwei vielversprechende samenfeste Sorten. Die Sorten sollen ertragreicher sein als unsere kleinen, delikaten „Ruthje“ und „Devotion“, so dass wir sie Ihnen dann etwas günstiger anbieten können.
2016 werden wir auch verschiedene Grünkohlsorten ausprobieren, da unsere bisherige Standardsorte „Westerländer Winter“ sich als nicht frosthart genug erwiesen hat. Den letzten Winter hat die alte Sorte „Lerchenzunge“, die wir versuchsweise angebaut hatten, jedenfalls deutlich besser überstanden. Darunter werden auch einige rotblättrige Sorten sein.
Diese und andere Raritäten finden Sie z.B. bei Dreschflegel, Sativa (Schweiz), Reinsaat (Österreich) und Kokopelli (Frankreich).
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens




25.02.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Gemüsesaatgut für die kommende Saison ist bestellt. Die Planung der Saison beschäftigt uns Gärtner einige Wochen im Winter: Welche Kulturen bauen wir an? Wie viel brauchen wir wovon? Welche Sorten haben uns gefallen? Gibt es neue Sorten, die wir ausprobieren möchten? Spätestens Anfang des Jahres bestellen wir dann unser Saatgut, denn Saatgut aus biologischem Anbau ist oft knapp und schnell ausverkauft.
Auch im Bio-Anbau werden heute fast ausschließlich konventionell gezüchtete Sorten verwendet, meist besonders ertragreiche Hybride. Die großen Gemüsezüchtungsfirmen sind multinationale Agrochemie- oder Pharma-Konzerne mit monopolähnlichen Marktstrukturen. Es werden Pflanzen entwickelt für eine Produktionsweise, in der synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel wichtiger Bestandteil sind. Unter ökologischen Anbaubedingungen bringen diese Sorten oft nicht die gewünschten Ertrags- und Qualitätseigenschaften. Zudem werden immer mehr bio- und gentechnologische Methoden eingesetzt.
Eine eigene Züchtung für den ökologischen Anbau wird also immer notwendiger! Bisher stehen allerdings nur wenige ökologisch gezüchtete Sorten zur Verfügung, die Finanzierung der Züchtung ist schwierig. In Deutschland kümmert sich u.a. der Verein Kultursaat e.V. um biologisch-dynamische Neuzüchtungen und die Erhaltung alter, samenfester Sorten. Diese sind dann bei der Bingenheimer Saatgut AG erhältlich, wo wir den Großteil unseres Saatgutes beziehen.
Jetzt freuen wir uns erst einmal auf die kommende Saison und sind gespannt, wie uns der Anbau gelingt und Ihnen unser Sortiment gefallen wird. Dazu mehr in einem der nächsten Kundenbriefe…
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens




19.02.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden, liebe Freunde des Hofes,
heute lesen Sie zur Abwechslung mal einen kleinen Bericht aus dem Kuhstall.
Da es uns ein Anliegen ist die Milchinhaltsstoffe, den Gesundheitszustand und die Leistung unserer Milchkühe stets im Blick zu behalten, findet einmal pro Monat an zwei aufeinanderfolgenden Melkzeiten die sogenannte Milchleistungsprüfung (MLP) statt. Vergangene Woche war es wieder soweit und wir montierten Messbehälter an jedes Melkzeug, rüsteten den Melkstand mit einer Art Tisch aus, bauten den vom Landeskontrollverband für die MLP bereitgestellten Computer sowie Probenfläschchen für jedes unserer Tiere auf und los ging das monatliche Prozedere. Unsere neugierigen braun-weißen Muttis mit den Kugelbäuchen fanden dies wie immer äußerst spannend und all die Utensilien wurden erst einmal genauestens unter die Lupe genommen. Wahrscheinlich ist eine Kuh der Inbegriff des Gewohnheitstieres und jede kleine Veränderung ruft zunächst großes Erstaunen hervor. Doch auch diesmal konnten die Damen ihre Bedenken gegenüber des quasi Unbekannten letztendlich doch noch über Bord werfen und die MLP wurde erfolgreich gemeistert. Die gewonnenen Daten werden nun genutzt, um die Fütterung jeder einzelnen unserer Mädels möglichst bedarfsgerecht zu gestalten. Dies sowie der kuhindividuelle Gesundheitsstatus haben nun Einfluss auf die gut durchdachte Sortierung unserer Kühe im Fressgitter, die Sie tagtäglich zu den Melkzeiten bestaunen können. Damit möchten wir der Verantwortung Rechnung tragen unseren Tieren gerecht zu werden, ihre Bedürfnisse hinsichtlich Haltung und Fütterung zu befriedigen und so qualitativ hochwertige Milch und Milchprodukte zu erzeugen.
Ein wichtiges Anliegen ist uns, unsere Tiere selbst homöopathisch behandeln zu dürfen, dagegen spricht eine Gesetzvorlage, über die bald abgestimmt wird. Bitte unterstützen Sie uns in unserer Arbeit indem Sie die Petition gegen diesen Gesetzesentwurf unterzeichnen. Wir senden Ihnen gerne Informationen und Unterschriftensammel-vorlagen per Email zu. Auf unserer Homepage finden Sie unter AKTUELLES auch die relevanten Links.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Anna Jahn 
für die Hofgemeinschaft




11.02.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Ora kalbt oder doch nicht? Im Kuhstall ging es mal wieder rund und wie immer am liebsten in der Nacht, wenn die Bauern im Bett liegen wollen. Alles sah danach aus, als wollte das Kälbchen in der Nacht auf Freitag kommen, doch als Ora dann in der Abkalbebox Ruhe finden sollte, wollte sie nicht und bummerte gegen das Tor- lieber doch noch etwas die Beine vertreten und mit ihren Freundinnen schnacken. Das durfte sie dann auch. Bei all dem Trubel fingen Panka und Hasel an sich mit einander zu Vergnügen, ein klares Brunstzeichen, nur war nicht gleich klar, welche von beiden denn nun zum Bullen muss. Beim Rüberbringen wäre Panka beinahe noch mit rausgewitscht, so lieb hatte sie Hasel in dem Moment. Nur gut dass die lieben Mädels alle Halfter tragen und sich gut führen lassen.
Die Knolle mit dem besonderen Inhalt
Topinambur stammt aus Mittelamerika. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Zuerst wurde die Topinambur als Nahrungsmittel angebaut. Im 19. Jahrhundert waren die Knollen ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Vor allem in Frankreich genoss sie nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität. In Europa wurde die süßlich schmeckende Knolle Mitte des 18. Jahrhunderts wieder weitgehend von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt. Der Geschmack der Topinamburknollen ist süßlich, die Konsistenz wässrig und sie erinnert an Artischockenböden.
Besonders hervorzuheben ist der Inhaltsstoff Inulin, ein unverdauliches Kohlehydrat. Als wasserlöslicher Ballaststoff ist Inulin ein wichtiges Prebiotikum, fördert also die Artenvielfalt in unserem Verdauungsapparat.





05.02.2016

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Zyklon ist da: Etwas oll sah er ja schon aus, der angekündigte alte Wirbelabscheider für unsere Getreidereinigung, also wurde er nach allen Regeln der Handwerkskunst aufgemotzt und hammerschlag-grün gestrichen, er erstrahlt in neuem Glanz. Jetzt wird er noch angebaut und kann die nächste Ernte in noch richtigere Bahnen lenken...
Das Gemüselager leert sich zusehends: diese Woche gibt es nur in den Schonkostkisten noch eigene Möhren. Sellerie, Wirsing und Rübchen sind auch nahezu passé. Jetzt hat man wieder Platz sich im Kühllager zu bewegen, aber natürlich ist es auch schade, dass wir immer mehr Gemüse von anderen Betrieben zukaufen müssen. Doch ist schon zu spüren, dass die Tage wieder länger werden und sobald es etwas wärmer wird, meldet sich auch der Feldsalat und die Rauke und all die anderen Blättlein und wünschen sich nichts sehnlicher als uns und Ihnen den Dienst zu erweisen und zu wachsen…
Unser Gärtnerlehrling hatte jetzt gerade Abschlussprüfung der freien Ausbildung, von der er sein viertes und letztes Lehrjahr hier verbracht hat. Hierbei wird ähnlich wie in der Walldorfschule eine Jahresarbeit erstellt, die präsentiert wird. Er hatte ein traditionelles mittelamerikanisches Verfahren des gleichzeitigen Anbaus von Mais, Bohnen und Kürbissen untersucht.
Der Lehrling im Ackerbau ist zwar in der staatlichen Ausbildung, hat aber trotzdem etwas ähnliches, wie eine Jahresarbeit gemacht: er hat einen mobilen Werkstatttisch geschweißt, sodass zu häufig anfallenden Baustellen im Außenbereich alles Werkzeug beisammen ist und man auch Schraubstock und Arbeitsplatte immer dabei hat. Er fand schon seinen ersten Einsatz bei der Reparatur eines Tores.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




28.01.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Wer sich schon auf Sauerkraut und Grünkohl gefreut hatte, ist hoffentlich nicht allzu enttäuscht jetzt Weißkohl in der Kiste zu haben– die frostigen Temperaturen hinderten uns daran, Sauerkraut abzupacken und größere Mengen Grünkohl zu ernten.
Der Winter ist noch nicht vorbei, da gehen schon die Planungen für den Sommer los: Wir suchen nach einer fetzigen Band für unser Hoffest Anfang Mai und sind offen für Ideen von Ihrer Seite.
Des Weiteren haben wir an diesem Wochenende ein umfassendes Planungstreffen einberufen, an dem besprochen wurde, wie wir die Zukunft des Hofes gestalten wollen, wo unsere Prioritäten gesetzt werden und welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung unserer Ideale getroffen werden. Wir freuen uns darauf intensiver mit Ihnen in Kontakt zu treten und haben uns vorgenommen Veranstaltungen zu organisieren, zu denen wir Sie einladen werden. Wir möchten nicht nur hochwertige Lebensmittel produzieren, sondern Ihnen auch die Möglichkeit bieten, daran teilzuhaben was wir hier so tun.
Außerdem möchten wir gerne einen speziellen Fokus auf das Anbieten hofeigener Produkte legen und Sie hier gezielt auf unsere Milchprodukte und Backwaren hinweisen. Wir erarbeiten Infomaterial für Sie, können uns aber natürlich auch gerne ausführlich darüber unterhalten, wenn Sie Fragen haben.

Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




21.01.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Endlich sind sie da, die lang ersehnten rotschaligen Kartoffeln Senna. Groß und festkochend kommen sie mit gelbem Fleisch daher und eignen sich mit Ihrer dünnen Schale zum Verzehr mit derselben z.B. mit Kräuterquark. Ackerbauer Philipp war überrascht, dass die junge dänische Sorte noch gar nicht im Abo verkauft wird, ich war überrascht, dass sie schon verkauft werden sollen. Exklusiv für Sie jetzt im Angebot…
Zyklon in Sicht: nachdem wir letztes Jahr unsere alte Getreidereinigung entsorgen mussten, haben wir eine gute runderneuerte Gebrauchte erworben und installiert. Es fehlte lediglich ein Bauteil mit Gebläse: der Zyklon, der leichte Teile aus dem Druschgut trennt. Just als wir uns den neu anschaffen wollten, bekamen wir von einem befreundeten Betrieb ein Angebot für einen passenden zu sagenhaften Bedingungen. Wenn er was taugt, wird gesaugt...
Die Demonstration „Wir haben Agrarindutrie satt“, an der auch 4 Mitglieder des Hofes teilnahmen, war mit 23000 Menschen und 130 Traktoren wieder ein klares Statement für unsere Politiker nicht nur der Agrarindustrie Großproduktion zu ermöglichen, sondern auch über eine bäuerliche Landwirtschaft nachzudenken. Sie fand anlässlich der Grünen Woche, einer internationalen Lebensmittel– und Agrarmesse statt.

Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




19.01.2016

Demo Berlin


rbb vom 16.1.16
Man beachte bei folgendem Link v.a. die 46.-47. Sekunde! KLICK

ZDF vom 16.1.16
...hier ist der Aufmacher zum Thema Agrardemo ab Minute 5:55 interessant! KLICK



15.01.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Endlich gab es Schnee, zwar nur für einen Augenblick, aber den haben wir genossen.
Drei Kühen war das auch so behaglich, dass sie ins Strohlager eingedrungen sind und einen Strohballen zerlegt haben, so konnten die drei Grazien dem nächtlichen Flockenspiel von einem Logenplatz aus zuschauen.
Violette Möhren werden gerne als „Urmöhre“ verkauft. Tatsächlich waren die ursprünglich im Mittelmeerraum und im vorderen Orient angebauten Möhren weiß, gelb oder violett, die heute bekannten orangenen Möhrensorten mit entsprechend hohem Karotingehalt wurden erst später entwickelt. Heute ist für violette Möhren jedoch kaum noch Saatgut samenfester Sorten erhältlich. Die heute erhältlichen violetten sind fast alles moderne Hybridsorten (Kreuzung aus zwei Inzuchtlinien, die nicht nachbaufähig sind).
Unsere Purple Dragon hingegen – eine schöne violett-rote Möhre mit gutem, süßem Geschmack – ist in England noch vereinzelt erhältlich. Wir konnten für unseren Anbauversuch dieses Jahr der Gärtnerei Piluweri in Süddeutschland ein wenig Saatgut abkaufen. Wir hoffen, sie schmeckt Ihnen. Guten Appetit.
Zur Erinnerung nochmal: Demo in Berlin am 16.1.2016 ab 12 Uhr „WIR HABEN AGRARINDUSTRIE SATT“ für die Förderung bäuerlicher Landwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wir-haben-es-satt.de
Noch eine Wiederholung: Denken Sie daran Vorkehrungen zu treffen, damit die abgestellte Ware keinen Frostschaden nimmt: bitte legen Sie Decken, Isolierboxen oder –taschen bereit, in die der Fahrer die Ware einpacken kann. Oder fragen Sie Nachbarn, ob sie die Ware in Empfang nehmen können.




08.01.2016

Kundenbrief


Liebe Kunden,
herzlich Willkommen im neuen Jahr! Vielen Dank für Ihre zahlreichen freundlichen Weihnachts- und Silvestergrüße. Wir sind alle gut ins neue Jahr gestartet: die einen feierten im ausgeräumten und gemütlich ausgestatteten Gemüseputzraum, in dem der Kanonenofen zusammen mit der Musik die nötige Wärme verursachte. Andere feierten lieber zuhause im kleinen Kreis, kamen aber zum Begrüßen des neuen Jahres und zum Schauen des Feuerspektakels nach draußen. Vorher gab es (nicht nur) für die Kinder noch ein kleines Feuerwerk, das großen Anklang fand.
Im Garten war es ausgesprochen ruhig, nur die kleinen Pfücksalate wollten einfach nicht aufhören zu wachsen - Mitarbeiter wie aus dem Bilderbuch, die wir in allen Sortimenten planen konnten.
Am 16.1.2016 ab 12 Uhr findet in Berlin wieder die von vielen verschiedenen Organisationen getragene Demonstration „WIR HABEN AGRARINDUSTRIE SATT“ für die Förderung bäuerlicher Landwirtschaft statt. Durch die von der Politik gewollten Handelsabkommen wie TTIP und CETA steht die Landwirtschaft am Scheideweg: Agrarindustrie mit Fokus auf die größtmögliche Gewinnspanne gegen bäuerliche Landwirtschaft, in der die Menschen ökologisch und fair wirtschaften wollen. An dieser positiven Gegenbewegung nehmen seit 2011 mit jedem Jahr mehr Menschen teil. Zusätzlich zur Demonstration finden viele attraktive und fantasievolle Veranstaltungen statt: Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wir-haben-es-satt.de
Da die Temperaturen derzeit recht niedrig sind, empfehlen wir entsprechende Vorkehrungen zu treffen, damit die abgestellte Ware keinen Frostschaden nimmt: bitte legen Sie Decken, Isolierboxen oder –taschen bereit, in die der Fahrer die Ware einpacken kann. Oder fragen Sie Nachbarn, ob sie die Ware in Empfang nehmen können.
Mit herzlichen Grüßen
Henning Jahn und Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




23.12.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unser eigener Rotkohl ist leider schon ausverkauft. Er musste bei nassem Wetter geerntet werden und das wirkte sich negativ auf die Haltbarkeit aus. Viele Kohlköpfe sind schlecht geworden und mussten weggeworfen werden. So bekommen Sie heute Rotkohl vom Demeterhof Schoof (Nordseeküstengemüse), der es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, vor allem samenfeste Sorten anzubauen wie den Rotkohl MARNER LAGERROT.
Eine leckere Variante, den Rotkohl zu genießen, besteht darin, nicht nur in den letzten 10 Minuten Apfelstücke hinzufügen, sondern eine Schüssel Apfelmus zu kochen und - vielleicht sogar noch warm - dazu zu essen.
Wir freuen uns, dass wir Ihnen wieder einen neuen bunten Jahresbrief mit vielfältigen Berichten über unsere Arbeit im vergangenen Jahr in die Kiste legen können.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Rückmeldungen, die Sie uns im vergangenen Jahr geschenkt haben. Besonders freuen wir uns natürlich über Ihr Lob und Ihre Zufriedenheit.
Wir wünschen Ihnen frohe und friedliche Weihnachtstage und alles Gute im neuen Jahr!
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




19.12.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
im Stall sind mal wieder die Kühe los. Perla, das Pummelchen hat mit 14-tägiger Verspätung ihr erstes Kalb bekommen, wohingegen ihre Freundin Raphaela, eine unauffällige Grazie, einfach so Wehen bekam und schwuppdiwupp war das Kälbchen da. Obwohl die Perla eher von der robusten Sorte ist, hatte sie es viel schwerer als Raphaela, in der Herde akzeptiert zu werden. Sie musste, als die winterliche Zeit im Stall begann, oft im Gang oder draußen liegen: die älteren Kühe scheuchten sie immer wieder von der mit Stroh eingestreuten Liegefläche weg.
Im Garten ist die saure-Gurken-Zeit angebrochen, vielmehr Sauerkraut-Zeit … letzte Woche wurde mal wieder unser probiotisches, veganes Rohkost-Superfood abgepackt, was schon einige Seefahrer vor Skorbut bewahrt hat. Als Salat genauso lecker wie als deftige Beilage.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




11.12.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
seit letzter Woche werden im Gewächshaus die Scheiben geputzt. Unsere in diesem Jahr nicht so zahlreichen Kürbisse sind bis auf die großen Spaghetti-Kürbisse von ca. 2,4 kg ausverkauft.
Im Herbst und Winter ist Bewerbungszeit für Lehrlinge und Praktikanten. Im Ackerbau wird nächstes Jahr bei uns wieder ein neuer Lehrling erwartet, diesmal aus der Freien Ausbildung. Diese in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft entwickelte eigene Ausbildung gibt es für Landwirte und GärtnerInnen. Die Ausbildung dauert 4 Jahre und wird neben der Arbeit auf dem eigenen Hof alle 4-6 Wochen während Treffen auf anderen Höfen in wöchentlichen Seminaren erarbeitet. Dadurch lernt man unterschiedliche Betriebsführungsarten sowie deren spezielle landwirtschaftliche Bedingungen kennen. Auf der Homepage von Demeter im Norden ist ein Infoflyer finden.
Die bisherige finanzielle Unterstützung der Ausbildung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) verzögerte sich dieses Jahr durch Verabschiedung neuer Richtlinien, so dass die Ausbildung in Frage gestellt war. Durch ein erfolgreiches Crowdfunding konnte die Finanzierung der Freien Ausbildung erst einmal gesichert werden. Dort finden Sie ebenfalls ausführliche Informationen über die Ausbildung.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




04.12.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in diesem Jahr konnten wir so viele eigene Haselnüsse ernten, dass wir diese Woche davon in jede Obstkiste packen können. Zum Trocknen der Nüsse haben wir einen schon vor vielen Jahren Trockenschrank Marke Eigenbau mit mehreren herausnehmbaren Etagen, durch den die warme Luft der verschiedenen Kühlgeräte aus dem Laden geleitet wird.
Die Arbeit im Stall ist durch die Dauerbewohnung der Kühe umfangreicher geworden: Ausmisten, morgens und abends Fladen wenden auf der großen Liegefläche (bevor das Stroh eingestreut wird), die verschiedenen Qualitäten des Futters anbieten von Silage bis zu Kartoffeln und etwas Schrot. Diese Portion Kraftfutter aus eigener Herstellung wird individuell für jede einzelne Kuh portioniert. Dafür können die Gärtner draußen etwas kürzer treten, im engen Kühlraum die Gemüsekisten immer wieder neu stapeln, die Planung für nächstes Jahr beginnen und auch mal im Kuhstall mitmachen. Auch der Ackerbauer kann seinen Lehrling im Stall mitmachen lassen. Ansonsten ist es die bevorzugte Zeit für Büroarbeiten und die Pflege und Reparatur der Maschinen.
Eine schöne Adventszeit und herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




27.11.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
neue Nachrichten aus der Käserei:
Der jetzige Camembert ist etwas fester geworden und reift auch ein wenig langsamer, habe ich das Gefühl. Deshalb hat auch der Camembert zur Zeit einen festen, quarkigen Kern. Das ist ja nichts Schlimmes, nur eine Reifestufe, der Käse ist also nicht ganz durchgereift. Wird er noch eine Weile liegen gelassen, reift er durch bis zur geschmeidigen Teigkonsistenz.
Noch ein paar Worte zum Bergkäse: In KW 51 und 52, schön als Geschenk zur Weihnachtszeit, wird der erste Bergkäse diesen Jahres
6 Monate alt. So ist ab diesem Zeitpunkt auch der Bergkäse in der Altersstufe alt im Angebot.
Bis dahin, Karo Czynski

Ein Teil unserer Käsesorten hat neue Namen bekommen:
Schnittkäse Paprika wird: feurige Bäuerin
Pfefferlaib wird: peppiger Bauer
Hirtenkäse wird: Kuhhirte
Hofgouda = GoudaArt wird: Jungbauer
Vera Kruckelmann
Herzliche Grüße aus Rothenhausen





20.11.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
mittlerweile werden 4 Sorten Kartoffeln sortiert, abgepackt und zugenäht: BALLERINA und ALLIANS die Festen, SALOME die vorwiegend feste und FREYA die mehlige. In unserer Gemüsehalle steht die Kartoffelsortiermaschine mit Fließband, worauf die Kartoffeln noch einmal kritisch angesehen und die schlechten aussortiert werden, bevor sie in die Papiertüten purzeln. Die Aussortierten dienen dann als Bei-Futter für die Kühe. Die Tüten werden zum Schluss an der Waage nachgewogen und zugenäht. Die leckere Ballerina ist stellenweise von der Pilzkrankheit Rhizoctonia befallen. Die meisten Stellen kann man beim Schälen problemlos entfernen. Sollten die dunklen Flecken aber tiefer gehen und Sie einen Verlust dadurch haben, ersetzen wir Ihnen die Kartoffeln gerne. Eine Alternative ist die etwas kleinere ALLIANS, die fast frei von dieser Krankheit ist.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




13.11.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Kühlhaus stapeln sich Türme von Großkisten mit Lagergemüse. Es ist noch nicht alles geerntet und bedarf noch einiger künstlerischer Puzzelei, alles unterzubringen. Luft bringt dann immer, wenn Sauerkraut abgepackt wird, was am Dienstag stattfand. Die Gärtner konnten sich dabei diesmal besonders freuen, weil sie durch den Auszug der Abo-Packerei nicht mehr unsere Rollis (mit den Leer-Kisten) und die Regale raus– und reinfahren mussten.
Am Sonntag fand unsere diesjährige Jahresversammlung des Vereins statt, auf der die Hofgemeinschaft vom vergangenen Jahr und künftigen Planungen berichtete. Der Verein ist Träger des landwirtschaftlichen Betriebes, den er an die Hofgemeinschaft verpachtet. Eines seiner Vereinsziele ist, dass der Betrieb nach der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise bewirtschaftet wird. Bei einer gemeinsamen samstäglichen Aktion von Hofgemeinschaft und Vereinsmitgliedern war geplant, Pastinaken zu ernten. Der Boden war allerdings zu nass und so wurden Zwiebeln geputzt und natürlich anschließend Kaffee getrunken.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




07.11.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der goldene Herbst, der noch am letzten Oktobersonntag strahlend leuchtete, ist danach langsam verblasst. Die Blätter bedecken Boden und Wege - und wir sind dabei, die gelbe Pracht zusammenzukehren und unserem großen Misthaufen zum Kompostieren zuzugeben. 
Es wurde wieder besonderes altes Gemüse geerntet: es gibt zu den gelben Steckrüben (WILHELMSBURGER) auch weiße (NIKO) und rote (HELENOR). Obwohl sie Rübe heißt, ist sie ein Kohl in der Rapsfamilie. Sie bekam früher in schlechten Zeiten zur Aufwertung den Namen Ostpreußische oder Mecklenburger Ananas.
Ein Teil der Jungtiere sowie der Bulle sind in den Stall eingezogen. Am Sonntag kamen die Kühe das letzte Mal nachts auf die Weide. Sie bleiben noch einige Zeit tagsüber draußen, bevor sie ganz in den Stall einziehen.
Auch dieses Jahr gibt es wieder neuen Apfel-Möhrensaft, Äpfel und Möhren werden heute zum Pressen gebracht.
Trotz Erntearbeiten und Vorbereitungen für die Winterzeit schon ein Blick ins Neue Jahr: Unter dem Titel "Wir haben es satt" hat sich seit 2011 ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen die aktuelle Agrarpolitik (mit ihrer Förderung von Agrarindustrie und Massentierhaltung) und für eine Wende zu einer ökologisch-bäuerlichen Landwirtschaft zusammengefunden. Immer im Januar finden die zunehmend größer werdenden Demonstrationen mit einem interessanten Rahmenprogramm statt: Von 22.000 Menschen ist die Bewegung auf ca. 50.000 aktive Beteiligte angewachsen. Die nächste Demonstration findet am 16. Januar statt und findet vielleicht weitere Liebhaber. 
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




31.10.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
im Kuhstall stehen alle Zeichen auf Umstellung. Die Kühe bekommen ihre erste Silage. Sie sind zwar noch ganztags auf der Weide, aber beim Melken bekommen sie jetzt immer schon ein Häppchen. Wir hatten erwartet, dass sie sich gierig draufstürzen, doch es kam anders: Von Desinteresse bis hin zu verrückt spielen war alles dabei, nur keine Begeisterung. Das Jungvieh hatte hingegen auch an der Weide etwas auszusetzen und durchbrach am Wochenende (wie sollte es auch anders sein) den Stacheldrahtzaun, um abgeweidete Flächen nochmals zu inspizieren und unsere Stallies ordentlich auf Trab zu halten.
Das Gewächshaus leert sich: Paprika, Gurken und Tomaten: alles muss weichen, jetzt kommen wieder Postelein Rucola, Salat und Co. unter Glas. Auch draußen lichtet sich langsam der Gemüseacker: Lagerkohlrabi, Sellerie, Kohl, rote Bete, Möhren, Pastinaken werden oder sind geerntet.
Die Apfelernte ist auch noch in vollem Gange, Sie durften ja auch schon einige unserer Sorten probieren. Es wurde auch schon die erste Charge Apfelsaft gepresst. Von einem unserer alten Hochstammbäume der Sorte Riesen-Antonowka haben wir etwa 500kg geerntet.
Wir sind mit dem Lieferservice in unseren neuen Packraum umgezogen, endlich stehen wir unseren Gärtnern nicht mehr auf den Füßen, wenn sie Gemüse putzen wollen.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




23.10.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Herbstweide schmeckt wohl nicht mehr so gut— meinten jedenfalls die Pferde. Sie ignorierten mit Schwung den Zaun, um das Gras auf der anderen Seite zu testen. Der Draht riss an einer zusammengedrehten Stelle und öffnete den Weg zu allen Rasenstücken der Hausgärten. Ronny, der Älteste, wurde grasend vor unserer Haustür entdeckt und hätte vielleicht das Rasenmähen überflüssig gemacht, wenn er mehr Zeit gehabt hätte. Aber der Zaun wurde schnell von den herbeigerufenen Stallleuten repariert.
Zum Ende des Monats werden die Kühe wieder im Stall heimisch werden. Inzwischen läuft die Futterumstellung, d. h. zur Weide (die sie nicht mehr ausreichend ernährt) bekommen sie in den Melkzeiten Silage zugefüttert.
Die Gärtner sind hauptsächlich mit Ernten vom Lagergemüse beschäftigt. Letzte Woche wurden aller Wirsing, schwarzer Rettich und weitere Möhren hereingeholt. Die Möhren sind deutlich schöner gewachsen dieses Jahr, was uns sehr freut. Jetzt stehen Superschmelz, Pastinaken und Petersilienwurzel auf der Liste. Nächste Woche wird ein neues Gemüse geerntet: Federkohl (auch: Schwarzkohl). In Italien ist er überall bekannt und wird als „Nero di Toscana“ verkauft. Er ist ein dunklerer und glatter Verwandter des Grünkohls, seine Blätter sind milder und zarter.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




16.10.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir, Verena Hennig und Hanna Dörschug, wohnen nun seit mehr als 4 Jahren mit unseren Familien auf dem Gut Rothenhausen und sind auch schon fast genauso lange im Hofladen tätig. Hanna macht u. a. die Buchhaltung für den Laden und Verena kümmert sich um das Gemüse und Obst im Laden, um nur einige wenige Aufgabenfelder zu nennen. Außerdem kocht jede von uns an 1-2 Tagen in der Woche für die Gemeinschaft.
Nun freuen wir uns aber sehr darauf, noch tiefer in den Laden mit all seinen Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten eintauchen zu dürfen. Besonders wichtig sind uns unsere eigenen hochwertigen auf dem Hof erzeugten Produkte, die zum größten Teil auch nur bei uns im Hofladen oder über den Lieferservice erhältlich sind.
Am 1. und 2. Oktober haben wir gemeinsam mit vielen Kunden und Wegbegleitern den Generationswechsel im Laden gefeiert. Es gab Kaffee, Kuchen und Häppchen. Monika Looss, die seit 1992 den Laden geleitet hat, wurde mit Blumen, Kärtchen, guten Wünschen und kleineren Geschenken verabschiedet. Ein Großteil der Ladenfrauen kam am Freitagmorgen zum Anstoßen und Verabschieden vorbei. Es gab viele interessante, schöne Gespräche und jeder wünschte uns viel Glück für den Start als Ladenleitung. Durch diesen festliche Rahmen ist es uns gelungen für Monika den Abschied und für uns den Beginn eines neuen Abschnittes einzuleiten.
Vielleicht schauen Sie auch mal zu uns rein!

Beste herbstliche Grüße
Hanna Dörschug und Verena Hennig
für die Hofgemeinschaft




11.10.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
diese Woche stand ganz im Zeichen der Aussaat. Der Ackerbauer nutzte das gute Wetter und verbrachte jede sonnige Minute mit dem Aussäen von Getreide und Zwischenfrüchten, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern.
Beim Milchvieh geht es langsam auf den Winter zu. Der letzte Aufwuchs wird noch gefressen, bevor es dann mit der Fütterung im Stall losgeht. Zum Glück ist der Oktober bisher so golden, dass auch das Gras noch wächst.
Auch für die Gärtner ist es bestes Wetter für Ernte und Pflegemaßnahmen. Vor allem die Möhren werden jetzt geerntet, so dass das Abfüllen des Sauerkrautes noch um eine Woche verschoben wurde.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Ihr Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




02.10.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
endlich hat sich wieder eine stabile, trockene Wetterlage eingestellt. Unsere Ackerbauern sind, nachdem die Bodenverhältnisse es nun zulassen, jede Minute mit der Herbstbestellung beschäftigt.
Der Boden muss für die Aussaaten mit Scheibenegge, Grubbern und Pflug vorbereitet werden, bevor das Saatgut eingebracht werden kann.
Am Samstag fand die bei uns jährlich stattfindende Veranstaltung "Zukunft säen" statt, bei der wir einen Teil unseres Weizens der Sorte Erbglanz mit Freunden und Kunden des Hofes von Hand ausgesät haben. Zum Ausklang gab es bei strahlendem Sonnenschein Erntesuppe, Kaffee und Kuchen auf dem Hofplatz vor unserem Laden. Vielen Dank an alle helfenden, säenden Hände.
Unsere Gärtner haben vergangene Woche aus der neuen Weißkohlernte unser beliebtes Sauerkraut hergestellt. Das hieß Strünke aus den Kohlköpfen bohren, hobeln, salzen, stampfen und zur Gärung in Fässer füllen. Jetzt gilt es erstmal, die Fässer bei der richtigen Temperatur zu lagern und zu hoffen, dass die Milchsäurebakterien richtig in Schwung kommen und gute Arbeit leisten.
Insgesamt wurden an einem Tag knapp 2 Tonnen Kohl zu Sauerkraut verarbeitet.
Herzliche Grüsse aus Rothenhausen
Martin Dörschug
für die Hofgemeinschaft




25.09.2015

Kundenbrief


es gibt „NEUES aus der KÄSEREI“:
Es wird kälter im Lande. Habe letztens in den Camembertkeller geguckt, jedoch ist er immer noch ein wenig zu warm. Aber ich werde vielleicht in ein, zwei Wochen den ersten Versuch wagen. Und dann muss er ja noch drei bis vier Wochen reifen, also vor Oktober gibt es leider keinen.
Der erste Bergkäse von Ende Mai ist jetzt im Verkauf. Ich werde nun die Bergkäselaibe einritzen, damit keine Verwechslung mit dem Gouda mehr passieren kann. Ich hoffe, die Kühe sind noch ein bisschen draußen, damit ich noch zwei, drei Chargen Bergkäse produzieren kann.
Und zum Schluss: Ohne Käse und ohne Speck, hat das Leben keinen Zweck.
Ihre Karoline Czynski

… und Neues aus dem Abobüro:
... keine Abopause mehr notwendig während unserer Urlaubszeiten! Henning Jahn war schon im Sommer verreist, mein Urlaub ist jetzt bis 5. Oktober. Wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, ist Herr Jahn jetzt oft im Büro präsent: die Abokisten werden z. Z. wochenweise wechselnd von uns betreut. Während der Zwischenzeiten tummeln wir uns in anderen Arbeitsbereichen, wozu auch die Kinderbetreuung in der Familie gehört.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Ihre Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




25.09.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden
„NEUES aus der KÄSEREI“:
Es wird kälter im Lande. Habe letztens in den Camembertkeller geguckt, jedoch ist er immer noch ein wenig zu warm. Aber ich werde vielleicht in ein, zwei Wochen den ersten Versuch wagen. Und dann muss er ja noch drei bis vier Wochen reifen, also vor Oktober gibt es leider keinen.
Der erste Bergkäse von Ende Mai ist jetzt im Verkauf. Ich werde nun die Bergkäselaibe einritzen, damit keine Verwechslung mit dem Gouda mehr passieren kann. Ich hoffe, die Kühe sind noch ein bisschen draußen, damit ich noch zwei, drei Chargen Bergkäse produzieren kann.
Und zum Schluss: Ohne Käse und ohne Speck, hat das Leben keinen Zweck.
Ihre Karoline Czynski
für die Hofgemeinschaft




18.09.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
letzte Woche wurde als letzte Frucht die Ackerbohne gedroschen. Sie war sehr lange Zeit grün und am Ende stand noch Unkraut im Feld, was das Dreschen erschwerte. Die Ackerbohne ist für uns eine wichtige Futterpflanze, um den Eiweißgehalt im Winterfutter der Milchkühe zu erhöhen. Sie ist eine gute Ergänzung zum Silagefutter und die Kühe leiden keinen Mangel.
Die abgeernteten Flächen werden für die nächste Bestellung vorbereitet, die Scheibenegge durchmengt den Boden, der Grubber lockert tief und mit der Saat der Zwischenfrucht werden Nährstoffe festgehalten und die Bodenstruktur verbessert.
Im Garten werden die ersten Kürbisse geerntet. Die Kohlernte hat begonnen und das erste Sauerkraut soll nächste Woche eingestampft werden. Hierbei findet ein ähnlicher Prozess statt, wie bei der Herstellung von Silage: der kleingeraspelte Kohl wird mit Salz unter Sauerstoffabschluss von verschiedenen Mikroorganismen fermentiert. So kommt es zu dem speziellen Geschmack und der leichteren Verdaubarkeit. Außerdem sind die entstehenden Milchsäurebakterien sehr gesund für den Stoffwechsel.
Kalte Nächte und Nebel lassen den Sommer in Vergessenheit geraten, es wird Herbst. Nachts sinken die Temperaturen auf 5 Grad, das Gärtnern wird nicht leichter: kalte Hände beim Ernten am Morgen sind an der Tagesordnung.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Henning Jahn und Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




13.09.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
die Kartoffeln liegen in Großkisten und werden belüftet und getrocknet. Der Acker wurde schon gleich am nächsten Tag mit der Scheibenegge bearbeitet. Als krönenden Abschluss der Kartoffelernte gab es am Samstag einen Kartoffelsalat-Contest: alle Geladenen brachten eine Schüssel Salat mit und wir haben uns durch alle leckeren Sorten durchgegessen wie durch den süßen Brei. Das Rezept des Siegers finden Sie auf der Rückseite.
Aus dem Gärtnerpaar ist eine Gärtnerfamilie geworden und wir heißen Lotta herzlich willkommen in unserer Hofgemeinschaft! Währenddessen haben die anderen Garten-Mitarbeiter samt Lehrling und Praktikantin den Sauerkrautkohl in 12 Großkisten geerntet. Auch ist das Unkrautjäten weiterhin eine Hauptbeschäftigung .
In der Gemüsehalle sind schon die Wände des neuen Packraumes aufgerichtet, in den das Abo im Winter umziehen darf. Als nächstes wird ein stabiles begehbares Dach für Lagerplatz aufgesetzt. Unser Zimmermann Sebastian Nikol verarbeitet viele Fundstücke wie Fenster, Treppen und Türrahmen. Wir freuen uns über den großzügigen Raum und sind am Planen der Inneneinrichtung.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Ihr Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




04.09.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Trecker und Kartoffelroder fahren aufs Feld zum Ernten. Gegen sengende Sonne steckt auf dem Roder in einem Rohr ein Sonnenschirm. Und wer am Sonntag mitfährt, hat das Glück, mit einem Stück Kuchen versorgt zu werden. Die gerodeten Kartoffeln werden dank der Mechanik des Traktors per Fließband nach oben befördert, wo es neben dem Band einige preiswerte Stehplätze gibt und man so richtig in die Vollen greifen darf: Kartoffeln hin- und herrollen, um alle grünen, faulen, angeschnittenen, angefressenen und von Quecke durchwachsenen Kartoffeln zu sichten und auszusortieren. Ebenso sollen noch Steine und feuchte Erdklumpen abgesammelt werden. Das alles wird auf das schmale 2. Nebenband geworfen, das das Ungewünschte wieder runter aufs Feld befördert.
Kartoffelernte 2015
Die guten Kartoffeln wandern inzwischen weiter in die Rutsche. Nach einigen gerodeten Kartoffelreihen entsteht dort ein großer Kartoffelberg. Auf dem Feld stehen schon vorsorglich zwei oder 3 Hänger mit Großkisten bestückt: Dahinein wird die Kartoffelrutsche geleert. Jetzt ist auch Zeit für einen Biss vom Kuchen. Sind alle Kisten gefüllt, geht’s zurück auf den Hof zum Einräumen der Kisten. Die Kartoffeln werden mit Lüfter gut getrocknet. Dadurch wird die Schale fest und sie halten gut gekühlt bis zur Ernte im nächsten Jahr.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Ihr Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




28.08.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
durch die Feuchtigkeit fing im Gewächshaus eine Pilzkrankheit, Kraut– und Braunfäule, an sich auszubreiten. So wurden diese Woche befallene Blätter und Früchte aus dem Bestand geschnitten und insgesamt die Blattmasse reduziert, um die weitere Ausbreitung zu verhindern und mehr Luftzirkulation zu ermöglichen. Die trockenen Tage taten den Pflanzen auch gut.
Letzte Woche wurde der Knoblauch aus der Erde geholt und lag auf dem Feld, um in der Sonne vorzutrocknen.
Bei den Kuhbauern hat der dritte und letzte Schnitt begonnen. Nachdem der zweite ja etwas dürftig ausfiel, hat es für den dritten genug geregnet, so dass die Kühe im Winter genug zu fressen haben werden.
Diese Woche wurden zwei Kälber geboren. Eines davon von der Erstkalbenden Platane. Voller Aufregung schleckte sie es ab, stupste es an, um es zum Aufstehen zu ermutigen und wenn Menschen sich näherten, drohte sie mit ihren Hörnern.
Auf dem Acker werden die Stoppeln bearbeitet, so kommt Luft in den Boden und Unkraut wird bekämpft.
Herzliche Sommergrüße aus Rothenhausen
Ihr Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




21.08.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
die Regenlücke hatte sich zum Glück so verlängert, dass Hafer und Haferstroh gut gedroschen und eingelagert werden konnten. Vor allem das Haferstroh sollte trocken geborgen werden können, da es leckeres Futterstroh für die Kühe und Jungtiere ist. Der Regen hatte auch seine guten Seiten: es konnten allerlei andere aufgeschobene Arbeiten angegangen werden, z. B. im Büro das Projekt „Anschrauben einer effektiven Deckenleuchte“ ist damit beendet und die gute Sicht auf alle Belege und Schriftsätze gewährleistet.
Im Garten wurde bei vielen Kulturen weiter gegen das Unkraut angejätet, das so gut wächst. Zahlreiche Hofgemeinschaftler aus allen Bereichen knieten sich zwischen Möhren, Lauch und Kohlrabi, z. T. mit Lehrling oder Kindern, um eine Zeitlang mitzuhelfen. - Es wurden Grünkohl für den Winter, Radicchio, noch einmal Fenchel und weiterer Salat gepflanzt. Aus dem Gewächshaus gibt es wieder Auberginen, die Gurkenernte ist fast zu Ende.
Das Gras wächst und die Kühe sind wieder auf alleiniges Weidefutter umgestellt, so dass auch wieder Bergkäse gekäst werden kann.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




14.08.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
alles Getreide ist gedroschen. Das Korn musste nachgetrocknet werden, weil es viel geregnet hatte. Der Ertrag von Weizen und Roggen war gut, die Backqualität muss noch getestet werden. Der Ertrag vom Dinkel war weniger als im letzten Jahr, ist aber reichlich für Backstube und Verkauf. Diese Woche war der Hafer an der Reihe; Ackerbohnen und etwas Buchweizen, die als Futter dienen, stehen noch aus.
Alles Stroh ist eingelagert. Wegen drohendem Regen wurden Stroh und alle gelben Zwiebeln am Donnerstag bis abends geerntet und hereingeholt. Die Zwiebeln wurden sicherheitshalber auf dem Hänger unter Dach gestellt. Sie danken es mit besserer Lagerfähigkeit und werden jetzt noch vom überzähligen Kraut befreit und in Holzstiegen luftig fürs Nachtrocknen gelagert.
Eigentlich sollte in diesem Jahr ohne Pause unser Brot gebacken werden. Aus Urlaubs– und Krankheitsgründen können wir diesen Vorsatz nun doch nicht aufrecht erhalten: Deshalb gibt es in der 34. und 35. Kalenderwoche (nächste und übernächste Woche) kein eigenes Brot.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft


Vorschau für KW 34 (17.-21.8.2015)
Salat, Tomate, Gurke, Zucchini, Rübchen, Kohlrabi, Blumenkohl









07.08.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die lange erwarteten Tomaten sind da. Wir bauen besondere Sorten an: auch die Devotion ist keine gewöhnliche, sondern eine (hybride) Aromatomate vom Camparityp. Das bedeutet allerdings auch, dass der Ertrag geringer ist und durch einen höheren Preis von Ihnen honoriert wird. Ruthje ist eine samenfeste biologisch-dynamisch gezüchtete Cocktailtomate, die viel Süße bei wenig Säure bietet. Dann gibt es noch die bunten Cherrytomaten und Fleischtomaten mit wenig Kernen, alles samenfeste Sorten.
Der Regen war gut für den Boden, so dass sich die Grasnarbe jetzt erholen kann und vielleicht auch der nächste Futterschnitt noch lohnend wird. Für das Getreide kam der Regen nicht so passend. Es wächst nicht mehr, sondern braucht Sonne zum Reifen und Trocknen.
Unser Lehrling Johannes ist im neuen Lehrjahr vom Stall zum Ackerbau gewechselt. Zwischen zwei Regenschauern war er also dabei, alle Vorbereitungen für das Dreschen von Dinkel und Weizen zu lernen.
In der Pferdescheune wird das Gießen einer Betonplatte vorbereitet, damit der Boden mit dem Gabelstapler befahrbar wird und um unsere Großkisten dort zu verstauen. In dem gewonnenen Platz in der Gemüsehalle wird ein neuer Packraum für die Abokisten eingerichtet.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




