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Was uns ernährt


aus dem Veranstaltungsheft hinweis, Hamburg April 2016:
Interview über Saatgutforschung und -züchtung
mit Christina Henatsch, Agraringenieurin und Saatgutzüchterin

"Saatgut ist Kulturgut und sollte allen zur Verfügung stehen. Die Realität ist aber, dass weltweit zehn Firmen 80% des Saatguthandels und der Züchtung neuer Sorten in der Hand haben, und zwar so, dass sie sog. Hybriden züchten, die sich nicht weitervermehren lassen. So entsteht eine Abhängigkeit von diesen Firmen, die ihrerseits verbunden sind mit der biochemischen Industrie und vermehrt gentechnische Methoden benutzen.
Die Qualität der Nahrung fängt beim Saatgut an, und viele Menschen vertragen die Hybriden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.
Die „Kultursaat e.V.“ finanziert Mitarbeiter, u. a. Christina Henatsch bei Gut Wulfsdorf, dass sie samenfeste Sorten entwickeln, die eine Zukunft haben, d. h. von Generation zu Generation weiter entwickelt werden."



CMS-Hybriden in Holle-Gläschen



Aus der Erklärung des Demeter e. V.



Liebe Kunden,
erneut hat das ZDF-Magazin WISO über CMS-Funde in Bio-Lebensmitteln berichtet. Die Sendung wurde am Montag, 7. Oktober um 19.25 Uhr ausgestrahlt. Betroffen ist diesmal Demeter-Babynahrung - Holle-Gläschen mit Brokkoli. Demeter e. V. ist seit Tagen gemeinsam mit Holle bemüht, alle Fakten zusammenzutragen und Antworten parat zu haben. Eine Verbraucher-Info ist erstellt.
Wie Sie wissen, ist es erst seit wenigen Monaten möglich, analytisch sicher zu ermitteln, ob CMS-Hybriden eingesetzt wurden. Demeter hat nach dem ersten Fund alle seine Betriebe aufgefordert durch eine entsprechende Warenflusskontrolle, Zusicherungserklärungen und Analysen sicherzustellen, dass keine CMS-Hybriden eingesetzt werden und Demeter von den entsprechenden Maßnahmen in Kenntnis zu setzen. Bei den von WISO jetzt beprobten Baby-Gläschen handelt es sich jedoch um Ware mit Brokkoli, der Ende 2012 bzw. Anfang 2013 verarbeitet wurde. Damals gab es noch keine Möglichkeit auf Laboruntersuchungen zu CMS.
Alle bereits vorhandenen Produkte nun auf CMS analysieren zu lassen ist erst Zug um Zug möglich. Demeter konzentriert alle Anstrengungen auf die Ernte 2013, um sicherzustellen, dass nicht erneut unbeabsichtigt CMS-Ware in Demeter-Produkten verwendet wird. Von Holles wichtigsten Gemüsehändler weiß Demeter e. V., dass sämtliches Gemüse, das von ihm aktuell im Vertragsanbau auf dem Acker steht oder im Markt ist, CMS-frei ist. Außerdem arbeitet Demeter gemeinsam mit dem BÖLW daran, eine gesetzliche Grundlage zu erreichen, die Transparenz im Saatgutmarkt in Bezug auf CMS-Sorten bzw. CMS-freie Sorten sicherstellt.
Sowie wir weitere Informationen über eigene Analysen und Nachkontrollen in den betreffenden Betrieben im Bezug auf die Brokkoli-Gläschen haben, informieren wir gern weiter.





Mit ökologischer Landwirtschaft gegen den weltweiten Hunger


Marie-Monique Robin zeigt in ihrem Dokumentarfilm "Zukunft pflanzen", wie es funktioniert

Am 16. Oktober, um 20.15 Uhr auf ARTE
Videothek bei Arte zum nachträglichen Schauen: ARTE

Lässt sich die Weltbevölkerung dauerhaft und gesund ernähren? Der ARTE-Dokumentarfilm "Zukunft pflanzen" beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja! Erfolgsregisseurin Marie-Monique Robin ("Monsanto, mit Gift und Genen", "Unser täglich Gift") zeigt anhand von Beispielen aus aller Welt, wie der Lebensmittelkrise entgegengewirkt werden kann: durch ökologische Landwirtschaft und eine Umstrukturierung der Absatzkette. ARTE zeigt den Film am Dienstag, den 16. Oktober, um 20.15 Uhr.

Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts ist es bis heute nicht gelungen, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Gegenwärtig leidet noch immer ein Sechstel der Weltbevölkerung unter Mangelernährung. Marie-Monique Robin zeigt in ihrem Dokumentarfilm, dass dies kein unabwendbares Schicksal ist. Für ihre Recherchen reist sie von Mexiko bis Japan, über Malawi, Kenia, Senegal, die USA und mehrere europäische Länder. Anhand einer Vielzahl positiver Beispiele aus aller Welt tritt sie den Beweis an, dass ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend verfährt, nicht nur möglich, sondern auch ertragreicher ist als die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln. Sie spricht mit Landwirten, die erfolgreich ökologisch anbauen, mit Agrarökonomen, Wirtschaftswissenschaftlern und Vertretern internationaler Hilfsorganisationen.

Zur Lösung der weltweiten Lebensmittelkrise ist ein grundlegender Paradigmenwechsel notwendig - weg von der industriellen Produktion, hin zum ökologischen Landbau. Die Absatzkette zwischen Erzeuger, Händler und Verbraucher muss anders verwaltet und organisiert werden und den Bauern - und nicht nur den Großproduzenten unter ihnen - muss wieder eine Schlüsselrolle in diesem Prozess zukommen.

Im Anschluss an den Dokumentarfilm, um 21.50 Uhr, zeigt ARTE eine 25-minütige Debatte zum Thema, moderiert von Emilie Aubry.

(Infos aus: presseportal.de, 26.09.2012)