31.07.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in der letzten Woche trafen sich die Lehrlinge des 4. Lehrjahrs (10 GärtnerInnen und 1 Landwirtin) der freien Ausbildung bei uns auf dem Hof im Lindenhaus. Freie Ausbildung heißt die staatlich anerkannte Ausbildung zum Demeter-Landwirt und Demeter-Gärtner, die 1983 von Menschen der norddeutschen Bäuerlichen (Demeter-)Gesellschaft entwickelt wurde, um Lehrlinge speziell auf die Anforderungen eines biologisch-dynamisch wirtschaftenden Hofes vorzubereiten. Die Ausbildung dauert 4 Jahre und wird inzwischen bundesweit angeboten. Neben der praktischen Arbeit auf dem Hof gibt es übers Jahr verteilt alle 4-6 Wochen wöchentlichen seminaristischen Unterricht, der immer auf einem anderen Demeterhof stattfindet. Neben den Ausbildern unterrichten auch die Bauern der Höfe, auf denen das jeweilige Seminar stattfindet. Im 4. Ausbildungsjahr erstellen die Lehrlinge eine praktische und theoretische Abschlussarbeit. Die Ausbildung ist vor allem für junge Menschen geeignet, die sich gut selbst organisieren und selbständig arbeiten lernen wollen. Im November besucht uns das 1. Lehrjahr.
Die ersten Frühkartoffeln sind geerntet, Brokkoli macht Pause, Radieschen und Petersilie sind noch etwas knapp und die Tomatenernte hat begonnen, vorerst mit kleinen Mengen. Ansonsten hoffen wir, dass der häufige Regen zu Erholung der Grasnarbe der Weiden beigetragen hat und bald keine Silage mehr zugefüttert muss.
Letzte Woche sind 2 Bullenkälbchen zur Welt gekommen. Eins davon ist das erste besonders starke Kalb einer jungen Kuh, die sich selbst ganz unproblematisch in die große Herde eingefügt hat.
Herzliche Sommergrüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft

Vorschau für KW 32 (27.-31.7.2015)
Salat, Spitzkohl, Mangold, Fenchel, evtl. Rote Bete im Bund




25.07.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
leider verschob sich der zweite Winterfutterschnitt wegen des Wetters immer wieder. Jetzt war das Gras so reif, dass es dringend gemäht werden musste. Beherzt gingen die Bauern zu Werk, glücklich, dass bis zum Abend nur ein paar Regentropfen gefallen waren. Das böse Erwachen kam am nächsten Morgen, als es wie aus Eimern goss. Das tut dem Geschmack der Silage nicht so gut. Aber abends war die Silage wider Erwarten schön trocken und wir hoffen, die Kühe werden es trotzdem fressen.
Endlich ist es so weit: Unsere Frühkartoffeln Solist werden geerntet.
Im Gemüsegarten sind immer noch die Folgen des kühlen Frühjahres zu spüren: das Unkraut hatte zu viel Zeit sich in den Beeten breit zu machen. Also muss gehackt und gejätet werden, damit die Pflanzen genug Licht, Luft und Wasser abbekommen. Die Radieschen und Eiszapfen, sind deswegen langsamer gewachsen.
Das erste Getreide, die Wintergerste wurde gedroschen. Mit unserem eigenen Mähdrescher können wir immer dann auf den Acker, wenn es gut passt und müssen nicht auf einen Termin beim Lohnunternehmer warten.
Unsere Käserin hat neue Bergkäseformen bekommen, um mehr
von dem beliebten Hartkäse herstellen können. Das geht aber nur, wenn die Kühe weiden. Leider müssen wir zur Zeit wegen Futterknappheit auf den Weiden Silage zufüttern. So dauert es noch etwas, bis die Käseformen eingeweiht werden können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn und Vera Kruckelmann




17.07.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
nun wird es spannend: die ersten Tomaten röten sich—spät in diesem Jahr. Sie haben gerade solange gewartet, bis die Sommerferien kommen … Bis sie dann in der Kiste landen, dauert es wohl trotzdem noch 2 Wochen. Die ersten grünen Paprika und schwarzen Auberginen sind zu sehen, der Gewürztagetes fängt an zu blühen. Durch die starken Temperaturunterschiede gerieten 2 Scheiben im Glashaus so unter Spannung, dass sie zerbrachen und erneuert werden mussten. Auf dem Gemüsefeld wird jetzt alles Wintergemüse gepflanzt: Grünkohl, Sauerkrautkohl, Rosenkohl, Superschmelz-Kohlrabi, Winterporree.
Am Samstag fand eine gut besuchte Hof-Führung statt, bei der 24 interessierte Erwachsene und 10 Kinder einiges über die Entwicklung des Hofes erfuhren. Die Führung dehnte sich bis zum Gemüsefeld aus. Unsere nächste Veranstaltung findet am 26. September statt, wenn bei „Zukunft säen“ gemeinsam Weizen gesät wird, mit anschließender Erntesuppe, Kaffee und Kuchen.
Endlich hat es geregnet. Die Kühe haben alles weitgehend abgegrast und müssen im Stall mit Silage zugefüttert werden, bevor sie nach dem Melken auf die Weide gehen. Allein vom Weidefutter werden sie im Moment nicht satt. Bis sich der Regen auf das Wachstum auswirkt, dauert es einige Zeit. Damit sich die gesamte Grasnarbe erholt, müsste es einiges mehr regnen. Jetzt warten wir darauf, die Frühkartoffeln ernten zu können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft
Vera Kruckelmann




10.07.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die ersten Gurken können geerntet werden. Die Gärtner haben reichlich mit Unkrautjäten zu tun und haben an den heißen Tagen letzte Woche schon um 5 Uhr mit der Ernte begonnen.
Sonne, Hitze und Wind machten es möglich, das aufgewachsene Gras vom Landsberger Gemenge als Heu für die Kälber einzubringen. Auf einer Ausgleichsfläche, die erst ab Juli gemäht werden darf und von reichlich Binse durchwachsen ist, wurde ebenfalls Heu gemacht, das im Winter als Einstreu für die Liegeflächen der Kühe dienen wird. Alles konnte vor dem Gewitterregen in Ballen gepresst werden und wurde am Wochenende eingelagert.
Die Kühe ziehen sich bei Hitze auf der Weide gerne in die Nähe der Bäume zurück, wo es etwas kühler ist.
In diesem Jahr machen wir in den Sommerferien keine Lieferpause. Wir
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft







03.07.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach dem wechselhaften Wetter der letzten Woche freuen wir uns, dass nun endlich der Sommer wiederkommt. Den besonders wärmebedürftigen Paprika und Auberginen sieht man richtig an, dass sie auf höhere Temperaturen warten für einen Wachstumsschub. Dennoch sind bereits einige kleine, grüne Paprika zu sehen. Auch die Tomaten hängen bereits voller Früchte. Die Gärtner schauen immer wieder ungeduldig, ob nicht doch irgendwo schon erste Rottöne zu entdecken sind, vermutlich wird es jedoch noch bis Mitte Juli dauern bis zur ersten Ernte. Ganz so lange werden die Gurken nicht mehr auf sich warten lassen…
Im Gewächshaus haben weitere Nützlinge Einzug gehalten: Neben einem Hummelvolk, das die Bestäubung der Tomaten sicherstellt, haben wir nun noch Raubmilben und Schlupfwespen angesiedelt. Die winzigen Raubmilben sind natürliche Gegenspieler der Spinnmilben, welche Gurken und Auberginen sehr gerne befallen. Schlupfwespen parasitieren Blattläuse, die sich gerne über Paprika und Auberginen hermachen. Die winzigen Tierchen helfen uns, die Kulturpflanzen so vital und gesund zu halten.
Im Freiland können wir die Ansiedlung von Nützlingen nur durch Blühstreifen o.ä. fördern. Ein wahres Insekten-Paradies ist der Teil des Gemüseackers für das Wintergemüse, wo Phacelia, auch Bienenfreund genannt, als Sommer-Zwischenfrucht eingesät wurde. Das blaue Blütenmeer brummt zurzeit in beeindruckender Lautstärke…
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Jenni Ponsens
für die Hofgemeinschaft



26.06.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nachdem die Temperaturen in der vorigen Woche den Sommer versprachen, kam wieder ein kleiner Einbruch, der die Vorhersehbarkeit der kommenden Ernte im Gemüse einschränkt. Es gibt diese Woche zwar schon ein reichhaltiges Angebot an eigenen Produkten, doch das Fruchtgemüse wird wohl noch ein bisschen auf sich warten lassen. Der Regen tat gut (es könnte natürlich etwas mehr sein), denn durch den Poststreik konnten die Gärtner ihre Beregnungsanlage nicht reparieren, ein Ersatzteil fehlte. Leider vertrocknete so ein Satz Fenchel. Immerhin gibt es jetzt - Ende Juni - endlich Mairübchen...
Auch bei den frühen Kartoffeln führt das kühle Wetter zu einer späten Ernte: unsere Frühkartoffel Solist sollte jetzt so weit sein, sie ist es aber nicht, daher liefern wir Ihnen jetzt festkochende Zukaufkartoffeln vom Demeter-Hof Domäne Fredeburg.
Nichtdestotrotz hat der Ackerbauer viel zu tun: eine neue Getrei- dereinigung muss angeschafft werden. Die alte hat nach 40 Jahren wahrlich ausgedient. Und auch der Mähdrescher hatte kleinere Reparaturen nötig, dass er dann auch bereit ist, wenn sich die Ähren gelb färben. So konnten auch unsere Praktikanten Erfahrungen in der Metallbearbeitung sammeln.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
für die Hofgemeinschaft Henning Jahn



19.06.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt geht die eigene Gemüseernte los: Frühwirsing, Mangold, Zuckererbsen, Salat, Spitzkohl und Fenchel, die ersten Brokkoli und Blumenkohl, Rucola gibt es wieder und weiter Kohlrabi.
In der Käserei geht die Briesaison zu Ende: die letzten Laibe sind im Laden und danach ist Sommerpause bis zum September. Der Käsekeller wurde neu gekalkt und neue Regale für die Käselaibe wurden aufgestellt. Der Bergkäse bekommt dieses Jahre eine neue Form und Größe. Dann kann man ihn auch bei der Pflege besser von den anderen Sorten unterscheiden, vor allem in seinen noch jungen Monaten. Wenn die Post zu streiken aufhört, werden auch endlich die neuen Käseformen hier ankommen. Gerade wird an der Rezeptur für einen Grillkäse gearbeitet—wir sind gespannt!
Alle 5 Schafe wurden geschoren: sie haben nun keinen dicken Winterpelz mehr und sehen auf einmal viel jünger aus. Sie grasen gerade wieder einen Hang am Hohlweg ab.
Am Samstagnachmittag konnte die Hofgemeinschaft samt interessierten Mitarbeitern eine Exkursion zum Buschberghof unternehmen. Dort wird das Wirtschaften anders gedacht als es üblich ist: Gemüse, Obst, Brot usw. werden nicht eingekauft und bezahlt, sondern in einer Wirtschafts-gemeinschaft wird von den Verbrauchern die Summe Geld aufgebracht, die Landwirt, Gärtner, Käser, Bäcker usw. benötigen, um die gewünschten Lebensmittel anbauen und erzeugen zu können. Verbraucher und Erzeuger tragen gemeinsam das wirtschaftliche Risiko. Die Ernte wird mit Brot, Käse, Fleisch und Milch für alle 1x wöchentlich vom Hof bereitgestellt, von Mitgliedern der Wirtschaftsgemeinschaft abgeholt und in ihrem jeweiligen Depot verteilt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




12.06.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich ist er da– lange ersehnt- der Sommer. Der erste Schnitt wurde am Freitag abgeschlossen. Eine noch trockenere Heulage als die letzte wird die Gaumen und Pansen unserer Kühe im Winter erquicken.
Auch die Gärtner freuten sich über das schöne Wetter. Die Kulturpflanzen wachsen freudig und müssen bewässert werden, im Gewächshaus liegen dafür Tropfschläuche in der Kultur, im Freiland wird ein Regenwagen durch die Beete geschickt. Doch leider freuen sich auch die anderen Pflanzen über so viel Gutes, also muss gehackt und gejätet werden, damit das Gemüse nicht überwuchert wird.
Auch bei den Kartoffeln wurde das Beikraut dezimiert: nach dem Striegeln war diese Woche das erste Häufeln dran. Wenn alles weiter so gut läuft, gibt es schon in wenigen Wochen die ersten Frühkartoffeln der Sorte Solist.
Wie jedes Jahr sind Praktikanten der neunten Klasse von Waldorfschulen bei uns zu Gast und unterstützen uns nach Leibeskräften. So lernen sie das Arbeiten und Leben auf dem Bauernhof kennen und wir freuen uns über motivierte junge Mitarbeiter.
In unserem Lindenhaus war eine Schulklasse mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen zu Gast. Es war schön mitanzusehen, wie sie hier den Bezug zu den Ursprüngen des Lebens erleben: Spaziergänge um unsere Flächen wurden zu Expeditionen durch den Dschungel, bei den Melkzeiten durften die Mutigsten den Kühen die Tür aufmachen und die in unserer Bäckerei selbst gebackenen Brötchen waren die leckersten der Welt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




05.06.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
hier die neusten Nachrichten aus der Käserei von Karoline Czynski: „Der erste Bergkäse ist geglückt! Am Pfingstsonntag ist die Produktion gestartet. Jetzt heißt es mindestens drei Monate hegen und pflegen. Ich denke, Anfang/Mitte September werde ich probieren müssen! Je nachdem wie die Wetterverhältnisse sich entwickeln, mache ich noch einmal Brie. Ist der Keller jedoch schon zu warm, ist die kommende Charge ab 8. Juni die letzte vor der Sommerpause.“
Unsere Kohlrabis dagegen hätten gerne etwas mehr Wärme, um groß zu werden, deshalb muss die Ernte auf nächste Woche verschoben werden. Inzwischen wurde viel gepflanzt und auf dem Jätefahrrad liegend das erste Unkraut gejätet. Es gibt seit einiger Zeit eigene Kresse, die im Gewächshaus in Schälchen ausgesät wird.
Die Stallbauern warten ungeduldig auf die nächste Schönwetterphase, damit der erste Schnitt abgeschlossen werden kann. Dann kommen auch die kleinen Jungtiere auf die Weide und der Stall leert sich gänzlich.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




29.05.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Bäckerin bäckt natürlich nicht allein. An jedem Backtag kommt Christina, eine junge ausgebildete Bäckerin, auf den Hof gefahren. Neulich hatte sie 1 Woche Urlaub. Dann hängt bei uns nach Ankündigung ein Plan, auf dem sich jeder eintragen möge, der Zeit erübrigen kann, um in der Backstube den 2. Mann oder die 2. Frau zu sein. Oft sind es unsere Lehrlinge (Leonie aus dem Ackerbau hat schon einige Erfahrung in der Backstube) und Praktikanten, die aushelfen, aber letzten Montag hat sich unser Stallbauer Martin die Ärmel hochgekrempelt. Ob er es noch einmal macht, ist fraglich: gewöhnt, draußen bei jedem Wetter zu arbeiten, bei Kälte in seiner freien Zeit am Angelteich zu sitzen oder auf der Ostsee zu fischen, fühlte er sich in der warmen Backstube wie in der Sauna.
Die Kühe sind glücklich: Sie sind jetzt den ganzen Tag auf der Weide und kommen nur noch morgens und abends zum Melken auf den Hof. Auch der Bulle tummelt sich jetzt mit ein paar Gespielinnen draußen auf seiner Weide. Das Futterwerben geht stückweise weiter: nach dem Landsberger Gemenge letzte Woche war am Wochenende das erste Kleegras fällig. Durch den schönen Sonntag wurde das Schnittgut recht trocken, so dass eine leckere „Heulage“ (sie wird zwar wie Silage zum Fermentieren in Folie gewickelt, ist aber duftiger) in Ballen gepresst wurde.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann und Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




22.05.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auf dem Gemüseacker sind schon einige Bete mit Kohl, Kohlrabi, Brokkoli und Mangold bestellt. Zwiebeln und Schnittsalat wachsen gut. Der Schnittsalat kann nächste Woche das 2. Mal geerntet werden. Dazu gibt es eigene Eiszapfen und Rettiche.
Das erste Winterfutter für die Tiere vom Landsberger Gemenge wurde am Donnerstag geschnitten und am Freitagabend in Ballen gewickelt. Der erste Schnitt ist für die Tiere immer besonders lecker und das Gemenge aus Wicken, Klee und Gras besonders eiweißreich. Wicken und Klee sammeln Luftstickstoff und geben diesen durch ihre Wurzelknöllchen an den Boden ab, außerdem bereitet ihr feines Wurzelwerk den Boden für die folgende Kulturpflanze optimal vor. Durch das mehrfache Mähen werden Unkräuter wie Disteln reduziert; auch das Auftreten von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten auf der Fläche verringert sich durch den Anbau verschiedener Pflanzenarten. So hat dieses Glied der Fruchtfolge viele Funktionen, die sonst nur durch synthetischen Dünger, Pflanzenschutz und ein Mehr an Bodenbearbeitung erreicht werden können.
Wir wünschen Ihnen frohe Pfingsttage und
grüßen herzlich aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann und Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




15.05.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Sturm und Gewitter von letzter Woche waren heftig und brachten 20mm Regen. Zum Glück sind alle Dachpfannen oben geblieben und nur einzelne Äste geknickt worden.
Im Gewächshaus wurden alle Kohrabis geerntet, um Platz für das Pflanzen von Auberginen und Tomaten machen. Deswegen gibt es in den Kisten große, mittlere und kleine (die leider nicht länger stehen bleiben konnten).
Die größeren Jungtiere sind letzte Woche auf die Grinau-Weide gekommen. Dort beweiden sie Stück für Stück die Flächen und Hänge, die immer wieder neu abgesteckt werden. An einer Pumpe am Bach können sie sich—wie im Stall—selbst mit Wasser versorgen. Die Kühe sind noch eine Woche nachts im Stall und ab Pfingsten auch nachts draußen. Sie kommen dann nur noch zum Melken in den Stall. Danach wird in der Käserei so viel es geht Bergkäse hergestellt, der nur mit Milch aus Weidegras gelingt. Der Bergkäse vom letzten Jahr ist jetzt bis auf einen kleinen Rest im Hofladen ausverkauft.
Die Kühe wollten nicht bis zum Sonntag warten, sondern unternahmen schon Freitagabend einen kleinen Spaziergang, weil dankenswerterweise ihr Auslauf noch offen stand. Aber aufmerksame Reiter und wachsame Hofbewohner halfen verhindern, dass sie auf dem Hohlweg die Grinaubrücke überquerten. Wir waren jedenfalls froh, dass sie sich nicht Kronsforde als Ausflugsziel ausgesucht hatten und vollzählig wieder in den Stall zurückkehrten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




08.05.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kohlrabis wuchsen bei der vergangenen nächtlichen Kälte etwas zögerlich, so dass sie noch eine Woche warten müssen, bis sie in der Kiste landen. Längere Frist bekommen sie nicht, da die Tomatenpflanzen schon Schlange stehen. Jetzt werden die Sommerkulturen im Gewächshaus gepflanzt: Tomaten, Paprika, Gurken, Chili, Auberginen, Basilikum ... Der Schnittsalat von dieser Woche kommt schon vom Gemüsefeld. Und wir freuen uns besonders über den Mairegen, der das Wachstum fördert.
Am letzten Apriltag kam das zweite Lämmchen, ein kleines Böckchen, zur Welt. Seine stumpfen Enden der Hörner sind am Kopf deutlich zu sehen. Außerdem scheint er sehr unternehmungslustig zu sein und ging schon am 1. Tag gerne auf Entdeckungsreise in deutlicher Entfernung zur Mutter. Das ältere Lämmchen ist ein Mädel, erkennbar auch an den spitzen Hörnchen, die anfänglich durchs Fell schimmern. Die Schafe weiden unsere Hänge und Kleinflächen ab, die für die Kühe unzugänglich sind.
Wir haben uns sehr über die zahlreichen Besucher zum Hoffest gefreut. Wir hoffen, dass trotz zeitweiliger Schlangen, auch vor überlebenswichtigen Ständen, alle zufrieden und angeregt wieder nachhause gekommen sind. Die Jugendfeuerwehr aus Siebenbäumen hat uns auch in diesem Jahr wieder sehr wesentlich und professionell geholfen, den Verkehr auf dem Hof zu regeln.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




01.05.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Trockenheit hat den Gärtnern in der letzten Woche das Leben schwer gemacht. Daher gibt es diese Woche auch den versprochenen Schnittsalat noch nicht. Es galt die Bewässerungsanlage zu aktivieren, was nach der Winterruhe alles andere als einfach war. Jetzt läuft sie und der Regen war auch da.
Die Kartoffeln sind alle gelegt, nach der Wettervorhersage für diese Woche sogar etwas früher als geplant. Wenn auch die Aussichten nicht mehr ganz so nass sind wie noch vor ein paar Tagen, ist es doch gut, dass unser Ackerbauer jetzt ruhig schlafen kann.
Die Kühe haben sich an die täglichen Weidegänge gewöhnt und genießen es, wenn auch mit etwas weniger Aufregung als noch vor einer Woche, draußen zu sein. Das Gras steht saftig da, hätte aber auch schon ein paar Tage früher ein wenig Regen brauchen können.
Die Vorbereitungen für das Hoffest laufen auf vollen Touren: die Straßen werden frisch geschottert, Beete gejätet, der Hof gefegt, die Verköstigung der Gäste wird vorbereitet, der Parcours für die Rallye wird aufgebaut, Pläne für den Einsatz der Helfer werden erstellt, die Kühe kriegen eine flotte Dauerwelle verpasst—alles soll perfekt sein. Wir freuen uns schon auf Ihren Besuch!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




24.04.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Frühkartoffeln sind gelegt, um wahrscheinlich Anfang Juni geerntet werden zu können. Die Sommergerste ist gesät. Das Lämmchen, das am Samstag vor Ostern zu Welt kam, ist schon merklich gewachsen. Vielleicht bekommt man es zu sehen, wenn man den Hohlweg entlang den Hang hoch zur Schafweide geht.
Am Donnerstagvormittag war der erste Weidegang der Kühe: Ein Spektakel, an dem sich alle erfreuen. Wie erwartet rannten und sprangen sie freudig die gesamte für sie eingezäunte Fläche ab, bevor sie zu weiden begannen. Das Stück grenzt an die Schafweide. Die Schafe fanden das sehr aufregend, blökten unentwegt. Sie liefen unisono ein Stück zu den Kühen—bloß nicht zu nahe! - um dann gleich wieder umzukehren und aus sicherer Entfernung alles zu beobachten. Zeitweise standen die Kühe am Zaun Spalier, bis sich dann nach einiger Zeit beide Gruppen durch den Zaun beschnupperten.
Zum Gewöhnen an die Futterumstellung von Silage auf Frischfutter sind die Kühe erst kurz, dann immer länger draußen. Die erste Zeit sind sie auch nachts noch drinnen. Für die Weiden ist es schon wieder viel zu trocken, das Gras braucht zum Wachsen Regen.
Für das Hoffest am 2.5. wurden neue Rezepte für ein Rucola- Pesto auf Grillkäse getestet—hmmm, so hat die Vorbereitungszeit immer wieder ihre angenehmen Seiten.
Treue Freunde des Hofes haben dafür gesorgt, dass wir auf der Übersichtskarte HOFLÄDEN des Zeitmagazins zu finden sind!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann und Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




17.04.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Frühjahr geht in die Vollen: letzte Woche wurde gegrubbert, um das Legen der Frühkartoffeln vorzubereiten. Ein großes hof –nahes Stück wurde umgepflügt und es wurde Hafer darauf gesät.
Auf dem Gemüsefeld wurden Zwiebeln und Knoblauch gesteckt und der erste Satz Salat gepflanzt. Für ein wärmeres Mikroklima haben wir ihn mit einem wiederverwendbaren Flies abgedeckt. Das Gewächshaus ist auch reich bepflanzt mit Rucola, den Sie schon letzte Woche kosten durften und der noch einmal nach-treibt für einen letzten Schnitt. Außerdem reifen Salatköpfe und Pflücksalate heran und auch die ersten Kohlrabis wachsen hier schon.
Die Jungpflanzenanzucht ist auch in vollem Gange: Tomaten und Paprika stehen im Mini-Folientunnel auf Tischen im Gewächshaus und genießen die warmen Tage: Sie gedeihen prächtig an der Sonne, sind schon weit über das Keimblattstadium hinaus und wollen gepflanzt werden, sobald Salate und Kohlrabi geerntet sind. Spitzkohl und auch der Weißkohl für unser Sauerkraut wurden schon ausgesät und wenn das Wetter weiter so mitspielt, dauert es nicht mehr lange, bis wir auch den pflanzen können.
Nicht weniger lebhaft geht es bei den Kühen zu: Pandora eine Erstkalbende, oder wie man hier sagt eine Starke hat am Wochenende ihr Kalb bekommen. Ein sehr vitales Tier, das besser als seine Mutter wusste, was es nach der Geburt zu tun hat: Milch trinken!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Henning Jahn
für die Hofgemeinschaft




10.04.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Zaun ums Gemüsestück ist zwar noch nicht fertig, aber—endlich geht es los—die verschiedenen Schnittsalatsorten wurden heute nach draußen verpflanzt. Noch einmal zum Abschluss der alten Gemüsesaison wurde ein Fass Sauerkraut verpackt. Ansonsten stehen Ackerbauer und Lehrling in den Startlöchern, um beim angesagten warmen Wetter auf dem dann hoffentlich genug abgetrockneten Boden pflügen zu können. In 2-3 Wochen können dann auch die Kartoffeln gelegt werden.
In den nächsten Wochen wird es schwierig werden, den regionalen Gemüsekorb noch abwechslungsreich zu bestücken. Das letztjährige warme Frühjahr schaffte einen nahtlosen Übergang, der in diesem Jahr leider nicht möglich ist. Eventuell wird auch mal das ein oder andere ausländische Gemüse darin zu finden sein.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




04.04.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Frühling hat Fahrt aufgenommen: draußen wurde gegrubbert: dabei wird der Boden gelockert, aber nicht gewendet. Zum Pflügen war es noch zu nass und durch den letzten Regen verschiebt es sich noch weiter.
Die Gärtner haben inzwischen den alten Zaun abgebaut und sind dabei, den Zaun um das neue Gemüsestück aufzubauen. Die Schwerarbeit dabei ist das Setzen der Pfähle in die vorgebohrten Löcher. Im Gewächshaus wurden die ersten Tomaten pikiert. Alles wächst jetzt schneller und üppiger. Der Schnittsalat musste schon aus dem warmen Anzuchtzelt herausgenommen werden und steht Schlange zum Auspflanzen nach draußen.
Letzte Woche ist ein neuer Stallbewohner auf den Hof gekommen: ein noch junger, 1/2 Jahr alter, norddeutscher rotbunter Bulle von einem Biolandbetrieb, der jetzt in der Box neben dem großen Bullen einquartiert ist.
Wir wünschen Ihnen frohe Ostertage und herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




27.03.2015

Kundenbrief




Liebe Kunden,
alle freuen sich: die Arbeit draußen hat begonnen. Weiden und Kleegrasflächen wurden letzte Woche bearbeitet: die Schleppe vorne am Trecker ebnet die Maulwurfhaufen und andere Bodenunebenheiten ein, damit beim Grasschnitt keine Erde ins Futter gerät. Das kann das Futter verderben. Hinten am Trecker sitzt der Striegel, mit dem die Grasnarbe durch mehrreihige Zinken belüftet wird. Die Walze hinter dem Striegel drückt danach die gelockerte Erde wieder an und bewirkt eine gleichmäßige Bodenoberfläche. Anschließend wird das Hornmistpräperat ausgebracht, das das Bodenleben aktiviert.
Vom alten Gemüseacker konnten noch einmal vor der Bodenbearbeitung Rosenkohl und Grünkohl geerntet werden.
Auf dem neuen Gemüseacker wurde die Gründüngung geschnitten und damit gemulcht, auf die Kohlbeete der abgelagerte und präparierte Mist gestreut und die sandigeren Bereiche auch schon gepflügt.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




20.03.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in den kommenden Wochen ist Umbruch-Zeit: Der Anteil an Hof-Gemüse von roter Bete, Pastinake, Sauerkraut und Sellerie—diese Woche verstärkt durch Asia-Mixsalat und nächste Woche durch Postelein—wird weiter sinken. Dann ist das Gewächshaus leergeerntet, um den Folgekulturen Platz zu machen. Gemüse wird vermehrt aus dem Ausland bezogen, bis die eigene Ernte wieder beginnt. In ein paar Wochen geht es auch bei uns mit Radieschen, Salate und Kohlrabi los. Die Jungpflanzenanzucht dafür hat begonnen, auch für den Verkauf am Hoffest am 2. Mai.
Neu wird in der Backstube ab nächster Woche Osterbrot gebacken: entweder mit Mandeln und Rosinen oder mit Mohn.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




13.03.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der erste warme Vorfrühlingstag hat auch die ersten Zitronenfalter aus dem Winterschlaf geweckt. Nur unsere Schwäne, die sich im Februar sogar zu fünft wieder auf dem Teich einfanden, sind vor ein paar Tagen weggeflogen und noch nicht wiedergekommen. Aber es sind Enten und Blesshühner auf dem Wasser. Und auf einem Baum neben dem Laden wurde von einem Vogelkenner eine Nilgans entdeckt.
Unsere Nutzpflanzen, das Gemüse, sind nicht nur von der Gentechnik bedroht, sondern auch die Weitergabe von Saatgut wollte die EU-Kommission stark reglementieren. Die 75 Gesetzesvorschläge der Kommission dazu wurden jetzt zurückgezogen, nachdem sie schon vor fast 1 Jahr vom EU-Parlament abgelehnt wurden. Diese Ablehnung war der Erfolg tausender Menschen und vieler Organisationen, die sich für die Souveränität des Saatguts, das heißt: für die weiterhin unbeschränkte Weitergabe von Saatgut, eingesetzt und die Petition „Saatgutvielfalt in Gefahr“ 2013 auf den Weg gebracht hatten. Dieser Erfolg ist erfreulich. Auf der Seite der Saatgutkampagne kann man sich u.a. über Saatgutfestivals, Saatgutbörsen und –bezugsquellen informieren.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




06.03.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt wird überall im Hausgarten aufgeräumt: zusammengekehrtes Laub dient den Kühen als Einstreu. Mit den jungen Blättern von Scharbockskraut (nur vor der Blüte!) und Brennnesseln kann der Salat ergänzt werden. Blühende Haselbüsche und Erlen zeigen den Vorfrühling und das Ende des Winters an. Für die Bienen ist es allerdings noch zu kalt: Erst Temperaturen von 12 Grad locken sie aus dem Bienenstock.
Für Ihren Garten bieten wir wieder das samenfeste demeter-Saatgut der Bingenheim AG an. Darunter gibt es auch einige biologisch-dynamisch gezüchtete Gemüsesorten.
Der Kälberiglu wurde gründlich gesäubert. Ihre Bewohner sind in den Stall gezogen und jetzt kann er für nächsten neuen Kälbchen wieder aufgestellt werden. 
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




27.02.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gartensaison beginnt: Radieschen und Spinat wurden im Gewächshaus ausgesät. Ungefähr in 6-8 Wochen kann geerntet werden. Das Gartenstück wurde heute für die genaue Beetplanung ausgemessen. Vogelzwitschern, Winterlinge, Schneeglöckchen und das vermehrte Licht lassen den kommenden Frühling ahnen. Wir sind gespannt, ob noch ein Wintereinbruch kommt.
Am Freitag wurde wieder Sauerkraut eingetütet. Mehrere gut mit Häubchen, Schürzen und Handschuhen ausgestattete Menschen wogen die Portionen aus, füllten sie in die schon etikettierten Beutel, die dann vakumiert und zum Schluss noch in Form gebracht und in Kisten gestapelt wurden. Im Kühlhaus stehen sie dann verkaufs– und packfertig bereit.
Unsere Vorbereitungen zum Hoffest haben inzwischen auch begonnen, denn bis zum 2. Mai ist es gar nicht mehr so weit.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




20.02.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unser Gemüselager ist fast leer: es stehen noch wenige Kisten mit roter Bete, Sellerie, Pastinake und natürlich einige Sauerkrautfässer. Von einigen anderen Gemüsen gibt es noch Restmengen. Wir werden also die Lücken durch den Großhandel schließen, bis wieder unser eigenes Gemüse zu ernten ist. Dafür bringt jetzt die Post öfters kleinere und größere Päckchen mit Samen für die Gärtner, die gerade eine genaue Anbauplanung austüfteln.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




13.02.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
damit der Wald nicht weiter in die Hofweide wächst, wurde am Weidenrand ordentlich geholzt. Ein verbuschtes Hangstück am Bach, das letztes Jahr ausgelichtet und gemäht wurde, haben die Schafe inzwischen als Weideland erobert. Es ist schon abzusehen, dass in diesem Jahr dort mehr Gras wachsen wird. Mit Vergnügen klettern die Tiere manchmal auf die hangseits stehenden Holzstapel. Zur Zeit fressen sie als Zufutter gerne Rote-Bete-Schnitzel und besonders gerne beweiden sie das Gartenstück vom letzten Jahr hinterm Gewächshaus. Dabei laufen sie immer dicht zusammen, wie beste Freunde.
Im Gewächshaus warten einige Paletten mit Feldsalat-Jungpflanzen auf einen sonnigen wärmeren Tag zum Pflanzen. Der noch stehende Feld– und Posteleinsalat wird vielleicht in 2 Wochen erntereif sein. Auch der Asiasalat hat mit der letzten Sonntagssonne einen Wachstumsschub gemacht.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




06.02.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Winterstimmung verbreitete der Raureif am Sonntagvormittag. Jetzt ist doch nachts und morgens immer die Erde gefroren, auch wenn es tagsüber wieder taut.
Die Schafe haben bei frostigem Boden nichts mehr zu Fressen und werden dann auch mit Silage gefüttert. Sie durften hinterm Gewächshaus das abgeräumte Gemüsestück beweiden. Inzwischen haben sie einen komfortablen Unterstand bekommen. Dort bleibt bei Regen das Futter trocken und die Schafe nutzen es auch zum Ruhen.
Die Arbeit im Holz hat begonnen: bedrohliche Äste in der Nähe des Hofladens wurden geschnitten, ebenso am Lindenhaus und es wird weiter noch einiges in den Knicks heruntergeschnitten. Das Holz wird gespalten und aufgeschichtet zum Trocknen. Gute Stücke werden auch als Zaunpfähle für die Weidezäune verarbeitet. Im Putzraum, in dem das Gemüse zum Verkauf vorbereitet wird, wird im Winter mit dem gespaltenen und 1-2 Jahre abgelagerten Holz eingeheizt.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




30.01.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
frisches Gemüse wird jetzt rar. Unser Asia-Salat ist abgeerntet und wir wissen noch nicht, wann er wieder schnittbereit ist. Draußen steht noch Rosenkohl, der bei frostfreiem Wetter geerntet werden kann.
Aber noch gibt es eigenes Lagergemüse. Da ist es eine wunderbare Vorkehrung der Natur, dass im Kohl ein Provitamin C vorhanden ist, das erst beim Kochen zum Vitamin C aktiviert wird.
Unser Weißkohl hat in diesem Jahr allerdings vereinzelt braune/schwarze Stellen (abgestorbene Blätter) im Innern. Die Schädigung ist von außen nicht sichtbar. Die Gärtner haben herausgefunden, dass die Ursache dieser "Innenblattnekrose" vermutlich ein relativer Calciummangel ist, der in Jahren mit besonders wüchsigem Wetter vermehrt auftritt. Es handelt sich dabei um ein innerpflanzliches Transportproblem. Calcium wird mit dem Verdunstungsstrom befördert. Blätter, die aufgrund ihrer Anordnung nach außen viel verdunsten können, erhalten genügend Calcium, diejenigen im Kopfinnern, die  nur wenig Wasser abzugeben vermögen, sind benachteiligt. Bei ihnen kann dann die Mangelerscheinung auftreten.
Die betroffenen Stellen können herausgeschnitten und der restliche Kohlkopf kann normal verwendet werden. Aber bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie einen betroffenen Kohlkopf erhalten haben; wir liefern Ihnen dann selbstverständlich Ersatz.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




23.01.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die erste Einarbeitungswoche von Henning Jahn im Abo ist erfolgreich vorbeigegangen. Wenn Sie also im Abobüro anrufen, wird Sie in Zukunft auch Henning Jahn am Telefon beraten und Ihre Wünsche entgegennehmen.
Die ersten Sorten vom Lagergemüse gehen zu Ende, wie Steckrübe, Kohlrabi Superschmelz und die letzten Rotkohlköpfe. Der beliebte Schnittsalat-Mix mit Asia-Salat ist erst einmal abgeerntet. Bei mildem Winterwetter wächst er natürlich schneller nach. Das wachsende Licht ist zu spüren.
Über 90 Traktoren und 50.000 Demonstranten (darunter viele Landwirte, die diesmal nicht an ihrer Arbeitskleidung erkennbar waren) fuhren und gingen für die Agrarwende in Berlin auf die Straße. Interessante Themenvorträge und Aktionen (einschließlich einer Schnippel-Disco am Freitagabend für groß-gemeinschaftliches Kochen) wurden im Rahmenprogramm am Freitagabend und nach der Demonstration am Sonntag angeboten und waren ebenfalls gut besucht. Die Hauptforderungen der Aktion waren die Absage an TTIP, ein gesetzlicher Schutz der Land-und Lebensmittelwirtschaft vor Gentechnik und ein sofortiges Stopp beim Ausbau von Mega-Ställen: Bisher haben 250 Bürgerinitiativen den Ausbau von 100 Megaställen verhindert. Außerdem brauchen Bauern Schutz vor der Industrialisierung der Landwirtschaft, Regionalisierung der Landwirtschaft ist ein großes Thema. Für weitere Informationen und Bilder können Sie hier lesen und ansehen. Hier geht es zum beachtlichen Pressespiegel.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




16.01.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Sturm hat letzten Freitag bei uns den Strom ausfallen lassen, zum Glück brauchten wir nicht lange mit dem Notstromaggregat überbrücken. Ein Glück auch, dass es nicht an einem anderen Tag beim Packen der Abokisten passiert ist. Der viele Regen verhindert jetzt alle Arbeiten draußen, aber auch im Büro hat ein Bauer einiges zu tun, was dann vor allem im Winter erledigt wird.
In Berlin findet am Samstag, den 17. Januar in Berlin die 5. „Wir haben es satt!-Demonstration“ statt, für eine Agrarwende hin zu ökologischer Landwirtschaft und regionalen Strukturen und mit dem Motto: Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP! Initiator ist ein großer Kreis von Organisationen wie der BUND, Campact, demeter e. V., Bioland, Tierschutzbund, Save Our Seeds und vielen anderen. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr und endet mit einer Kundgebung. Vor allem dem Protest gegen TTIP und CETA wird hier ein großer Stellenwert eingeräumt und macht vielleicht mit möglich, dass diese Abkommen von der Zivilgesellschaft noch verhindert werden könnten.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft



09.01.2015

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir wünschen Ihnen einen gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr. Herzlichen Dank für Ihre guten Wünsche, die Sie an uns geschickt haben.
An Neujahr hat Nina gekalbt, eine schon erfahrene Kuh, und letzten Sonntag kam das erste Kälbchen von Ora zur Welt. Ora ist ein Musterbeispiel von Kuh: sie ist schon vor dem Kalben selbst in den Melkstand gegangen und lässt sich zur Freude aller ohne Eingewöhnungszeit gut melken.
Im Gewächshaus hat das milde Wetter dazu beigetragen, das wir diese Woche eine große Auswahl an Salat haben: verschiedene Sorten Asiasalat von mild bis kräftig, die nach dem Schneiden gemischt werden, Rucola, Postelein und Feldsalat. Unser Lagerwirsing wurde im letzten Jahr ausverkauft, heute gibt es den frostharten Wirsing mit dem seltsamen Namen MARNER GRÜFEWI frisch vom Feld.
Die Gärtner planen die nächste Gartensaison. Im Februar beginnt dann die Anzucht von Jungpflanzen. Da wir ein Kaltgewächshaus haben, das nur durch die Sonne gewärmt wird, wird auf den Pflanztischen ein Zelt mit einer Plane gebaut und die Luft darinnen geheizt.
Wie viele schon im Kundenbrief lesen konnten, ist die Familie Jahn kurz vor Neujahr auf dem Hof eingezogen: Ich freue mich, dass Henning Jahn ab nächster Woche mit ins Abo einsteigen wird, Anna Jahn arbeitet sich im Kuhstall ein und dazu hat sich unsere Kinderschar auch um 2 Kinder vergrößert.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




19.12.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
was machen die Bauern im Winter, wenn es regnet? Sie putzen z. B. Melkstand und Milchküche gründlich, räumen Holz– und Metallwerkstatt auf und machen Büroarbeit.
Die Gärtner haben 4 Fässer Sauerkraut abgefüllt, so dass im Kühlhaus wieder etwas mehr Platz ist. Dort muss das geerntete Lagergemüse verwaltet werden. Die Kürbisse stehen wärmer und müssen nach schlechten Stellen kontrolliert und aussortiert werden. Auf dem Feld stehen noch Grünkohl, Winterporree und Rosenkohl. Im Gewächshaus warten Feldsalat, Petersilie und Asiasalat auf die Wachstumszeit im neuen Jahr. Im neuen Jahr geht es auch los mit der Arbeit im Wald und am Knick, vorzugsweise bei Frost.
Im Winter haben die Bauern auch Zeit, sich mit den Grundlagen zu beschäftigen und so planen wir einen regelmäßigen Lesekreis, bis draußen die Frühlings-Arbeit losgeht.
Im Laufe des Jahres erhielten wir von Ihnen immer wieder für uns erfreuliche Rückmeldungen zu unserer Arbeit. Für die Gelegenheit, Einblick in diese Arbeit zu bekommen, gibt es auch im neuen Jahr neben dem Hoffest Gelegenheit, bei einigen Veranstaltungen unseren Hof näher kennenzulernen. Sie finden die Termine auf der Rückseite des Jahresbriefes. Mit unserem frisch eingetroffenen Jahresbrief wünsche ich Ihnen zusammen mit der Hofgemeinschaft eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!
Vielen Dank für die schon zahlreich eingetroffenen Weihnachtswünsche und
herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




12.12.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
letzte Woche kalbte eine Färse (junge Kuh) mit Namen Olivia. Sie befand sich noch im Jungviehstall anstatt in der Abkalbebox, weil niemand damit gerechnet hatte. Jetzt gehört sie in die große Herde, muss sich dort eingewöhnen und ihren Platz in der Rangordnung finden. Olivia ist sehr umgänglich und lässt sich leicht führen. Aber sie mag noch nicht gerne gemolken werden, so dass beim Melken jemand hinter ihr steht, ihr den Rücken krault und mit ihr spricht. Meist dauert es eine Woche und die jungen Kühe haben sich ans Melken gewöhnt.
Die Kühe sind inzwischen am Rücken geschoren, damit sich im dicken Pelz, den sie zuletzt draußen bekamen, kein Ungeziefer festsetzt. Diese Woche sind dann eins nach dem anderen die Jungtiere an der Reihe.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
Für die Hofgemeinschaft




05.12.2014

Kundenbrief




Liebe Kunden,
unsere schönen geraden Möhren wurden in diesem Jahr leider sehr zahlreich von der Möhrenfliege besucht, so dass die Menge, die verkaufsfähig war, jetzt schon verkauft ist. Wir konnten einen Teil noch zusammen mit Äpfeln zu einem leckeren Apfel-Möhrensaft mosten lassen. Jetzt verkaufen wir wieder die schönen samenfesten RODELIKA-Möhren der Familie Schoof, die unter dem Namen Nordseeküstengemüse viel Gemüse für die Region anbauen und Wert auf samenfeste Sorten legen.
Schön, dass es ein paar Tage Frost gab. So konnten z. B. von den dadurch befahrbaren Weiden die Tränken eingesammelt werden.
Mit guten Wünschen für die Adventszeit und
herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



28.11.2014

Kundenbrief




Liebe Kunden,
seit einer Woche ist Winterzeit bei den Kühen, sie sind von der Weide ganz in den Stall gezogen. Auch wenn das Gras wegen des milden Novembers noch nicht ganz abgefressen wurde, so war jetzt der Boden zu nass und das Beweiden hätte die Bodenkrume geschädigt. Solch eine Verdichtung des Bodens tötet das Leben darin ab und ist manchmal noch nach Jahren nachteilig zu bemerken.
Auf manchen Weiden stehen Selbsttränken, mit denen die Kühe beim Saufen das Wasser aus dem Bach pumpen. Sie wurden abgebaut, damit nicht gefrorenes Wasser sie schädigt. Ebenso wurden schon einige Zäune abgebaut.
Im Feldgarten wurden die Netze, die auf dem Rotkohl lagen, aufgewickelt und reingeholt. Leider wurde aller Kohl trotz Abedecken mit Netzen von der Kohlfliege besucht, was Sie vielleicht auch beim Aufschneiden innen bemerken können: manche haben schwarze Stellen. Bitte sagen Sie uns Bescheid, wir liefern Ihnen gerne Ersatz.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann





21.11.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt werden vom Wind die letzten Blätter heruntergeweht. Beim Gang über die Hofflächen sind die kahlen Novemberbäume zu sehen. Aber dann steht rechts ein Feld mit Gründüngung, die schon Anfang August gesät werden konnte: dort stehen saftiges Grün und blühende Wicken, Phacelia und Lupinen. Oder im Gemüsegarten blüht der stehengebliebene Broccoli hellgelb zusammen mit dem Franzosen(un-)kraut; außerdem scheint den Physalispflanzen ein bisschen Frost nichts auszumachen: sie reifen zwar langsamer, stehen aber sehr frisch da. So können wir immer noch eigenes Obst anbieten. Die Apfelernte ist abgeschlossen, sie war sehr reich in diesem Jahr und der Vorrat an Apfelsaft ist inzwischen eingelagert.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




15.11.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Sonntag fand unsere jährliche Vereinsversammlung statt. Der Verein ist in Gut Rothenhausen der Eigentümer von Grund und Boden sowie der Gebäude, dies verpachtet er an die wirtschaftende Betriebsgemeinschaft. Das wird inzwischen „gemeinnützige Landwirtschaft“ genannt. Im Verein ist als Vereinsziel u. a. auch festgelegt, dass der Hof biologisch-dynamisch bewirtschaftet werden soll.
Bei dieser Gelegenheit wird aus den einzelnen Arbeitsbereichen des vergangenen Jahres und von zukünftigen Vorhaben berichtet. Teil der Veranstaltung ist auch ein gemeinsamer Rundgang über Hof und Gelände. Als gemeinsame Aktion am Tag vorher wurden 2 Großkisten Möhren geerntet. Zur Stärkung gab es Kaffee und Kuchen am Feldrand. Leider hat sich beim Sortieren der Möhren herausgestellt, dass nur wenige davon verkaufsfähig sind und viele an die Kühe verfüttert werden.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




31.10.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt verbringen die Kühe die Nacht im Stall auf der trocken eingestreuten Liegefläche. Am Vormittag, wenn sie ihre erste Portion gefressen haben, kommen sie auf die Weide—es gibt noch einiges abzufressen.
Die Möhrenernte ist weiter im Gange und können jetzt auch in die Abokisten gepackt werden. Sie werden nicht gewaschen, sondern per Hand geputzt, da sie dann länger lagerfähig sind. Wenn alles abgeerntet ist, bleibt das Gemüsestück im Winter noch bestehen mit Rosenkohl und Porree. Sellerie, Kohlrabi Superschmelz und schwarzer Rettich werden als nächstes geerntet.
Es wird aufgeräumt: die Regenrohre für die Beregnung wurden auf dem Feld eingesammelt, in der Holzwerkstatt wird Ordnung geschaffen. Die fallenden Blätter müssen immer wieder zusammengeschoben, die Dachrinnen gesäubert werden. Jetzt werden die ersten Listen gemacht, was alles in der Winterzeit repariert werden kann.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




24.10.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Herbstgras ist nicht das liebste Futter der Kühe. Obwohl im Allgemeinen sehr gemütlich, gibt es gewitzte Tiere, die auch mal durch den Zaun auf den benachbarten Acker mit der Gründüngung oder eine andere Weide gehen. So mussten letzte Woche 2 Kühe im Scheinwerferlicht des Frontladers wieder eingesammelt und der Zaun etwas besser gesichert werden. Eine andere Kuh bummelte als Letzte unbemerkt und bog dann beim Kindergarten auf die Hofweide ab, die ihr gut schmeckte. Im Stall wird jetzt die erste Silage zugefüttert, so dass die Tiere nicht mehr allzu hungrig nach draußen auf die Weide kommen, und sie bleiben nachts im Stall.
Diese Woche beginnt die Möhrenernte. Für eine Woche besuchten uns zwei Auszubildende, Ninke und Daniel, von Landwege, die im Rahmen ihrer Ausbildung die Arbeit auf dem Hof kennenlernten und uns tatkräftig bei allen Arbeiten unterstützt haben. Vielen Dank!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




16.10.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich noch mehr Regen, davon fängt das schon vertrocknete Gras wieder zu wachsen an. Es gibt zum ersten Mal Feldsalat aus dem Glashaus und Postelein von draußen.
Trotzdem die Europäische Kommission den Start einer offiziellen europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA abgelehnt hat, ist sie selbstorganisiert von vielen Initiativen mit gutem Erfolg gestartet. Hoffnung macht dabei auch, dass ein Wechsel in der EU-Kommission zum 1. November stattfindet und der künftige EU-Präsident Juncker vielleicht auch nach dem Wahlkampf die Bedenken der Bürger ernst nimmt. Ziel ist, 1 Million Unterschriften zu sammeln.
Im aktuellen Schrot und Korn-Heft ist ein Interview mit dem Journalisten Geseko von Lüpke, der es sich zum Ziel macht, über die Menschen und Gruppen zu berichten, die mit alternativen Lebensentwürfen den Wandel und die Veränderung leben. Es ist weltweit eine beachtliche Zahl von Millionen Menschen im zweistelligen Bereich.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




10.10.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus wurden inzwischen die Gurken abgeerntet und nach Bearbeitung des Beetes der Feldsalat ausgesät. Die Tomatenernte ist vorbei. Kleine Mengen gibt es diese Woche noch im Hofladen.
Im Feldgarten wird viel geerntet und im Kühlhaus wird es bis zum Ernteende immer enger werden. Nach Blumenkohl und Spitzkohl geht es jetzt mit dem Lagergemüse wie Rote Bete, Weiß– und Rotkohl weiter. Sellerie und Möhren sind ganz zum Schluss an der Reihe.
Neu angeboten wird Catalogna, auch Vulkanspargel genannt, ein mineralstoffreiches altes Wintergemüse, das sowohl löwenzahnartige bittere Blätter und im Inneren jetzt (anders als im Sommer) kleine spargelartige Sprösslinge ausgebildet hat. Als weiteres Bittergemüse gibt es auch Zuckerhut.
Der Regen hatte letzte Woche 15 mm Niederschlag gebracht und damit dem frisch Gesäten einen guten Start gegeben. Nach Aussaat von Landsberger Gemenge und Gründüngung ist nun die Feldbestellung für dieses beendet.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




26.09.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach der Kartoffelernte ging es letzte Woche bei schönstem Wetter auf den Feldern an die Bodenbearbeitung: Grubbern, Pflügen und Säen. Im Feldgarten wurden alle Kürbisse geerntet und warm eingelagert, damit vor allem die Stiele gut trocknen können und sie dadurch länger halten. Weißkohl wurde geerntet und neues Sauerkraut abgetütet. Jetzt ist es morgens dunkel und die beste Zeit, um Zwiebeln und Schalotten zu putzen, die es ab sofort im Angebot gibt.
Die Aktion "Zukunft Säen" konnte bei schönem und warmem Wetter stattfinden und klang bei Suppe, Kuchen, Kaffee und Gesprächen vorm Hofladen aus.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




19.09.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kartoffelernte ist beendet. In diesem Jahr haben wir eine gute Ernte mit vielen großen, schönen Kartoffeln und wenigen kleinen eingebracht, weswegen es auch erst einmal keine kleinen Kartöffelchen mehr im Angebot geben wird.
Die EU-Kommission hat die Zulassung der europäischen Bürgerinitiative (230 Initiativen aus 21 Ländern) gegen TTIP und CETA abgelehnt: Die Verhandlungsmandate seien eine interne Vorbereitungsakte zwischen EU-Organen und keine Rechtsakte. So soll die Teilhabe und das Mitspracherecht an der Entwicklung dieser Abkommen, die Übergriffe der Wirtschaft auf unser bestehendes Rechtssystem, Umweltstandards etc. mit den Regierungen vereinbaren will, verhindert werden. Es wird jetzt erwogen, den Fall vom Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen. Weitere Informationen z. B. über das Münchner Umweltinsitut e.V.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




13.09.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das warme und trockene Wetter der letzten Woche ermöglichte, dass wir noch ein paar Ballen Heu für die Pferde einbringen konnten.
Am Samstag, 13. September findet um 10.30 Uhr (Treffpunkt vor dem Stall) ein Weidespaziergang zu den Jungtieren in Begleitung von Martin Dörschug statt. Alle Interessierten können einfach vorbeikommen und mitgehen. Gummistiefel sind von Vorteil, da auch ohne Regen das Gras vom Tau noch nicht abgetrocknet sein wird.
Der Weißkohl mit Namen RUNDER PLATTER wurde geschnitten und in 9 Fässern mit Salz geschichtet. Während 1 Woche bei Lagerung von 20 Grad entsteht dann unser leckeres Sauerkraut.
Der größte Teil der Kartoffelernte konnte letzte Woche bei idealem Wetter stattfinden. Gleich nach dem Mittagessen geht es immer weiter, wer irgend Zeit hat, hilft mit. Die Helfer stehen oben auf dem fahrenden Kartoffelroder und sortieren Steine, Erdklumpen und schlechte Kartoffeln aus. Manchmal muss auch eine Kröte gerettet werden. In diesem Jahr kommen die Kartoffeln schon schalenfest aus dem Boden, so dass es die großen 12,5kg-Säcke nach Ende der Ernte schon abgefüllt werden können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




05.09.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Abschiede der vier Lehrlinge vom letzten Ausbildungsjahr (Johann, Malte, Christina und zuletzt Michelle), liegen jetzt tränenreich hinter uns und die neuen Lehrlinge sind seit Dienstag komplett: Leonie im Ackerbau, Johannes und Mareile im Kuhstall. Wir freuen uns sehr, dass wieder so nette und interessierte junge Leute auf den Hof gekommen sind.
Chili LILA LUCY ist nicht nur lila: sie verändert sich von dunklem Lila über helles Lila, hellgelb und orange bis zum feurigen Rot. Die erdige Rote Bete kann durch die feurige Chili ausgeglichen werden, z. B. in einer cremigen Suppe.
Die Kartoffelernte ist im Gange. Die ersten Bundmöhren sind der Auftakt für die nahende Möhrenernte. In diesem Jahr sind die krummen und mehrbeinigen Möhren eher selten, worüber wir uns sehr freuen. Der Boden wurde durch die Aussaat von Ölrettich vorbereitet: So konnten die Nematoden sich an den Wurzeln des Ölrettichs sättigen statt die Möhrenwurzeln anzuknabbern, was dann die verschiedenen Formen verursacht.
Der Weißkohl Holsteiner Platter wurde schon geerntet, geputzt und am Donnerstag in 9 Fässern für Sauerkraut geschichtet.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




29.08.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kürbiszeit beginnt dieses Jahr ebenfalls früher, Hokkaido ist diese Woche gleich im Sortimentskorb. Die anderen Sorten sind noch nicht reif. Beim eigenen Salat gibt es eine Lücke, auch beim Großhandel ist er etwas knapp und wächst nicht mehr zu riesigen Köpfen, was am regnerischen Wetter, abnehmenden Licht, weniger Wärme und den Schnecken liegt. Auch die Tomatenernte wird geringer, Gurken gibt es nur noch einige für den Laden und wir kaufen aus Spanien zu.
Eine junge Starke (so werden die jungen Kühe genannt, die noch nicht gekalbt haben) lahmte letzte Woche. Sie wurde aus der Jungtierherde heraus in den Stall geholt und ihr dickes Gelenk behandelt. Ganz unerwartet hat sie am nächsten Abend ihr Kälbchen geboren—und nun ist auch ihr dickes Gelenk verschwunden, das sie jedenfalls sicher in den Stall gebracht hat.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




22.08.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Am nächsten Samstag, 23. August bieten unsere Gärtner Jenni Ponsens und Ralph Seckler um 10.30 Uhr eine Führung durch das angebaute Gemüse an, erzählen und beantworten Ihre Fragen. Über Interessierte freuen wir uns sehr. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden.
Am 13. September gibt es zur selben Zeit eine weitere Themenführung: ein Spaziergang zur Weide, auf der sich die Jungrinder befinden. Und schließlich findet am 20. September um 11 Uhr die Aktion „Zukunft säen“ statt.
Letzte Woche wurde am Nachmittag ein Bullenkälbchen auf der Weide geboren. Es wurde im Wägelchen zur Kälberbox im Stall gebracht. Die Mutterkuh war verwirrt und lief immer wieder zurück auf die Weide zu der Stelle, wo ihr Kalb geboren wurde. Als dann das Kalb im Wagen blökte, fand die Mutter hatte ihre Orientierung wieder.
Am Mittwoch und Donnerstag wurde der 3. Schnitt von Kleegras und Dorfweide erfolgreich eingebracht und damit weitere 50 Ballen Winterfutter.
In der Käserei wird jetzt viel Bergkäse hergestellt, der nur mit der Milch der Weidefütterung gelingt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




15.08.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Gemüseacker ist gut bestellt und gesäumt von Blühstreifen für Bienen und Insekten, Sonnenblumen für Vogelfutter, die im Winter stehen bleiben. Gleich vor dem Eingang ist ein breiter Streifen mit Buchweizen, Senf und Malve.
Letzte Woche wurden mit vielen Besucherhelfern die ersten großen Knollen der roten Bete geerntet. Es ist die geringelte Sorte mit dem schönen Namen "Tondo di Chioggia": sie hat eine hellrote Schale und ist innen rot-weiß geringelt. Da sie nicht so erdig schmeckt, sondern süß und würzig und an unserem Abendbrottisch den Kindertest bestanden hat (roh oder kurz gekocht und in dünne Scheiben geschnitten), bekommen auch alle, die rote Bete als Abneigung haben, diese Sorte zum Probieren im Sortiment.
Wir freuen uns über den Regen, waren aber auch froh über die Sonnenpause, in der der dritte Schnitt vom Kleegras einbracht werden konnte.
Letzte Woche wurden die jungen Rinder einen langen Weg auf eine neue Weide gebracht. Dazu kamen sie als Zwischenstation in den Stall. Auf der Dorfweide mussten erst die Zäune neu gezogen werden und dann wurden die Tiere mit Begleitschutz über die Straße auf das neue Stück getrieben.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.08.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die letzte Getreideernte von Hafer und Gerste fand am Freitag statt. Das Haferstroh wurde am Samstag gepresst und eingelagert. Da unser Frontlader nicht ganz mit uns einig war, auch trotz eilig herbeigeholtem Reparaturteil, half uns die letzten 2 Stunden ein Nachbar aus dem Dorf mit seinem Frontlader aus. Das Gerstenstroh ist in diesem Jahr wegen später Aussaat sehr kurz geblieben und muss in Ballen jetzt noch auf dem Haferfeld abtrocknen.
Eine kleiner Artikel in Schrot und Korn erzählt von zwei Landkreisen (Jackson und Josephine County) in Oregon, die per Referendum ein Gen-Anbauverbot durchsetzen konnten. Dies wurde von Farmern initiiert, die um die Reinheit ihres Saatgutes besorgt sind. Originalartikel befinden sich auf oregonlive.com
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




01.08.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die ersten Kartoffeln Sorte SOLIST (festkochend) werden nach Nachfrage geerntet. Sie werden aus der Kiste (und nicht vom Band) sortiert und zum weiteren Abtrocknen in der offenen Tüte geliefert.
Die Getreideernte von Roggen, Dinkel und Weizen war unter besten Sommerbedingungen ertragreich. In diesem Jahr ist es besonders erfreulich, dass wir wieder genug eigenes Stroh für den Winter haben und nichts dazukaufen müssen. Durch das ideale, nicht so heiße und auch genügend feuchte Frühjahr konnten die Halme genug wachsen und wir die ausreichende Menge an Stroh einlagern.
Im Gewächshaus ist jetzt Hochsaison mit Gurken, Auberginen und Tomaten. Beim Salat ist diese Woche eine Lücke, die wir mit Zukauf ausgleichen.
Unser Bergkäse ist ausverkauft. Neuer Bergkäse wird seit Frühsommer gemacht und braucht eine Lagerung von mindestens einem Jahr, so dass es erst im Mai wieder eigenen Bergkäse geben wird.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




04.07.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich gab es reichlich Regen. Wir konnten die ersten Gurken, Stangenbohnen und Zucchini ernten, außerdem gibt es wieder Broccoli und Kohlrabi. Und die Tomaten röten sich.
Mit Sorge kann auf die intransparenten Verhandlungen zum TTIP geschaut werden, derweil in der Politik für das transatlantische Wirtschaftsbündnis geworben wird. Die Süddeutsche will jetzt nach einer Leserbefragung zu Wunschthemen darüber informieren. Auch bei uns auf der Homepage werden immer wieder einmal Infos reingestellt, zu erreichen unter Landwirtschaft aktuell. Dort gibt es auch weiterführende Links in den entsprechenden Artikeln.
Derweil haben sich seit Jahren aber auch lokale Gegenbewegungen entwickelt, die an die Graswurzelbewegung der 1970er anschließen und von England neu ausgegangen sind: So „Incredible edible Todmorden“, das dann in Andernach am Mittelrhein zur „Essbaren Stadt“ wurde: auf öffentlichen Flächen wird nicht mehr der Rasen gepflegt, sondern werden Gemüse, Obst und Kräuter angebaut, das umsonst von den Bürgern geerntet werden darf. (Siehe Essbare Stadt Andernach (3.97 MB)
Von Totnes aus initiierte Rob Hopkins die Bewegung Transition Town: Engagierte Bürger initiieren lokale Projekte in Bereichen wie Energiegewinnung, Landwirtschaft, Soziales u.a. Diese Bewegungen haben auch eine große soziale Wirkung, da sie viele unterschiedliche Menschen zusammenbringt, die ihre individuellen Fähigkeiten für das Gemeinsame zur Verfügung stellen.
Einige Links:
Das Original in England
Netzwerk weltweit
Netzwerk Deutschland/Österreich/Schweiz

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




27.06.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir zählen die Regentropfen, wir haben noch nicht genug davon. Andererseits ist es zum Glück nicht so heiß, dass die Trockenheit extrem wird. Dank der Beregnung wächst es im Gemüsegarten und Gewächshaus gut. Die Rübchen können aber gerne noch größer werden und die große Ernte wurde auf nächste Woche verschoben.
Der Sonntagspaziergang des jungen Rindes zog noch einige Zaunreparaturen nach sich, die inzwischen behoben sind. Auf den von den Kühen abgegrasten Flächen wird gemulcht: der Mäher fährt darüber und mäht die stehengebliebenen Brennesseln, Disteln und nicht gut abgefressenen Grasstellen.
Am Samstag (28.6.) findet bei uns eine Führung durch den Ackerbau statt. Sie beginnt um 10.30 Uhr vor dem Hofladen. Alle Interessierten, die mehr von unserer Arbeit erfahren möchten, sind herzlich zu diesem Rundgang eingeladen, der zu den Getreidefeldern und Kartoffelflächen führt. Philipp Hennig wird dazu einiges erzählen. Anschließend ist bei einer Tasse Kaffee noch Gespräch möglich.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft






20.06.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auf den langen Beete im Feldgarten ist viel Unkraut zu hacken, sowohl per Hand als auch mit der Maschine.
Von den letzten Gewittern haben wir nicht genug Regen abbekommen. Für die Kartoffeln wird es zu trocken, so dass sie auch beregnet werden müssen. Das ist etwas aufwändiger, da der Wasserschacht weiter entfernt ist und die Zuleitungen dann länger sein müssen als für den Gemüsegarten.
Ein junges Rind hat am Wochenende einen kleinen Sonntagsausflug gemacht: Es fand einen Weg aus der eingezäunten Hangweide und stand noch am Rand vom Weizenfeld, um sich zu orientieren, dort wurde es rechtzeitig entdeckt und konnte schnell zurück zur Herde getrieben werden.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



13.06.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Montag nachmittag war es soweit, dass der Zaun auf der Weide an der Grinau fertig gebaut und ausgebessert war. Die kleinen Jungtiere wurden in zwei Gruppen in den Hänger verladen und zur Weide gefahren.
Das warme Wetter hat das Gemüse ordentlich zum Wachsen gebracht. Die Tomaten im Gewächshaus klettern immer höher, sie werden um ein senkrecht locker gespanntes Seil hochgewunden und 2 x in der Woche ausgegeizt, d. h. die Seitentriebe werden entfernt. Die Paprika haben ein waagerecht gespanntes grobmaschiges Netz gespannt bekommen, das sie leicht stützt.
Aus dem Garten gibt es neu Spitzkohl und Fenchel, außerdem können wir jetzt laufend Radieschen und Eiszapfen (eine weiße, längliche Radieschenart), eine kleine Menge Zuckererbsen, Petersilie, Salat und Schnittsalat-Mischung ernten. In der Mischung sind auch die schmalen Blätter vom Hirschhornwegerich, auch Mönchsbart genannt, enthalten. Er ist eine Staude mit schmalen gezackten Blättern, die immer wieder geschnitten werden kann und mit seinem zart-bitteren und salzig-säuerlichem Geschmack eine Würze im Schnittsalat ist. Man kann ihn auch als Gemüse zubereiten.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




06.06.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Futterernte mit dem 1. Schnitt ist erfolgreich beendet. Auf den beiden Weiden wurde am Rand Gras zum Abweiden für die Jungtiere stehengelassen. Jetzt werden dort die Zäune kontrolliert und gezogen, dann können die letzten Rinder nach draußen und der Stall ist leer. Nur noch die neugeborenen Kälbchen sind dann in der Box, bis sie groß genug für die Kälberhütte sind.
Gleichzeitig konnten wir von einem benachbarten Demeterbauern in Bliestorf 2 ha Kleegras mähen. Die gewickelten Ballen wurden in 3 Fahrten mit dem Hänger zu uns gefahren und hier in Folie gewickelt.
Im Garten werden die jungen Rote-Bete-Pflanzen vereinzelt und es gibt jede Menge Unkraut zu hacken. Jeder Rasenschnitt wird ins Gewächshaus gebracht, um die Tomatenpflanzen zu mulchen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




30.05.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Regen nach dem Grasschnitt war sehr gut, so kann das Kleegras gleich wieder loswachsen. Insgesamt können wir jetzt rund 240 Ballen Futter für den Winter lagern. Das Gras vom 1. Schnitt fressen die Kühen immer besonders gern.
Die Gärtner sind jeden Tag am Pflanzen: hinter dem Gewächshaus sind die Kürbisse in die Erde gekommen. Gegen Unkraut werden sie rundherum mit Vliesen abgedeckt, außerdem bleiben die Kürbisse dann sauberer. Auf dem Feld sind Rosenkohl, Porree, Kohlrabi, Mais dazugekommen, die Gärtner haben jetzt jeden Tag etwas zum Pflanzen oder Säen. Salat, Radieschen und Eiszapfen gibt es jetzt schon laufend zu ernten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




23.05.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in der Regenlücke letzte Woche wurde ein erster Teil des Futtergrases geschnitten. Durch das kleine Zeitfenster bis zum nächsten Regen konnten nicht alle Flächen gemäht werden. Am Dienstag ging es mit Mähen weiter: am Donnerstag wurden die fertigen Ballen gewickelt und zum Lagern aufgestellt, alles rechtzeitig vor dem Gewitter. Zwei Weiden können noch nicht befahren werden, weil sie zu nass sind. Deshalb müssen sich die kleinsten Jungtiere noch etwas gedulden. Die kleineren Bullen und ein Öchslein grasen inzwischen auf der Bullenweide in Hofnähe.
Inzwischen wurde zwischen die Sommergerste Kleegras gesät. Die Gerste wird das aufkommende Kleegras erst einmal beschatten, wodurch es niedrig bleibt. Wenn die Gerste dann geerntet ist, wächst das Kleegras zwischen den Stoppeln hoch und ist noch einmal wertvolles Futter für die Kühe. Außerdem regt es durch seine Wurzeln und Knöllchen das Bodenleben an.
Die Gärtner sind vor allem am Pflanzen von Kürbis und Rosenkohl. Jetzt wird der erste eigene Salat geerntet und weiter Radieschen und Eiszapfen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





17.05.2014

Freihandelsabkommen TTIP


Die Verhandlungen über das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, kurz TTIP) zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung sollen die weltgrößte Freihandelszone schaffen.
Das Umweltinstitut München schreibt: "Diese Woche verhandeln in Brüssel die Delegationen der EU und der USA das vierte Mal offiziell über das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Dank der Veröffentlichung eines geheimen Dokuments durch Abgeordnete des Europäischen Parlaments sind inzwischen die Verhandlungsleitlinien der europäischen Delegation bekannt. Durch extrem komplizierte und schwammige Formulierungen wird das Vorsorgeprinzip ausgehebelt. So droht eine noch ndustriefreundlichere Politik bei den ohnehin zu laschen Zulassungsverfahren für Chemikalien und Gentechnik in Europa.
Zugleich soll das TTIP durch die Schaffung neuer Gremien zu einem sich ständig selbst verändernden Regelwerk werden. Diese Gremien wären natürlich weit von der Öffentlichkeit und Wahlen entfernt und damit ein Paradies für multinationale Konzern-Lobbygruppen. ..."
Beim TTIP besteht das erste Mal seit langem die Chance, dass zivilgesellschaftlicher Druck auf beiden Seiten das Freihandelsabkommen zu Fall bringt.
Hier ist der Flyer des Umweltinstituts Konzerne auf Kaperfahrt



16.05.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der reichliche Regen sorgte gut für Feuchtigkeit und Wachstum, sowohl beim Unkraut auf den Gemüsebeeten als auch bei den ersten Freiland-Radieschen, so dass wir davon auch nächste Woche reichlich haben werden.
Aus der Gärtnerei gibt es noch einige Jungpflanzen: verschiedene Sorten Tomaten, die z. T. auch draußen kultiviert werden können, Hokkaido-Kürbis, Freiland-Aubergine, Freiland-Paprika, Physalis Tomatillo, Salatgurke sowie eine kleine Menge Pflanzkartoffeln.
Jetzt wünschen wir uns eine Trockenperiode, damit das Futtergras geschnitten und eingebracht werden kann. Die Maschinen werden derweil nachgesehen und fürs Mähen und Wenden vorbereitet. Nach dem ersten Schnitt auf einer weiter entfernt liegenden Weide können dort die jüngsten Jungtiere den Sommer draußen verbringen. Demnächst ziehen die Bullen auf eine auf Weide in der Nähe des Hofes um und so leert sich der Stall nach und nach.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



09.05.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
mit dieser Woche ist die letztjährige Ernte des eigenen Weißkohls verbraucht. Wir haben noch Rote Bete und Sellerie im Lager. Die Tomatenzeit ist in Spanien in vollem Gange, während unsere jetzt im Gewächshaus gepflanzt werden. Auf den freien Flächen warten auch schon Gurken, Paprika, Physalis aufs Auspflanzen.
Bei strahlendem Sonnenschein punktgenau am 3. Mai kamen viele Besucher zum Hoffest und sorgten für gute Stimmung, am Abend wurde dank der beiden Musikgruppen viel getanzt. Zwei geduldige Kühe haben es möglich gemacht, dass in diesem Jahr viele ebenfalls geduldige Kinder das Melken probieren konnten. Dank der begleitenden Eltern standen alle in einer schönen Reihe an, so dass wir ohne Sorge waren, dass die wartenden Kinder zu dicht hinter den Kühen stehen. Sie könnten ja auch ausschlagen. Wir haben uns gefreut, dass wieder viele Menschen zu Besuch auf dem Hof waren.
Die Gärtner bieten Jungpflanzen an, die wir im Laden und über das Abo verkaufen. Im Online-Shop finden Sie sie unter der Rubrik Gemüse.
Es gibt jetzt gleich 2 Veranstaltungen zum von den europäischen Regierungen mit den USA geplanten Freihandelsabkommen: am 14. Mai in Reinfeld eine Diskussionsveranstaltung mit Friedrich Ostendorff (375 KB) (Mitglied des Deutschen Bundestages und Landwirt) und eine Veranstaltung Komplott der Konzerne gegen die Demokratie mit Henning Hintze (166 KB) , Journalist (Attac München) am 15. Mai in Lübeck.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



02.05.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das erste Weidekälbchen ist vor einer Woche draußen zur Welt gekommen. Die Kühe und großen Jungtiere sind jetzt ganztägig auf der Weide und werden nicht mehr im Stall gefüttert. Während der Futterumstellung kann nur wenig Käse gemacht werden, dafür kann nach der Futterumstellung Bergkäse hergestellt werden, was mit dem Winterfutter nicht möglich ist.
Die Gärtner haben für ihr Gartenstück ein stabiles Tor gebaut bekommen. Draußen wurden wieder Salat und Kohlrabi gepflanzt, ebenso Sauerkrautkohl sowie Folgesaaten von Radieschen. Ab nächste Woche gibt es eigene Kohlrabi aus dem Gewächshaus. Dort wird schon alles fürs Tomatenpflanzen vorbereitet, das nach dem Hoffest losgeht.
Nachdem die Frühkartoffeln schon einige Zeit in der Erde sind, wurden am letzten Wochenende die anderen Kartoffeln gepflanzt, darunter zwei neue mehlige und eine rote Sorte.
Seit einer Woche leben und arbeiten 3 Schülerpraktikanten bei uns und lernen in 3 Wochen möglichst viele Arbeitsbereiche des Hofes kennen.
Ansonsten steht alles im Zeichen des nahenden Hoffestes am Samstag 3. Mai, das um 14 Uhr beginnt. Figurentheater, Hofrallye und Melken für Kinder, Treckerrundfahrten zu den Feldern, Kuhbingo, Tanz auf dem Seil, Jungpflanzenmarkt und vieles andere mehr. Herzhaftes und Süßes stillen Hunger und Durst. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, auch beim Abendprogramm ab 19 Uhr mit Live-Musik, Maibowle und Feuerkörben!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




25.04.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
für uns war gestern schönes Wetter mit Gewitter und vor allem: reichlich Regen. Die Gärtner hatten schon überlegt, die Beregnungsrohre aufzubauen, da die Erde zu trocken wurde—das ist nun nicht nötig. Auch für die Futterernte ist die Feuchtigkeit gut: das Gras wächst dadurch noch einmal ordentlich und der erste Schnitt ist immer der wertvollste und schmackhafteste.
Der nächste Feiertag ist der 1. Mai, an dem wir auch ausliefern. An diesem Tag wird unser neuer Fahrer Benjamin Henkel eingearbeitet, der künftig die Donnerstag– und Freitagstouren ausliefert.
Der Demeter-Hof Darzau hat für seine biologisch-dynamische Getreidezüchtung den Förderpreis Ökologischer Landbau bekommen. Der Hof liegt im nördlichen Wendland und wirtschaftet seit 25 Jahren nach Demeter-Richtlinien. Als Karl-Josef Müller damit begann, war es noch undenkbar, dass das Bundessortenamt biologisch-dynamische Züchtungen für den Handel zulassen würde. Schenkungen und Projektförderungen von engagierten Menschen und die zielgerichtete Ausdauer des Züchters machen diese Arbeit möglich. (www.darzau.de) Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für diese Arbeit!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




19.04.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kühe sind jetzt bis zur Abendmelkzeit draußen.
Durch das trockene Wetter und die Sonne konnte am Palmsonntag endlich (vor den nächsten Regenschauern am Montag) der Acker bearbeitet und Hafer und Gerste gesät werden.
Am Gewächshaus werden nach und nach alle Scheiben geputzt, nicht nur wegen Ostern, auch um möglichst viel Licht zu den Pflanzen zu lassen. Salate und Kohlrabis wachsen zusehends. Jetzt werden laufend neue Aussaaten gemacht, damit Kohlrabi, Salat usw. später möglichst fortlaufend geerntet werden können.
In dieser Woche gibt es das letzte Mal eigene Möhren. Noch gibt es Demeter-Möhren aus Deutschland, die wir dann über den Großhandel beziehen werden. Dafür gibt es schon die ersten eigenen Radieschen in der Kiste.
Die Vorbereitungen für das Hoffest am 3. Mai (ab 14 Uhr) gehen in die letzte Phase. Neu für alle Besucher ist diesmal die Möglichkeit, bei Anfahrt mit dem Fahrrad ein Freigetränk zu erwerben. Der Parkplatz für das Auto auf der Weide kostet 1 € Nutzungsgebühr. Wir hoffen, dass das der Boden so trocken bleibt, dass ihm durch das Parken möglichst wenig Schäden zugefügt werden. Deshalb würden wir uns über viele Radler freuen.
Ein frohes Osterfest und herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.04.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei stürmischem Wetter und Regenschauern galoppierten unsere Kühe am Dienstag gegen 10 Uhr das erste Mal auf die Weide - das Erlebnis für alle Hofleute, Kindergartenkinder und anwesende Kunden. Der Weg zur Weide ist mit Litzen gezäunt, an Wegkreuzungen und in Kurven verteilen sich die Stallleute, um den Kühen den Weg zu weisen, falls sie die Litze nicht sehen. Auf der Weide müssen die Tiere erst einmal alles ablaufen und -springen, bevor sie zur Ruhe kommen und Gras rupfen. Damit sie sich nicht die Mägen verderben, werden sie über ca. 14 Tage langsam ans frische Futter gewöhnt und werden die ersten Tage schon Mittags wieder in den Stall zurückgetrieben. Sie bleiben immer etwas länger draußen, bis sie dann auch die Nacht auf der Weide verbringen und nur noch zum Melken in den Stall kommen.
Wenn unsere Käserin wie diese Woche zur Fortbildung weg ist, gibt es zugekauften Ersatz für eigenen Joghurt und Quark und leider keinen Frischkäse.
Die Gärtner haben inzwischen den Zaun um das neue Gartenstück aufgebaut. Mit Hilfe von allen, die Zeit hatten auf dem Hof, wurden 7 lange Beete Zwiebeln und 1 Beet Schalotten gesteckt. Außerdem sind die ersten Sätze Kohrabi und Salat gepflanzt sowie Radieschen und Spinat gesät. Im Gewächshaus wachsen die Jungpflanzen heran, die am Hoffest von den Gärtnern auf dem Jungpflanzenmarkt vor dem Gewächshaus verkauft werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Gut Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



04.04.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Gras wächst, die Frühlingsblumen blühen, die Vögel kann man beim Zupfen von Halmen und Moos für ihre Nester beobachten und am Teich leuchtet die neue Brücke aus geschältem Astholz weiß in der Sonne.
Kohlrabis und Salate im Gewächshaus wachsen gut. Die Radieschen sind noch klein und mit Vlies bedeckt, damit sie es wärmer haben und gut wachsen. Die Aussaatschalen auf dem Anzuchttischen haben sich vermehrt. Die Gärtner haben inzwischen den alten Zaun abgebaut und die Pfosten für den neuen Zaun gesetzt und den Drahtzaun drumherum gespannt. Die ersten Salate und Kohlrabis wurden draußen gepflanzt und gegen Nachtkälte mit Vlies bedeckt. Außerdem wurden Schalotten und Zwiebeln gesteckt.
In der Weltpolitik bleibt es weiter spannend, ob es gelingen wird, das hinter verschlossenen Türen zwischen Amerika und Europa verhandelte Freihandelsabkommen (TTIP) zu Fall zu bringen. In dem Abkommen soll vor allem der Wille der großen Konzerne umgesetzt, bestehender Verbraucherschutz in den einzelnen Ländern ausgehebelt werden. Gentechnik, Hormone und Chemie in Lebensmitteln kämen ungehindert von USA nach Europa. Siehe auch unter unserer Rubrik Aktuelles aus der Landwirtschaft
Unser Hoffest findet am Samstag, 3. Mai statt.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




28.03.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
da wir noch einige Zeit warten müssen, bis es wieder viel frisches Gemüse gibt, freuen wir uns, dass wir neben unserem Lagergemüse vom letzten Jahr unser frisches Sauerkraut anbieten können. Die Gärtner haben letzten Freitag wieder drei Fässer geleert und abgetütet.
Jetzt ist die Holzsaison vorbei, bis Mitte März konnte noch Holz geschlagen und der Knick zurückgeschnitten werden. So wurden bei uns am Teich Bäume, die ins Wasser ragten, zurückgenommen, die Uferbewachsung ausgelichtet, damit die Herbstblätter weniger den Teich verunreinigen und das Wasser mehr Licht bekommt. Zum Teich führen Entwässerungsgräben von Äckern und Weiden. So wird gerade für die Überquerung eines Grabens am Teich eine Brücke aus Astholz gebaut.
Die Weideflächen wurde letzte Woche zu Ende gestriegelt, außerdem wurde dünn Mist-Kompost verteilt. In diesem Jahr konnte alles gut fertig gebracht werden, bevor der Regen kam und das Gras jetzt loswächst.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



22.03.2014

Kundenbrief




Liebe Kunden,
das neue Gemüsestück wurde gegrubbert. Es wandert in der Fruchtfolge jedes Jahr an einen anderen Platz und wird im Herbst mit spezieller Gründüngung vorbereitet. Als nächstes muss der Zaun vom alten Stück abgebaut und um das neue Gartenstück aufgebaut werden, um es einigermaßen sicher vor Wildfraß zu schützen. Manchmal lebt trotzdem ein Hase dort, der nicht allzu viel Schaden anrichtet.
Mit überwältigender Mehrheit von 650 zu 15 Stimmen hat das Plenum des Europa-Parlaments am Dienstag, 11.3. die umstrittene Saatgutverordnung zurückgewiesen, die die Weitergabe von bäuerlichen Saaten erschwert hätte. Gärtner, Saatguterhalter und Umweltschutzorganisationen in ganz Europa haben sich gegen diese Verordnung eingesetzt und freuen sich über das Ergebnis. Nach den Europawahlen im Maiwird die Saatgutindustrie voraussichtlich einen erneuten Versuch starten – es ist also weiterhin Wachsamkeit und Engagement gefragt. Ebenso könnte durch Teilnahme an der Wahl eine positive Entwicklung angestoßen werden.
Zum Thema gab es auf ARTE am Freitag, 14. März um 22 Uhr die Dokumentation "Die Saatgut-Retter", in der gezeigt wurde, was auf dem Spiel steht, wenn die Vielfalt an Kulturpflanzen weiter abnimmt. Der Film steht unter Arte.tv als Video zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



13.03.2014

Kundenbrief




Liebe Kunden,
außergewöhnlich früh kann in diesem Jahr durch den milden und relativ trockenen Winter mit der Frühjahrsarbeit begonnen werden. Als erstes wurden die Feldstücke für Hafer– und Gerstenaussaat vorbereitet: Der Mist, der in einer Kompostmiete mit Kompostpräparaten geimpft geruht hatte, wurde verteilt und anschließend mit der Scheibenegge der Boden gelockert.
Auf den Weiden und Kleegrasflächen wurde schon letzte Woche das tote heruntergewehte Holz eingesammelt, diese Woche wurden die Flächen geschleppt, wodurch der Boden belüftet und die alten Blätter zusammengekehrt werden. Anschließend wurde das gerührte Hornmistpräparat über den Grasflächen fein versprüht, was das Bodenleben anregt.
Während draußen alles zu sprießen beginnt, bekommt man auch Appetit auf grünes frisches Gemüse. Zum Glück gibt es davon aus unserem Gewächshaus: Rucola, Asia- Feld- und Posteleinsalat, die auch die Frostgrade des Winters überstehen und bei Wärme loswachsen. Ebenso lassen die Keimblätter der Radieschen hoffen, sowie die gerade gepflanzten Kohlrabis. Auf den Pflanztischen warten die ersten Salate fürs Gewächshaus. Bevor draußen gesät und gepflanzt werden kann, muss noch das Gemüsestück bearbeitet und der Boden deutlich wärmer sein.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




28.02.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in diesem Jahr konnten wir viel Rosenkohl ernten, aber der letzte Frost hat viele Röschen beschädigt, so dass die Gärtner ziemlich fleißig putzen mussten. Im Gewächshaus wurde ein kleiner Folientunnel auf dem Anzuchttisch aufgebaut. Gewärmt wenn nötig von einem kleinen Heizpuster wachsen dort jetzt Paprika, Physalis und Chili als erste Kulturen heran. Im Gewächshaus selber wurden Radieschen und Spinat ausgesät.
Das Wetter weckt bei Ackerbauern und Gärtnern schon die Lust an der Bodenbearbeitung, aber es ist noch zu früh, der Boden ist erst in den obersten 5 cm abgetrocknet. Wird er zu früh befahren, ist er so verdichtet, dass in den Radspuren nichts mehr wächst. Die Schädigungen sind oft auch noch Jahre später zu bemerken. Also heißt es Geduld und erst einmal die Maschinen vorbereiten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




20.02.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
diese Woche gehen unsere letzten Kürbisse FUTSU BLACK in die Kisten. Sie reichten nicht für alle Kisten, so dass wir noch Hokkaido vom Hof Rotdorn und aus den Niederlanden aufgefüllt haben.
Auch am vorigen Wochenende war trotz Wärme noch stellenweise Eis auf dem Teich, aber 2 Schwäne sind wieder da, seit es wärmer geworden ist und abends war Entengeschnatter zu hören.
Heute am Donnerstag sind 8 neue Ferkel in den Schweinestall eingezogen, sie haben es nicht weit von Trenthorst zu uns. Ein Lehrling hat im Schweinestall eine neue Außentür mit Klappe gebaut, so dass die Schweine und Ferkel immer Zugang zum Auslauf haben, aber die Boxen vor Kälte und Zugluft mehr geschützt sind. Außerdem haben sie diesmal jedes einen Namen bekommen.
Ferkel im Hänger2014 Ferkel im Auslauf 2014 Schweinebegrüßung2014
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



14.02.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Sorgenkälbchen säuft und entwickelt sich gut. - Am Freitagmorgen hat unser Kuhbauer bei der kurz vorm Kalben stehenden Grande getastet, dass ihr Kälbchen falsch liegt und es gelang ihm mit Hilfe der Lehrlinge, es zu drehen und Geburtshilfe zu leisten. Nach solcher Anstrengung braucht nicht nur die Kuh ein Extrafutter …
Letzte Woche versuchten die Gärtner am Donnerstag, Porree zu ernten. Dazu wird der Unterschneider am Geräteträger angebracht. Dieses Gerät schneidet den Porree ca. 5 cm tief in der Erde. Aber der Boden war noch fest gefroren, so dass erst der 2. Versuch am Freitag bei 11 Grad und nach warmem Regen erfolgreich war. Inzwischen ist auch das Wasser wieder angestellt, Gemüse und Futterkartoffeln für die Kühe können wieder in der Gemüsewaschmaschine gewaschen werden.
Wir haben jetzt angefangen, nach den neuen SEPA-Regeln abzubuchen. Alle bestehenden Lastschriften werden in das SEPA-Lastschriftmandat umgewandelt.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




07.02.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Gemüse-Waschmaschine war noch eingefroren: Alle Wasserleitungen waren wegen des Frostes abgestellt, so dass Sie die Pastinaken diese Woche nicht gewaschen, sondern gebürstet bekommen. Auch das Kartoffelsortieren in der Gemüsehalle darf bei Frost nicht zu lange dauern, da auch in der Halle durchgehend Minusgrade waren. Bekommen die Kartoffeln Frost, setzt die Umwandlung der Stärke ein und die Kartoffeln schmecken süß. Aber jetzt wird es wieder wärmer und das Wintergemüse kann - wenn der Boden aufgetaut ist - wieder draußen und im Gewächshaus geerntet werden.
Wenn eine Kuh kalbt, muss sich der Kuhbauer manchmal auch den Wecker nachts stellen, weil alle paar Stunden jemand nach der Kuh schauen muss: Ist alles gut gegangen, braucht sie Hilfe bei der Geburt? Am Wochenende kam so nachts ein Sorgenkälbchen zur Welt, das zwar aufgestanden war, aber nicht bei seiner Mutter trank, d. h. der Saugreflex funktionierte nicht. Am Sonntag hat ihm der Tierarzt mit einem Schlauch Biestmilch (so heißt die erste Muttermilch) eingeflößt. Und glücklicherweise trinkt es jetzt selber.
Das Schmutzschleusendach ist fertig einschließlich Regenrinne, Wasserablauf für das Gründach und Schwingtür.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




31.01.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
ein Bündnis von über 50 Verbänden (darunter auch Demeter) und Initiativen haben die Demonstration und Kundgebung „Wir haben Agrarindustrie satt“ auf der Grünen Woche organisiert und unterstützt. 30.000 Menschen kamen, 70 Trecker zum Teil mit Anhängern machten sichtbar, dass hier viele Bauern demonstrieren. Einige Bio-Schweine tummelten sich im Stroh vor dem Kanzleramt. Auch unser neuer Landwirtschaftsminister Friedrich plant den weiteren Ausbau der Hühnermast mit 40 Mio Euro und Schweinemast mit 2,5 Millionen Euro. So lautete eine Forderung an ihn: Einleiten einer Landwirtschafts– und Ernährungswende.
Der Frost verhindert weiteres Ernten draußen und im Gewächshaus. So gibt es keine Petersilie, Porree, Porree, Feldsalat und Postelein mehr. Im Gewächshaus sind neue Feldsalatpflänzchen eingezogen und kurz vor dem Frost gepflanzt worden. Sie wurden mit Flies abgedeckt und wir hoffen, dass sie es überstehen werden.
Im Kuhstall müssen jetzt bei großer Kälte morgens einige kurze Zuleitungen zu den Tränken aufgetaut werden. Das Vordach vor der Schmutzschleuse wächst zusehends, es soll ein z. T. begrüntes Dach bekommen.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




24.01.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wenn es jetzt frostig ist und schneit, brauchen die Fahrer etwas mehr Zeit, um die Abo-Kiste auszuliefern. Auch einiges Gemüse/Salat kann jetzt nicht geerntet werden.
Die Anbauplanung der Gärtner ist abgeschlossen, dazu gab es auch eine gemeinsame Besprechung mit Hofladen und Gemüsekorb. Jetzt geht es ans Bestellen der Sämereien und Jungpflanzen. Dabei ist auch ein neues Gemüse mit dem spektakulären Namen Vulkanspargel oder auch einfacher Blattzichorie, das roh oder gekocht genossen werden kann. Seine bis zu 50cm langen Blätter erinnern an Löwenzahn, im Herzen sitzen 8-10 cm lange, innen hohle spargelartige Schößlinge. Er ist leicht bitter, dadurch verdauungsfördernd und magenberuhigend. Das Bittere verfliegt beim Kochen.
Auf dem neuen Gemüsestück wurde schon Anfang September Ölrettich gesät: er soll die Nematoden anlocken, dessen Wurzeln sie gerne fressen, und so den Befall der anschließend angebauten Möhren verhindern. Wir hoffen also, dass wir in diesem Jahr dann weniger Wunder-Möhren ernten als im letzten.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




17.01.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Wirsing konnte bei der milden Witterung während des bisherigen Winters auf dem Feld stehen bleiben und wurde für die Abokisten reingeholt. Auch Feldsalat steht draußen und ist letzte Woche schon kräftig gewachsen, ebenso Postelein.
Auch im neuen Jahr wird weiter aufgeräumt und dafür auch gebaut. Der Kundenparkplatz z. B. wird jetzt mit einem neuen Strahler beleuchtet. Und unser Eingang zur Schmutzschleuse —so genannt, weil alle dort ihre Arbeitskleidung verstauen, bevor sie ins Haus gehen, und den Schmutz also dort lassen sollen—bekommt noch ein Regendach vorgebaut. So können die Gummistiefel vor der Tür gelassen werden und erleichtern drinnen das Putzen.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




12.01.2014

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt im Januar besuchen uns am laufenden Band wochenweise neue AnwärterInnen, die eine Lehrstelle im Kuhstall oder Ackerbau suchen. Sie machen ein wöchentliches Praktikum im zukünftigen Arbeitsbereich und können sich mit Hof und Gemeinschaft etwas vertraut machen.
Wie Sie sicher schon von Ihrer Bank, aus den Medien u.a. erfahren haben, wird das ursprüngliche Lastschriftverfahren durch das SEPA-Mandat ersetzt. Europäisches Gesetz hat dafür zahlreiche Regeln erfunden, die umgesetzt werden müssen und ab 1. Februar bindend sind. Alle bestehenden Lastschriftaufträge verwandeln sich in SEPA-Mandate, so dass Sie nicht aktiv werden müssen. Sie bekommen noch ein Anschreiben von uns. Künftige Mandate werden mit einem neuen Formular erteilt und müssen auch bei Kontoänderungen neu gegeben und unterschrieben werden. Bitte sprechen Sie mich dann an.
Mit guten Wünschen für das neue Jahr und herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.12.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes Neues Jahr.
Der Hofladen wird wieder am Freitag, 3. Januar geöffnet sein. Bis dahin machen wir Betriebsferien.
Im Lieferservice wird wieder ab Dienstag, 7. Januar ausgeliefert.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



13.12.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
den Sturm haben wir gut überstanden, es sind lediglich einige Äste heruntergekommen oder angebrochen. An einem Baum musste etwas gesägt werden, damit es nicht unversehens auf Menschen fällt. Die 3 kleinen Bullen hatten sich schon am Mittwochvormittag auf der Hofweide zusammen unter eine Eiche gestellt, als der Wind zunahm, und wurden am Abend, als alle Kühe fürs Melken im Fressgitter standen, in den Stall geholt.
Die Kühe schafften es am Freitagabend, sich einen Weg auf die Hofweide zu bahnen und knusperten im Dunkeln am Gras. Zum Glück wurden sie früh entdeckt (der Zaun war nicht mit Strom gesichert) und dann in den Stall zurückgeholt.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann




06.12.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wenn es morgens friert, müssen die Gärtner mit der Ernte der frostfesten Salate warten, bis sie wieder aufgetaut sind.
Jetzt haben die Mitarbeiter neben der täglichen Routine-Arbeit auch Zeit, Reparaturen und Aufräumarbeiten zu machen. Die Gemüseregale fürs Packen im Abo, die zum Greifen nahe um die Waage beim Packen stehen, bekamen so etliche neue Regalbretter als Ersatz für alte unstabile und schon aussortierte. Dachrinnen wurden repariert, Blätter, Zweige und Moos von Dächern entfernt und eine neue Treppe im Schweinestall gebaut.
„Demeter im Norden“ hat eine Broschüre über alle Höfe, die es in unserem nördlichen Verband z. Z. gibt, zusammengestellt. In den Kurzportraits, die heute den Kisten beiliegen, können Sie sich über die unterschiedlichen norddeutschen Höfe informieren. Ebenso gibt es in dem Heft einen Hinweis auf die Freie Ausbildung für biologisch-dynamischen Landbau, als Alternative zur staatlichen Ausbildung. Auch bei uns kann diese Ausbildung gemacht werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



29.11.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
heute früh haben wir das Wind– und Wettercafé abgebaut: viele Hände haben ruck-zuck die Pflanztröge ins Winterquartier gebracht.
Als Letzter wurde der Bulle Nero am Rücken geschoren. Dazu steht er, genau wie alle anderen Kühe und Jungtiere dabei, fest im Fressgitter, damit er stille hält. Die kleinen Bullen und das Öchslein bekommen heute ein neues Stück von der Hofweide zugeteilt. Dazu werden vorher die Obstbäume eingezäunt, damit sie nicht angeknabbert werden.
Das Fernsehen war auf dem Hof und hat eine kurze Gemüseszene gedreht. Sie ist am 23.12. im NDR in der Sendung „Landpartie“ um 20.15 Uhr zu sehen.
Eine gute Adventszeit und herzliche Grüße
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




22.11.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
letzte Woche wurde allen Kühe am Rücken und Hinterteil das dicke Winterfell geschoren, damit sich kein Ungeziefer einnisten kann. Diese Woche kommen die Jungen dran. Auf der Hofweide war bei dem langen milden Wetter wieder soviel Gras aufgewachsen, dass die der kleinen Bulle und der kleine Ochse, die noch draußen sind, dort zum Abweiden hingetrieben wurden. Auch das am Donnerstag mit Raureif bedeckte Gras haben sie gerne gefressen.
Das Abo macht wieder eine Weihnachtspause vom 23. Dezember bis zum 3. Januar, ausgeliefert wird wieder ab Dienstag, 7. Januar 2014.
Aber der

HOFLADEN

hat vor Weihnachten geöffnet:
MONTAG, 23. Dezember: 8.30-13 Uhr und 15-18 Uhr
DIENSTAG, 24. Dezember: 8.30-13 Uhr

... und wieder ab Freitag 3. Januar 2014
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





15.11.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die großen Jungtiere wurden am Donnerstag von der Grinauweide hereingeholt, jetzt werden alle großen und kleinen Kühe wieder im Stall versorgt.
Die Gärtner haben draußen noch Pastinake und Haferwurzeln geerntet und viel Rosenkohl geputzt. Im Gewächshaus stehen Feldsalat und Postelein, ebenso etwas Petersilie. Es gibt sogar noch einige Tomaten- und Paprikabeete mit Früchten, sie werden dann bei zunehmender Kälte weiteren Wintersalaten und der Gründüngung weichen.
Auch in Deutschland ist Landgrabbing ein Thema in der Öffentlichkeit geworden. Wertvolle landwirtschaftliche Flächen werden durch andere wirtschaftliche Interessen wie Anbau von Energiepflanzen, Biogaserzeugung und Landspekulation knapp und teuer. Die hohen Pachtpreise drücken nicht nur die Biobauern, sondern inzwischen auch konventionelle Höfe. Dabei kann die Landwirtschaft selber zu einer Trendwende beitragen. Eine Möglichkeit sind Höfe in gemeinnütziger Trägerschaft: Nicht der Bauer ist der Hofbesitzer, sondern ein gemeinnütziger Verein, dessen Vereinsziel die biologische Landwirtschaft ist und der die Flächen den wirtschaftenden Bauern bzw. Hofgemeinschaften zur Verfügung stellt. Der Boden wird unverkäufliche Existenzgrundlage. Seit den 60er Jahren bildeten sich solche Höfe in der biologischen Landwirtschaft, von denen es inzwischen ca. 50 in Deutschland gibt. Gut Rothenhausen gehörte zu den ersten Höfen, die seit 1986 nach diesem Modell erfolgreich leben und arbeiten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.11.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
zum Wochenende hat unsere Färse (das ist eine junge Kuh, die das erste Mal kalbt) mit Namen Nelke ein weißes Kalb geboren. Da es sehr groß ist, hat sie es nur mit tatkräftiger Hilfe geschafft. Die kleinen Jungtiere sind in den Stall eingezogen. Durch viel Regen ist der Boden der Weide auch für junge Kälberbeine zu weich und der Boden in Gefahr geschädigt zu werden.
Zwei Jahre waren Käserin Heike Vollmer und Gärtner Frank Lusche bei uns und haben mit viel Freude, Initiative und Erfolg gearbeitet. Gleichzeitig mit ihrem Abschied wurde am Samstag der Einstand von Karo Czynski und Sebastian Nikol gefeiert. Karo Czynski arbeitet sich seit 13. Oktober in die Käserei ein und wir sind gespannt auf ihre neuen Ideen. Sebastian Nikol ist Zimmermann und ersetzt gerade im Jungviehstall ein altes hölzernes Fressgitter und hat bei den Kälbern zwei schöne neue Fresströge gezimmert. Wir freuen uns über die beiden tatkräftigen Menschen und verabschieden die Scheidenden mit einem weinenden Auge.
Die Gärtner ernten weiter Lagergemüse: Sellerie und Petersilienwurzel. Mittlerweile haben wir 20 Großkisten Möhren, auch ein Teil, der richtig gerade und ohne Umwege gewachsen ist. Porree, Grün– und Rosenkohl bleiben draußen und werden nach Bedarf geerntet. Sie halten mäßigen Frost aus.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




01.11.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kühe übernachten wieder im Stall und werden dabei langsam an das Winterfutter, verschiedene Sorten von Silage, gewöhnt. Das ist für ihre Mägen eine Umstellung und darf nicht auf einmal geschehen. Auch die Käserin hat letzte Woche für eine Zeit lang das letzte Mal Schnittkäse hergestellt. Nach der Umstellungsphase von ca. 3 Wochen fressen die Kühe schließlich nur noch Silage und sind dann auch tagsüber nicht mehr auf der Weide. Dann kann wieder Schnittkäse gemacht werden. Bergkäse allerdings gelingt mit Silagefütterung nicht. Davon wurde während der Weidefütterung genügend Laibe hergestellt, die bis zur nächsten Weidesaison reichen sollen.
Unser kleines Pionierwindrad wurde letzte Woche samt Fundament in mehreren Schritten abgebaut. Es hatte am Ende mehr still gestanden als sich gedreht und jetzt können wir das Land wieder in den Ackerbau und die Fruchtfolge eingliedern.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




25.10.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Futter auf Weiden und Kleegras geht dem Ende zu. Der Stall wurde vorbereitet und die Kühe bleiben ab Freitag erst einmal wieder nachts drinnen. Die Jungtiere dagegen haben noch genug zum Fressen und können sich weiter draußen vergnügen. Kühen und Jungtieren macht auch Kälte nichts aus. Sie bekommen ein dickes Fell, das ihnen später, wenn sie dauerhaft im Stall sind, an Rücken und Hinterteil geschoren wird. Dann kann es sich kein Ungeziefer darin gemütlich machen.
Am Dienstag kam eine Schulklasse und erntete mit den Gärtnern 2 Großkisten Möhren. Einige davon haben deutliche Nematodenspuren, d. h. das die Möhre sich in manchmal bizarre Formen verzweigt.
Heute finden Sie in der Sortimentskiste wieder etwas Neues: Gelbe Bete. Sie ist eine uralte Verwandte der Roten Bete, schmeckt milder und nicht so erdig, auch etwas süßer. Alle Rezepte für Rote Bete können auch für Gelbe Bete verwendet werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen

Vera Kruckelmann



18.10.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in diesem Jahr gibt es einige neue Kürbissorten und warten darauf genossen zu werden. Einmal sind es die Moschuskürbisse wie FUTSU BLACK (0,3-2 kg), auch für Süßspeisen und Kuchen geeignet, LANGER von NIZZA (3-6 kg) mit wenig Kernen, süß und zartschmelzend, MUSCADE de PROVENCE (8-10 kg), süß und saftig, lecker als Rohkost. Zum orangefarbenen HOKKAIDO gibt es noch eine blaugrüne Sorte, BLUE KURI (1-1,25 kg), die ebenfalls mit Schale gegessen wird. Weitere sind BLUE BALLET (1-3 kg) mit festerer Schale (kann mitgekocht werden) und cremig, ORANGE HUBBURD (2-5kg) mit harter Schale, etwas weniger süß und faserig, BUTTERCUP (1-2 kg) eine Delikatesse mit harter Schale, gut zum Füllen und das Fruchtfleisch zerfällt nicht.
Draußen wird Kohl geerntet und nächste Woche sind die Möhren an der Reihe.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann




11.10.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
langsam färbt sich alles herbstlich. Morgens und abends liegen oft weiße Nebelschleier über Wiesen und Wegen, die Sonnenauf– und untergänge sind sehr farbig.
Die Tomatenernte ist fast vorbei. Obwohl die Pflanzen noch viele Früchte tragen, reifen sie nicht mehr gut ab. Was gut wird, reicht noch für den Ladenverkauf. Im Abo gibt es diese Woche noch deutsche Tomaten, die Cherry-Tomate kommt schon aus Italien. Ein Teil der Paprika wird sich nicht mehr röten und ist dann als grüne Paprika im Verkauf. Auf den Anzuchttischen wachsen schon die verschiedenen Salatpflänzchen für den Folgeanbau heran, die nach Tomaten und Paprika ausgepflanzt werden. Auf einen Teil der Fläche wird Grünroggen als Bodenverbesserer gesät.
Die Auswahl an anderem eigenen Gemüse ist jetzt sehr groß: nächste Woche wird auch Pak Choi in den Sortimenten geplant, ein Verwandter des Chinakohls, der etwas aromatischer und kräftiger schmeckt. Außerdem gibt es seit langem wieder Zuckerhut.
Draußen werden zum Trockenlegen der Weiden einzelne Gräben vertieft, damit das Wasser im Frühjahr richtig abfließen kann.
Letzten Freitag haben unsere Jäger eine Treibjagd veranstaltet. Dafür mussten die Jungrinder zur Sicherheit einen Vormittag in den Stall getrieben werden, am Nachmittag konnten sie dann wieder zurück. Der dort mitlaufende Bulle ist gleich im Stall behalten worden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




07.10.2013

Vom Feld an die Haustür:


"Der kurze Weg
der grünen Kiste"



Eine Reportage in den Lübecker Nachrichten






04.10.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Ackerbauer haben letzte Woche sehr gejammert, dass es immer wieder regnete und sie draußen nicht weiterkamen. Nun konnten sie schon am Sonntagnachmittag loslegen und das Landsberger Gemenge zu Ende säen. Danach geht es weiter mit Weizen, Dinkel und Grünroggen (Roggen als Zwischenfrucht).
Die Gärtner haben jetzt viel zu ernten, um alle frostempfindlichen Gemüse reinzuholen, heute zuerst die Kürbisse, dann weiter Rot– und Weißkohl. Nachdem am Freitag das Sauerkraut vom letzten Jahr abgepackt wurde, sind alle Fässer frei für das Einlegen des neuen Krautes. Ab sofort gibt es frisch abgepacktes Sauerkraut.
Für Kühe und Jungtiere müssen Zäune abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden, sie bekommen neue Weidestücke.
Die ersten beiden Großkisten mit Mostäpfeln gingen letzte Woche zur Mosterei und konnten Montag als Apfelsaft wieder abgeholt werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




27.09.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach der Bodenbearbeitung wurde Landsberger Gemenge gesät, eine Mischung aus stickstoffsammelnden Leguminosen und Gras, das nicht nur dem Boden gut tut, sondern auch an die Kühe verfüttert werden kann. Dann geht es weiter mit der Aussaat von Winterweizen und Winterroggen. Das Kleegras, das als Zwischenfrucht im Gerstenfeld ausgesät wurde, bekommt eine Gabe gerührtes Kieselpräparat und wächst mittlerweile gut.
Im Gemüse wird einen ganzen Tag der Sauerkrautkohl geerntet. Dabei helfen auch Schüler der kleinen Klasse, die gerade ein Landbaupraktikum bei uns machen. Danach werden die Kohlköpfe sorgfältig geputzt, geschnitten, gestampft und in Fässern zum Säuern eingelegt. Nach ca. 6 Wochen ist das Sauerkraut fertig.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




22.09.2013

Wir haben Zukunft gesät!


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Am Samstag den 21. September 2013 fand auf Gut Rothenhausen wieder die Aktion „Zukunft säen" statt.
Bei schön herbstlichem Wetter fanden sich 50 kleine und große Freunde, Kunden und Mitglieder der Hofgemeinschaft ein und säten auf 0,2 ha Winterweizen der Demeter-Sorte „Erbglanz". Das Saatgut stammt aus der Ernte des im Herbst 2012 bei der Aktion Zukunft Säen gesäten Weizens und unterstreicht damit die durch diese Aktion geforderte Freiheit und Unabhängigkeit von Landwirten und Verbrauchern bei der Saatgut- und Lebensmittelwahl!
Nach einem anschließenden Rundgang durchs Gemüsefeld zum Thema Samenfeste- vs. Hybridsorten gabs für alle noch eine leckere Erntesuppe, Kaffee und Kuchen und reichlich Gelegenheit zum Austausch.

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20.09.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kartoffelernte ist beendet. Danach wurde auf verschiedenen Flächen gepflügt und Zwischenfrüchte gesät: einmal Ölrettich als Vorfrucht auf das neue Gemüseland, zum anderen eine Mischung aus blauen Lupinen, Futtererbsen, Sommerwicken, verschiedene Kleesorten, Seradella (ein Stickstoffsammler), Phacelia und Futtermalve. Ölrettich wird gegen Nematoden ausgesät. Nemotoden (kleine Fadenwürmer) schädigen Pflanzen an den Wurzeln, so dass ein gesundes Wachstum verhindert wird. Zwischenfrüchte lockern den Boden und regen die Vermehrung der Bodenorganismen an. Außerdem binden sie Stickstoff aus der Luft, der über die absterbenden Pflanzen dem Boden und damit den Kulturpflanzen im nächsten Jahr als Nahrung zur Verfügung steht.
Montagnacht wurde ein Kälbchen auf der Weide geboren.
Einige Käsesorten werden diese oder nächste Woche auslaufen (Kümmel, Wildkräuter und Kräuterlaibchen) bevor sie dann in 3 Wochen wieder im Sortiment sind. Eigenen Briekäse gibt es vorrausichtlich Mitte Oktober wieder.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




19.09.2013

Gemeinsame Aktion


von Bauern und Verbrauchern



Zukunft säen


am 21.9.2013 um 11 Uhr



Liebe Freunde, Kunden und Interessierte,
am 21. September laden wir wieder alle an der Landwirtschaft Interessierte zur Aktion Zukunft säen (2.37 MB) mit anschließender Erntesuppe ein.
Gemeinsam wollen wir Brotgetreide aus biodynamischer Züchtung aussäen und durch diese Arbeit symbolisieren, dass Bauern und Verbraucher gemeinsam Verantwortung tragen, dass eine Landwirtschaft ohne Agro-Gentechnik auch in Zukunft möglich ist. Ebenso Verantwortung dafür, dass vermehrungsfähige Sorten und freie Saatgutwahl eine langfristige Sicherung unserer Ernährung garantieren.
Bei „Zukunft säen!“ wird biodynamisches Saatgut ausgebracht, von unabhängigen Züchtern ohne gentechnische Methoden entwickelt. Diese robusten Sorten sind bestens für die biodynamische Landwirtschaft geeignet. Und die richtige Sorte bestimmt auch die Qualität der Lebensmittel wesentlich mit.
Demeter e.V. koordiniert seit 2009 die zukunftsweisenden Aktionen zum Erhalt unabhängigen Saatgutes auf Demeter-Betrieben in ganz Deutschland. Gestartet wurde die Initiative „Zukunft säen!“ 2006 in der Schweiz und wird mittlerweile in über 10 Ländern gefeiert und gelebt. Entwickelt wurde sie von L'Aubier und der Getreidezüchtung Peter Kunz.



14.09.2013

Kundenbrief




Liebe Kunden,
bei jedem möglichen trockenen Wetter ist jetzt Kartoffelernte. Auf dem Kartoffelroder standen 2—3 Helfer. Der Acker war trocken und der Roder konnte zügig fahren. Auf einem Band werden die Kartoffeln, nachdem sie vom Roder aufgeschaufelt wurden, nach oben befördert. Die Helfer sortieren Steine und schlechte Kartoffeln aus. Am Feldrand stehen Anhänger mit Großkisten, in die dann umgeladen wird, wenn die Ladefläche des Roders gefüllt ist. Die Kartoffeln müssen jetzt sorgfältig getrocknet und langsam abgekühlt werden, dann erhalten sie die optimale Lagerfähigkeit. Die Qualität unserer Knollen ist gut, die Menge weniger als im letzten Jahr.
Wir haben uns über den Regen gefreut, hoffen, dass sich die vertrocknete Grasnarbe erholt und noch ein guter 3. Schnitt vom Futtergras möglich wird.
Der Zuckermais lässt sich Zeit mit dem Reifen, so dass wir die Planung für die Sortimente wieder verschoben haben. Aber dafür beginnt die Kürbiszeit. Außer Hokkaido wird es im Herbst auch wieder einige andere Sorten geben. Nächste Woche gibt es auch wieder eigenen Salat.
Seit einer Woche sind wieder zwei Schülerpraktikantinnen bei uns, die für 3 Wochen bei der Arbeit dabei sein werden. Im Lindenhaus gastierte eine 10. Klasse der Waldorfschule, die mit Stäben und Messgeräten Gelände und Wirtschaftgebäude vermaßte.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




06.09.2013

Kundenbrief




Liebe Kunden,
letzte Woche wurden Dorfweide und ein kleineres Kleegrasstück gemäht. Beides war wegen Trockenheit nicht sehr ergiebig, der Klee ist zwar gewachsen, aber das Gras dünn geblieben. Die Weiden leiden unter dem langen Wassermangel.
Diese Woche sollte eigener Broccoli in den Sortimenten geplant werden. Allerdings hat ein Schädling so überhand genommen, dass keine Blüten mehr gewachsen sind und die Ernte fast ganz ausfällt. Dafür ist der Endiviensalat so groß geworden, dass er manchen sicher 2 bis 3 Wochen reicht!
Wer hat es schon gehört? Unsere Kuh Emma trägt seit einer Woche aufgrund eines übermütigen jugendlichen Einfalls eine Glocke und sorgt für Alpenflair auf der Weide.
Auch in diesem Jahr findet es wieder statt—bei jedem Wetter und mit allen Freunden und Kunden, die mit uns ein Zeichen setzen wollen für Saatgutvielfalt:

Zukunft säen am 21.9. ab 11 Uhr
mit anschließender Erntesuppe



Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




30.08.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Bearbeitung der Ackerflächen geht dem Ende zu, der Dinkel für nächstes Jahr wurde inzwischen gesät. Die Gärtner sind dabei, das Gemüse für das folgende Jahr zu planen. Das Gemüsestück ist eingegliedert in die Fruchtfolge und zieht im nächsten Jahr auf ein anders Feld, auf dem in diesem Jahr Hafer geerntet wurde. Es wird jetzt abgesteckt und der Boden bearbeitet, damit noch eine Gründüngung ausgesät werden kann. Diese Arbeit haben die neuen Gärtner Jenni Ponsens und Ralph Seckler übernommen, die sich seit Juli einarbeiten und ab Oktober den Gärtnerbereich übernehmen.
Unser Gärtner Frank Lusche hat auch in diesem Jahr wieder Neues ausprobiert wie die Tomatillo, eine Physalis-Art. Sie sieht wie eine kleine grüne Tomate aus, ist ein Nachtschattengewächs und wird in Südamerika zusammen mit Chili und Paprika zu scharfer Salsasauce verarbeitet. Ihr Geschmack ist aromatisch-säuerlich.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




23.08.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
zwischen Regenschauern konnte Gerste gedroschen werden, in diesem Jahr nur 1/3 der Menge, die wir sonst einbringen können. Da die Halme sehr kurz geblieben sind, ist auch das Stroh entsprechend wenig, das am Samstag gepresst wurde. Dort wächst jetzt noch das zwischen die Gerste gesäte Kleegras auf, das ein willkommenes Futter für die Kühe sein wird.
Zur Zeit werden die abgeernteten Stoppelfelder mit dem Grubber bearbeitet und unser Hornmistpräparat ausgebracht, das in zwei Holzfässern vorher gerührt wird. Ebenso wird der Stallmist, der seit einiger Zeit in Mieten aufgesetzt und mit pflanzlichen Kompostpräparaten behandelt wurde, zur Belebung und Düngung auf die Felder gestreut. Über den Regen haben sich vor allem die Stallleute gefreut, da das Gras bei der Trockenheit so gut wie nicht mehr wuchs. Aber auch das Grubbern ging leichter als auf der sehr trockenen Erde.
Briekäse geht erst einmal dem Ende zu. Durch die Wärme draußen hat sich langsam auch die Wärme im Briekeller eingenistet. Dann misslingt allerdings die Reifung, wir müssen darauf warten, dass sich der Raum wieder abkühlt. Dafür wird der rotgeschmierte Weichkäse demnächst reif werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




15.08.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in der Getreidescheune wird der Hafer nachgetrocknet. Draußen steht noch Gerste zum Dreschen, die in diesem Jahr sehr kurz und klein geblieben ist. Da im Frühjahr der Boden wegen Nässe lange nicht befahrbar war, konnte sie erst sehr spät, zu spät, gesät werden.
Die Ausbeute an Stroh vom eigenen Getreide ist dieses Jahr gering, so dass wir jetzt schon Stroh vom Bioland-Nachbarn aus Krummesse einlagern werden.
Im Kuhstall wurde der alte Kalk von den Wänden abgekratzt, jetzt wird, angefangen im Jungviehstall, alles frisch gestrichen.
Die ersten eigenen festkochenden Kartoffeln Sorte MUSICA werden ab sofort laufend geerntet. Sie schmecken nicht so ausgereift wie die Lagerkartoffeln, sind auch nicht schalenfest und können deswegen nicht über unser Band in Tüten abgepackt werden. Wenn Sie sie lagern, bitte nicht zu kalt, kühle Zimmertemperatur und dunkel ist erst mal ausreichend.
Die rote-Bete-Pflanzen werden vereinzelt und so gibt es wieder rote Bete im Bund mit Blättern. Blätter und Stiele sind zum Essen geeignet und sehr mineralstoffreich. Sie können roh zerkleinert oder vorher kurz blanchiert werden. Ebenso können sie wie Mangold, mit dem die rote Bete verwandt ist, gedünstet werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.08.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
während der Ferien sind natürlich die Tomaten erntereif geworden (es gibt auch wieder die samenfeste Ruthje und einen Mix aus verschiedenen Cherrytomaten) sowie Auberginen und in diesem Jahr auch Schmorgurken. Es gibt grüne Paprika, die vor dem Ernten allerdings noch rot werden sollen. Die Gärtner haben neben Hacken und regelmäßigen Neuaussaaten damit zu tun, dass das Gemüse draußen gewässert wird.
Vom Getreide sind inzwischen Dinkel, Weizen und Roggen eingeholt werden, diese Woche wurde der Hafer gedroschen. Das gepresste Stroh wurde zum großen Teil ins Strohlager gefahren. Diese Woche wurden auch die ersten Frühkartoffeln, mit Namen MUSICA geerntet.
Im Ackerbau ist ein neuer Lehrling, Johann, zu uns gekommen, der gleich in die Getreideernte mit einsteigen konnte. Ebenso haben wir Verstärkung durch eine Studien-Praktikantin, Christine, für die nächsten 2 Monate.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start nach den Sommerferien!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




19.07.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
gute 70 Ballen Silage konnten mit dem 2. Schnitt gemacht werden. Im Garten reifen die ersten Zucchini, einen Teil davon können wir auch schon in die Kisten packen—leider reicht es noch nicht für alle. In diesem Jahr ist alles etwas später reif. Im Gewächshaus röten sich die Tomaten zusehends und können ab sofort im Laden gekauft werden.
Unsere Kuh Emma schmückte sich sommerlich: Sie schnabulierte beim Gang in den Kuhstall am Freitagnachmittag aus dem bepflanzten Trog am Hofladen von der rankenden, blühenden Kapuzinerkresse. Die Blätter hat sie sorgfältig gekaut, die Blüte schmückte sie noch einige Zeit, seitlich aus dem Maul herausstehend, was ausgesprochen nett aussah.
Hiermit verabschiede ich mich in die Pause und wünsche Ihnen noch schöne und erholsame Sommer– und Ferientage.
Der Hofladen freut sich über Ihren Besuch.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




12.07.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei schönstem Sommerwetter sind die Gärtner mittlerweile sehr sonnengebräunt. Unkraut hacken, Kulturen nachsäen, Pikieren von jungen Pflanzen, Ernten für Abo und Laden sind die Haupttätigkeiten. Im Gewächshaus wird immer wieder gemulcht, d. h. die Erde wird mit Grasschnitt bedeckt. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und es muss weniger gewässert werden.
In der Käserei wird jetzt wieder der Jahresvorrat an Bergkäse hergestellt, das geht nur mit der Sommermilch, wenn die Kühe Gras und keine Silage zu fressen bekommen.
Der 2. Schnitt beim Kleegras wurde gemäht und wird nach mehrmaligem Wenden und Antrocknen in Ballen gepresst und gewickelt.
In der Getreidescheune werden größere, inzwischen frisch lackierte Silobehälter für unser Getreide eingebaut.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





11.07.2013

Vermehrbares Saatgut droht vom Markt zu verschwinden


Liebe Kunden, liebe Freunde,
no-patents-on-seed.org meldete vor ein paar Tagen: Die EU hat trotz massiver Proteste gegen Patente auf Pflanzen ein weiteres Pflanzenpatent auf Chili-Pflanzen zugelassen. Das Europäische Patentamt (EPA) ignoriert die Resolution des Europäischen Parlaments. Da die Auslegungsvorschriften von gesetzlichen Verboten sehr weit gefasst werden dürfen (hier ist eine Gesetzeslücke), braucht sich das Europäische Patentamt (EPA) nicht darum zu scheren, gegen Bürgerinteressen zu handeln.
Weltweit gibt es 10 Unternehmen, die Dreiviertel des Weltmarktes für Saatgut beherrschen. Jetzt hat die EU-Kommission einen angeblich Interessen ausgleichenden Gesetzesvorschlag gemacht, der die Macht der Industrie weiter stärkt, weitere Einschränkungen für Landwirte und Gärtner verspricht wie z. B. das Verbot, kein Saatgut verkaufen zu dürfen, wenn sie Nahrungsmittel anbauen. Kleine Betriebe mit seltener Vielfalt dürfte dies die Existenzgrundlage entziehen. Und Landwirte dürfen dann das, was sie schon immer taten — Saatgut aus der Ernte gewinnen und mit anderen austauschen — nicht mehr tun.
Informationen und eine Petition zum Unterschreiben gibt es HIER.
Mit der Hoffnung, dass wir uns erfolgreich dagegen wehren können und mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



05.07.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nun hoffen wir, dass sich endlich das warme Wetter durchsetzen wird und der Regen abzieht. Das kalte nasse Wetter tat auch den Erdbeeren nicht gut. Sie sind dadurch teilweise schlecht haltbar und schimmeln leicht. Sollten Sie bei Ihnen nicht gut angekommen sein, bitte ich um Rückmeldung. Heute packen wir sie direkt am Morgen frisch geliefert dazu, kurz bevor die Fahrer losfahren.
Während der ABO-Lieferpause vom 22. Juli bis 2. August und obwohl die Backstube ebenfalls Ferien vom 8. bis 27. Juli macht, lohnt es sich, gerade in den Ferien im Hofladen zum Einkaufen zu kommen: jetzt gibt es viel eigenes Gemüse, bald sind die ersten Tomaten reif und nur ab Hof gib es die hofeigene Milch zu kaufen. Sie können mit den Kindern zusammen beim Melken zusehen und Schweine, Hühner und Kälbchen an ihrem Auslauf besuchen. Das Wind– und Wetter-Café lädt zum Kaffeetrinken ein.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




28.06.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
als letzte kamen 3 Tiere aus dem Stall auf die Weide: ein mittlerer Bulle und Ochse und ein kleiner Bulle. Auch die kleinsten Kälber, die noch Milch bekommen, haben ihre Kälberhütte jetzt neben dem Schweineauslauf stehen. Daran schließt sich ein größeres Wiesenstück bis zum Gewächshaus, auf dem sie herumspringen und fressen können.
Inzwischen gibt es deutlich mehr im Feldgarten zu ernten, Sie sehen es an der Vielfalt auf der Angebotsliste. Nur diese Woche allerdings gab es rote Melde, ein altes Gartengemüse. Sie schmeckt gut als Salat, kann aber auch wie Spinat gedämpft oder mit Zwiebeln und Knoblauch als rote Spaghettisauce angerichtet werden. Die Gärtner hacken jeden Tag, damit sie Herr über das Unkraut werden. In diesem Jahr gibt es auch viele Schnecken, die am Gemüse mitessen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




22.06.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach der Futterernte kam der Regen gerade richtig, das Gras wächst gleich wieder los. Mittwoch wurde noch einmal auf einem Stück eine Futtermischung mit Gras gesät. Im Garten wurde Rote Bete gesät und weiter Unkraut gehackt. Ab nächster Woche gibt einiges von eigenem Gemüse zu ernten: Kohlrabi, Radieschen, Eiszapfen, roter Rettich, Spitzkohl, samenfester Blumenkohl, die ersten Stangenbohnen, Salat, Pflücksalat und Meldesalat, außerdem gibt es Basilikum im Topf. Die Kartoffeln sind gut losgewachsen. Sie wurden inzwischen maschinell gehackt, damit sie nicht im Unkraut untergehen.
Am Freitag kamen die jüngeren Kälber auf die Weide. Sie wurden in zwei Transporten mit dem Anhänger auf ein Stück gebracht, das man nur über die Straße erreicht. Die Kleinen sind unkompliziert in den Hänger gelaufen, während die Großen so störrisch waren, dass man ihnen bei jedem Schritt nachhelfen musste. Umgekehrt wäre es nicht so anstrengend gewesen. Draußen haben sich die beiden Gruppen gleich gut zusammengefunden.
Eigentlich sollten deutsche Zucchini in den Sortimentskörben gepackt werden, aber im Süden war der Regen so stark, dass sie im Wasser standen und die Ernte ausgefallen ist. Deshalb kommen die Früchte noch einmal aus Spanien.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



15.06.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir freuen uns über 200 in Folie gewickelte Futterballen. Das ist endlich wieder mal ein gutes Ergebnis beim ersten Schnitt, dessen Futter am schmackhaftesten und wertvollsten ist. Bei dem sonnigen Wetter konnten wir auch einige Ballen Heu machen, das im Winter an die Kälber verfüttert wird.
Ein Teil der Silage-Ballen lagert auf dem Hof an der Getreidescheune und sind ein Blickfang für alle, manchmal besonders für Kinder und Jugendliche, um darauf zuklettern oder die Materie mit einem Stock zu prüfen. Das müssen wir natürlich verhindern und alle Mitarbeiter sind aufgefordert, ein Auge darauf zu werfen: Die Folie ist sehr empfindlich und bekommt leicht Löcher. Der Sauerstoff, der eindringt, trägt dazu bei, dass sich die Milchsäuregärung in Fäulnis verwandelt und die Silage nicht mehr verfüttert werden kann. Da manchmal auch Vögel auf den Ballen rasten, werden sie regelmäßig abgesucht und entstandene Löcher sorgfältig verklebt.
Im Feldgarten wurden Radieschen gesät, Weißkohl und Porree gepflanzt und die Gerste bekam eine Untersaat.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





07.06.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Unkraut und Getreide wachsen gut. Die Schnecken hatten große Teile des Salats gefressen. Aber wir haben eigenen Dill aus der Gärtnerei. Und nächste Woche dann Salat und Lauchzwiebeln. Rechtzeitig zum Unkrauthacken ist für 2 Monate eine Praktikantin zur Verstärkung der Gärtner eingetroffen und endlich kann der Boden auch wieder befahren werden.
Das Gras ist teilweise so hoch gewachsen, dass es anfing sich zu legen. Ab Mittwoch Mittag wurde gemäht und anschließend gezettet, das heißt, das gemähte Gras wird gleich gewendet, damit es gut abtrocknen kann. Am Tag vorher wurde rund um die Kleegrasstücke gemäht sowie eine Schneise hinein, damit das Wild rechtzeitig nachts noch umziehen kann. Dabei ist einer unser Hofkater gerade noch dem Mähwerk davongesprungen. Vor dem Mähen bekommt auch der Jäger Bescheid, der die Stücke abends abläuft und das Wild aufscheucht.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




31.05.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus wurden die jungen Gurkenpflanzen bis vor kurzem noch in einem warmen Folienzelt mit dem Heizlüfter betütelt. Tomaten, Paprika und Auberginen sind gepflanzt, die Schnüre zum Hochbinden befestigt. Wir hatten so viele Paprikapflanzen, dass auch einige auf ein Beet nach draußen gekommen sind. Auf dem Gemüsefeld wird das Unkraut per Hand gehackt.
Wegen des Dauerregens kamen am Samstag letzte Woche die Jungtiere von der Grinauweide wieder in den Stall, am Dienstag wieder auf ein neu eingezäuntes Stück zurück. Durch die Nässe sind alle Flächen unbefahrbar. Auf dem Kartoffelstück steht Wasser und es wächst das Unkraut in Massen. Leider ist es zum Striegeln noch unbefahrbar. Aber der erneut angekündigte Regen wurde abgesagt und wenn das so bleibt, wird ab Montag die erste Futterernte starten. Das Mähwerk steht in den Startlöchern.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.05.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
für Acker und Gemüsepflanzen war der Regen ideal. Wir hoffen, dass auch das Gras noch etwas an Masse zulegt, obwohl es zum größten Teil schon die Blütenknospen aus dem Stängel herausschiebt. Dann braucht es zum ersten Futterschnitt des Kleegrases noch eine paar warme Trockentage, damit er gut eingebracht werden kann.
Die Gärtner machen in Folge immer wieder Aussaaten z. B. von Kohlrabi, Salaten und Radieschen, damit möglichst durchgehend geerntet werden kann. Sobald die Erde wieder abgetrocknet ist, sollen Möhren gesät werden, in diesem Jahr einige mehr, so dass wir länger damit durch den Winter reichen. Und das Unkrautjäten und -hacken beginnt draußen.
Unsere beiden Praktikantinnen aus dem Süden sind gestern abgereist. Wir haben uns sehr über ihre gute Laune und interessiertes Mitarbeiten gefreut!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




17.05.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auf dem gemulchten und gegrubberten Acker wurden Dämme gezogen, in die die Kartoffeln bis Samstagnachmittag gepflanzt wurden. Heute wird noch die restliche Gerste gesät. Die größeren Jungtiere sind inzwischen mit dem Bullen Nero draußen und beweiden den Hang. In der Senke steht noch Wasser. Für die Kälber wird ein Stück zwischen Schweine– und Hühnerauslauf eingezäunt, wo sie dann weiden können. Die kleineren Jungtiere sind noch im Stall. Sie kommen nach dem ersten Schnitt auf die Weide.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.05.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Samstag hatten wir ein schönes Hoffest dank vieler großer und vor allem auch vieler kleiner Besucher, die die angebotenen Aktivitäten gerne in Anspruch nahmen. Einige Stände von Menschen, die auch im Zusammenhang mit unserem Hof stehen, bevölkerten den Hofplatz, der Kindergarten war diesmal mit einem Stand in der Getreidescheune vertreten. Auch die Bienen hatten regen Zulauf.
Außerdem gab es mit Kinderzirkus, Vertikaltuch, Märchenerzähler und Puppenspiel schönes Künstlerisches zu erleben. „Hans im Glück“ hatte so großen Zustrom, dass wahrscheinlich nicht alle es sehen konnten. Auch zur Hofparty am Abend hatten wir noch einigen neuen Zustrom und es wurde bis 23 Uhr zur Musik vom Lutopia Orchester getanzt.
Wenn Sie Rückmeldungen über das Fest an uns haben, nehmen wir sie gerne entgegen, um sie in unserer Nachbesprechung zu berücksichtigen.
Jetzt geht es mit Volldampf im Ackerbau weiter. Der Boden ist endlich soweit, dass er ohne Schädigung bearbeitet werden kann. Gerste ist gesät, die Kartoffelstücke gemulcht und gegrubbert und werden jetzt gepflanzt, bevor das Wetter regnerisch wird. Im Garten kamen Sellerie und Salatpflanzen in die Erde und die ersten Tomaten ins Gewächshaus. Anfang nächster Woche muss Rucola anderen Pflanzen im Gewächshaus weichen.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




04.05.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Feldgarten konnten vor dem Regen Zwiebeln gepflanzt, gesteckt und gesät werden. Falls alles gut wächst, wird es wird auch Gemüsezwiebeln und Schalotten geben. Tomatenpflanzen, Paprika, Auberginen wurden getopft. Am Hoffest wird es wieder einen Jungpflanzenstand vor dem Gewächshaus geben, an dem eingekauft werden kann.
Bei den Schülerpraktikanten hat es am Wochenende einen Wechsel gegeben: 2 Schülerinnen aus der Nähe von Stuttgart sind nun 4 Wochen bei uns, um möglichst viele Arbeitsbereiche und das Hofleben kennenzulernen. Heute gehen sie mit ins Gemüse.
Die Kühe sind am Donnerstag das erste Mal für einige Stunden auf die Weide gegangen. Nachdem sie auf dem Hof mit Gesang begrüßt wurden, musste sie gleich eine ziemlich weite Strecke zum Weidestück laufen. Am Anfang trabten sie recht flott vor Frühlingsfreude, hatten sich dann aber schon ausgetobt, als sie ankamen. Das war dann schonend für die Grasnarbe. Jetzt werden die Zeiten Stück für Stück verlängert, damit sie sich langsam an die Futterumstellung gewöhnen können und bis sie dann auch wieder nachts im Freien sind.
Am Samstag findet unser Hoffest statt und wir freuen uns besonders über alle Besucher, die mit dem Fahrrad kommen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



29.04.2013

Kundenbrief




Liebe Kunden,
inzwischen wurde gepflügt und Hafer gesät. Das Kartoffelfeld wird diese Woche vorbereitet, Kartoffeln zum Vorkeimen gestellt. Das Gemüsestück ist gepflügt und die Pflanzen, die schon in der Warteschleife draußen unterm Fliestunnel standen, kommen die in die Erde. Danach werden Zwiebeln gesteckt. Auch die Weiden und Kleegrasflächen werden für den Austrieb der Kühe vorbereitet. Beim Abschleppen der Flächen werden Maulwurfshaufen eingeebnet, Moos und verfilztes Gras herausgezogen, Blätter und kleine Zweige zusammengekehrt. Anschließend werden neue Zäune gesetzt. Dann muss nur noch das Gras genügend wachsen, dann können die Kühe wieder nach draußen. Die Kuhbauern wünschen sich deswegen Regen.
Letzte Woche machte eine Gruppe Baumkletterer die Ausbildung für Baumpflege auf dem Hof. Als Abschluss haben sie eine große Eiche auf der Hofweide beschnitten. Diese Eiche ist vom Blitzeinschlag lädiert und krank. Die Kletterer haben die Baumkrone verkleinert, damit brüchige Äste nicht unverhofft herunterfallen können und haben so vorerst verhindert, dass der Baum gefällt werden musste.
Herzliche Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




19.04.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nicht nur draußen, auch im Gewächshaus wächst jetzt alles schnell. Feldsalat ist inzwischen schon vorbei, Postelein und Spinat werden geerntet und Unkraut gejätet. Die Tomatenpflanzen wurden umgetopft und weitere Aussaaten gemacht.
Da die Erde noch zu nass war, um sie mit Maschinen zu bearbeiten, hat die Klasse, die gerade zum Landbaupraktikum auf dem Hof ist, hinter dem Gewächshaus ein langes Beet mit Spaten umgegraben und dort Salat und Kohlrabi gepflanzt. Die Gärtner haben die Pfähle für den Zaun um das neue Gartenstück aufgestellt und bauen diese Woche den Zaun zu Ende.
Die Klasse hat einen Auslauf für unsere 43 Hühner gebaut, der am Mittwoch eingeweiht wurde, sowie eine Zufahrt zum Unterstand der Gemüsehalle gepflastert. Dafür wurde sogar die Mittagspause am letzten Tag geopfert, damit es noch fertig wurde!
Endlich konnte die Bodenbearbeitung für die Aussaat des Sommergetreides beginnen, aber immer noch sind einzelne Stellen wegen Nässe nicht befahrbar.
Die alten Zäune auf einigen Kleegrasflächen vom letzten Jahr werden jetzt abgebaut, geschnittenes und abgebrochenes Holz wird abgesammelt. Auf den Weiden gibt es noch einige Wasserstellen, die versickern müssen. Auch da dauert es noch, bis die Flächen befahrbar sind. Bis die Kühe dann wieder tagsüber raus können, muss das Gras noch reichlich wachsen. Die Wärme in dieser Woche bringt das sicher in Gang.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




12.04.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich kommt der Wetterumschwung, wenn auch langsam. Immer noch rutschte Anfang der Woche eine Ladung Schnee vom Dach und in einigen Ecken liegen noch Schneehaufen. Die Erwärmung im Gewächshaus ist so groß, dass gelüftet wird und wir jetzt die 2. Woche schon Feldsalat haben. Radieschen und Kohlrabi wachsen. Bis die Gärtner draußen mit Bodenbearbeitung anfangen können, wird es aber wohl noch etwas dauern.
Wir haben zur Zeit gerade Unterstützung von einer kleinen Klasse aus Hamburg und drei Praktikantinnen, die von Kochen bis Stall alles bei uns mitmachen.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




29.03.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der hartnäckige Winter hat zusammen mit der starken Frühlingssonne bizarre und große Eiszapfen erzeugt, aber auch gefährliche Schneerutsche von den Scheunendächern, so dass seit letzter Woche der Platz vor der Scheune für Besucher abgesperrt ist.
Im Gewächshaus ist es gemütlich warm, wenn die Sonne scheint. Der heruntergerutschte Schnee hat sich vor den Fensterscheiben aufgetürmt und taut langsam ab. Feldsalat kann wieder geerntet werden, der Boden ist am Vormittag schnell aufgetaut. Ebenso wurde Kohlrabi gepflanzt. Nur die ausgesäten Radieschen lassen sich noch nicht blicken, weil es nachts doch zu kalt ist. Letztes Jahr konnten wir sie schon ernten!
Jungpflanzen März 2013 Gewächshaus Spinat März 2013







Da wir fest damit rechnen, dass es nach Ostern irgendwann wirklich wärmer wird, macht der Gärtner jetzt die Feinplanung, was wann wohin im Feldgarten und Gewächshaus gesät und gepflanzt wird. Auf alle Fälle bleibt es spannend, wann die Bodenbearbeitung beginnen kann.
Nächste Woche kommen die ersten beiden Schülerpraktikanten, die 3 Wochen lang bei uns mitarbeiten werden.
Wir wünschen Ihnen Frohe Ostern!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




15.03.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das unerwartete Winterwetter sorgte vor allem dafür, dass wir viel Schnee schieben konnten. Der Sonnenschein versöhnt uns mit dem Wintereinbruch und die Saat ist unter dem Schnee gut geschützt. Die entstandenen Schneehaufen wurden von den Kindern in Besitz genommen, da Schaukeln im Moment nicht so angesagt ist:
Schneeschaukel im März Karla im Schnee März 2013






Im Gewächshaus sind tagsüber immerhin 2 Grad und so konnte der Feldsalat auftauen und geerntet werden. Nachts müssen die Jungpflanzen im Gewächshaus gut eingepackt werden, damit unter die Folie kein Frost kriecht.

Kälberiglu März 2013 Pferde März 2013 Schnee und Kälte erfreuen auch Kälber und Pferde.


Und der Weg in die Backstube wird schwungvoll freigeschippt:
Clara schippt Schnee März 2013
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



09.03.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus ist auf dem Pflanztisch ein Stück Folientunnel aufgebaut, darunter werden Jungpflanzen gezogen: Salat, Kohlrabi, Schnittlauch, Fenchel. Auch heute wird wieder gesät. Damit die Pflanzen nicht erfrieren, bekommen sie nachts warme Luft aus dem Heizlüfter. Die ersten Salat– und Kohlrabipflanzen wurden im Gewächshaus gepflanzt sowie Radieschen gesät.
Auch das Wintergetreide und die Ackerbohnen haben den Winter dank Schneedecke gut überstanden und wachsen gut. Das Wasser, das an einigen Stellen stand, verzieht sich langsam.
Eine erfreuliche Nachricht, nachdem schon wieder der nächste Futtermittelskandal in den Medien zu lesen ist: Bhutan will erster Bio-Staat der Welt werden. Das kleine Himalaya-Königreich Bhutan zwischen China und Indien ist so groß wie die Schweiz, 80% des Landes liegt über 2000m Höhe. Umweltschutz ist bereits in der Verfassung verankert. Der Wald, der 2/3 des Landes bedeckt, wird nachhaltig genutzt. Nun hat sich das Land dazu entschlossen, innerhalb von 10 Jahren der erste Bio-Staat der Welt zu werden. Biologischer Anbau von Getreide, Reis, Kartoffeln und Früchten wird zur nationalen Pflicht und chemischer Dünger und Pestizide werden verboten. Die Mehrheit der Bauern des 700.000-Einwohner-Staates wirtschaftet schon heute ökologisch, da der buddhistische Glaube verlangt, im Einklang mit der Natur zu leben und die meisten Felder nicht ans Straßennetz angeschlossen sind.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



03.03.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auf unserer Homepage wollen wir hier den Blick auf die aktuelle Landwirtschaftspolitik in der EU lenken und vielleicht einige Mitstreiter finden, die sich mit uns engagieren, nach dem Motto: Rettet die EU-Agrarreform! Es geht darum, Ob die Gelder in den kommenden Jahren in bäuerliche Landwirtschaft oder in die Agrarindustrie fließen, und das wird bei der aktuellen EU-Agrarreform entschieden. Die Abstimmungsergebnisse des Agrarausschuss des Europäischen Parlaments Ende Januar waren enttäuschend. Am 12. März stimmt das ganze Europäische Parlament über die Reform ab und erstmalig kommt es tatsächlich auf jede Stimme der Abgeordneten an. Sie finden dort die Kontaktdaten der EU-Abgeordneten aus Schleswig-Holstein aufgelistet, an die Sie sich wenden können.
Eine gute Nachricht aus Schleswig-Holstein: Minister Habeck erhöht die Fördersätze für Ökolandbau. Damit sind unsere Förder-sätze denen anderer Bundesländer angeglichen.
Am 21.2. hielt Felix Löwenstein einen Vortrag zu seinem aktuellen Buch „Food Crash“. Löwenstein ist promovierter Agrarwissenschaftler und Naturland-Landwirt auf Gut Habitz sowie Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Die Grundthese seines Buches: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




25.02.2013

Falsche Bio-Eier - nicht bei uns!


Liebe Kunden,
in den Nachrichten erfahren Sie seit Sonntag, dass falsch deklarierte Bio-Eier im Umlauf sind.
Hier können Sie nachsehen, woher die Eier kommen, die wir im Lieferservice und auch im Hofladen, wenn unsere eigenen Eier ausverkauft sind, verkaufen.

Hier finden Sie die Information des BÖLW zur Überbelegung der Legehennenställe (27 KB) (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft)

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kuckelmann




23.02.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Winterarbeit ist auch Aufräum– und Reparaturarbeit. Jetzt werden z.B. auch die Fahrräder, mit denen die Wege zwischen Haus, Gewächshaus und Feldern zurücklegt werden, repariert. Es gibt immer einige überzählige Räder, so dass auch kommende Praktikanten einen fahrbaren Untersatz haben. Weiter wird überhängendes Holz auf den Weiden weggeschnitten. Was davon nicht Feuerholz werden kann, wird auf den Brennplatz gebracht. Die Großkisten aus Holz, in die hinein auf dem Feld das Gemüse geerntet wird, werden ebenfalls durchgesehen und repariert. Bei frostfreiem Wetter sollen die grünen Napfkisten gewaschen werden.
Bei wieder wärmeren Temperaturen werden in der Gemüsehalle Kartoffeln sortiert. Wird es ihnen zu kalt, unter 3 Grad, werden sie süß.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



15.02.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nun gab es doch noch mehrere Tage gefrorenen Boden und der Tiefmist wurde morgens früh während der Melkzeit und am Vormittag aus dem Stall gefahren und in einer Miete auf dem Feld aufgesetzt. Die Kühe standen derweil im Fressgitter und waren später auf der Schneeweide.
Am Montag hatten wir eine Zwillingsgeburt, zwei weibliche muntere Kälber.
Für Samstag, den 4. Mai planen wir in diesem Jahr unser Hoffest, zu dem wir uns wieder über Ihren Besuch freuen. Weitere Informationen folgen.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



08.02.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nachdem der Frost vorbei war, sind die jüngsten Kälber wieder aus dem Stall in die Kälberhütte gezogen. Wir hoffen aber auf nochmalige Kälte und gefrorenen Boden, damit der Tiefmist vom Kuhstall aufs Feld gefahren werden kann. Der Sturm holte das alte Holz aus den Bäumen, das eingesammelt werden muss. Darunter kommen die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge zum Vorschein. Bei strahlender Sonne am Samstag saß eine fröhliche und laut schwatzende Schar Spatzen in einem Baum hinterm Schweinestall.
Der Posteleinsalat, der diese Woche in den Sortimenten gepackt wird, hat den Frost auf dem Feld (!) gut überstanden und konnte in großer Menge geerntet weren. Anders als Gewächshaussalat sind seine Blätter etwas kleiner.
Immer wieder kämpfen die Imker gegen den Einsatz von Pestiziden. Wer sie unterstützen möchte, kann dies mit den folgenden beiden Petitionen, die auf der Homepage savethehoneybee.eu zu finden sind: „Hilfe für die Honigbiene Nein zum Bienensterben“ (mit einer Frist von noch ca. 3 Monaten) und „Recht auf Pestizidfreies Leben“ (noch 2,5 Monate geöffnet).
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



01.02.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das milde Wetter macht es ab Mitte der Woche wieder möglich, Feldsalat im Gewächshaus zu ernten. Im März wird —bei entsprechender Wärme—vielleicht wieder Rucola und die nächste Partie Feldsalat erntereif sein, außerdem wächst dort Spinat. Einiges Lagergemüse wird weniger, rote Bete und Pastinaken leeren sich zusehends und vom Rotkohl gibt es nur noch große Köpfe ab ca. 1,3 kg. Wie der Porree den Frost überstanden hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Das Kartoffellager, das wir in der letzten Saison nicht so üppig füllen konnten, leert sich. Die Sorte Ballerina gibt es diese Woche im Abo das letzte Mal, es gibt aber weiter Belana, Linda und die mehlige Talent. Im Laden können Sie Ballerina weiterhin kaufen.
Die Fachtagung für biologisch-dynamischen Landbau in Norddeutschland, die Mitte Januar stattfand, beschäftigte sich mit allen Aspekten des Bodens: Fragen zur Bodenpflege, Bodennutzung bis hin zum Bodenrecht und neuen Eigentumsformen und den daraus sich bildenden sozialen menschlichen Umkreisen wurden in Vorträgen und Arbeitsgruppen bewegt.
Für Interessenten hier die Homepage
Am letzten Mittwoch hat ein Lehrling auf dem Hof den Abschluss seiner 4jährigen „Freien Ausbildung“ zum Demeter-Bauern erfolgreich bestanden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




25.01.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei Frost und Schnee haben die Kühe nicht nur in ihren Auslauf am Stall, sondern konnten am Vormittag auf die angrenzende Weide. Ideale Bedingungen dafür sind der gefrorene Boden und der Schnee. Die Kühe freuen sich über die Schneeweide und es hält ihre die Klauen gesund.
Die Stallleute ziehen zur nächsten Weide an der Grinau, um dort das überhängende Holz zu schneiden und einzuholen. Die kleinen Äste werden dort aufgehäuft und verbrannt, größere Stücke werden zum Holzplatz gebracht und dann in bedarfsgerechte Stücke für unsere Öfen z. B. im Pack– und Putzraum und Kamine in den Häusern zerkleinert und trocken gelagert.
25.000 Menschen demonstrierten am 19.1. in Berlin für eine Wende in der Agrarpolitik, drei davon waren vom Hof.
In den Medien wurde im Dezember 2012 über das neue Europäische Patentrecht für Pflanzen berichtet, das erlaubt, EU-weit Patente kostengünstig anzumelden. Unabhängig in welchem Land das Patent angemeldet wird, gilt es automatisch europaweit, außer in Italien und Spanien, die dieser Neuregelung wegen eines Sprachenstreits nicht zustimmen. Da die sogenannte „Auskreuzungsregel“ nicht mehr enthalten ist, ist es nun möglich, dass ein Landwirt, bei dem genverändertes Saatgut gefunden wird (egal ob vom Wind oder den Bienen hingetragen), sich strafbar macht und verklagt werden kann. In den USA ist das gängige Praxis und wurde 2005 in dem österreichischen Dokumentarfilm „We feed the world“ anschaulich dargestellt. Auch die Hürde gegen Einsprüche von Patenten ist erschwert, weil sie nur noch mittels Anwalt vor dem geplanten Patentgericht in Luxemburg möglich sein sollen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



18.01.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
glücklich war, dass mit dem Frost auch wieder Schnee die Erde bedeckt hat, so dass die Feldkulturen geschützt sind.
Letzte Woche sind die beiden neuen Kälber nach draußen in die Kälberhütte eingezogen. Ihnen selber macht der Frost nichts aus, aber ihr Wasser im Eimer friert ein, so dass sie eventuell in den Stall umziehen werden. Im Stall selber gibt es kurze Zuleitungen zu der temperierten Wasserleitungsanlage, an die Selbsttränken angeschlossen sind. Diese kurzen Stücke frieren leider bei starkem Frost ein und müssen mit heißen Tüchern aufgetaut werden. Je mehr Tiere im Stall stehen, umso später passiert dies.
Am Montag ganz früh noch im Dunkeln wurde Mist von der Mistplatte aufs frostige Feld gefahren. Er wird dort als Miete aufgehäuft und später mit Kompostpräperaten versehen, bevor er schließlich zum Düngen ausgebracht wird. Als Winterarbeit werden Zäune und Weiden von hinübergewachsenem Gebüsch befreit und die überhängenden Zweige von Büschen und Bäumen geschnitten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




11.01.2013

Kundenbrief


Liebe Kunden,
noch kurz vor und genau am 24. Dezember wurden 2 Kälbchen geboren. Das neue Jahr brachte erst einmal warmes und nasses Wetter, so dass im Gewächshaus Feldsalat und Postelein geerntet werden konnten. Auch draußen wächst es gut, eigentlich zu gut. Bei allen Feldkulturen wäre es besser, wenn sie klein blieben, damit sie für die nächste Kälteperiode gewappnet sind, die jetzt kommt. Mit den Triebspitzen der Futtererbsen versorgen sich die Rehe, die die oberen Spitzen alle abgefressen haben. Wir hoffen, dass sie nachwachsen werden.
2013 wird ein entscheidendes Jahr: bei der Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik und der Bundestagswahl werden die Weichen für die Zukunft unserer Landwirtschaft und unseres Essens gestellt. 2013 bietet daher die einmalige Chance einer Agrarwende. Deshalb wird erneut während des Internationalen Agrarministergipfels am 19. Januar in Berlin demonstriert: ab 11 Uhr am HBF Berlin, Washingtonplatz mit Gang zum Kanzleramt. Nähere Informationen bekommen Sie hier.
Ansonsten sind wir gesund und guter Dinge ins neue Jahr gekommen, mit einem kleinen Hofbewohner Zuwachs, den wir herzlichen willkommen heißen.
Wir freuen und bedanken uns über alle guten Neujahrswünsche und wünschen auch Ihnen ein gutes neues Jahr 2013.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



21.12.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die letzten Reste Schnee sind auf dem Hof fast aufgetaut, nur die zusammengeschobenen Haufen gibt es noch. Wir können die Wege wieder mit dem Rad zurücklegen, Grünkohl, Rosenkohl auf dem Feld und Rucola im Gewächshaus ernten. Die Kohlsorten haben den Frost nicht gut überstanden, es muss einiges aussortiert werden.
Für Ihre Treue und Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken. Herzlichen Dank auch für die zahlreichen Weihnachtsgrüße und guten Wünsche an unsere Hofgemeinschaft und unser Arbeitsteam. Auch dieses Jahr haben wir einen Weihnachtsbrief zusammengestellt, in dem wieder Verschiedenes vom Hof berichtet wird.
Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




15.12.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
dank unseres Gärtners Frank Lusche hatten wir dieses Jahr einige verschiedene Kürbissorten, von denen wir diese Woche das letzte Mal packen, dann gibt es aus der Kürbisvielfalt nur noch einige große Hokkaido ab 1,8 kg und einige wenige von Blue Ballet und Futsu Black. Die letzteren sollten geschält werden.
Bei frostigem Wetter ist es gut, für die Lieferung - falls kein frostsicherer Stellplatz vorhanden ist - eine Decke für kurzfristigen Schutz bereitzulegen, womit der Fahrer die Kiste bedecken kann. Vielleicht haben Sie auch Nachbarn, bei denen wir klingeln können, oder einen Haustürschlüssel, um die Kiste in den Hausflur zu stellen.
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.12.2012

Kundenbrief




Liebe Kunden,
Frost war angesagt und die Gärtner haben vorsorglich etwas Vorrat an Grünkohl und Porree im Kühlhaus gelagert. Der Herbstporree ist jetzt abgeerntet, Winterporree und Grünkohl stehen jetzt schneebedeckt. Beide Gemüsesorten können sich diesmal langsam an Frost gewöhnen, so dass sie hoffentlich nicht geschädigt werden, wobei der Schnee die Pflanzen schützt. Der Grünkohl hatte vom ersten Frost schon Schäden davongetragen. Porree treibt oft im frühen Frühjahr trotz Frostschäden wieder aus. Bei Dauerfrost können auch die Salate in unserem unbeheizten Gewächshaus nicht geerntet werden. Sie halten Temperaturen bis –5 Grad aus, müssen aber zum Ernten wieder aufgetaut sein. So wird es spannend, was die Frostperiode überstanden hat.
Seit dem ersten Schnee sind die Kühe jetzt auch tagsüber im Stall, da sie sich nicht gern im Schnee hinlegen.
Eine schöne Adventszeit und herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




30.11.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auch in diesem Jahr werden wir einen Stand beim Adventsbasar in der Lübecker Waldorfschule haben, an dem Sie unser Brotsortiment, Adventsbrot und Kekse angeboten werden sowie ein kleiner Käsetresen aufgebaut wird.
Der letzte eigene Wirsing wurde jetzt in die Gemüsekörbe gepackt. Die letzte Kiste eigene Möhren geputzt.
Die Kühe gehen weiterhin tagsüber auf die Weide zum Spazierengehen in frischer Luft. Die zotteligen Felle vom kalten Wetter werden ihnen nach und nach im Stall geschoren, damit sie nachts nicht schwitzen und sich kein Ungeziefer darin sammelt.
Wie jedes Jahr macht der Lieferservice eine Weihnachtspause:
letzte Auslieferung am Freitag, 21.12. 2012
erste Lieferung im Januar am Dienstag, 8.1.2013
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann




23.11.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus stehen einige Winterkulturen, von denen Rucola und Postelein geerntet werden, Feldsalat in unterschiedlichen Größen, zum Teil zum Überwintern und Ernten im Frühjahr, ebenso Spinat zum Überwintern. Auf einem Teil der Beete wächst Gründüngung. Die Sauerkrautaktion hat 9 Fässer erbracht, die inzwischen im Keller bei 20 Grad zur Gärung stehen. Danach lagern sie im Kühlhaus bis zur Abfüllung.
Ebenfalls aus der Gärtnerei kommen dieses Jahr unterschiedliche Kürbisse, nicht nur der bekannte orangefarbene Hokkaido: Butternut (muss vor dem Kochen geschält werden), Black Futsu (kann mit Schale gegessen werden) und der große Muscade de Provence (ca. 4 kg), ein sogenannter Moschuskürbis.
Im Feldgarten kann jetzt eine Schnittsalat-Mischung mit unterschiedlichen Sorten geerntet werden: Endivie, Radicchio, junge Salatblätter und würziger Asiasalat.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




16.11.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Laden finden umfassende Veränderungen statt: der Kassenbereich wurde neu gebaut und mit neuer Kasse versehen, die zum neuen Warenwirtschaftssystem gehört. Obst und Gemüse wird nicht mehr von den Kunden selber an der Waage gewogen und mit Etikett versehen, sondern vor dem Bezahlen an der Kasse gewogen. Beim Wareneingang ist eine deutliche Erleichterung bei der Arbeit zu bemerken, da die Waren nicht mehr einzeln per Hand mit Preisen versehen werden müssen. Zur Zeit werden die Regale mit neuen Preisschienen versehen, auf denen der Preis für die Artikel abgelesen werden kann.
Die Lindenbäume sind entlaubt und die Dachrinnen werden von den Blättern befreit, Wege gekehrt. Die Kühe dürfen tagsüber immer noch auf die Weide wandern, auch 8 Jungtiere sind noch draußen. Bei mildem Wetter wächst auch das Gras noch etwas, was für die Jungtiere ausreichend ist, während die Milchkühe im Stall ausreichend gefüttert werden und auch nachts zuhause bleiben.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




09.11.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kühe gehen tagsüber immer noch auf die Weide. Das mögen sie trotz kalten Wetters gerne, außerdem spart es Stroh im Stall. Am letzten Wochenende wurden gleich 2 Kälbchen geboren.
Die Apfelernte ist beendet und in diesem Jahr sehr erfolgreich gewesen. Wir hatten viele schöne Äpfel für den Verkauf, einige reifen noch im Lager nach, und auch die Menge der Saftäpfel ist üppig ausgefallen. Letzte Woche wurden 2 Hänger voll mit Großkisten voller Äpfel zur Mosterei gefahren, im Laufe der Woche werden die abgefüllten Flaschen und 5l-Saftboxen im Lieferwagen abgeholt.
Die Planung der Sortimente wurde noch einmal geändert: einmal war nicht aller Mangold erfroren, wir konnten noch weißen Mangold ernten. Und für die regionalen Kisten gibt es eine kleine Menge Pak Choi, auch Senfkohl genannt. Er ist ein Verwandter des Chinakohls und in Asien beliebt. Die Pflanze liebt Wärme, weswegen sie in diesem Sommer bei uns nicht so groß geworden ist. Sie wird wie Mangold/Spinat gekocht.
Die Gärtner haben letzte Woche Sellerie und Möhren geerntet und eingelagert und das letzte Fass Sauerkraut abgepackt. Ab heute putzen sie Weißkohl für die neue Sauerkrautaktion.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




02.11.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am letzten Samstag konnte—nach einem kurzen Schneegraupelschauer—bei strahlendem Sonnenschein die Aktion „Zukunft säen“ stattfinden: ungefähr 25 Erwachsene, Jugendliche und Kinder wanderten zum Acker beim Windrad, um mit Hand Weizen in die vorbereiteten Saatrillen zu legen. Auf dem Rückweg zum Hof wurde am Feldgarten von unserem Gärtner Frank Lusche über samenfeste und hybride Sorten informiert. Anschließend gab es Erntesuppe, Kaffee und Kuchen, wobei angeregte Gespräche stattfanden. Bilder finden Sie etwas weiter unten.
Die Aktion wurde 2006 von Ueli Hurter der Fondation de L‘Aubier (http://avenirsem.ch) gemeinsam mit Peter Kunz von der Getreidezüchtung (www.getreidezuechtung.ch), beide in der Schweiz, initiiert. Sie soll Symbol dafür sein, dass Bauern und Verbraucher gemeinsam Verantwortung für die Sicherung der Vielfalt und Gentechnikfreiheit unserer zukünftigen Ernährung übernehmen.
Die 8 kleinsten Jungtiere, die auch nicht mehr die Kleinsten sind, sind inzwischen in den Stall eingezogen. Dafür mussten sie ein Stück an der Straße über den Weg zum Hof in den Stall begleitet werden. Sie kommen mit einem dichten Fell in den Stall und werden jetzt am Rücken geschoren, damit es ihnen im Stall nicht zu warm wird.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




29.10.2012

Eine gemeinsame Aktion ...


Zukunft säen LOGO

Aktion Zukunft säen Acker
Aktion Zukunft säen Mittag

... für eine Zukunft in der Landwirtschaft



ZUKUNFT SÄEN in Gut Rothenhausen
fand am Samstag, 27. Oktober 2012
um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein statt


Die Idee: Zusammen mit Landwirten säen Sie von Hand Getreidesamen aus biodynamischer Züchtung in vorbereiteten Boden als Symbol dafür, dass Bauern und Verbraucher gemeinsam Verantwortung für die Sicherung der Vielfalt und Gentechnikfreiheit unserer zukünftigen Ernährung tragen.
Nach dem Erlebnis des Säens können Sie auf Besuchen weiterverfolgen und beobachten, wie die Saat aufgeht, das Feld grün wird, im neuen Jahr weiterwächst und reift bis hin zur Ernte.
Das verwendete biodynamische Saatgut wurde von unabhängigen Züchtern ohne gentechnische Methoden entwickelt. Mit vermehrungsfähigen Sorten und freier Saatgutwahl wird die Grundlage unserer Ernährung sichergestellt. Unterschiedliche Böden brauchen unterschiedliches Saatgut. Deshalb entscheidet die Wahl des Saatguts mit über die Qualität der späteren Lebensmittel. Mit Ihrer Teilnahme können Sie ein Zeichen dafür setzen, dass eine Landwirtschaft ohne Agro-Gentechnik auch in Zukunft möglich bleibt.
Die Initiative Zukunft säen! entstand im Jahr 2006 in der Schweiz und wird mittlerweile in über 10 Ländern veranstaltet. Entwickelt wurde sie von L’AUBIER und der Getreidezüchtung Peter Kunz. Demeter e.V. koordiniert die Aktionen seit 2009 zum Erhalt unabhängigen Saatgutes auf Demeter-Betrieben in ganz Deutschland.



19.10.2012

Kundenbrief




Liebe Kunden,
mit ökologischer Landwirtschaft gegen den weltweiten Hunger: Marie-Monique Robin zeigt in ihrem Dokumentarfilm "Zukunft pflanzen", der am Dienstag auf ARTE zu sehen war, wie es funktioniert. Ein sehr positiver und berührender Film, der Bauern, Wissenschaftler und Politiker weltweit bei ihrem Einsatz für einen gesunden Boden, regional angepasste Anbau– und Vermarktungsmethoden und eigenes Saatgut zu Wort kommen lässt und veranschaulicht, dass damit tatsächlich der Hunger besiegt werden kann. Dagegen möchte in Afrika die Agrarindustrie hybrides und gentechnisch veränderten Saatgut auf den Markt bringen, womit sie nur vordergründig auf das Problem des Hungers eingeht, davon aber erheblichen Profit haben würde. Im Internet bei ARTE kann man den Film noch bis zum 24.10. kostenlos ansehen.
Im Gewächshaus wächst anstelle der Gurken inzwischen Rucola, 2 Reihen Tomaten sind abgeräumt und machen Platz für Feldsalat und Postelein. Auch draußen gibt es Postelein, der dort allerdings langsamer wächst. Beim Salat gibt es erst mal eine kleine Pause, bevor dann die letzten Köpfe, später auch Endiviensalat und Asiasalat erntereif sind. Ab sofort gibt es eigene Herbstrübchen und Pastinaken.
Die letzte Futterernte konnte wegen des Regenwetters bisher noch nicht stattfinden. Auf einigen Ackerflächen wächst als Zwischenfrucht Landsberger Gemenge, eine Mischung aus Winterwicke, Inkarnatklee und Weidelgras, das im Mai geerntet werden kann.
Mit herzlichen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




13.10.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gurkenpflanzen im Gewächshaus sind abgeräumt und haben den Platz für Rucola freigegeben. Die Tomaten stehen noch, reifen aber nur noch sehr langsam. Anfang der Woche haben die Gärtner den Weißkohl für Sauerkraut geerntet und eingelagert. Außerdem hat der Kindergarten beim Möhrenernten geholfen, eine ganze Großkiste haben sie voll bekommen, so dass es jetzt eigene Möhren gibt, die auch samenfest sind.
Der vergangene Regen hat dem Boden gut getan. Wir haben allerdings noch etwas Futter für die Tiere stehen und hoffen auf Sonne, damit es noch geschnitten werden kann.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




21.09.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der schöne Spätsommer hat dazu beigetragen, dass das Pflügen und Grubbern zeitgerecht ausgeführt werden konnten. Inzwischen wurden Wintererbsen gesät. Aus der Gärtnerei gibt es ab sofort eigenen Porree. Als Besonderheit aus dem Gewächshaus gibt es eigene Peperoni. Die Tomaten– und Gurkenernte geht langsam weiter zurück. Zeitweise haben wir keine eigenen Tomaten, da sie deutlich länger zum Reifen brauchen: es ist kälter und die Dauer des Tageslichts nimmt ab. Stattdessen gibt es z. B. Tomaten vom Gärtnerhof Sandhausen, eine Demeter-Gärtnerei der Familie Clausen. Im Stall wurden die Wände frisch gekalkt. Das Kleegras könnte wieder ordentlichen Regen gut gebrauchen, dann wäre auf einzelnen Flächen ein 4. Schnitt möglich.
Der nächste Kundenbrief erscheint am 12. Oktober nach der Lieferpause.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



14.09.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner haben das erste Lagergemüse abgeerntet, Rotkohl und Kürbis. Sie sind aber auch weiter mit Unkrautbekämpfung beschäftigt.
Die letzte Feld-Ernte, die noch ausstand, die Ackerbohnen, sind inzwischen auch gedroschen. Jetzt werden die Ackerflächen für die nächste Bestellung oder die Winterruhe mit Grubbern und Pflügen vorbereitet. Dafür wurde Mist aus der Miete ausgebracht und auch wieder neuer Mist vom Misthaufen in einer Miete gelagert und für die Endreifung präpariert.
3 Schülerpraktikanten aus Hamburg leben und arbeiten mit uns 2-3 Wochen auf dem Hof. Sie arbeiten überall mit, z. B. beim Kochen des Mittagessens in der Küche, beim Stalldienst am Nachmittag, in der Backstube, beim Kartoffelsortieren, beim Unkraut hacken, im Hofladen und anderes.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



07.09.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
120 neue Zaunpfähle und viele Meter Stacheldraht waren das Material für einen neuen Weidezaun, das die morschen Pfähle und den ausgeleierten Stacheldraht ersetzt haben. Diese Arbeit ist letzte Woche fertig geworden. Weitere 64 Ballen Silage konnten vom Kleegrasstück des Nachbarhofes in Bliestorf in Rundballen gepresst werden. 16 Ballen passten auf einen langen Hänger. Bei uns wurden die Ballen dann zum Wickeln mit Folie abgeladen. Das Wickeln wird immer am Lagerortes gemacht, damit die empfindliche Folie durch Transport nicht beschädigt wird.
Jetzt am Übergang zum Herbst ändert sich das Angebot an Früchten: Sommergemüse Schmorgurken gibt es nicht mehr, Pfirsiche gehen dem Ende zu, Honigmelone Galia wurde durch die Sorte Retato Cantaloupo ersetzt. Im Gewächshaus wird die Menge an Tomaten und Gurken weniger. Die Ernte von Lagergemüse beginnt: Ab sofort können Sie eigenen Rotkohl und Kürbisse bestellen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




31.08.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Freitag war Kartoffelernte in Planung, doch als es losgehen sollte, kam der erste Regenguss. Bei Regen musste abgebrochen werden, die feuchte Erde verhindert hinterher das zügige Abtrocknen der Kartoffeln und die Lagerfähigkeit wird beeinträchtigt. Zum anderen wird der Boden, wenn er zu feucht ist, durch die schwere Maschine geschädigt. Mittlerweile ist die Ernte beendet. Wegen des kühlen und feuchten Sommers ist das Kartoffelkraut in diesem Jahr früher abgestorben, danach wachsen die Kartoffeln nicht mehr, so dass wir diesmal viele kleine Kartoffeln geerntet haben.
Das Futter auf der Weide für die Kühe und Pferde wächst gut nach. Und wir konnten noch 14 ha Kleegras eines benachbarten Demeter-Hofes für Silage mähen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.08.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die abgeernteten Felder werden gleich wieder mit Grubber und Scheibenegge bearbeitet. Die Klee-Untersaat wächst nach dem Dreschen der Gerste gut, so dass wir noch mit etwas Winterfutter für die Kühe rechnen.
Bisher wurden die neuen Kartoffeln mit der „Wühlmaus“ aus der Erde geholt: eine große breite Schaufel fördert die Kartoffeln über ein kurzes Band wieder auf den Boden, wo sie per Hand aufgelesen werden. Jetzt wird der Kartoffelroder hergerichtet, damit er für die große Ernte einsatzbereit ist. Mist wird gefahren und in einer Miete aufgesetzt. Dort wird er dann mit Kompostpräparaten geimpft.
Ein Feld mit Ackerbohnen steht noch mit Dreschen aus. Mangels Regen hatten sie eine Phase, in der sie nicht gut wuchsen. Das haben sie in der Regenzeit aufgeholt und nun dauert es etwas länger, bis sie dann wahrscheinlich im September erntereif sind.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




17.08.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das trockene und zunehmend sonnige Wetter wurde zum Dreschen von Roggen und Hafer, zum Strohpressen und Einlagern der Strohballen genutzt. Vom Gerstenstroh ist durch den Regen einiges an Masse und Qualität verloren gegangen. Jetzt ist alles Getreide unter Dach und Fach. Die Stallmannschaft hat noch einmal Futtergras gemäht, das vom Lohnunternehmer gepresst wurde. Die gepressten Rundballen werden von zum Wickler gefahren, der mehrere Lagen Folie drumherumwickelt. Sie müssen luftdicht verschlossen sein (auch bei rastenden Vogelfüßen halten), damit die Silage nicht verdirbt und schimmelt. Die Ballen werden regelmäßig auf Löcher kontrolliert und es ist verboten, auf ihnen zu klettern.
Die Kälberhütte ist für einige Zeit vom Hofplatz in die Nachbarschaft des Schweineauslaufs umgezogen. Dort wurde ein Stück Gras mit Elektrodraht eingezäunt, das die Kälber abgrasen und wo sie fröhlich herumspringen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



10.08.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Regenwetter hat immer wieder die Ernte herausgezögert. Das Dreschen der Gerste musste letzte Woche abgebrochen werden, die meisten Strohballen konnten noch unter Dach gefahren werden. Die gepressten Ballen, die draußen bleiben, macht der Regen nur oberflächlich nass, er dringt nicht ein. Das Stroh, das noch ungepresst auf dem Acker liegt, verliert allerdings durch die Nässe an Qualität. Heute besteht die Hoffnung, dass die Ernte kann. Die Stallleute können das trockenere Wetter wieder zum Zaunpfähle setzen und neuen Stacheldraht ziehen der Weidezäune nutzen.
Die Gärtner hatten vor allem mit den Möhren zu tun: Unkraut jäten Die ersten frühen Äpfel werden geerntet. Die Tomatenernte läuft auf vollen Touren, sie haben jetzt den besten Geschmack, während die Gurken langsam an Erntemenge abnehmen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



03.08.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner säen regelmäßig Salat aus, damit unser Salatangebot lückenlos ist. Sobald die Keimblätter erscheinen, werden die winzigen Pflanzen in kleine Töpfe umgepflanzt (pikiert) und, wenn sie groß genug sind, ausgepflanzt. Ebenso wurden jetzt Chinakohl und Pak Choi pikiert. Grünkohl wurde ausgepflanzt. Die Möhren werden vereinzelt und vom Unkraut befreit.
Die neuen Kartoffeln werden nach Bedarf für den Verkauf geerntet: Ballerina festkochend. Die Schale ist noch nicht fest bei frisch geernteten Kartoffeln, deshalb bieten wir sie nur lose an, später dann auch in 2,5-kg-Tüten.
Die Ernte hat begonnen: Dinkel und Weizen wurde gedroschen. Die Körner mussten noch etwas nachgetrocknet werden, da wegen des nahenden Gewitters nicht gewartet werden konnte, bis die Körner die ideale Restfeuchte von 14% haben. Das Stroh wurde in Ballen gepresst. Es wurde schon dringend für Pferde, Kälber und Schweine erwartet und hat diesmal eine gute Menge ergeben. Mit der nächsten Wärme– und Trockenperiode geht die Ernte mit Gerste und Roggen weiter.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




27.07.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Tomatenernte ist immer noch etwas zögerlich, wird bei der Wärme aber in Schwung kommen. Für diese Woche mussten wir noch einmal vom demeter-Hof Schümann zukaufen.
Beim Vereinzeln der roten Bete werden jetzt eine Zeitlang die kleineren roten Knollen mit Blättern geerntet und bundweise angeboten. Das Laub kann mitgegessen werden, sowohl roh als auch gekocht.
Die Hofweide wurde neu eingezäunt. Dabei wurden einige Pfähle erneuert und ringsum neuer Draht gezogen.
Jetzt geht die Ernte langsam los: es wurde Hafer geschnitten und siliert für Futter. Die ersten Kartoffeln werden für den Laden geerntet und gibt es nächste Woche auch im Abo. In ein paar Tagen werden Dinkel, Weizen und Roggen erntereif sein. Bis dahin werden Mähdrescher und Strohballenpresse vorbereitet. Auf dem gemähtem Haferfeld wurde ein Gemenge aus Erbsen, Wicken, Roggen und Gerste als Zwischenfrucht angesät, das dann für Futter geschnitten werden kann.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




20.07.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Bäckerin ist ebenfalls aus dem Urlaub zurück und ab sofort gibt es wieder Brot, Brötchen und Gebäck.
Wir ernten viel eigenes Gemüse. Im Gewächshaus fühlt man sich wie im Urwald zwischen Tomaten, Gurken, Stangenbohnen, Paprika und den ersten Auberginen. Stangenbohnen werden diese Woche auch schon wieder das letzte Mal geerntet. Im Feldgarten wird weiter gejätet und der Winterkohl angehäufelt, neuer Salat ausgepflanzt und Radieschen gesät.
Öfters kommt die Frage nach eigenen Frühkartoffeln: unsere frühe Kartoffelsorte Princesse wird meist Anfang August geerntet. Der Erntezeitpunkt steht noch nicht fest. Wir haben auch bis dahin weiter Ballerina vom letzten Jahr, die immer noch gut schmeckt.
In diesem Jahr hat unser Stroh von der letztjährigen Ernte nicht gereicht, wir haben vom benachbarten Biolandhof in Krummesse Stroh dazukaufen müssen. Der Frühsommerregen kam jetzt noch rechtzeitig und so werden die Halme diesmal länger sein, also mehr Stroh abwerfen. Allerdings wird ein Teil des Hafers schon vor Erntereife, in der Teigreife sagt man, geschnitten und als Futter für die Kühe siliert werden, da auch der zweite Schnitt weniger Futter gebracht hat als erhofft.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



03.07.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Spitzkohle haben durch das feuchte Wetter ordentlich zugelegt, manche so sehr, dass sie geplatzt sind. Blumenkohl ist inzwischen der 2. Satz (wie die Gärtner sagen) erntereif. Die Lauchzwiebeln haben sich in Bundzwiebeln verwandelt: Unten hat sich eine kleine Zwiebel gebildet.
Das helle Öchslein Orpheus, der kleine Bulle Olli und der jugendliche dunkle Bulle Nero grasen freundschaftlich zusammen auf der Weide, fressen das Schattengras, das die Kühe nicht so gerne mögen, ruhen zusammen unter der Eiche. Der große Bulle Manfred, genannt Manni, vergrößert die Gruppe und wir verfolgen, wie sie sich annähern. Manni, souverän und lieb, reagiert auf die gesenkten Hörner von Nero ganz spielerisch und zupft sich wie nebenbei ein paar Hälmchen zum Fressen. Und jetzt ziehen sie oft zu viert fressend nebeneinander über die Weide, begleitet von einem Schwarm Vögel und um die Beine hüpfenden Bachstelzen, die ihnen die Fliegen wegfangen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



30.06.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Über den reichlichen Regen und das Gewitter freuen wir uns unterschiedlich: für Weiden und Äcker hätte es noch mehr sein können, im Gemüse sorgt viel Regen dafür, dass reifendes Gemüse platzt und das Unkraut schießt. Deshalb heißt die Devise jetzt ununterbrochen: Hacken.
Im Gewächshaus hat die Gurkenernte begonnen, vielleicht gibt es bei der nächsten Lieferung schon unsere ersten Tomaten und Stangenbohnen. Draußen beginnt die Zucchinieernte.
Die Stallmitarbeiter brauchen jetzt eine trockene Periode, um den 2. Schnitt auf Weiden und Kleegras einholen zu können.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




22.06.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der bestellte Broccoli wurde vom Großhandel abgesagt. Zum Glück war unser eigener Blumenkohl erntereif und ein Teil eigener Broccoli. Unser samenfester Blumenkohl ist teilweise lockerer gewachsen und nicht ganz so weiß wie sein hybrider Kollege, aber dafür im Geschmack intensiver und trotzdem fest. Samenfest heißt, dass aus den Samen neue gleichartige Pflanzen vermehrt werden können. Hybride Pflanzen behalten bei der Vermehrung nicht die ihnen angezücheten Eigenschaften. Die Erträge von samenfesten Sorten sind nicht so groß wie die der hybriden.
Die fleißige Praktikantenklasse, die inzwischen wieder abgefahren ist, hat in den letzten Wochen unser Holzlager für den Winter enorm aufgefüllt. Außerdem hat sie alle Stalltüren am Schweinestall und einige am Kuhstall mit frischer grüner Farbe gestrichen. Ein unerwarteter Besuch hat uns 2 neue Türen am Kuhstall gebaut. Über das erfrischte Aussehen freuen wir uns sehr!
Mit guten Wünschen für einen erholsamen Urlaub
und herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




15.06.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus müssen jetzt täglich die Tomaten gepflegt werden. Die zwischen Hauptstamm und Seitentrieb wachsenden Austriebe müssen entfernt werden. Die Pflanze soll nach oben wachsen und blühen und muss an ihrem Kletterseil von Zeit zu Zeit hochgebunden werden.
Draußen wird weiter gejätet.
Eine kleine 9. Schulklasse half uns während ihres zweiwöchigen Landbaupraktikums fleißig beim Holzmachen, Ausmisten, Unkraut jäten, kochen und machte einen großen Teil unserer grünen Abokisten sauber, worüber ich mich sehr freue.
Es gibt gute Nachrichten vor den Sommerferien für die Ökolandwirtschaft und deren Verbraucher in Schleswig-Holstein: Robert Habek, neuer Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, hat die Streichung der Beibehaltungsprämie wieder rückgängig gemacht. Die Anstrengungen von Verbänden und Verbrauchern waren erfolgreich. Ebenso ist die Förderung des Ökolandbaus auf Seite 41 des Koalitionsvertrages festgehalten.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.06.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Feldgarten wurden inzwischen Herbstkohl, Herbst- und Winterporree gepflanzt. Neu geerntet werden Frühwirsing, Spitzkohl und Lauchzwiebeln.
Im Gewächshaus müssen jetzt täglich die Tomaten gepflegt werden. Die zwischen Hauptstamm und Seitentrieb wachsenden Austriebe müssen entfernt werden. Die Pflanze soll nach oben wachsen und blühen und muss an ihrem Kletterseil von Zeit zu Zeit hochgebunden werden.
Seit letzter Woche sind auch die kleinen Jungtiere auf der Weide. Zum Wochenende kommen Bulle und Bullennachwuchs, die sich im Auslauf schon mal an die frische Luft gewöhnt haben, auf eine eigene Weide. Ab und an bekommen sie Besuch von einzelnen Kühen.
Eine kleine 9. Schulklasse hilft uns während ihres Landbaupraktikums fleißig beim Holzmachen, Ausmisten, Unkraut jäten, kochen und anderen Arbeiten. Ebenso machen zwei Praktikanten ihr Betriebspraktikum bei uns.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





01.06.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das erste Futter liegt gut eingewickelt und gekennzeichnet an den verschiedenen Lagerstellen. Die luftdichte Verpackung darf nicht beschädigt werden, manchmal geschieht das durch Vögel, die dort rasten. Jedes kleine Loch muss schnell wieder geschlossen werden, damit die Silage nicht verdirbt.
Die Gärtner haben den im Gewächshaus vorgezogenen Herbst-Porree aus dem Beet ausgegraben, in handliche Bündel in Kisten gepackt und ihn draußen ausgepflanzt. Auf die freigewordene Fläche kommen die letzten Tomaten. Draußen sind inzwischen Kürbisse und Zucchini gepflanzt, sogar Auberginen und Paprika. Letztere bekommen noch einen Tunnel mit Lochfolie, weil ihr Wärmebedarf sehr groß ist.
Wir warten natürlich auf Regen, die Erde ist viel zu trocken. Die Gärtner können beregnen, auch die Kartoffeln können beregnet werden, aber alle anderen Feldfrüchte und besonders das Gras benötigen dringend Wasser.
Weiter werden Zäune repariert, damit auch die letzten kleinen Jungtiere und der Bulle auf die Weide gehen können. Dann werden nur noch die kleinsten Kälber auf dem Hof sein, die jeden Tag ihre Milch bekommen müssen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



25.05.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei der schönen und stabilen Wetterlage ist in dieser Woche Futterernte der Kleegrasflächen und einzelner Weidestücke, auf denen später die kleine Jungtiere grasen werden, Die Maschinen wurden vorbereitet, z. B. die Messer daran geschärft. Das Mähen und später das Wenden des Gemähten kann immer erst beginnen, wenn der Tau abgetrocknet ist. Jetzt wird auch die Pausen durchgearbeitet. Ist das Gras genügend getrocknet, wird es geschwadet, d. h. so gewendet, dass es in Reihen liegt. Diese Reihen werden von der Ballenpresse aufgenommen und in Rundballen gepresst. Die Rundballen werden dann an einem Platz zusammengefahren, an dem sie - luftdicht in Folie gewickelt - gelagert werden.
Die Gärtner sind dabei, die Beregnungsanlage aufzubauen und in Gang zu bringen. Zwei tüchtige Schülerpraktikantinnen aus Rostock sind zur Zeit bei uns zum Mitarbeiten dabei, helfen vor allem in der Gärtnerei und im Stall, bei bei Bedarf auch beim Mittagessenkochen und in der Bäckerei.
Nächste Woche gibt es den ersten eigenen Salat vom Feld.
Mit herzlichen Grüßen für frohe Pfingsttage
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



22.05.2012

Futterernte im Mai


Erster Schnitt
Futterernte Mai 2012

Wenden: das geschnittene Gras wird zum Trocknen ausgebreitet
Zetten Mai 2012



18.05.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
19 mm Regen wurde letzte Woche im Regenmesser gemessen. Das ist für die obere Erdschicht ganz gut, dringt aber nicht in die Tiefe. So freuen wir uns über jeden weiteren Regen, der auch den Boden unter den Bäumen nässt und ein paar Pfützen hinterlässt.
Jetzt wächst das Unkraut gut—damit haben die Gärtner ab sofort die meiste Arbeit auf dem Feld. In dieser Woche gibt es die ersten Freilandradieschen und eigenen Spinat, der bei der schwülen Wärme der letzten Woche fast in Gefahr geriet, zu schießen, d. h. in Blüte zu gehen. Aus dem Gewächshaus kommt noch einmal Schnittsalat. Die Tomaten sind mittlerweile gepflanzt. Gurken, Stangenbohnen und Paprika sollen noch folgen.
Am Wochenende wurden die Kartoffeln gestriegelt, eine Maßnahme gegen das Unkraut. Das Getreide ist jetzt so hoch, dass eine Untersaat zwischen die einzelnen Reihen in der nächsten regenfreien Zeit gesät werden kann. Auch für den ersten Schnitt vom Gras werden die Mähwerke jetzt vorbereitet.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



12.05.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Hoffest war—so hoffen wir—nicht nur für uns ein voller Erfolg. Essen und Getränke reichten, alle Menschen haben geduldig dafür Schlange gestanden. Die Parkplätze waren zeitweise knapp, alle Aktivitäten wie Bauernthriatlon, Kuhbingo, Ponyreiten, Klettern gut besucht, Treckerfahren ohne Ende. Und das Wetter dazu noch traumhaft. Auch der Regen danach tut natürlich der beparkten Weide zur Erholung sehr gut. Vielen Dank für Ihren Besuch und Ihre Anteilnahme an unserem Hof!
Ein kleiner Teil der Jungtiere (die Größten) ist inzwischen auf der Hangweide. So wird sich der Stall mit der Zeit leeren. Alle paar Tage wird dort ein neues Stück für die Tiere zum Beweiden freigegeben, das alte kann dann in Ruhe wieder nachwachsen. Die Tiere bleiben so auch im Kontakt mit den Menschen.
Die Wahlergebnisse sind knapp für den Ökolandbau ausgegangen. Es bleibt spannend. Die Wahlbeteiligung war sehr gering, schade.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





08.05.2012

Austrieb der Jungtiere


Die Jungtiere werden zum ersten Mal im Jahr auf die Weide getrieben:
Austrieb der Jungtiere April 2012


Junge Kuh und kleiner Ochse müssen noch die Rangfolge klären

Rangkampf Mai 2012



04.05.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
mittlerweile sind auch die Kartoffeln gepflanzt. Sie werden gegen das aufkommende Unkraut hin und wieder gestriegelt und gehäufelt. Die Gärtner haben im Gewächshaus die ersten Tomaten gepflanzt. Die Pflanzen waren schon so groß, dass sie in die Erde mussten. Gegen die Kälte bekamen sie einen Folientunnel, der bei kalten Temperaturen geschlossen wird. Diese Woche werden die Kohlrabis, Radieschen und Eiszapfen geerntet, danach ist die Fläche frei zum Bepflanzen mit Tomaten, Paprika und Gurken. Für den Feldgarten werden jetzt laufend Kulturen nachgesät und draußen Salate ausgepflanzt.
DIe ersten großen Jungtiere sind heute auf die Hangweide gekommen. Auf wechselnden Weidestücken bleiben sie dort bis zum Herbst.
Während die Gärtner die Beregnungsanlage aufstellen können, könnten die Weiden fürs Wachsen Regen gebrauchen, damit das Futter für die Kühe nicht knapp wird. Ab sofort sind die Kühe auch nachts draußen.
Die Kartoffelsorte Karlena ist inzwischen ausverkauft, wir haben aber noch genug festkochende Ballerina, um den Anschluss an die neue Ernte zu schaffen. Sie ist auch eine sehr gute Lagerkartoffel.
Ansonsten laufen alle Vorbereitungen für das Hoffest am Samstag auf Hochtouren und wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




29.04.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kühe sind jetzt tagsüber auf der Weide, werden aber auch für den Übergang noch weiter mit Silage im Stall gefüttert, bevor sie rausgehen. Durch den Weidegang kommen sie sauber zum Nachmittagsmelken, worüber sich die Stallleute freuen. Weiter werden die Zäune kontrolliert und repariert, die Weideeinteilung für den Weidegang der Kühe geplant. Wir bekommen glücklicherweise noch etwas Stroh und Silage aus benachbartem Biolandanbau, um unsere knappen Vorräte aufzufüllen, da im Stall noch eine Weile gefüttert wird. Die Gärtner sind draußen am Pflanzen von Salat, Kohlrabi und Frühkohl. Das Gewächshaus steht voller Jungpflanzen, u. a. auch viele Tomaten, Porree, Kohlpflanzen, Blumen und Kräuter, die zum Teil auch auf dem Pfanzenmarkt am Hoffest verkauft werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



21.04.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Salat ist im Moment Mangelware auf dem Großhandelsmarkt. Wir haben diese Woche erstmalig deutschen Salat bekommen, der aber noch teuer ist. Deshalb haben viele Kisten keinen Salat, dafür aber eigenen Spinat bekommen. Nächste Woche können wir eigenen Salat in unserem Gewächshaus ernten.
Am Montag war es soweit: die Kühe kamen um 10 Uhr das erste Mal auf die Weide; noch erst für eine kurze Zeit bis Mittags, damit sie sich auf das frische Futter langsam einstellen können. Es ist immer ein belebendes Ereignis, die Frühlingsfreudensprünge der Kühe zu anzuschauen. Die Kindergartenkinder liefen danach als muhende Herde zum Kindergarten zurück.
"Bauer hält Hof" heißt eine Aktion der Initiative Meine-Landwirtschaft.de, die auch in Lübeck zur Diskussion mit Verbrauchern und allen Interessierten über eine Neuausrichtung der "EU-Agrarpolitik" einlädt, gemeinsam über die Zukunft der Agrarpolitik zu diskutieren, da Zukunftsfragen wie Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt und Welternährung mit einer industriellen Landwirtschaft nicht gelöst werden können. Termin ist der 26. April um 20 Uhr, Media Docks, Willy-Brandt-Allee 31a.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



14.04.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
aus unserem Gewächshaus gibt es diese Woche Radieschen. Schnittlauch kommt sogar schon vom Freiland. Der Feldgarten ist fertig umzäunt. Die Gärtner haben inzwischen Zwiebeln gesteckt, Kohlrabi gepflanzt und Frühkohl gesät. Heute kommt weiterer Kohl in die Erde für die Herbsternte. Im Gewächshaus stehen viele Jungpflanzen. Sie werden gegen Nachtfrost mit Vlies bedeckt und bekommen etwas warme Luft. Auch Salat und Kohlrabi wachsen im Gewächshaus und sind bald verkaufsfertig.
Vor dem Regen konnten die Weiden noch fertig geschleppt werden. Jetzt werden die Weidezäune nachgesehen und repariert. Möglichst bald sollen die Kühe auf die Weide, auch weil das Stroh vom vergangenen Jahr knapp war. Die Jungtiere müssen noch warten, bis die Weiden das erste Mal gemäht wurden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



05.04.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Hafer ist gesät, ein Teil der Weiden bearbeitet und teilweise auch mit Weidemischung nachgesät. Wir hatten einige Geburten im Kuhstall, davon eine der älteren Kühe mit einer schweren Geburt. Das Kalb war sehr groß. Mit großer Anstrengung von Menschen und Tieren kam es dann doch ohne Tierarzt zur Welt.
Die Arbeiten an der neuen Lösung für den Ladeneingang samt Parken sind sichtbar und begehbar fortgeschritten. Vor dem Laden wurde die neue breite Rampe mit einem Geländer aus geschältem Astholz angelegt, über die ein sehr schöner und komfortabler Weg zum Parkplatz entstanden ist. Der Hofplatz soll, wenn die Bauarbeiten fertig sind, nicht mehr befahrbar werden. Zwei Parkplätze für Menschen, die nicht weit laufen können, werden dicht an der Rampe eingerichtet.
Herzlichen Dank für Ihre zahlreichen guten Wünsche zu Ostern. Ich wünsche Ihnen frohe Ostertage!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





31.03.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
es geht los mit der Feldbearbeitung: nachdem letzte Woche Ackerbohnen gesät wurden (die Wintererbsen hatten den harten Frost nicht überstanden), wurde ein Feld gepflügt, geeggt und Hafer ausgesät und das Kartoffelstück vorbereitet. Alle Weiden werden abgeschleppt, damit werden die Maulwurfshaufen eingeebnet und die trockenen Blätter zusammengekehrt.
Am Mittwoch, 28.3. fand in Mölln eine Veranstaltung der regionalen Ökolandwirte im Kreis Herzogtum Lauenburg zur „Zukunftsfrage Landwirtschaft“ statt. Eingeleitet wurde von Karsten Hildebrandt, Demeter-Betrieb Fuhlenhagen, über den Ökolandbau in der Region. Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft aus Berlin sprach über „Die Bedeutung des Weltagrarberichts für die Landwirtschaft in Deutschland“. Die Ökolandwirte aus unserer Region wollen damit vor der Wahl in Schleswig-Holstein ihren politischen Forderungen Nachdruck verleihen und haben auch noch einmal die Streichung der Beibehaltungsförderung durch die jetzige Regierung thematisiert.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



23.03.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Kuhstall haben die beiden für die Herde neuen Kühe, Marone und Melina, inzwischen ihre Kälbchen bekommen. Die Kälbchen sind umgezogen in den Kälberstall und jetzt rücken wieder zwei neue junge Kühe aus dem Jungviehstall zum Eingewöhnen in die große Herde in die Abkalbebox.
Postelein wächst so gut, dass wir auch diese Woche noch davon haben. Dann gibt es wieder Sauerkrautaktion: die Gärtner packen es aus den Fässern in Tüten ab. Noch kann Sauerkraut eine vitaminreiche Rohkost sein, bis es wieder die ersten Salate aus Deutschland gibt. Im März und April wird es weiterhin weniger regionales und dafür mehr europäisches Gemüse/Obst geben. Birnen kommen jetzt aus Niederlande, Boskoop und Clementinen gibt es nicht mehr. Dafür haben wir für kurze Zeit unseren eigenen Glockenapfel „Weißer Winter“ im Angebot.
Die Demonstration in Kiel war ein Erfolg, wie Sie hier lesen können LübeckerNachrichten: Landwirte demonstrieren gegen Agrarfabriken (33 KB)
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



16.03.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gewächshaus tut sich einiges: der Gründüngungsroggen wurde gemäht und untergegraben. Eine Partie Posteleinsalat kann diese Woche geerntet werden, so dass die regionalen Kisten in den Genuss kommen. Je nach Wetter und Wärme kann dann bald noch einmal geerntet werden. Der Feldsalat ist noch sehr klein und braucht bestimmt noch 3 Wochen—je nach Sonne und Wärme.
Kohlrabipflanzen aus der Gärtnerei Köthel wurden ausgepflanzt sowie verschiedene Aussaaten fürs Freiland gemacht wie Salate, Petersilie, Porree usw. Die bestellten Steckzwiebeln wurden angeliefert, durchsortiert und luftig gelagert, bis sie dann als erste Kultur draußen ausgepflanzt werden. Diese Woche gibt es noch etwas eigenen Porree, der den Frost überstanden hat.
Das geschnittene Knickgehölz konnte vom Lohnunternehmer endlich geschreddert und abgefahren werden. Nach dem Frost war der Acker erst mal unbefahrbar wegen zu großer Nässe. Dann wird aus den Knicks noch das Feuerholz für den Eigenbedarf gesägt und gelagert. Auch müssen etliche Weidezäune noch von eingewachsenen Büschen und Ästen befreit werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




09.03.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die beiden neuen Jungtiere wurden von den alten Kühen rege am Gatter der Abkalbebox besucht und beschnuppert. Inzwischen sind sie mitten in der Herde dabei und haben sich gut eingefügt. Die neuen Ferkel sind inzwischen auch im Auslauf und können dort besucht werden. Füttern ist allerdings streng verboten, wenn es auch gut gemeint ist. Sie dürfen nur das hofeigene Futter zu den festgesetzten Essenszeiten von unseren Mitarbeitern bekommen.
Die Arbeiten am Parkplatz gehen stetig voran. Das geschnittene Baumholz für einen Zaun wurde geschält. Der Zaun soll den Parkplatz zum Wäldchen hin begrenzen und an ihm wird die Beleuchtung angebracht. Am Samstag wurden die Fundamente für die Zaunpfähle aus Beton gegossen.
Da die Streichung der ökologischen Förderung durch die derzeitige schleswig-holsteinische Regierung ein so existenzielles Thema ist und die Wahlen kurz bevor stehen, finden Sie heute in der Kiste auch den Aufruf zur Demonstration am 21. März in Kiel. Auch wenn Sie nicht hinfahren können, können Sie vielleicht die Nachricht weiter verbreiten, so dass das Thema in der breiteren Öffentlichkeit bekannter werden kann.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




02.03.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das milde Wetter hat Schneeglöckchen und Winterlinge zum Blühen gebracht. Überall fängt es sichtbar an zu wachsen und die Arbeit draußen lockt. In der Sonne ist auch genau zu sehen, wo Arbeit nötig ist: in allen Ecken Blätter vom letzten Jahr, Äste und Zweige auf den Weiden, Zäune zum Reparieren. Die Gärtner bauen diese Woche den Zaun um das vorjährige Gemüsestück ab, um ihn dann um das Neue wieder aufzubauen. So wächst auch das Gemüse in der mehrjährigen Fruchtfolge jedes Jahr an einem anderen Platz.
Im Kuhstall werden 2 tragende Jungtiere an die Herde gewöhnt: sie kommen mit den Alten zusammen beim Füttern während der Melkzeiten mit ins Fressgitter, danach aber dann in die von der großen Liegefläche abgeteilte Abkalbebox. So können sich Alte und Junge beschnuppern, ohne dass es gleich zu Streitereien kommt.
Heute sollte es in den regionalen Kisten Chinakohl geben. Leider gab es nur noch holländische Ware, so dass wir auf Petersilienwurzel ausgewichen sind. Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie jetzt lieber zeitweise den normalen Gemüsekorb bekommen möchten. Die Auswahl wird bis Ende April immer beschränkter. Auch unser eigenes Lagergemüse neigt sich dem Ende zu.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.02.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
letzte Woche haben wir Zuwachs im Schweinestall bekommen: 8 Ferkel in den unterschiedlichsten Farben leisten jetzt den verbliebenen vier Großen Gesellschaft. Sie sind schwarz, braun, rosa, gefleckt, gestreift, mussten von Gut Trenthorst (Bioland) nicht weit reisen, sind sehr munter und neugierig und wenn es wärmer wird, am Auslauf zu besuchen.
Endlich kann das Gemüse wieder draußen gewaschen werden, was eine erhebliche Erleichterung für die Gärtner ist. Im Gewächshaus werden Beete für die Anzucht vorbereitet.
Die Stallmitarbeiter sind erleichtert, dass sie sich jetzt nicht mehr um eingefrorene und vielleicht platzende Wasserleitungen zu den Selbsttränken im Kuhstall sorgen müssen.
Wenn die Sonne scheint, sind die Vögel laut am Zwitschern.
Die Saison für Grünkohl und Rosenkohl ist endgültig vorbei. So werden die regionalen Kisten zunehmend eintöniger, die Auswahl an regionalem immer beschränkter. Sie können Bescheid sagen, wenn Sie übergangsweise die normale Gemüsekiste bekommen möchten.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




17.02.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die stärkste Kälte scheint erst mal vorbei zu sein, aber die Kühlhäuser müssen weiter auf Temperatur kontrolliert werden. Bei dem frostigen Boden ist es eine gute Gelegenheit, den Misthaufen hinterm Stall abzufahren. Er wird am Feldrand zu einer Kompostmiete aufgeschichtet.
Im Sommer werden bei den langen Wegen vom Hof zum Gemüsefeld einige Fahrräder gebraucht, die im Laufe der Saison ihre Macken bekommen, platte Reifen haben, nicht mehr gut bremsen etc. Die Reparatur dieser Fahrräder ist jetzt im Gange. Auch das Abo-Rad hat einen geflickten Reifen bekommen.
Heike, unsere neue Käserin, macht ab sofort die Frischkäsesorten Mediterrano und 1001-Nacht. Wir freuen uns, dass die Käseproduktion wieder begonnen hat. Milden Gouda wird es vielleicht Anfang März wieder geben.
Alle, die eine regionale Gemüsekiste bestellt haben, bekommen diesmal leider Schwarzwurzeln aus Niederlande. Da kurzfristig keine deutsche Ware mehr verfügbar war und die Bestellung nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, bitte ich dies für heute zu entschuldigen.
Es gibt wieder frisches Schweinefleisch, Bestellschluss ist Montag, 20.2.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.02.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Winterarbeiten gehen weiter: Holz sägen und sortieren, hacken und aufstapeln. Wasserleitungen an den Tränken im Stall auftauen. Der Bagger ist auf dem Feld im Einsatz, um die Gräben am Feldrand für die Drainage neu auszuheben. Er schafft es, durch den gefrorenen Boden zu kommen.
Die Kühlräume brauchen nicht mehr gekühlt zu werden, im Gegenteil, jetzt müssen wir aufpassen, dass es dort nicht frostig wird. Ebenso im Packraum, in dem die Zwiebeln lagern. Dafür werden Heizlüfter auf niedriger Stufe eingesetzt. Die Wasserleitungen, die nach draußen führen, sind abgestellt. Das Gemüse kann nicht mehr draußen gewaschen werden, die Gärtner ziehen mit kleineren Mengen in die Milchküche. Große Mengen Gemüse können nicht mehr gewaschen werden, die Pastinaken werden deshalb diesmal geputzt. Auch die Stallstiefel dürfen nicht mehr draußen, sondern nur noch im Melkstand abgespritzt werden.
Die Anbauplanung der Gärtner ist soweit, dass jetzt das Saatgut bestellt werden kann.
Eine Bitte an alle Kunden, denen die Kiste vor oder hinters Haus gestellt wird: falls Sie die Kiste nicht gleich hereinholen können (die Fahrer werden auf jeden Fall klingeln), legen Sie doch eine Decke bereit, die für eine Weile die Kälte abhalten kann. Vielleicht können auch Nachbarn die Kiste in Empfang nehmen?
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




03.02.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der anhaltende Frost machte es nun möglich, zwei Knicks schneiden zu lassen: der Boden ist festgefroren und kann ohne Schaden mit schweren Fahrzeugen befahren werden. Im Knick bleiben große Bäume stehen, der Rest wird auf ca. 1 Meter heruntergeschnitten. Aus diesem restlichen Meter machen wir danach selber Feuerholz und Bauholz.
Käserin Heike und Gärtner Frank sind frisch angekommen und werden uns auf dem Hof verstärken. Ab sofort gibt es wieder eigenen Joghurt und Quark. Bei Joghurt und Molke gibt es nach langen Jahren eine Preiserhöhung auf 1,50 € bzw. 1,00 €. Frank wird in die Anbauplanung eingearbeitet und dann ab März den Gartenbau übernehmen.
Jetzt haben die Stallleute auch mit eingefrorenen Tränken zu tun. Im großen Stall z. B. sind die Tränken, die sich nahe der Außentür befinden, oft nicht in der Zeit aufgetaut, während die Kühe fressen. Dann muss mit heißem Wasser und heißen Tüchern nachgeholfen werden, damit der ca. halbe Meter Zuleitung von der termperierten Ringwasserleitung zur Tränke nicht in Gefahr kommt zu platzen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




28.01.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nun ist der Winter doch noch gekommen. Kurz vor dem Frost wurde noch ein größeres Projekt in Angriff genommen: die Vergrößerung und Neugestaltung unserer Kundenparkplätze und von dort dann auch der Weg in den Laden. Dafür wurde gebaggert, Kies aufgeschüttet, gewalzt, dann sollen Pfosten für einen Querbalken einbetoniert werden, um daran Zaun und Lampen zu bauen. Auch im Lindenhaus, unserem Gruppen-Ferienhaus, werden in der jetzt belegungsfreien Zeit Renovierungsarbeiten vorgenommen.
Freitagnacht kam wieder ein Kälbchen mit etwas Geburtshilfe erschöpft, aber gesund zur Welt.
Ein Termin zum Vormerken: am 5. Mai findet unser jährliches Hoffest statt. Näheres folgt nach genauerer Planung.
Wer Interesse an frischem Rindfleisch hat, kann wieder bis Montag 30.1. bestellen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



20.01.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
durch die reichlichen Regenfälle stand das Gemüse im Wasser, so dass zeitweise nichts geerntet werden konnte. Auch der Weg hatte eine Pfützensperre. Dann verhinderte der Frost die weitere Porreeernte. Inzwischen versickert das Wasser, so dass Grünkohl und Rosenkohl wieder erreichbar sind. Außerdem wird jetzt die Anbauplanung dieses Gemüsejahres gemacht und Saatgut bestellt.
Auch der zwischenzeitliche Frost hat nicht verhindert, dass Frühjahrsblumen und sogar die Wildkirschen am Haus anfangen zu blühen. Am Mittagstisch wird darüber diskutiert, ob der Winter noch kommt oder nicht.
Noch ist Zeit, einiges aufzuräumen und zu reparieren: Dachrinnen säubern,hölzerne Großkisten (in denen das Gemüse gelagert wird) reparieren, Napfkisten säubern, leckende Wasserhähne und defekte Lampen herrichten, Zimmer renovieren u. a.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



16.01.2012

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir wünschen Ihnen einen guten und erfolgreichen Start ins Neue Jahr und bedanken uns für alle guten Wünsche, die hier bei uns eingetroffen sind.
Drei Kälbchen sind inzwischen geboren und alle sind munter, auch das eine, dass mit den Hinterfüßen zuvorderst ankam. Sein Fell musste kräftig abgerieben werden und es bekam die erste Muttermilch mit dem Nuckeleimer, weil es zu schwach war, um gleich aufzustehen. Es brauchte dadurch noch etwas Nachhilfe darüber, wo es die Milch selber finden kann.
Das Sauerkraut ist in den Fässern fertig vergoren und hat aus dem warmen Keller ins kalte Kühlhaus gewechselt. Diese Woche wurde ein erster Teil verpackt und ist ab sofort im Verkauf.
Im Januar gibt es keinen eigenen Joghurt oder Quark. Sie werden jetzt zugekauft.
In Berlin findet am 21. Januar zum Auftakt der Grünen Woche wieder eine Demonstration für Landwirtschaft statt Agrarindustrie statt unter dem Motto „Wir haben es satt“. Europaweit werden in den nächsten Monaten die Weichen für die Agrapolitik bis 2020 gestellt und unsere Bundesregierung blockiert bisher eine echte Reform. Hier ist Gelegenheit, die Forderung nach einer nachhaltigen Landwirtschaft zu unterstützen. Auf der Homepage www.wir-haben-es-satt.de kann man den Aufruf zur Demo unterzeichnen, auch wenn man nicht hinfährt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



23.12.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
mit dieser letzten Auslieferung vor Weihnachten verabschieden wir uns in die Weihnachtspause. Zwar haben Hofladen und Lieferservice geschlossen, aber in dieser Zeit nehmen wir uns neben der Versorgung der Tiere die Zeit, einen umfangreicheren Vorblick auf das neue Jahr zu machen, das unter dem Motto Hofübergabe steht.
Für den Lieferservice wurde im alten Jahr der schon öfters gehegte Traum eines eigenen Kühlhauses verwirklicht, vor allem mit Hilfe von Philipp Hennig, der das Fundament dafür legte. Das Häuschen ist für die Zukunft eine große Erleichterung in der umfangreichen, gemeinsamen Logistik zwischen Abo, Laden und Gärtnern, über die wir uns sehr freuen.
Nach der Lieferpause kommt die erste Lieferung wieder im Januar ab Dienstag, 10. Januar 2012. Der Hofladen öffnet schon wieder am Mittwoch, 4. Januar 2012 (8.30-13 Uhr und 15-18 Uhr, Samstag 8.30-13 Uhr).
Für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und Produkte, die Anteilnahme an unserem Hofleben und die zahlreichen Rückmeldungen im Laufe des Jahres und zu Weihnachten bedanke ich mich herzlich bei Ihnen. Mit dem beiliegenden Weihnachtsbrief wünschen wir Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




16.12.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wenn die Gärtner das Gemüse für Hofladen und Abo geerntet (Grünkohl, Rosenkohl und Porree) und geputzt haben, haben sie jetzt auch Zeit für Aufräumarbeiten. So wurden Napfkisten mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, Vliese zusammengelegt und der Gemüsewaschplatz sauber gemacht.
Im Kuhstall wird den Tieren weiter das Fell am Rücken geschoren. Es dauert seine Zeit, bis alle einmal an der Reihe waren. Vor allem die kleinen Jungtiere sind noch ganz zottelig.
Kleine Berichte über das vergangene Jahr von verschiedenen Mitarbeitern bekommen Sie über die Abokiste mit dem Weihnachtsbrief, der am Donnerstag druckfrisch eintraf.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.12.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Freitag wurden die 7 kleinen Jungtiere in den Stall geholt. Dabei mussten sie ein Stück an der Straße laufen, gelockt und angeführt , flankiert, mit Nachhut und mit Sperre zum Dorf Rothenhausen, damit sie in unsere Einfahrt traben. Das haben sie auch sehr gut gemacht. Anschließend liefen sie über die Hofweide von hinten in den Stall. Seit Donnerstag sind die Kühe nun auch nachts im Stall und die Winterordnung ist somit hergestellt.
In der Käserei bemühen wir uns gerade um eine Schwangerschaftsvertretung und so kann es sein, dass eine kurzfristige Lücke bei Quark und Molke und evtl. auch beim Joghurt entsteht. Wir werden die Produkte dann durch Zukauf, möglichst in demeter-Qualität, ersetzen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




02.12.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Sturm am Wochenende hat auch etwas Regen gebracht. Der Regenmangel trocknete bei uns zum Glück nur einzelne sandige Stellen aus. Reichlicher Nebel hat bisher ermöglicht, dass der Boden die Feuchtigkeit halten konnte. Der Vorteil des trockenen Wetters ist, dass die Tiere noch draußen weiden und wir so das in diesem Jahr knappe Stroh sparen können.
Die Vorbereitungen für die Sauerkrautproduktion laufen auf Hochtouren. Jetzt werden die Fässer geschrubbt und heiß ausgewaschen, ebenso die Extra-Gummistiefel zum Stampfen des Krautes. Die Hobel-Maschine ist getestet und das Ergebnis war am letzten Freitag in geschmorter Form auf dem Mittagstisch. Das gehobelte Kraut wird in den Fässern mit Salz geimpft. Die gefüllten Fässer werden ca. 3 Wochen bei Zimmertemperatur gelagert. Dann ist die Milchsäuregärung so weit abgeschlossen, dass das Sauerkraut kühl lagern kann und es wird nach Bedarf in Tüten vacuumdicht abgefüllt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




25.11.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Blätter, Blätter, Blätter—letzte Woche wurde davon einiges zusammengeharkt, von Dächern gefegt und aus Dachrinnen geholt, damit mehrmals die Kompostkiste gefüllt und auf den Misthaufen entleert. So gehen die Blätter in den Kreislauf: der Mist wird am Rande eines Feldes kompostiert und im Herbst, wenn er reif ist, auf den Flächen verteilt.
Die Kühe gehen noch tagsüber auf die Weide, nachdem sie sich morgens im Stall sattgefressen haben. Je nachdem, wie es ihnen im Stall schmeckt, fressen sie mehr oder weniger von dem schon kurzen Kleegras draußen. Nachts sind sie auf der Hofweide und haben Zugang zum Stall und der mit Stroh eingestreuten Liegefläche. Vor allem die jungen Mütter sind morgens zuerst im Stall, weil sie zu ihren Kälbern möchten. Alle Kühe haben vom kalten Wetter schon ein molliges Fell bekommen. Einer nach der anderen wird am hinteren Rücken und am Euter rasiert, damit sie nicht schwitzen, sich kein Ungeziefer dort festsetzt und das Säubern vorm Melken erleichtert wird.
Die Gärtner bereiten diese Woche alles zum Sauerkrautmachen vor. Dabei wird dann unsere neue Hobelmaschine eingesetzt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




18.11.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Wetter passte vor allem am letzten Wochenanfang mit seinem Nebel und Raureif zu einem Gedicht von Eduard Mörike und verbreitete doch schon etwas Vorwinterstimmung:

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Letzte Woche haben die Gärtner Topinambur geerntet und im Gewächshaus aufgeräumt. Alle alten Pflanzenreste wurden kompostiert, der Boden bearbeitet und Roggen eingesät. Es soll noch Postelein gepflanzt und einiger Salat ausgesät werden, der dann im Februar vielleicht geerntet werden kann.
Leider muss das angekündigte Adventskränze-Binden mangels genügend Anmeldungen ausfallen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




11.11.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Wochenende hatten wir Besucher auf dem Hof, die mit uns zur jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins zusammenkamen. Außer den finanziellen Dingen ist dann Gelegenheit, aus den einzelnen Betriebszweigen und vom landwirtschaftlichen Jahr zu berichten, die jungen Familien haben sich vorgestellt und es mündete in ein reges Gespräch über die gemeinsame Zukunft von Jungen und Alten auf dem Hof.
Noch kommen die Kühe nachts auf die Weide, solange es nicht regnet. Dann würde der Boden durch die Beweidung geschädigt. Sie erhalten im Stall aber schon Silage zugefüttert, da das Gras an Menge und Qualität nicht mehr ausreicht, sie satt und zufrieden zu machen.
Die Gärtner haben den Sellerie fertig eingelagert. Im Gewächshaus werden die Tomaten– und Paprikapflanzen abgeräumt und Posteleinsalat gepflanzt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




04.11.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
alle Blätter der Linden sind jetzt goldgelb und machen damit auch einen trüben Tag hell, selbst die Wege.
Zwei neue Kälbchen wurden am Wochenende geboren und eins ist von einem anderen Hof zu uns gekommen. Es war vorher bei einer Ammenkuh und gewöhnt sich noch an den Nuckeleimer. Jetzt geht die Weidesaison zuende und nach und nach kehren die Tiere wieder in den Stall zurück.
Es gibt in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft eine Freie Ausbildung. Diese Wanderausbildung umfasst vier Jahre. Zusätzlich zur Grundausbildung mit Blick auf die Gesellenprüfung dient das vierte Jahr vor allem der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise und der dazu zu fertigenden Abschlussarbeit. Das dritte Lehrjahr hat vom 27.-30. Oktober eine Tagung mit dem Motto ausgerichtet: "Zukunft durch Wurzeln". Mit vielen Referenten und internationalen Teilnehmern wurde das Thema bewegt, wie Zukunft und Vergangenheit sich sinnvoll aufeinander beziehen lassen und wie sich dies auf die Bewirtschaftung der Erde auswirkt. Auf der Seite Novembertagung.de kann man sich im Internet darüber informieren.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



28.10.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei einem Spaziergang durch den Gemüsefeldgarten war es am Wochenende erstaunlich zu sehen, wieviel blühende Pflanzen es noch gibt: Kornblumen, Ackersenf, Phacelia, blühende rote Bete, Kamille u.a. Vieles davon gilt als Unkraut, auch für die Gärtner, aber sie lassen es nach der Ernte als Bienenweide blühen. Trotz Kälte waren die Bienen auch unterwegs. Heute werden die letzten Pastinaken geerntet, danach ist der Sellerie an der Reihe. Stehen bleibt dann das Wintergemüse Porree, Rosenkohl und Grünkohl und wird nach Bedarf geerntet oder wenn großer Frost angesagt ist.
Im Kuhstall werden die Wände gekalkt. Heute geht es damit im Jungtierstall weiter. Der Tiefmist aus der großen Liegefläche für die Kühe ist inzwischen auf dem Feld kompostiert, um dann später in ein Feld eingearbeitet zu werden, auf dem 3 Jahre lang Kleegras stand.
In einem Artikel der Frankfurter Rundschau wurde letzte Woche von Kuba berichtet. Dort hat sich aus wirtschaftlicher Not von Bauern ausgehend eine „Graswurzelbewegung“ entwickelt, die zunehmend bewusster biologisch wirtschaftet. Einer der Pioniere dieser Bewegung ist Humberto Ríos, 48 Jahre alt, Doktor der Agronomie, Umweltaktivist und seit drei Jahren Bauer mit eigenem Hof in Guatao bei Havanna. Wer Interesse am Artikel hat, kann ihn mit der Gemüsekiste beziehen oder findet ihn in der FR unter dem Titel „Ochsen brauchen keinen Diesel“.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




21.10.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die neuen Saaten sind schön aufgegangen. Es war für geradezu ideal, wie nach dem Säen der Regen kam. In den Wochen danach konnte man z. B. beobachten, wie der aufgehende Roggen die Felder erst leicht rötlich färbte und dann ins Grün überging.
Die Kühe bekommen jetzt morgens und abends im Stall nach dem Melken frisch gemähtes Kleegras gefüttert, das nach dem Abernten des Hafers auf dem Feld aufgewachsen ist. Eingesät wurde es kurz nach Auflaufen des Hafers.
Die Kühe bleiben weiter ganztägig auf der Weide, solange Wetter und der Boden es zulassen. Morgens beim Kühe holen kann man den Sternenhimmel bewundern und abends oft das Abendrot. Manchmal bilden sich durch Nebelschleier und Sonnenlicht kleine Regenbögen im Gras der Weiden, die man sehen kann, wenn man die Kühe um halb zehn wieder herausbringt.
Die eigene Tomatenernte ist zuende. Die grünen Paprika im Gewächshaus wurden nachts gegen die Kälte abgedeckt.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




14.10.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nachdem der Sauerkrautweißkohl mit Namen „Holsteiner Platter“ geerntet ist, geht es weiter mit weißem und rotem Lagerkohl und Möhren. Im November wird dann Sauerkraut gemacht. Die ersten Großkisten der Apfelernte sind inzwischen zur Mosterei gebracht worden. Heute wird der Apfelsaft abgeholt und kann für nächste Woche dann wieder bestellt werden.
In der Kälberhütte vor dem Kuhstall wurde es den vier Tieren langsam zu eng. 3 von ihnen sind in den Kälberstall gezogen. In ihrer Box waren vorher drei ältere Kälber, die jetzt Absetzer genannt werden, weil sie vom Milchtrinken abgesetzt wurden. Sie bekamen langsam immer weniger Milch und sind jetzt als erste im Jungtierstall eingezogen. Draußen in der Kälberhütte wohnen nun ein Kuh– und ein Bullenkälbchen zusammen.
Das Thema um die Forderung eines Verbots für gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU ist weiter aktuell. Derzeit warten 20 neue Pflanzen auf Zulassung, die gegen das Herbizid „Roundup“ tolerant sind. Konkrete Folgeschäden des Herbizids hat z. B. der argentinische Wissenschaftler Andrés Carrasco belegt. Das Zulassungsverfahren wird von der industrienahen EU-Behörde EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) betrieben und u. a. auch deswegen bemängelt, weil es veraltet ist. Weitere Informationen für Interessierte gibt es unter der Adresse: www.boelw.de/gentechnik.html
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.10.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auf dem Hof ist die Familie Dörschug mit ihren beiden kleinen Kindern neu zugezogen. Herr Dörschug wird Mitarbeiter im Kuhstall. Auch im Garten gibt es Verstärkung für die Ernte durch einen Lehrling und 2 Praktikanten, rechtzeitig für die vielen Erntearbeiten.
Unsere Tomatenernte wird immer kleiner. Deshalb bekommen Sie diesmal vielleicht nicht die ganze bestellte Menge. Auch die Zwetschgenzeit ist vorbei.
Mit der Petition gegen Agro-Gentechnik, die letztens im Bundestag beraten wurde, setzte Felix zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundesverbandes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, ein Zeichen. Er hat auch ein Buch geschrieben, das seit September auf dem Markt ist: „Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.“ Das Thema: Industrielle Landwirtschaft, die auf der Übernutzung von Ressourcen aufbaut, ist kein Weg zur Lösung, sondern eine Sackgasse. Nicht mangelnde Produktionssteigerung, sondern der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie mangelnde Gerechtigkeit führen zum Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems. Er zeigt auf, wie es im Einklang mit der Natur gelingen kann, die Ernährungsgrundlage der Menschheit zu sichern. Und er beschreibt, welche Hebel politischen und privaten Handelns dafür in Bewegung gesetzt werden können. (Quelle: Droemer-Knaur Pressemitteilung)
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




30.09.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach dem ersten Pflügen wurden Weizen und Dinkel gesät. Jetzt geht es weiter mit Grubbern, Pflügen und der Roggenaussaat. Da das Wetter sonnig und warm war, konnte noch einmal eine Fläche Kleegras und eine kleinere Weide gemäht werden.
Die Obsternte ist in vollem Gange und wir verkaufen auch eigene Birnen und Äpfel.
Während der Ladenöffnungszeiten von Dienstag bis Samstag ist unser Hof für Besucher offen und es kann uns teilweise bei der Arbeit über die Schulter geschaut werden. Wir sind nicht immer in den Ställen anwesend, deshalb hing z. B. zur Information an der Tür zum Schweinestall ein Schild: Bitte nicht füttern, wir werden gut versorgt (Anm.: von der Stallmannschaft). Das gilt auch im Kuhstall und bei den Hühnern. Z. Z. ist der Schweinestall abgeschlossen, weil die Tiere dort von Besuchern gefüttert wurden. Man kann die Tiere aber am Außengehege besuchen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.09.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das restliche Haferstroh konnte diese Woche gepresst werden. Kurze Schauer hatten dies vorher immer wieder verhindert. Jetzt wird gepflügt. Die Gärtner ernten diese Woche rote Bete fürs Gemüselager.
Die Kühe haben in der letzten Zeit auf dem Heimweg zum Stall einige unerlaubte Ausflüge ins Kleegras gemacht. Eine hatte wohl herausgebracht, dass in der Litze am Wegrand kein Strom ist ... Da es ein großes Feld ist, war es eine spannende Angelegenheit für einige Leute, sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen.
Im Gewächshaus reifen die Tomaten jetzt etwas langsamer. Jeder Sonnenstrahl bringt noch Reife, so lange es nicht zu kalt wird. Die grünen Paprikas haben auch zugelegt, so dass er diese Woche verkauft werden kann.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




16.09.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Fenchel wuchs bei dem kühlen Wetter zu langsam, so dass wir ihn noch nicht diese, aber nächste Woche in die Sortimentskörbe packen. Dafür gibt es diesmal eigenen Wirsingkohl mit Rezepten.
Die Arbeiten draußen müssen wegen der nassen Böden noch warten. Z. T. ist das Grundwasser so aufgefüllt, dass das Wasser in einigen Teilen der tiefer gelegenen Weiden nicht mehr ablaufen kann, wenn es neu regnet. Das Grass im Allgemeinen wächst aber gut, so dass die Kühe gut zu fressen haben.
In der Frankfurter Rundschau vom letzten Freitag wurde auf der 1. Seite unter dem Titel „Die große Verschwendung“ thematisiert, wie global Lebensmittel verschwendet werden. Anlass ist der neue Kinofilm „Taste the waste“ des Journalisten Valentin Thurn, der jetzt in den deutschen Kinos angelaufen ist. In einem Interview mit ihm (FR, 13.9.) war Thema, dass dies auch für die Biobranche gilt. Das Bundesverbraucherministerium (Ilse Aigner) hat Anfang des Jahres eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die erstmals belastbare Zahlen liefern soll.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




09.09.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am letzten Wochenende konnten endlich die Kartoffeln fertig gerodet, die restliche Sommergerste gedroschen, das Stroh und der 3. Grasschnitt gepresst werden. Im Feldgarten wurde reichlich gehackt und Feldsalat ausgesät. Jetzt werden die abgeernteten Felder mit dem Grubber bearbeitet.
Im Online-Shop haben sich wieder Kleinigkeiten verändert. Statt des allgemeinen Gemüsekorbes ist jetzt unser Lieferservice-Gemüsekorb als Warenkorb bei den Artikeln eingebunden. Warengruppen und Artikel sind z. T. neu sortiert: z. B. die Getränke sind unterteilt, ebenso gibt es eine neue Gruppe Brotaufstriche, so dass man das Gewünschte leichter findet. An der Übersichtlichkeit und Aufteilung der Produktgruppen wird weiter gearbeitet.
Eine neue gute politische Nachricht: Der europäische Gerichtshof hat einem Imker aus Augsburg rechtgegeben. Honig mit nur geringen Mengen an gentechnisch veränderten Pollen darf ohne neue Zulassung nicht mehr verkauft haben. Der klagende Imker hat nun Schadensersatzanspruch gegenüber dem Land Bayern, das ein Versuchsfeld für Monsanto-Mais neben seinem Grundstück zuließ. Laut Ökotest 2009 fanden sich in der Hälfte aller getesteten Honigsorten Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




02.09.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
von unseren (vergeblichen) Bitten an Wunschwetter.de ließ sich der Regen am Samstag zum Hoffest nicht beeindrucken. Wir waren dann freudig überrascht, wieviele Gäste kamen. So konnten wir uns trotz des Wetters über sehr viele Besucher freuen, die die zahlreichen Aktivitäten mitmachten und das viele Essen verspeisten. Sogar 300 Kugeln Eis wurden verkauft. Vielen Dank für Ihren Besuch!
Die Gärtner haben mit der ersten Gemüseeinlagerung angefangen: rote Bete und Weißkohl, der durch den trockenen Frühsommer frühzeitig reif wurde. Die Gurken im Gewächshaus wurden erfolgreich mit Gesteinsmehl gegen Pilzbefall, der das Wachstum hemmte, behandelt. Sie haben jetzt erfreulicherweise wieder angefangen zu wachsen.
In der nächsten Trockenphase müssen Kartoffeln geerntet, die Haferstrohballen eingeholt, restlicher Hafer und Sommergerste gedroschen sowie der 3. Schnitt vom Kleegras gemäht werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




26.08.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Trockenpausen wurden immer genutzt, den Hafer zu dreschen und die Karoffeln zu roden. 4/5 der Kartoffeln sind auf diese Weise geerntet und der meiste Hafer ist im Trocknen. Auch das Gemähte vom 2. Schnitt des Kleegrases konnte knapp vor dem Gewitter gepresst werden. In der nächsten Trockenpause muss noch Haferstroh gepresst werden. Die Kartoffeln haben zum Glück bis jetzt den Regen gut überstanden.
Die Gärtner mussten dringend die letzten Partien Salat und Kohlrabi pflanzen und haben es mit der Hand gemacht. Die Zwiebeln werden jetzt dringend geerntet, ihnen tut das nasse Wetter gar nicht gut.
Am Samstag hat eine junge Kuh mit Namen Lenne ihr erstes Kälbchen auf der Grinauweide bekommen. Sie verlässt damit die Jungtierherde und wird in die Kuhherde aufgenommen. Heute ist sie das erste Mal mit den Großen auf der Weide zum Fressen.
Daneben laufen die Vorbereitungen fürs Hoffest natürlich auf Hochtouren und einige Helfer sind auch schon angereist.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



19.08.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der endlose Regen verhindert die Maschinenarbeit auf den Feldern. Im Hofladen gab es deshalb letzte eine Kiste mit handgeernteten Kartoffeln vom Feldrand. Jetzt ist wieder Aussicht auf sonnigeres Wetter und wir warten darauf, dass die Erde schnell abtrocknet.
Trotz Regen und Matsch hat unser Gärtner Robbi Hahn-Godeffroy mit uns am Samstag einen Feldgartenrundgang gemacht und fachkundig den Stand der Kulturen erläutert. Möhren, Kohlsorten, Mangold, rote Bete, Sellerie, Herbst– und Winterlauch, Pastinaken, schwarzer Rettich, Broccoli wechseln sich mit vielen Blühstreifen ab. Manche haben sich selbst aus Ackersenf, Kornblumen und anderen Wildkräutern gebildet. Der Imker, der bei uns Bienenvölker stehen hat, hat uns die gute Rückmeldung gegeben, dass er seinen Bienen im Sommer nichts zufüttern muss. Das ist sicher auch noch auf die reichlichen Kornblumen zurückzuführen, die überall im Getreide blühen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




12.08.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
es wird Zeit für die Kartoffelernte und wir warten, dass die Sonne scheint und der Boden wieder abtrocknen kann. Auch für den restlichen 2. Kleegrasschnitt, die Futterernte, brauchen wir sonniges Wetter. Der Kartoffelroder wird vorbereitet und die Helfer organisiert. Nach oben auf den Roder läuft ein Fließband, das die ausgegrabenen Kartoffeln heraufbefördert. Dort oben stehen 1-3 Leute, die während des Fahrens Steine und schlechte Kartoffeln aussortieren. Bei trockenem Wetter und Boden kann der Roder zügig fahren und die Kartoffeln rollen schneller übers Band.
Im Gewächshaus werden jetzt grüne Paprika geerntet. Die Tomaten reifen langsamer, die Gurken müssen wieder nachwachsen. Das kältere Wetter und wenig Sonnenschein machen sich im Gewächshaus sofort bemerkbar.
Das Hoffest am 27. August naht und die Vorbereitungen sind natürlich schon länger im Gange. Hier erfahren Sie nähere Einzelheiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.07.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Kartoffeln vom letzten Jahr haben lange gereicht, aber jetzt wurde die letzte Kiste sortiert und die letzten Tüten zugenäht. Wir haben auch schon mal die neuen Kartoffeln getestet, aber sie müssen noch größer werden und auch an Geschmack zulegen. Der letzte Regen war dazu gerade ideal.
Gegen den Kartoffelkäfer wurde jetzt der Bio-Kollektor eingesetzt, der vor den Trecker montiert wird. Ein Gebläse setzt dabei das Kartoffellaub einem starken Luftstrom aus. Durch die Bewegung lassen sich die Kartoffelkäfer fallen und werden von Wannen, die unter dem Laub geführt werden, aufgefangen.
Dies ist der letzte Kundenbrief vor der Sommerpause, die vom 18.-30. Juli dauert. In der ersten Augustwoche geht der Abo-Betrieb wieder weiter. In der Zwischenzeit können Sie auch im Hofladen einkaufen:
Dienstag - Samstag 8.30 - 12 Uhr
Dienstag - Freitag 8.30 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr

Wir wünschen Ihnen eine erholsame und schöne Sommerzeit.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




01.07.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im Gemüse haben die Pflanzen zum Teil sehr unter der sechswöchigen Trockenheit gelitten. Dadurch sind Fenchel und Blumenkohl klein geblieben. Auch der reichliche Regen in letzter Zeit hat sich im Wachstum nicht mehr viel niedergeschlagen. Da es aber sehr schmackhaftes Gemüse ist, finden Sie es in unseren geplanten Sortimenten.
Genauso sieht es auf dem Kleegras und den Weiden aus: der erste Schnitt war sehr spät, damit noch etwas Masse aufwächst. Danach ist es auch mit dem Regen noch nicht so reichlich losgewachsen. Die Kühe bekommen, wenn sie im Stall zum Melken sind, auch weiterhin zusätzlich vom letzten Winterfutter, damit es ausreicht.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




25.06.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
immer nach dem ersten Schnitt kommen auch die kleinen Jungtiere auf die Weide. Sie wurden am Freitagvormittag in den Vieh-Hänger verladen und zur Weide gefahren. Schon seit die Kühe draußen sind, konnten die Kleinen sich im Auslauf am Kuhstall an den Elektrozaun gewöhnen.
Wir jubeln natürlich, dass es so viel geregnet hat. Weiter wird im Garten fleißig gejätet. Die Tomaten röten sich schon, vielleicht kommen in 2 Wochen schon die ersten in den Verkauf. Im Moment gibt es reichlich Petersilie und Schnittlauch zum Angebotspreis sowie Basilikum.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



17.06.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Regen war zwar nicht üppig, hat aber den Pflanzen gut getan, gerade auf den Weiden / Kleegras kam er ideal nach der Futterernte. Im Gemüsegarten wächst jetzt auch das Unkraut und es wird viel gejätet und gehackt. Auch die Ernte geht los: Salate, Kohlrabi, Radieschen, Petersilie, Schnittlauch und der erste bunte Mangold.
Aktuell kam letzte Woche im Fernsehen ein Beitrag in Plus/Minus über „Das Milliardengeschäft mit Lebensmitteln—Wie Patente auf Lebensmitteln den Markt verändern“. Konzerne wie BASF, DuPont oder Monsanto arbeiten schon länger mit Soja, das Omega-3-Fettsäuren enthält. Die langkettigen Fettsäuren gelten als gesund. Jetzt gab die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) gentechnisch erzeugtes Omega-3-Soja offiziell als unbedenklich frei, was bedeutet, dass amerikanische Nahrungsmittelfirmen die Fette in Margarinen oder Pillen testen dürfen. In dem Beitrag gab es u.a. auch Kommentare der Bingenheimer Saatgut AG, die biologisches Saatgut entwickelt, und des Demeterhofs Bauckhof.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.06.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
in der letzten Woche war Futterernte. Dieser erste Kleegras-Schnitt ist das wertvollste Futter für die Kühe. Durch die Trockenheit ist die Ernte diesmal nicht so reichlich ausgefallen wie im letzten Jahr. Vom benachbarten Demeter-Hof in Bliestorf konnten wir eine gemähte Fläche dazubekommen und am Sonntag dann noch rund 50 Ballen nachhause fahren. Jetzt werden wieder neue Zäune für die Weideflächen der Kühe gebaut, ebenso für die Weide, auf die die kleinen Jungtiere noch ziehen werden, die jetzt noch im Stall sind. In der Kälberhütte bleiben dann die Kälber, die noch Milch bekommen.
Sichere Erkenntnisse zu EHEC gibt es zur Zeit immer noch nicht. Auch die gefundene Sprossenspur erweist sich vielleicht als negativ, wie in den Nachrichten zu lesen ist. Sprossen sind vom Handel ab sofort mit Lieferstopp belegt. Ab nächster Woche haben wir eigenen Salat, Kohlrabi und Petersilie.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.06.2011

Aktuell zu EHEC


Liebe Kundinnen, liebe Kunden,
nach den besorgniserregenden Meldungen über Todesfälle und steigende Infektionen durch EHEC herrscht eine breite und verständliche Verunsicherung, welches Frischgemüse noch verzehrt werden kann. Daher möchten wir, als Ihr regionaler Demeter-Gemüseerzeuger, über den Sachstand und unsere Gemüseerzeugung informieren. Mit Ausnahme der aktuellen EHEC-Fälle wurden bisher noch nie EHEC-Infektionen in Gemüse nachgewiesen. Der Verdacht, dass die Infektionen durch spanische Gurken verursacht wurde, hat sich als falsch erwiesen. Es gibt aktuell trotz vieler gezogener Proben keinerlei Hinweise, dass Gemüse oder Salat aus deutscher Erzeugung betroffen sind.
Weil der Infektions- und Kontaminationsweg aber immer noch nicht aufgeklärt ist, raten die Institutionen, auf frische Gurken, Tomaten und Salat zu verzichten. Sie wollen und müssen sich mit dieser pauschalen Warnung absichern. Der BÖLW rät, auf einheimisches Gemüse auszuweichen.
Was wir tun können, ist Ihnen unsere sorgfältige Bio-Erzeugung zu erläutern, damit Sie sich selbst ein Bild über die Erzeugung unseres Gemüses machen können:
• Wir sind seit 1976 anerkannter Demeter-Betrieb und werden regelmäßig kontrolliert.
• Wir kaufen weder Gülle, Frischmist und Handelsdünger von außerhalb zu. Im Sinne des geschlossenen Nährstoffkreislaufs stellen wir aus unserem eigenen Rindermist hofeigenen kompostierten Dünger her. Unser organischer Dünger wird einer sorgfältigen Kompostierung/Verrottung unterzogen, bei der eine Hygienisierung stattfindet.
• Ein Prinzip des ökologischen Landbaus ist, dass die Pflanzen nicht direkt gedüngt werden, sondern der Boden und das Bodenleben mit organischen Nährstoffen versorgt werden. Wir erzeugen Pflanzen-wachstum durch Anregen der Bodenfruchtbarkeit. Wir bringen unseren wertvollen Hofdünger vor der Bepflanzung aus, arbeiten ihn in den Boden ein und halten ausreichend Wartezeit zwischen der Düngung des Bodens und der Pflanzzeit ein. Damit kommt der Dünger nicht mit den Kulturen in Berührung.
• Bei uns erfolgt die Düngung durch eine Fruchtfolge mit Grünbracheanteil. Der Boden erholt sich. Nährstoffe aus dem Boden werden von speziellen Gründüngungspflanzen aufgeschlossen und stehen dann den folgenden Gemüsekulturen zur Verfügung.
• Wir verwenden keine Gülle und keinen Frischmist zur Düngung unserer Gemüsekulturen.
• Klärschlamm ist im Öko-Landbau nicht zugelassen.
• Wir verwenden ausschließlich Waschwasser in Trinkwasserqualität.
• Wir achten selbstverständlich auf die hygienischen Verhältnisse bei Anbau, Ernte, Waschen und Auslieferung unseres hochwertigen Bio-Gemüses.
• Im Hofladen und Lieferservice bieten wir Gemüse von der Demeter-Nachbargärtnerei Köthel an (z. Z. Gurken, Kohlrabi, Mangold, später Tomaten). Der eigene Gemüseverkauf begann mit Kohlrabi, Salat, Radieschen, Lauchzwiebeln und Petersilie. Später ernten wir Salat, Kohlrabi, Kohlsorten, Pastinaken, Möhren, Zwiebeln, rote Bete u.a.
• Das zugekaufte Gemüse und Obst sowie Trockensortiment bekommen wir über den Bio-Großhandel Naturkost Nord mit Sitz in Seevetal, der 50% seines Kernsortiments aus langfristigen regionalen und inter-nationalen Lieferpartnerschaften mit Erzeugern und Lieferanten erhält.
Speziell die oben beschriebenen Maßnahmen verringern das Risiko eines Eintrages mit gefährlichen Erregern.
Wir sind überzeugt, dass Sie sich auf die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse auch weiterhin verlassen können.
Während der Öffnungszeiten unseres Hofladens
Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr,
Samstag von 8.30 bis 13 Uhr

ist unser Hof auch offen für Kundenbesuch. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Fragen haben. Auf unserem Hoffest am 27. August (11-17 Uhr) haben Sie Gelegenheit, Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche des Hofes zu bekommen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft

betriebseigene Information zu EHEC (71 KB)
Links zu aktuellen Informationen über die Infektion mit EHEC.
Demeter im Norden
Bund für ökologische Lebensmittelwirtschaft




04.06.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden, der erste Schnitt vom Kleegras und einigen Weiden wurde in Rundballen gepresst und - vom Hoffotografen hier festgehalten - zum Wickeln (in Folie) gefahren.
Erster Schnitt
mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



27.05.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Freitag sind die Jungtiere zusammen mit dem Jungbullen und Ochsen auf die Weide an der Grinau gekommen. Dort grasen sie jetzt Stück für Stück die Flächen ab. Wasser können sie aus einer Tränke bekommen, die vom Bach gespeist wird. Sie haben dort Büsche, Bäume und abwechslungsreiches Gelände mit Hängen. Am Wochenende wurde wieder ein neues Kälbchen geboren.
Im Juni gibt es dann wieder mehr regionales Gemüse und sicher auch die ersten Salate und Kohlrabi von unserem Feld. Neu an regionalem Gemüse gibt es jetzt Gurken, Chinakohl und Blumenkohl. Von uns Radieschen, Lauchzwiebeln und Petersilie. Die Gärtner haben inzwischen Zucchini und Lauch gepflanzt und im Gewächshaus ist das Gurkenbeet vorbereitet.
Wir freuen uns natürlich über die Regenschauer, aber es ist für das Weideland noch lange nicht genug.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




20.05.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Beete für die Tomaten wurden vorbereitet und Tomaten gepflanzt. Auf dem Gemüsefeld stehen jetzt Weißkohl, roter Spitzkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Salate, Kohlrabi, Radieschen, Broccoli, Blumenkohl, bunter Mangold … Wir hoffen weiter auf Regen und bewässern. Da die Kartoffeln jetzt auch die ersten Blätter zeigen, brauchen auch sie Wasser zum Wachsen.
Die Kühe sind jetzt auch nachts auf der Weide. Letztes Wochenende kam das erste Weidekälbchen zur Welt. Es war eine Bilderbuchgeburt. Als wir hinkamen, rutschte es gerade heraus. Viele der anderen Kühe kamen neugierig heran, sie mussten vertreiben werden, weil die Mutter Kana sich von ihnen verschrecken ließ und davonlief. Sie wollte trotzdem nicht wiederkommen, sondern lief weiter. Ein nachgeahmtes menschliches Kälbchen-MÖH brachte sie zum Stehen. Das zweite MÖH setzte Kana dann eilig in Trab und—angekommen—schleckte sie ihr Neugeborenes ab. Danach ließ sie es nicht mehr aus den Augen. Mit der Schubkarre wurde das kräftige Kuhkälbchen zum Stall transportiert und verbringt die nächsten Melkzeiten und Nächte dort mit der Mutter, bevor es an den Nuckeleimer gewöhnt wird.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



13.05.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner sind jetzt laufend mit Pflanzen beschäftigt, auf dem Feld mit den verschiedenen Kohlpflanzen und im Gewächshaus mit Tomaten. Der frisch gepflanzte Weißkohl wurde mit Vlies abgedeckt, damit der Kohlweißling möglichst nicht seine Eier dort ablegen kann und das Raupensammeln vermindert wird. Die Bewässerung für den Feldgarten wurde aufgebaut und angeschlossen. Dafür wird das Wasser dem Teich entnommen, der u. a. auch das von den Feldern drainierte Wasser aufnimmt.
Am 10. Mai war Zeichnungsende der Petition für ein EU-weites Anbauverbot von Agrogentech-Pflanzen. Die öffentliche Anhörung, die wahrscheinlich im Herbst stattfinden wird, ist durch die ersten 50.000 Stimmen in den ersten 3 Wochen gesichert.100.609 Menschen haben die Petition unterstützt. Mehr Informationen unter http://www.vielfalterleben.info/
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



06.05.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner bauen den Zaun gegen ungewünschte Gäste auf dem Gemüseäcker zuende, säen Mais und pflanzen Kohl. Die Kartoffeln werden gehäufelt. Ansonsten warten wir alle auf Regen, damit das Gras wächst, die Untersaat ins Getreide gesät werden kann und die ersten Gemüsepflanzen gut anwachsen können.
Die Kühe genießen tagsüber die Weide. Nachmittags auf dem längeren Weg zurück in den Stall dürfen sie noch gemächlich die Wegränder abweiden. Zäune müssen nachgesehen, erneuert und neu gebaut werden, damit die Jungtiere den Sommer über draußen sein und die Kühe die Weiden wechseln können.
Mit einer öffentlichen Petition soll erreicht werden, dass sich die Bundesregierung für ein Anbauverbot von Gentech-Pflanzen in Europa stark macht. Bisher sind 91.000 Stimmen zusammengekommen. Die Petition kann noch bis zum 10. Mai gezeichnet werden und erreicht vielleicht, hoffentlich noch die 100.000. Falls Sie noch mitzeichnen möchten: Hier geht es direkt zur Petition
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




21.04.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
es ist schönste Frühlingszeit auf dem Hof, alles grünt und beginnt zu blühen. Im Gewächshaus werden die Kohlpflänzchen pikiert, die Porreejungpflanzen werden geschnitten und draußen wird Schnittlauch und Petersilie gepflanzt. Die Zwiebeln sind im Feldgarten gesteckt.
In Kuh– und Schweinestall wurden die ersten Schwalben gesichtet. Die Weideflächen wurden geschleppt und das zusammengeschleppte Laub abgefahren. Jetzt werden die Weidezäune kontrolliert und für den Weideaustrieb fertiggemacht. Heute kamen die Kühe das erste Mal von 10-14 Uhr auf ein Weidestück. Die Futterumstellung dauert ein paar Tage, d. h. die Kühe bekommen zusätzlich noch im Stall Silage gefüttert. Sie bleiben jeden Tag etwas länger draußen, schließlich auch nachts.
Das gesäte Getreide ist gut aufgelaufen. Alle Kartoffeln wurden am Samstag gelegt. Davon haben wir viele Kartoffelsäcke übrig, die sich gut zum Sackhüpfen eigenen. Wer Bedarf hat, kann sich melden. Wir können sie in der Abokiste mitschicken, solange der Vorrat reicht.
Wir wünschen Ihnen frohe Ostern!
Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




08.04.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auch das Gemüsestück ist jetzt gepflügt. Bevor es weiter bearbeitet werden kann (fräsen, eggen und die Beete einrichten), muss die Erde wieder etwas abtrocknen. Im Gewächshaus werden jetzt Salate, Kohlrabi, Mangold, Fenchel und verschiedene Kohlsorten im Anzuchtbeet ausgesät, die später draußen gepflanzt werden.
Am Samstag zogen 150 neue Bewohnerinnen auf den Hof. Nach einer Autofahrt von Rheda-Wiedenbrück bezogen junge demeter-Hennen vom Geflügelhof Südbrock den frisch geputzten Stall. Sie blieben zum Eingewöhnen erst einmal separat abgeteilt von unseren alten Hühnern drinnen. Danach gewöhnten sich beide Gruppen im Stall aneinander und seit gestern spazieren sie nun auch draußen herum. Bei dieser Gelegenheit noch zum Hühnerstall: Zum Hühnerstall haben—anders als im Kuh– und Schweinestall— nur die betreuenden Menschen Zutritt. Wir bitten um Verständnis, wenn Sie auf den Hof zu Besuch kommen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




01.04.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich hat die Bodenbearbeitung begonnen, in diesem Jahr 2 Wochen früher als letztes. Es wird gepflügt und gegrubbert, Hafer, Sommergerste und Ackerbohnen gesät. Die Gärtner bauen ihren Zaun gegen unliebsame tierische Besucher um das Gemüsefeld.
Im Schweinestall sind 10 kleine Schweinchen eingezogen. Im Hühnerstall wird alles vorbereitet, dass 150 junge Hennen ankommen können. Sie werden erst einmal 1 Woche im Stall verbringen, bevor sie den Hof erobern können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



26.03.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Gewächshaus blitzt mit seinen geputzten Scheiben in der Sonne. Die von den Gärtnern ausgesäten Kräuter, Porree, Kohlrabi und Tomaten keimen und werden demnächst pikiert, d. h. die kleinen Pflanzen werden aus der Gruppe in einzelne Töpfchen verpflanzt. Mit Folie und Heizlüfter wird nachts verhindert, dass Frost sie in Mitleidenschaft zieht. Viele Zugvögel sind schon zurückgekehrt: Stare, Lerche, Bachstelze und der erste Zitronenfalter wurde gesichtet.
Diese Woche werden die letzten eigenen roten Bete geputzt, dann ist das Lager leer. Die Kartoffel Solara und unser Sauerkraut sind ausverkauft. Eigener Rot- und Weißkohl gehen auch zu Ende.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




18.03.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Sonne und Wärme haben es jetzt geschafft, dass der Teich eisfrei ist. Die Unterhaltungen der Wasservögel sind bis auf den Hof zu hören. Aber noch kann der Boden nicht bearbeitet werden und es bleibt Zeit, weiter aufzuräumen. Zusehends verschwindet das Laub von den Rabatten und Rasenflächen und der Blick auf die Frühlingsblüher wird frei. Die Scheiben des Gewächshauses werden gründlich gereinigt und vor allem auf der Wetterseite von Algenbewuchs befreit.
Die Sortimentsplanung für die regionalen Kisten wird zusehends eintöniger. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir erstes Gewächshausgemüse aus Süddeutschland (z. B. Kohlrabi) anbieten können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




12.03.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei strahlendem Sonnenschein ist es trotz kalter Außentemperaturen im Gewächshaus angenehm warm. Dort wachsen einige Reihen Radieschen, viel Roggen als Gründüngung zur Vorbereitung der Tomaten– und Gurkenkultur und seit 2 Wochen auch Porree in mehreren Anzuchtbeeten.
Während die Gärtner alles für die nächste Saison vorbereiten, geht das deutsche Lagergemüse immer mehr dem Ende zu und wir sind zunehmend auf ausländische Ware angewiesen, bis dann im Frühsommer die ersten Gemüse aus Süddeutschland kommen.
Gerade am Sonntagabend hörte die Pumpe der Melkmaschine auf zu arbeiten und die letzten 6 Kühe mussten warten. Zum Glück war der Melkmaschinentechniker erreichbar. Er hatte Notdienst und war nicht bei einem anderen Notfall unterwegs wie am Samstagabend. So ging es dann nach Diagnose und Ausbau mit einer Ersatzpumpe um 20.30 Uhr weiter.
Unser Teich ist, obwohl noch größtenteils gefroren, wieder mit Enten, Gänsen und Schwänen bevölkert.
Neues aus der Käserei: es gibt ab sofort wieder Frischkäse (Kräuter und Dattel-Curry) und der erste Schnittkäse liegt zum Reifen, der dann ab Mai in den Verkauf geht.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



11.02.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Regen hat die Wassergräben zum Überlaufen gebracht, den Bach zum kleinen Fluss anschwellen lassen und auf Feldern und Weiden in den Senken viele Seen hinterlassen. Ein Schwan hat sich am Wochenende im Teich blicken lassen. Der anschließende Sturm hat dann alles wieder etwas abgetrocknet. Im Gewächshaus wird aufgeräumt, Fensterscheiben erneuert und alles für Jungpflanzenzucht vorbereitet. Am letzten Wochenende kam wieder ein Kälbchen zur Welt, das jetzt in den frisch geputzen Kälberiglu gezogen ist.
Im Februar können Sie wieder Schweinefleisch bestellen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



04.02.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Frost der letzten Woche hat den Porree tageweise wieder festfrieren lassen, so dass nur die Dienstagskunden in den Genuss regionaler Ware kamen. Inzwischen lässt er sich wieder aus der Erde ausgraben.
Als Ergänzung zur Demonstration am 22. Januar bei der Grünen Woche in Berlin kann man eine weitere Initiative sehen, die die offenen Fragen nach der Herkunft unserer Nahrungsmittel, den Zusammenhängen unserer Nahrungserzeugung mit Klimaschutz und Welthunger und den Zielen der künftigen Agrarpolitik aufgreift. Die Kampagne wird von zahlreichen Verbänden, darunter Demeter, Bioland und BUND, getragen. Sie rufen alle Bürger auf, mit ihnen aktiv weiterreichende Ziele und auch die anstehende Agrarreform der EU mitzugestalten und dieses Feld nicht den Agrarlobbyisten zu überlassen. Näheres erfahren Sie auf deren Homepage. Dort sind unter anderem auch die schon ausgearbeiteten Papiere und Positionen der verschiedenen Parteien und Interessensverbände einsehbar.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



28.01.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner haben die Mangoldstauden im Feldgarten ausgegraben. Sie haben mit Vlies bedeckt den Frost überstanden und wurden nun im Gewächshaus eingepflanzt. Dann können wir vielleicht im März/April statt italienischen unseren eigenen Mangold ernten. Die ersten Radieschen sind ausgesät.
22.000 Teilnehmer haben am Samstag, 22.1., in Berlin für eine Agrarwende demonstriert, eine ermutigende Zahl. Inzwischen ist die Kampagne „Meine Landwirtschaft—unsere Wahl“ gestartet, die an der bevorstehenden EU-Agrarreform aktiv mitgestalten will. 23 Verbände aus Landwirtschaft, Entwicklungs-, Umweltpolitik und Verbraucherschutz beteiligen sich bisher daran.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




21.01.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das milde Wetter machte die Porree-Ernte möglich, so dass wir wieder eigenen Porree im Angebot haben. Viele Stängel haben allerdings Frostschaden, den die Gärtner herunterputzen. In dieser Woche wurden die letzten Sauerkrautfässer geleert. In einer kleinen Packstraße wird das Sauerkraut zuerst gewogen, dann in die etikettierten Plastikbeutel gefüllt und schließlich eingeschweißt. Im Gewächshaus wurde der Boden gelockert und geharkt, dort wird Roggen als Gründüngung ausgesät.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft





14.01.2011

Kundenbrief


Liebe Kunden,
gleich im neuen Jahr haben sich die Gärtner für die Anbauplanung der kommenden Saison getroffen. Es wird in diesem Jahr wieder mehr Menge und Vielfalt an Gemüse geben und darauf freuen wir uns alle. Dies war auch der Einstieg für unsern neuen Gärtner Robbi Hahn-Godeffroy, der mit Hanna Offenhäußer und Sohn Jared schon eingezogen ist. Mit der Familie ist auch der Hütehund Dina auf den Hof gekommen, der manchmal am Kuhstall anzutreffen ist.
Der Rosenkohl hat durch Frost und Wechselwetter einen Schaden bekommen, der äußerlich nicht sichtbar ist, und kann deswegen leider nicht mehr verkauft werden. Porree lässt sich noch nicht ernten, da der Boden in der Tiefe immer noch gefroren ist.
Wieder einmal halten uns die Medien mit einem Lebensmittelskandal auf dem Laufenden. Für den 22. Januar ist während der Grünen Messe eine Demonstration in Berlin geplant, um der Forderung nach einer neuen Agrarpolitik Nachdruck zu verleihen.
Alles Gute und Gesundheit für das Neue Jahr und
herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




24.12.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt kommt unser Schneebesen öfters zum Einsatz—eine Bürste, die vor dem fahrenden Trecker routierend dafür sorgt, dass es begeh– und befahrbare Wege durch den Schnee über den Hof gibt. Danach werden mit Handarbeit die seitlichen Berge abgebaut und Sand gestreut.
Ich möchte mich im Namen der Hofgemeinschaft herzlich für Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr bedanken. Wir wünschen Ihnen eine frohe und erholsame Weihnachtszeit, die kraftspendend für das Neue Jahr sein möge. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Weihnachtsgrüße! In der Kiste finden Sie wieder unseren Weihnachtsbrief mit Berichten aus den Arbeitsbereichen und Neuigkeiten vom Hof.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




17.12.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das kurzzeitig milde Wetter am letzten Wochenende konnte den Boden nicht auftauen. So bleibt unser Porree weiter im Feldgarten stehen. Die Gärtner pflücken heroisch jeden Tag gefrorenen Rosenkohl. Er wird schonend im Kühlraum aufgetaut und dann geputzt.—Am Wochenende wurde noch ein Kälbchen geboren.
Die Vögel werden wieder gefüttert und es kommen Spechte, Kleiber, Dompfaffen, Rotkehlchen, Finken und die vielen verschiedenen Meisen (Kohlmeise, Blaumeise, Weidenmeise), zahlreiche Spatzen und Amseln zum Futterhäuschen. Es geht nicht immer ohne Streit ab, wenn sich z. B. eine große Amsel im Häuschen breitgemacht hat.

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




10.12.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am letzten Wochenende gab es gleich 3x Zuwachs bei den Kühen: zwei Kuhkälbchen und ein Bullenkälbchen. Die Gärtner sind froh, dass es am Tag frostfrei ist, damit sie in der Gemüsehalle die Kartoffeln sortieren können. Im Gewächshaus lässt sich dann auch der Boden weiter umgraben. Grün- und Rosenkohl werden auch bei Frost geerntet und langsam aufgetaut. Porree gibt es deutschlandweit momentan wegen Frost nicht, deswegen ist er (ungeplant) aus Italien. Unser Mangold ist trotz Vliesabdeckung bei der starken Kälte erfroren.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



03.12.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
früher und dauerhafter als erwartet ist nun der erste Frost und Schnee da. Unser Fahrer Herr Vathke konnte am Dienstag nachmittag durch die starken Schneefälle in Ostholstein nicht mehr alle Kisten ausfahren und fährt heute Vormittag weiter, ausgestattet mit Schippe und Sand.— Inzwischen teilen wir uns den Packraum wieder mit den Gärtnern, die dort Gemüse für den Verkauf und Abo putzen und sortieren, Kartoffelsäcke zunähen. Nebenbei bullert der kleine Ofen und muss mit Holzscheiten bedient werden.
Es gibt ein neues Kochbuch, das auf Abokisten abgestimmt ist und vielleicht noch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk ist. Sie können es über die Abokiste oder den Hofladen bekommen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




26.11.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die entblätterten Bäume lassen jetzt wieder Einblicke und Weitblicke auf die Landschaft zu. Dafür waren Hofplatz und die Zuwege gut bestreut, was mit Hilfe unserer Kehrmaschine (routierender Besen an Geräteträger) zusammengefegt, in Schubkarren geladen und weggefahren wurde. Der Mangold wurde zum Schutz vor Frost mit einem Vlies bedeckt.
Das Käsen ruht noch bis zum 1. März. Wir stellenweiterhin Joghurt, Quark, Molke und saure Sahne her. Aus den 2 jungen Familien, die im Frühjahr ihre Arbeit auf dem Hof aufnehmen werden, wird Hannah Offenhäußer sich in das Käsen einarbeiten. Noch können wir zwei eigene Käsesorten, Hof-Bergkäse und Bauernkäse, von Anja Wolff verkaufen, die bis Ende August bei uns Käse herstellte. Wir bieten jetzt auch Käse in Demeter-Qualität von Hof Dannwisch an wie z. B. Hofgouda, Basilikum-Knoblauch und Möhrenkäse.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen

Vera Kruckelmann
für die Hofgemeinschaft




19.11.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Jungtiere sind im Stall eingezogen. Sie haben durch das Herbstwetter Felle wie Teddybären bekommen. Damit ihnen nicht zu warm wird und sich kein Ungeziefer darin einnistet, werden sie nach und nach am hinteren und oberen Rücken geschoren.
In der neusten Ausgabe der „Lebendigen Erde“ (Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung, Kultur) steht ein aktueller Artikel über die Lage des Weltagrarberichts. Das war mir jetzt Anlass, das Thema Weltagrarbericht unter Aktuelles auf unsere Homepage zu bringen. Da andere es gründlich behandelt haben, gibt es Verweise auf entsprechende Seiten, die ich weiter vervollständigen und aktualisieren werde.
Am Freitag, 12.11., meldete die Frankfurter Rundschau im Wirtschaftsteil: Biolandbau abgespeckt. Aus dem Forschungsetat des Bundesprogramms Ökologischer Landbau sollen in Zukunft auch nachhaltige Methoden der konventionellen Landwirtschaft gefördert werden (was mag das sein?). Der Etat von ehemals 35 Mio ist mittlerweile auf 16 Mio Euro geschrumpft. Zum Vergleich: mit 2,4 Milliarden Euro will die Regierung Bioökonomieforschung fördern: wie sich mit Hilfe der Gentechnik Biomasse für die Bedürfnisse der Industrie besser nutzen lässt.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



12.11.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Kühe sind ganz im Kuhstall eingezogen. Demnächst kehren auch die beiden Jungtiergruppen, die kleinen und die Starken, von draußen in ihre Boxen im Jungviehstall zurück. Heute morgen haben 2 ausgewachsene schöne Füchse auf der Teichweide gespielt (einer hatte eine weiße Schwanzspitze) und trollten sich dann in Richtung Hühnerstall. Er ist zum Glück gut verschlossen.
Als Beilage finden Sie in Ihrer Kiste heute eine Wahlkarte von Schrot & Korn, auf der Sie mitteilen können, was Sie an unserem Hofladen schätzen oder was Sie sich wünschen vorzufinden. Aus dem Rücklauf wird der beste Bioladen ermittelt. Alle Läden bekommen das gesammelte Feedback (anonymisiert) zugestellt und haben somit auf jeden Fall eine wertvolle Rückmeldung Ihrer Kunden, mit der sie weiterarbeiten können. Sie können die Karte auch online ausfüllen, die Sie über diesen Link zugeschickt bekommen. Wir würden uns über zahlreiche Teilnahme freuen.
Mit herzlichen Grüßen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft



05.11.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am Sonntag blieben die Kühe das erste Mal nachts im Stall. Die Melkzeit wurde seit Freitag halbstundenweise umgestellt, um die Kühe langsam an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Ebenfalls zum Gewöhnen für die Verdauung bekommen sie im Stall jetzt Silage zugefüttert. Wenn dann alle Weideflächen gut abgefressen sind, ziehen die Kühe ganz in den Stall ein. In dem anschließenden Auslauf ist eine große und lange Kuhbürste an der Scheunenwand angebracht, die sich bei Berührung zu drehen beginnt. Damit können die Kühe ihr Fell bürsten, was sehr beliebt bei ihnen ist.
Diese Woche sollen weitere Großkisten mit geernteten Äpfeln in die Mosterei gebracht werden, die Gärtner ernten den Sellerie im Feldgarten ab. Dort verblühen jetzt auch langsam die Ringelblumen. Das Herbstlaub macht die wettertrüben Tage noch etwas leuchtend, aber die Bäume werden zusehends kahler.
Ein persönliches und freudiges Ereignis der letzten Woche war meine Hochzeit. Dadurch ändert sich auch mein Name, wie Sie unten sehen.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Kruckelmann

für die Hofgemeinschaft




28.10.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Weidezeit der Kühe geht langsam zuende. Im Stall laufen alle Vorbereitungen, dass die Tiere ihn wieder bewohnen können. Von der großen Lauffläche, auf der die Kühe liegen können, ist der gut verrottete Mist ausgebracht und die Fläche mit Stroh dick eingestreut worden. Der große Stall ist frisch gekalkt. Jetzt sind die Jungvieh– und Kälberboxen an der Reihe. Die beiden Kälber von draußen sind schon nach drinnen in eine größere Box umgezogen. Zwei kleine Nachfolger haben die Hütte draußen bezogen.
Die Gärtner ernten und putzen jetzt auch Rosenkohl und Grünkohl. Die Apfelernte geht weiter. Unsere eigenen Möhren gehen zuende, im Abo gibt es ab sofort Demeter-Möhren aus Schleswig-Holstein.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft





22.10.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
unsere Kuh Gesine hat am Montag ein großes Bullenkalb zur Welt gebracht. Dabei musste ihr geholfen werden. Unsere Schweine sind munter und wachsen. Sie wurden jetzt in zwei Boxen aufgeteilt, damit jedes Tier genug Platz zum Fressen am Trog hat. Der Kampf um die besten Brocken ist sehr beliebt und dabei bleiben die Kleinsten sonst etwas im Hintertreffen.
In der Getreidescheune gibt es jetzt viel zu tun. Das Getreide muss gereinigt und nach Bedarf für Laden und Backstube in Säcke gefüllt werden. Außerdem wurde letzte Woche unser Dinkel zum Schälen zur Domäne Fredeburg gefahren. Der Dinkel hat einen harten Spelz, den man nicht essen kann und der dort schonend entfernt wird, so dass das Getreide auch hinterher keimfähig ist. Ich habe es selbst ausprobiert, da ich gerne Sprossen esse. Der Dinkel wird übers Jahr zu Brot verbacken. Roggen– und Dinkelsäcke wurden über der Backstube gelagert. Von dort holt die Bäckerin sie zum Mahlen in die Mühle.
Letztens gab es journalistischen Besuch auf dem Hof. In der ökologischen Beilage der Lübecker Nachrichten vom 22. Oktober gibt es nun einen Beitrag über unsere Bäckerei mit Bildern aus Laden und Backstube.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




15.10.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei schönem Herbstwetter konnte die Feldbearbeitung abgeschlossen werden. Zuguterletzt wurde Roggen als Gründüngung gesät. Er durchwurzelt den Boden schnell, bedeckt ihn durch den Winter und ist z. B. eine gute Vorfrucht für den Feldgemüsegarten. Vor der Frühjahrsbestellung wird der Roggen untergearbeitet und aktiviert dadurch die Regenwürmer.
Gestern wurde noch einmal Klee, das als Zwischenfrucht mit dem Getreide ausgesät und schön hochgewachsen war, gemäht. 34 Silageballen kamen so noch zum Winterfutter für die Jungtiere dazu. Auf der Dorfweide wird der Stacheldrahtzaun kontrolliert und ausgebessert, damit die kleinen Jungtiere zum Abweiden dorthin umgetrieben werden können.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



08.10.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
weiter war das Wetter sehr gut für Arbeiten draußen geeignet. Gestern wurde gepflügt und Roggen gesät. Die Gärtner ernten jetzt nach Bedarf Sellerie. Der Feldgarten sieht noch sehr bunt aus; nicht nur die breiten Blühstreifen mit Ringelblumen, auch die verschiedenen Farbtöne von Grünkohl, Rosenkohl, Broccoli, Porree, Mangold, stehengebliebenen Rotkohlblättern erfreuen das Auge noch mit einem sommerlich farbigen Eindruck. Die Apfelernte ist in vollem Gange. Ein erster Lieferwagen konnte schon zum Saftpressen weggefahren werden.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



01.10.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
kurz vor dem Regen am Samstag konnte noch der Dinkel gesät werden. Das war besonders günstig, da Dinkel zum Keimen besonders viel Wasser braucht. In der Regenzeit und bis es wieder etwas abgetrocknet ist, werden Aufräumarbeiten in Getreidescheune und Werkstätten sowie Büroarbeiten gemacht. Im Gewächshaus werden weitere Beete für Feldsalat vorbereitet und Zwiebeln geputzt. Im Kuhstall wird das Kalken der Wände vorbereitet.
Es gibt im Gemüsesortiment wieder Zuckermaiskolben. Sie werden am besten ohne Salz und — wer mag — mit etwas Koriander ca. 20 Minuten in Wasser gekocht, damit die Körner schön weich werden. Das Salz gibt man erst am Ende der Kochzeit zu. Auf dem Teller schmecken sie gut mit (Kräuter-) Butter.
Als Beilage finden Sie heute eine Information zur Streichung der Bio-Förderung in Schleswig-Holstein. Wer die biologische Landwirtschaft unterstützen möchte, kann die beiliegende Karte ausfüllen und an die Landwirtschaftsministerin schicken. 2000 Karten sind dort schon vor einiger Zeit angekommen. Weitere Information sind hier zu finden. Wer noch noch einige Karten verteilen möchte, kann sich bei mir melden (04508-1040).

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



24.09.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
endlich ist trockenes Wetter und der Boden kann bearbeitet werden: Es wird gepflügt und gegrubbert, d. h. der Boden gelockert, ohne ihn umzuwenden. Damit werden auch alte Pflanzenreste eingearbeitet und das Unkraut bekämpft.
Die Möhrenernte ist beendet, die rote Bete mit Hilfe unserer Praktikanten ebenso. Letzte Woche wurden Kürbisse gewogen, nach Größen in Kisten sortiert und Zwiebeln geputzt. Im Gewächshaus sind inzwischen die Gurkenpflanzen abgeräumt. Neu wachsen dort Gründüngung und Feldsalat. Und die Apfelernte hat begonnen.
Am Samstag fand in Lübeck die Eröffnung einer umfassenden Ausstellung im Behnhaus Drägerhaus statt: „Kunst, Küche und Kalkül. Carl-Friedrich von Rumohr und die Entdeckung der Kulturgeschichte“. Zu seinem 225. Geburtstag werden die vielen Talente dieses Mannes - u. a. als Künstler, Kunstförderer, Kulturwissenschaftler, Novellist, Gastrosoph - erstmals umfassend dargestellt. Carl-Friedrich von Rumohr leitete als Landwirt Gut Rothenhausen und lebte hier mit seiner Familie, weswegen er für uns von besonderem Interesse ist. In seinem Buch "Geist der Kochkunst" preist Carl Friedrich von Rumohr schon zu seiner Zeit die regionale und saisonale Küche als die gesündeste.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



17.09.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Salate sind deutschlandweit durch das nasse und kalte Wetter klein und rückständig im Wachstum, dazu so knapp, dass wir keine bekommen können. Ebenso gibt es keine Kohlrabis. So fallen sie in dieser Woche im Sortiment aus und wir hoffen, dass unsere Salate auf dem Feld noch etwas zulegen und nicht klein geerntet werden müssen; denn manchmal kann man sie trotz der kleinen Größe auch nicht mehr länger stehen lassen.
Unsere Kuh Herma hat Samstagnacht Zwillings-Kälbchen bekommen. Davon war sie erschöpft, aber gut zuwege. Die beiden saufen soviel, dass Herma danach nicht mehr gemolken werden muss. Beide Bullenkälbchen befinden sich noch im Stall und werden in den nächsten Tagen in die Kälberhütte umziehen.
2 Schülerpraktikanten aus Hamburg (9. Klasse) werden 3 Wochen bei uns sein und vor allem den Gärtnern beim Ernten auf dem Feld, beim Kartoffeln sortieren und anderen Arbeiten helfen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




10.09.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
neue Bewohner zogen Ende letzter Woche auf den Hof: 11 Ferkel (eine Kreuzung aus Bunte Bentheimer und Pietrain) beheimaten sich jetzt im frisch renovierten Schweinestall samt Auslauf. Sie sind bunt gescheckt und haben die Reise im Viehanhänger gut überstanden. Einzeln wurden sie in die Box getragen, manche waren dabei ganz ruhig, andere quiekten aufgeregt. Aber alle schnüffelten dann neugierig herum und knabberten zufrieden an den Weizenähren, die wie ein dicker Teppich in ihrer Box lagen. Nachdem sie sich jetzt einige Tage an ihre neue Umgebung gewöhnt haben, dürfen sie jetzt nach draußen in den Auslauf und sind bereit, Besucher zu empfangen.
Heute sind die ersten eigenen Möhren in der Abokiste. Die Gärtner haben jetzt vieles zu ernten, u. a. den ersten Rotkohl. Rote Bete ist schon im Lagerhaus, die ersten Weißkohlköpfe in der Großkiste.
Endlich konnten die Kartoffeln geerntet werden, jetzt sind alle Sorten im Lager zum Trocknen. Gleichzeitig wurde das 3. Mal Kleegras geschnitten und siliert. Jetzt steht die Stoppelbearbeitung auf den abgeernteten Feldern an.
Am Mittwochvormittag war eine von Demeter, Bioland und anderen Verbänden organisierte Demonstration und Kundgebung in Kiel gegen die Streichung der Bio-Förderung, während die erste Lesung zur Haushaltskürzung stattfand.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




03.09.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wie Sie vielleicht in den letzten Wochen in der Presse verfolgt haben, soll in Schleswig-Holstein als einzigem Bundesland die Bio-Förderung gestrichen werden. Es geht um 800.000 €, die bei Ausgabe des Landes mit einer Förderung von 3,6 Mio. durch EU und Bund ergänzt werden würde. Es ist unverständlich, dass die Landesregierung diese große Summe quasi verschenkt. Die Streichung steht auch im Widerspruch zu Plänen der EU und der anderen Bundesländer, die in der Förderung des Ökolandbaus eine Zukunft im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit sehen.
Viele Betriebe müssen nun befürchten, dass sie die Mittelstreichung nicht überleben. Engagierte Journalisten der Lübecker Nachrichten kamen zu uns auf den Hof, machten aus einem Interview mit Fritz Otto und Stellungnahmen anderer Menschen aus Landwirtschaft, BUND und Politik eine Seite mit Hintergrundinformationen, die am Samstag, 25. Juli veröffentlicht wurde. Die Bäuerliche Gesellschaft (Demeter) fordert gemeinsam mit anderen Anbauverbänden des ökologischen Landbaus sowie Umweltschutzorganisationen wie dem BUND die Landesregierung dazu auf, von den Streichungsplänen Abstand zu nehmen.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




27.08.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bis Donnerstag konnte ungefähr die Hälfte der Kartoffeln gerodet werden. Immer wieder muss nach dem Regen gewartet werden, bis das Feld wieder genügend abgetrocknet ist. Ist die Erde zu nass, verstopft auch der Kartoffelroder. Jetzt warten wir wieder auf eine Trockenpause und hoffen, dass die Nässe den Kartoffeln nicht zusetzt. Bisher war die Ernte sehr gut.
Die Kühe hatten wieder mal Glück. Auf dem Weg in den Stall entdeckten sie eine Lücke zu einem netten Kleegrasstück, das auch eine stattliche Größe hatte … es musste ein Stück Zaun in Art eines offenen Trichters gebaut werden, durch den sie wieder in die richtige Richtung gebracht wurden. Am Samstag wurde ein Bullenkälbchen geboren. Inzwischen ist es in die Kälberhütte auf dem Hofplatz umziehen, die sie nun zu zweit bewohnen.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




20.08.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
bei Regen wurden draußen nur die notwendigsten Arbeiten gemacht, wie z. B. den Kühen neue Weidestücke zuteilen und Gemüse ernten für den Verkauf. Wir warten auf trockenes Wetter, damit die Kartoffeln geerntet, das Haferstroh gepresst und neue Pfähle für einen Zaun gesetzt werden können. Bei diesen Arbeiten wird ein Schlepper oder Geräteträger benötigt, der den nassen Boden sonst mit Verdichtungen schädigen würde.
Die neuen Kartoffeln müssen nach der Ernte noch trocknen und die Schale fest werden, weshalb sie offen im Papiersack bleiben und bei Außentemperatur lagern. Aus dem gleichen Grund gibt es auch noch keine großen Säcke. Um eine gute Lagerfähigkeit zu erreichen, bleiben die Kartoffeln im Kühlhaus 14 Tage bei Außentemperatur gelagert und werden danach langsam, pro Tag einen halben Grad, auf 4 Grad heruntergekühlt. Zu Ballerina kommen später noch die Sorten Princesse (fest), Cilena (fest), Solara (vorwiegend fest) und Meridian (mehlig).

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




13.08.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
inzwischen gibt es die ersten eigenen Kartoffeln (Ballerina) und einiges mehr an eigenem Gemüse, wie auf der Angebotsliste zu sehen ist. Unsere Gurkenzeit ist mit dieser Woche auch im Laden vorbei. Und vom Broccoli muss der nächste Satz nachwachsen. Kohlrabi und Salate wurden gestern wieder neu gepflanzt und die Beete mit Maschine und Hand gehackt.
Vor dem Regen konnte noch das Stroh gepresst und hereingeholt werden. Die Sommergerste ist bei dem trockenen Wetter sehr kurz geblieben und hat entsprechend weniger Stroh gebracht. Jetzt steht noch Hafer auf dem Feld und wir warten dafür auf die nächsten trockenen Tage. Das Getreide wird in der Scheune nachgetrocknet.
Die laufende Arbeit auf den Weiden ist das Zuteilen von neuen Weidestücken für die Kühe und damit der Zaunbau, das Nachmähen der abgefressenen Weiden und die Versorgen der Tiere mit Wasser, das in einem Wagen für sie bereitgestellt wird. Am Sonntagmorgen ist ein Kuhkälbchen auf die Welt gekommen und belebt den Hofplatz.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



23.07.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
diesmal liegen erste regionale Tomaten, aus Köthel, im Gemüsekorb. Auch von den eigenen gibt es schon reife Früchte, die es im Laden zu kaufen gibt. Die Gärtner machen wieder Folgesaaten und -pflanzungen z. B. von Broccoli und Kohlrabi und müssen weiterhin die Raupen am Kohl in Schach halten. Die Kartoffeln werden 1x in der Woche, meist nachts, ausgiebig beregnet, damit sie noch weiter wachsen. Nach der Lieferpause sind wahrscheinrlich die ersten eigenen Kartoffeln im Verkauf.
Hiermit verabschiede ich mich in die Sommer-Lieferpause bis zum 10. August. Herzlichen Dank für Ihre guten Urlaubswünsche, die uns zahlreich erreicht und über die wir uns sehr gefreut haben. Auch wir wünschen Ihnen eine erholsame und schöne Ferienzeit.
Falls Sie jetzt in den Ferien nicht wegfahren, freuen wir uns über Ihren Besuch.
Der HOFLADEN hat geöffnet:
Dienstag - Samstag 8.30 - 13 Uhr
Dienstag - Freitag 15 - 18 Uhr
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft






16.07.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
der Regen fehlt und die restlichen Kleegrasflächen wurden seit letzter Woche zum 2. Mal gemäht, weil es nicht mehr weiter wuchs und damit das Gras nicht vertrocknet. Da viele Landwirte silieren wollten, kam die Ballenpresse einmal 2 Stunden später als angekündigt, was den Vorteil hatte, dass es um 20 Uhr nicht mehr so heiß beim Ballenzusammenzufahren war. Nun lagern 90 weitere Futterballen eingewickelt in Folie am Knick für den Winter. Auf einer kleinen Fläche wird Heu für die Kälber gemacht. Die Kühe bekommen jetzt abends nach dem Melken zur Erfrischung eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Eine Kuh kam gleich für einen zweiten Guß wieder in den Melkstand.
Die Gärtner jagen indessen Raupen aus allen Kohlsorten, bis zu 7 Stück pro Pflanze, und werden hoffentlich alle erwischen.
Die Gurken wachsen natürlich bestens bei diesem Wetter, die Tomaten fangen an zu erröten und werden nächste Woche vielleicht schon im Laden verkauft werden können. Während Lieferservice und Backstube Urlaubspause machen, ist der Laden weiter zu den üblichen Öffnungszeiten da.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




09.07.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
unser Gemüse hat bei dem heißen Sommerwetter ordentlich zugelegt, so dass wir nicht nur den Mangold, sondern auch schon Salat und Zucchini vom Feld und Gurken aus dem Gewächshaus ernten können. Vielleicht sind auch nächste Woche die ersten Tomaten reif. Auf dem Gemüsefeld werden Möhren, Porree und rote Bete vereinzelt und vom Unkraut befreit. Die nächsten Sätze Salat und Kohlrabi werden für Folgeernten ausgesät. Die Kartoffeln wurden noch einmal gehäufelt. Die Dorfweide ist Naturschutzfläche, die am 1. Juli gemäht werden konnte heute in Ballen gepresst wird. Da es sehr binsenreich ist, wird es von den Tieren verschmäht und als Einstreu im Stall genommen. Der 2. Schnitt vom Kleegras wird heute gemäht.
Die Kühe sind auch letzte Woche wieder aus der Reihe getanzt. Eine Weide auf dem Weg in den Stall war nicht verschlossen und das saftige kurze Gras verlockte die letzten Kühe abzubiegen, was sie auch ihren Kolleginnen zumuhten. Die waren zwar schon fast auf dem Hof, kehrten aber sofort um; nur 3 konnten noch vom Ladner gehindert werden. 5 Leute mit der Zaunlitze zwischen sich trieben dann die grasenden Kühe langsam wieder Richtung Weidenausgang und auf den Weg zum Stall.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft





02.07.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
auch Kühe sind Feinschmecker. Wenn sie saftiges zartes Gras finden, lassen sie die härteren blühenden Stengel stehen. Aber dann werden sie noch ein 2. Mal auf die Weide geschickt, um sie noch besser abzufressen. Damit sie aber nicht hungern, brauchen sie noch ein Stück neue Weide, die sie aber nicht gleich finden sollen. Also macht man einen Durchgang an ungewohnter Stelle - so am letzten Sonntag auf der Hofweide. Eine schlaue Kuh fand den Durchgang schnell und verwundert schauten die anderen auf ihre fressende Kollegin auf der anderen Seite des Zaunes. Als dann schließlich die anderen den Durchgang fanden, kam Bewegung in die Herde: sie liefen auf das neue Stück, wieder zurück und so weiter hin und her im Galopp. Und das konnte zur besten Abendbrotzeit von der Terrasse beoachtet werden: spannendes Kuhkino.
Alles wächst gut bei dem schönen warmen Wetter. Die Gärtner haben die Beregnungsanlage aufgebaut und angestellt. Das Wasser dafür kommt aus unserem eigenen Teich und in diesem Jahr liegt das Gemüsefeld ganz in der Nähe. Im Kuhstall selber ist die Arbeit weniger geworden, dafür müssen draußen immer wieder Zäune umgebaut werden, wenn die Kühe und Jungtiere ein neues Stück Weide bekommen sollen. Damit der Elektrozaun funktioniert, müssen das Gras und die Brennnesseln darunter mit Hand und Elektrosense gemäht werden. Es fallen Reparaturarbeiten an Stacheldraht und Pfosten an oder ein umgestürzter Baum, der sich auf den Zaun gelegt hat, muss zersägt und herausgeholt werden.

Mit herzlichen Grüßen aus Gut Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



25.06.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
teilweise fanden Sie samenfesten Brokkoli von Gut Wulfsdorf im Gemüsekorb, der in der Blüte lockerer als gewohnt ist. Dies hängt mit der Sorte zusammen und ist kein Zeichen von mangelnder Frische.
Diplomagraringenieurin Christina Henatsch macht seit 2003 auf dem Demeterhof Gut Wulfsdorf Gemüsezüchtungsversuche mit dem Ziel, alte Sorten ans norddeutsche Klima anzupassen (z. B. Möhren, Salat, Porree, Spitzkohl, bunter Mangold) und hat den Brokkoli des alten Typs Calabrese aus eigener Saat gezüchtet. Die aus den Blüten der samenfesten Sorten ausgesäten Gemüse zeigen wieder das gleiche Erscheinungsbild wie im Vorjahr. Das ist bei den hybriden Sorten nicht möglich, die quasi einen eingebauten Patentschutz haben. Weitere Informationen zum Thema finden Sie bei Interesse z. B. in einem Artikel der Zeitschrift a tempo von September 2004 sowie über den Verein Kultursaat e. V.
Letzte Woche wurde wieder ein kräftiges Bullenkälbchen draußen geboren. Inzwischen sind auch die kleinen Jungtiere auf der Weide. Für zwei von ihnen war es eine aufregende Sache, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Sie rannten glatt den Zaun um und es brauchte einige Leute, sie zu beruhigen. Der Jungbulle und der kleine Ochse kommen dann als letzte auf die nahe Gartenweide. Jetzt werden sie im Auslauf erst einmal an den Elektrozaun gewöhnt.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft






18.06.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wir hatten viel Glück mit dem Wetter auf dem Hoffest und freuten uns über die zahlreichen Besucher. Mit viel Ausdauer, Geschick und Einfühlungsvermögen von Seiten der Parkeinweiser und Verständnis der Autofahrer wurden die PKWs auf eine Wiese etwas außerhalb gelotst, was vielleicht für manche etwas ungewohnt, aber für den Erhalt des Verkehrsflusses unbedingt notwendig war. Vielen Dank!
Die Renner auf dem Fest waren auch in diesem Jahr die Treckerrundfahrten, die am laufenden Band gegenüber der Backstube starteten, der Leitersprung hinter der Gemüsehalle und das Melken für die Kinder. Für letzteres musste beim 2. Mal noch eine weitere Kuh (Donau mit Namen) geholt werden, die von mutigen Mädchen einmal um den Hofplatz geführt wurde. Am Nachmittag spazierten schließlich noch 2 Musikanten aus Bliestorf durch die die Reihen der Kaffeetrinkenden.
Erstmalig hatten auch unsere Jäger einen Informationsstand.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




11.06.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
am letzten Sonntag Nachmittag war das Einbringen des gemähten Grases, d. h. das Zusammenfahren der in Folie gewickelten Rundballen beendet. Ballen aufladen Vor dem Mähen bekommen die Jäger Bescheid. Sie gehen mit ihren Hunden durch Wiesen und Kleegras, um Rehe mit ihren Kitzen aufzuscheuchen, damit sie nicht vom Mähwerk überrascht werden. Waren beim ersten Mähen noch zahlreiche Störche und Reiher dabei, war jetzt die Zahl geringer, da überall Gras geschnitten wurde. Hinterher werden die Ballen gekennzeichnet, damit man weiß, wann und auf welchem Stück geschnitten wurde. So können die unterschiedlichen Qualitäten beim Füttern im Winter miteinander kombiniert werden, da z.B. der Kleeanteil in den Schnitten unterschiedlich ist. Der Regen vom Sonntag Nacht ist ideal für das weitere Wachstum und den folgenden 2. Schnitt.
Jetzt gehen alle Kräfte in die Vorbeitung des Hoffestes, das am Samstag, 12. Juni von 11 bis 17 Uhr stattfindet. Wir hoffen natürlich, dass das Wetter dann trocken sein wird und freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




10.06.2010

Das erste Weidekälbchen


geboren am Sonntag 6. Mai

Erstes Weidekälbchen



04.06.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
kaum ist gepflanzt stehen auch schon die ersten Hack- und Jätearbeiten an. Einiges kann mit Hackmaschine gemacht werden wie z. B. bei den Futtererbsen und Kartoffeln, anderes per Hand wie das Unkraut im Gewächshaus zwischen den Tomaten. Die Kürbispflanzen sind vom Gewächshaus in den Folientunnel zum Abhärten umgezogen. Dort können sie tagsüber im Freien stehen und nachts wieder bedeckt werden. Inzwischen wird die Anbaufläche für sie vorbereitet. Dazu musste die Erde nach dem Regen erst wieder abtrocknen. Das Mähen des Kleegrases für das Winterfutter wird am Wochenende fortgesetzt.
Die Hoffestplanung geht in die Endrunde. Sie finden dazu heute auch einen Flyer in Ihrer Kiste. Vielleicht ist es für einige eine gute Gelegenheit, den Hof kennenzulernen, von dem Sie regelmäßig beliefert werden. Sie finden seit letzter Woche von Lübeck kommend über den Kanal in Kronsforde an der rechten Abzweigung nach Rothenhausen auch ein grünes Schild, das auf unseren Hof verweist: Bio-Hofladen, Gut Rothenhausen.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



28.05.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
nachdem vor Pfingsten der Herbstporree gepflanzt wurde, geht es jetzt im Freiland weiter mit Rosenkohl, Kohlrabi, Broccoli und Salat. Ein Teil des Kleegrases wurde gemäht und eingebracht. Jetzt lagern die ersten 67 Ballen, die zu Silage für die Winterfütterung werden. Beim Mähen kommen schnell auch Storch und Graureiher aufs Feld, um nach Kröten und Maulwürfe zu jagen. Wenn man Glück hat, während man seine Runden mit dem Trecker dreht, kann man so eine Jagd auch beobachten. Vom Trecker selbst lassen sich die Vögel nicht irritieren.
Zwei Schülerpraktikanten unterstützen uns jetzt 3 Wochen bei der Arbeit. Sie helfen im Stall, beim Pflanzen und im Gewächshaus.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



21.05.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
Rotkohl, Weißkohl und Grünkohl sind gepflanzt, dazu der erste Freilandsalat und Kohlrabi. Im Gewächshaus wird weiter pikiert und ausgesät für die folgenden Pflanzaktionen. Als nächstes wird Porree ausgepflanzt. Der Regen zusammen mit der Wärme hat den Weiden und Feldfrüchten endlich zu mehr Wachstum verholfen.
Unsere Möhren gehen zu Ende und das Kartoffellager hat sich bis auf die Sorten Solara und Senna geleert.
Die großen Jungtiere sind in dieser Woche auf die weiter entfernt liegende Grinauweide umgezogen und die Kühe bleiben, da es wärmer geworden ist, jetzt auch nachts draußen. Die kleinen Jungtiere kommen auf eine nähere Weide, wenn diese das erste Mal gemäht worden ist.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




14.05.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Gärtner haben die Pflanzsaison eröffnet mit Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl und Kohlrabi, so dass sie mit dem Regen gleich gut bewässert wurden. Jetzt werden die Kürbisse im Gewächshaus pikiert, Broccoli ausgesät und neuer Salat im Gewächshaus gepflanzt.
Das Graswachstum wird skeptisch beäugt. Durch die kalte Witterung wächst es sehr langsam und der erste Schnitt lässt auf sich warten. Inzwischen werden die Weidezäune an der weiter entfernten Grinauweide repariert. Beim nächsten trockenen Wetter ziehen dann die Jungtiere vom Stall nach draußen dorthin um.
Die Kühe machten letztes Wochenende einen Mitternachtsausflug. Zum Glück beobachtete ein aufmerksamer Bewohner den Ausflug. Sie waren insofern brav, dass sie nur ihr altes, schon abgefressenes Weidestück vom Vortag besuchten. Nach einigen Runden ließen sie sich wieder in den Stall zurückbringen. Es bleibt ein Rätsel, wie sie die Elektrolitze überwunden haben.
Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




30.04.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
jetzt ist es soweit: seit letzter Woche gehen die Kühe auf die Weide. Anfangs für 2 Stunden und mittlerweile zwischen den Melkzeiten gewöhnen sie sich langsam an die Futterumstellung. Die Freude war trotz des vorherigen Alleingangs groß und ist immer ein Ereignis, an dem auch der Kindergarten teilnimmt. Hier ist die Frühlingsfreude zu sehen:
Erster Weidegang2 Erster Weidegang1






Auf den Feldern geht es nun Schlag auf Schlag. Sommergerste und Futtererbsen genossen den ersten Regen. Der Zaun um das Gemüsefeld wird gezogen, damit der Hase, der schon gesichtet wurde, nicht das junge Gemüse anknabbert, das demnächst gepflanzt wird. Im Gewächshaus keimen die Kohlsorten, die später pikiert werden. Die Kartoffeln sind gepflanzt und gehäufelt.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




24.04.2010

Erster Weidegang


Frühlingsfreude bei den Kühen, die das erste Mal auf die Weide kamen:
Erster Weidegang2 Erster Weidegang1







23.04.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Mehrzahl der Kühe war letzte Woche offensichtlich anderer Meinung, wann sie das erste Mal raus dürfen. Sie fanden einen Ausgang aus dem Stall unverriegelt und trabten schnell auf die Weiden Richtung Lindenhaus. Bis dann alle Litzen für einen Triebweg zurück gespannt waren, konnten sie das erste Gras kosten. Dann folgten sie dem lauten und vertrauten Ruf und dem Treiben der Mitarbeiter genauso schnell wieder in den Stall zum Melken.
Inzwischen wurden Hafer und Gerste gesät und im Gewächshaus die verschiedenen Kohlsorten fürs Gemüsefeld. Die Beete auf dem Gemüsefeld sind gezogen und die Zwiebeln gesteckt. Der Porree auf dem vorjährigen Gemüsefeld ist wieder nachgewachsen und wird nun geerntet.
Wer gerne unseren Hof näher kennenlernen möchte, hat dazu am Hoffest - Samstag, 12. Juni von 11 bis 17 Uhr - Gelegenheit, z. B. bei einer Treckerrundfahrt oder einer Führung im Gewächshaus.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft






16.04.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
endlich kann draußen mit der Arbeit auf den Weide- und Ackerflächen begonnen werden: nachdem auf den Weideflächen die herabgefallenen Zweige aufgesammelt wurden, werden die Weiden jetzt abgeschleppt, das heißt, die Maulwurfshügel werden eingeebnet und der Boden belüftet, wo notwendig wird auch nachgesät. Auf der Lömkoppel wird gepflügt, dort wird später Hafer gesät. Unser Gärtner Arne hat gestern das Gemüsefeld zum 2. Mal gegrubbert, danach wird es noch gepflügt. In ca. 2 Wochen kommen vielleicht die Kühe zum ersten Mal auf die Weide. Letzte Woche ist im Stall eine Gruppe von 5 Kälbern zu den Jungtieren aufgerückt: das sind die Absetzer, die jetzt keine Milch mehr bekommen.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




09.04.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
die Weideflächen werden sichtbar grüner und die Bodenbearbeitung rückt nahe. Der letzte Woche eingetopfte Schnittlauch ist gut gewachsen und kann in der nächsten Woche für die Gemüsekörbe geerntet werden. Die Gärtner stehen in den Startlöchern und werden noch in dieser Woche mit dem Säen von Kohlrabi im Freiland beginnen. Im Gewächshaus sind inzwischen Salat und Kohlrabi gepflanzt und weitere werden wieder ausgesät.

Himmelfahrt wird wie gewohnt ausgeliefert. Die Liefertour am Dienstag nach Pfingsten entfällt, aber die Dienstagskunden können gerne für Donnerstag bestellen. Bitte melden Sie sich deswegen möglichst schon bis Freitag, 21.5.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft






02.04.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
die Gärtner haben Schnittlauch und Petersilie ausgegraben und in Töpfen ins Gewächshaus gebracht. Zwischendurch wurden dort defekte Scheiben repariert und abgedichtet, die Regenrinnen gereinigt und die Lüftungsklappen bewegt. Die Felder sind noch zu nass zum Bearbeiten, aber die Zäune am alten Gemüsefeld wurden abgebaut, aufgerollt und zum neuen Gemüsefeld gebracht. Falls das Wetter trocken bleibt, könnte in der nächsten Woche mit der Bodenbearbeitung angefangen werden.

Wir wünschen Ihnen schöne Ostertage. Herzlichen Dank für Ihre Ostergrüße, die mit den Bestellungen hier ankamen!

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft





26.03.2010

Kundenbrief




Liebe Kunden,
der Regen vom letzten Wochenende hat den Teich vom Eis befreit und er ist wieder mit Enten und Schwänen bevölkert. Im Gewächshaus wird der angezogene Porree, die Kohlrabipflanzen und Kräuter gepflegt, am Wochenende ist die Tomatenaussaat aufgegangen. Der Hof ist wieder von Kaffee genießenden Kunden, spielenden Kindern, sprießenden Frühlingsblumen und den Hühnern belebt.
Mit dem Frühling beginnt jetzt die erste Urlaubs- und Reisezeit. Einige Meldungen sind auch schon eingegangen. Auch wir planen schon die Sommerpause im Lieferservice, die diesmal - wieder mit der Backstube zusammen - vom 26. Juli bis 10. August dauern wird.

Mit herzlichen Grüßen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



19.03.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das milde Wetter hat nahezu alle Schneeflecken geschmolzen, so dass jetzt der Hofplatz und die Wege vom Streusand gesäubert wurden. Am Mittagstisch laufen die letzten Wetten für den Rest der ehemaligen Schneewehe am Kindergarten. Leider hat der Porree von dem langen Winter einen Frostschaden bekommen, so dass wir weiter auf ausländische Ware zurückgreifen. Vor einigen Tagen bekamen wir ungewöhnlichen Besuch in Hausnähe von 2 Fasanen auf der Futtersuche.
Karfreitag (2. April) liefern wir wie gewohnt aus, nach Ostern fallen die Dienstags-Liefertouren (6. April) nach Lübeck und Ostholstein aus organisatorischen Gründen aus.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




12.03.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
im April 2008 legten der Weltagrarrat im Auftrag der Unesco und der UN den Weltagrarbericht vor, in dem Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt ausgearbeitet wurden. Biologische Landwirtschaft - so wird gern verbreitet - kann das nicht leisten. Aber gerade dies wird von den ca. 400 Experten, die 5 Jahre an diesem Bericht gearbeitet haben, empfohlen, um der Armut und den Auswirkungen des Klimawandels in der Welt zu begegnen: herkömmliche Produktionsweisen, angestammtes Saatgut, natürliche Dünger und landwirtschaftliche Kleinproduktion.

Zu den 64 unterzeichnenden Ländern gehörte Deutschland nicht.
Der Bericht liegt aber als Broschüre in deutscher Übersetzung vor, die wir Ihnen für 2,50 € zukommen lassen können. Der Bericht kann ebenso von dessen Homepage heruntergeladen werden.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




04.03.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
trotz Schneeschauern sorgt die Sonne dafür, dass Weiden und Äcker immer mehr zum Vorschein kommen. Es bilden sich Teiche in den Senken, die durch den gefrorenen Boden noch nicht ablaufen können. Die Amseln drehen emsig die alten Herbstblätter auf dem Gras um und scheinen darunter auch etwas Fressbares zu finden. In Bliestorf wurden am letzten Wochenende Kraniche gesehen, die aus dem Winterquartier zurückgekehrt sind - also scheint der Frühling nicht mehr weit zu sein.
Die Straßen sind wieder befahrbar und das Ausliefern der Kisten wird jetzt nicht mehr so lange dauern.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




26.02.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
vielleicht zum letzten Mal war diese Woche der Frontlader zum Schneeschieben im Einsatz. Die entstandenen Schneeberge haben die Kindergartenkinder gleich zum Klettern erkoren. Die Abflüsse wurden vom Eis befreit, damit das Tauwasser abfließen kann. Einmal konnten auch die Kühe noch auf die frisch beschneite Winterweide, was ihren Klauen sehr gut tut. Jetzt ist die Erde wieder zu weich zum Beweiden.
Im Gewächshaus wurde der erste Porree im Anzuchtbeet ausgesät. Drohende nächtliche Kälte wird mit Folientunnel und Heizlüfter verhindert.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




18.02.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nicht nur an den Vogelfutterhäusern auf dem Hof ist reger Zuflug, auch der Feldfuttertisch wird in Anspruch genommen: Rehe wurden auf dem Gemüseacker beobachtet, wie sie den Rosenkohl fressen, der wegen des Frostschadens nicht mehr geerntet wird. Die Hasen graben die Reste roter Bete aus dem Schnee, die beim Ernten auf dem Feld aussortiert wurden.
Im Gewächshaus wurde das Saatbeet für die Anzucht von Porree vorbereitet. An den Feldrändern werden die Knicks geschnitten und auf dem Teich das überhängende Holz weggeschnitten.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




13.02.2010

Kühe im Schnee


Vormittags haben unsere Kühe jetzt auf der Hofweide Auslauf im Schnee

Kühe im Schnee1
Kühe im Schnee2 Kühe im Schnee3
Kühe im Schnee4 Kühe im Schnee5

















12.02.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
letzte Woche rutschten während des Tauwetters die Schneemassen mit Lawinengetöse vom Scheunendach. Das Gewächshaus ist rundherum von meterhohem Schnee eingerahmt, weil der Schnee bei Sonnenschein vom Glasdach rutscht. Die Gärtner haben jetzt beide Eingänge freigeschaufelt, um im Gewächshaus die ersten Vorbereitungen fürs Frühjahr machen zu können.
Trotz ungeräumter Nebenstraßen in Lübeck haben unsere Fahrer bisher immer erfolgreich und unfallfrei die Kisten ausgefahren. Allerdings brauchen sie mehr Zeit für die Tour, da sie in den Nebenstraßen nur Schritttempo fahren können.
Mittlerweile gibt es als regionales Gemüse nur noch wenig Auswahl. Bitte rufen Sie an, wenn Sie trotz des Wunsches, nur Regionales mit der Abo-Kiste zu bekommen, jetzt übergangsweise mehr Vielfalt möchten, die auch aus dem Ausland kommen darf.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




05.02.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Winterwetter und die Straßenverhältnisse hat unsere Fahrer bisher noch nicht gehindert, die Abo-Kisten auszuliefern zu können. Letzte Woche waren sie rechtzeitig vor dem Schneefall wieder auf dem Hof. Am Dienstag gab es einen aufmunternden Bauernspruch zum Wetter von einer Mitarbeiterin: Wenn an Lichtmess dem Stier vor Kälte die Hörner wackeln, ist der Frühling nicht mehr weit.
In der 6. und 7. Kalenderwoche (ab 11. Februar) gibt es wieder frisches Schweinefleisch. Bestellschluss ist Montag, 8. Februar. Bestellzettel legen wir auf Anfrage gerne bei. Es gibt ihn auf unser Homepage unter Aktuelles/Fleischtermine zum Ausdrucken. Sie können auch telefonisch bestellen (04508-1040).

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft





23.01.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
das Tauwetter hatte die vereisten Schneeflächen kurzfristig aufgeweicht, so dass auf dem Hof einiges freigeräumt werden konnte. Nun haben die Kühe eine aufgeräumte Mistplatte und manche Türen lassen sich wieder ganz öffnen. Ebenso konnten wieder einmal Kartoffeln für die Kühe gewaschen werden, dass sie zusätzlich in kleinen Portionen als Kraftfutter bekommen. Die Gärtner denken ans Frühjahr und machen Anbauplanung für Gemüsefeld und Gewächshaus und bestellen Saatgut.
Draußen können zwar Grünkohl und Rosenkohl geerntet werden, aber für den Porree muss der Boden wieder richtig aufgetaut sein. So kommt jetzt Porree aus Frankreich und ist - als Mangelware - auch entsprechend teuer.
Im Backsortiment gibt es Änderungen: Honigsalzbrot und Landgruß sind so wenig gefragt, dass sie nicht mehr gebacken werden. Statt Landgruß könnte auch das ähnliche Rothenhausener genommen werden oder ein noch helleres, das Toastbrot.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



15.01.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
wie am Wochenende zu sehen war, rodeln nicht nur kleine und junge Menschen, sondern auch ältere. Die Pferde genießen die Schneeausritte sehr. Das Islandpony Molly wird zum großen Vergnügen der Reit-Kinder jetzt oft vor einen kleinen Schlitten gespannt, schafft mit seinen kurzen Beinen allerdings keine hohen Schneewehen.
In unserem Käsesortiment gibt es einige Änderungen. Der Bauernkäse natur ist ausverkauft und wird nicht mehr hergestellt. Als Ersatz kann im Moment noch Karolas Kinderkäse bestellt werden: Bauernkäse mit einem Möhrenstreifen. Kräuterquark gibt es erst wieder im Frühjahr. Ab 25.1. gibt es wieder eigenen Briekäse und ab sofort von Zeit zu Zeit einen angemachten Frischkäse, so in dieser Woche die Sorte Bruschetta mit getrockneten Tomaten und Kräutern.
Die weiteren Aussichten für den Winter sind gut. Das kann auch bedeuten, dass wir kurzfristig die angekündigten Sortimente ändern müssen, da Lieferwagen auch aus dem Ausland vereinzelt nicht durchkommen. Wir bitten dafür um Verständnis. Deshalb musste diesmal Fenchel teilweise durch Kohlrabi ersetzt werden.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft



08.01.2010

Kundenbrief


Liebe Kunden,
trotz anhaltendem Frost ist der Teich noch nicht begehbar fest zugefroren. Dafür lässt es sich auf der Grinauweide gut rodeln, wozu auch die Kinder der Umgebung zu Besuch kommen.
Nicht nur das Abo, auch der Laden hatte Weihnachtspause und wird nun wieder frisch bestückt. Im Gemüseputz- und Packraum bollert natürlich der Holzofen. Zum Glück hatten die Gärtner in der frostfreien Zeit noch Porree vorgeerntet und eingelagert, der jetzt für den Verkauf geputzt wird. Ansonsten kann es auch da bei anhaltendem Frost Lieferschwierigkeiten geben. Wirsing z. B. musste im Sortiment deswegen durch Chinakohl ersetzt werden.
Im Kuhstall ist ein Neujahrskälbchen zur Welt gekommen, ein Bullenkälbchen. Außerdem werden zwei junge Kühe vom Jungtierstall in die große Herde eingewöhnt. Dafür fressen die Jungen mit den Alten im Fressgitter und sind die übrige Zeit erst einmal in einer abgetrennter Box gleich an der Liegefläche der Alten. So konnten sie sich gegenseitig einige Tage lang beschnuppern, wobei die Alten natürlich auch ihre Hörner zeigten. Inzwischen ist es ruhiger geworden, so dass sie jetzt in der Herde mitlaufen werden.
Herzlichen Dank, auch im Namen der Hofgemeinschaft, für alle guten Neujahrswünsche. Wir wünschen Ihnen ebenfalls alles Gute für das Neue Jahr und freuen uns auf weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




18.12.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
herrliches Sonnenwetter, trockener Frost und Schnee erhellen den Tag. Der Teich hat schon eine dünne Eisschicht. Die Aussichten sind weiter frostreich, so dass es für den Inhalt der Gemüsekiste gut ist (falls die Kiste draußen auf Sie wartet), eine Decke bereitzulegen, die die Fahrer darüberbreiten können.
Festkochende und mehlige Kartoffeln können in kleinen Mengen (unter 2,5 kg) lose bestellt werden. Es sind z. Z. die Sorten Ballerina und Karlena. Leberwurst im Glas ist gerade wieder lieferbar.
Ich danke Ihnen herzlich für die vielen Weihnachts- und Neujahrsgrüße, die ich auch gerne auf dem Hof weitergebe. Als kleines Geschenk vom Hof liegt heute der Weihnachtsbrief mit Berichten von vielen Mitarbeitern und Neuigkeiten des vergangenen Jahres bei.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und
alles Gute für das Neue Jahr
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




11.12.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die Sonne verwöhnte uns in dieser Woche nicht, dafür prasselt im Putz- und Packraum wieder der Ofen, in dem auch die kleinen Holzreste aus der Holzwerkstatt verfeuert werden können.
Ganz unkompliziert kam am Sonntagmorgen wieder ein Kuh-Kälbchen zu Welt. Die Mitarbeiter fanden den Nachwuchs auf der Liegefläche und brachten beide dann in eine Extrabox, in der sie in Ruhe fressen und saufen konnten.
In dieser Woche gibt es noch einmal eigenen Herbstkohlrabi. Auch unser Hokkaido-Kürbis wird in der nächsten Woche das letzte Mal gepackt. Wir haben auch noch besonders große Kürbisse anzubieten, die mehr als 2 kg das Stück wiegen.
Wer noch Geflügel nachbestellen möchte, hat dazu noch einmal bis zum 10. Dezember Gelegenheit. In der letzten Dienstagstour kann es ausgeliefert werden. Die Donnerstags- und Freitagsbesteller müssten es sich im Hofladen abholen.

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




27.11.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die letzten stürmischen Tage haben die restlichen Blätter von den Bäumen geholt, auch von den Eichen. Das warme Wetter treibt schon die Schneeglöckchen aus dem Erdboden und lässt noch keine Weihnachtserwartung aufkommen. In dem kahlen Geäst sind die hiergebliebenen Vögel schön zu beobachten. Sie picken an den knallroten Zieräpfelchen, hüpfen mit Bucheckern im Schnabel durchs Gebüsch und schaukeln an hängenden Clematiszweigen. Und die Spechte lassen sich nicht von den vorbeifahrenden Autos vertreiben.
Am Freitag und Samstag vor dem 2. Advent (4. und 5.12.) wird die Hermann Jülich Werkgemeinschaft aus Köthel vor unserem Hofladen während der Öffnungszeiten einen Verkaufsstand mit ihrem kompletten Holzwerkstattprogramm aufbauen. Es lässt sich bei Spielzeug, Küchenutensilien, Büro- und Dekorationsartikeln vielleicht das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden.
Der Rosenkohl, der für die Sortimente der nächsten Woche gepackt wird, wird nur kurz geputzt sein. Er ist dann im Preis günstiger und in der Menge etwas reichlicher.

Mit herzlichen Grüßen aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




20.11.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
die ersten großen Blätterhaufen sind zusammengeharkt und weggeschafft und durch die Bäume erscheint wieder die Aussicht auf das Dahinterliegende. Die Gärtner haben dringend auf das trockene Wetter gewartet, damit sie den Sellerie hereinholen können.
Zeitlich schauen wir auf die Adventszeit. Am 28.11. werden wir auf dem Adventsbasar in der Freien Waldorfschule, Dieselstraße 18 (10-17 Uhr) Adventsbrot, Brot u.a. verkaufen. Am Freitag und Samstag vor dem 2. Advent (4. und 5.12.) wird die Hermann Jülich Werkgemeinschaft vor unserem Hofladen währen der Öffnungszeiten einen Verkaufsstand mit ihrem kompletten Holzwerkstattprogramm aufbauen: Spielzeug, Küchenutensilien, Büroartikel und Dekoration.

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




13.11.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
rechtzeitig zum Kälteeinbruch hat unsere Backstube einen warmen Mantel aus Dämmmaterial und Holz bekommen. Das steht ihr nicht nur gut, sondern macht sich deutlich am Innenklima bemerkbar. Dadurch heizt der Backofen schneller auf und verliert die Wärme nicht so schnell.
Im Kuhstall ist in der letzten Woche wieder dreimal Zuwachs gekommen: zwei Kuhkälbchen und ein Bullenkälbchen. Das verursacht auch ausgiebige Unterhaltungen über die Namensfindung, die wegen der Übersichtlichkeit in diesem Jahr den Buchstaben M am Anfang hat.


Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




06.11.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
rechtzeitig zum Kälteeinbruch hat unsere Backstube einen warmen Mantel aus Dämmmaterial und Holz bekommen. Das steht ihr nicht nur gut, sondern macht sich deutlich am Innenklima bemerkbar. Außerdem verbraucht der Backofen weniger Energie, weil er die Wärme nicht so schnell verliert.
Mittlerweile ist die Saison für regionale Kopfsalate und Tomaten vorbei. Die meisten Salate stammen jetzt aus europäischen Gewächshäusern. Dafür gibt es aus der Region Feldsalat, Rucola, Chicoree, noch hofeigenen Zuckerhutsalat und später auch Posteleinsalat. Tomaten bieten wir weiterhin an, da sie beliebt sind. Falls Sie Tomaten als regelmäßige Lieferung bekommen und damit aussetzen möchten, können Sie Bescheid sagen.

Ab sofort können Sie folgende Sorten Kartoffeln bestellen:
Ballerina - festkochend
Senna - rotschalig und festkochend
Solara - vorwiegend festkochend
Karlena - mehligkochend
Princesse - festkochend ist demnächst ausverkauft. Große Säcke gibt es davon nicht mehr.

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




30.10.2009

Kundenbrief


Liebe Kunden,
nach der Weißkohlernte wurde letzte Woche der Kohl für das Sauerkraut geschnitten, gestampft und in die bereitgestellten Fässer gefüllt. Zu unserer Freude hatten wir zusätzliche unerwartete Helfer: einige jugendliche Ferienbesucher des Lindenhauses haben mit viel Spaß mitgemacht. Jetzt muss der Weißkohl mindestens 6 Wochen in den Fässern liegen und kann dann - milchsauer vergoren - als Sauerkraut genossen werden. Er wird dann in 500g-weise abgepackt und kann im Hofladen gekauft und im Abo bestellt werden.
Trotz des grauen Wetters bringt das leuchtend gelb verfärbte Herbstlaub unserer vielen Bäume etwas Sonne in den Tag.

Herzliche Grüße aus Rothenhausen
Vera Ritzkat

für die Hofgemeinschaft




..820

Kein Brot am 11.9.


Leider können wir Sie am 11.9. nicht mit Brot beliefern.