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Gemüseanbau




Ein festes Gärtnerteam mit Auszubildendem und gelegentlicher Unterstützung der anderen Hofgemeinschaftsmitglieder sowie unserer (Schüler-) Praktikanten kümmert sich um die intensive Pflege und Betreuung der Pflanzen, die Ernte und Aufbereitung des Gemüses. Dies ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen von biologisch-dynamisch erzeugtem Gemüse.

Wir bauen auf ca. 2 ha über 50 verschiedene Kulturen an, überwiegend samenfeste Sorten. Samenfeste Sorten wachsen meist langsamer und ungleichmäßiger als die ertragsstarken Hybridsorten, was einen höheren Pflege- und Ernteaufwand bedeutet. Dafür sind sie – nicht zuletzt durch das langsamere Wachstum - oft wesentlich geschmackvoller.
In unserem ungeheizten, etwa 500qm großen, Gewächshaus wachsen in den Sommermonaten Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen; in den Wintermonaten diverse Wintersalate, Spinat und Petersilie.
Außerdem findet sich dort unsere Jungpflanzenanzucht. Bis auf wenige Ausnahmen ziehen wir unsere Jungpflanzen selbst an. So findet von der Aussaat bis zur Ernte alles hier auf dem Hof statt.
Ein Großteil der Pflanzen wird dann auf unserer etwa 2 ha großen Ackerfläche gepflanzt. Dort finden sich Salate, Möhren, Zwiebeln, Rote und Gelbe Bete, verschiedene Kürbissorten, Sellerie, Kohlrabi, Brokkoli und Blumenkohl, Rot- und Weißkohl, Zuckermais und viele weitere Gemüsearten. Die meisten Kulturen werden im Spätherbst abgeerntet und von einer Gründüngung abgelöst. Über Winter stehen dann nur noch Porree, Wirsing, Grünkohl und Rosenkohl.

Wirsingkopf Möhrenbund.JPG







Als Besonderheit rotiert bei uns das Gemüse in der neunjährigen Ackerfruchtfolge. Das heißt, das Gemüse wird jedes Jahr auf einer anderen Ackerfläche angebaut. Für die Gärtner bedeutet das neben dem Zaunbau, sich jedes Jahr auf einen neuen Boden einzustellen. Für die Pflanzen bringt es allerdings entscheidende Vorteile mit sich: Zum einen eine sehr gute Pflanzengesundheit. Viele Krankheitserreger überdauern im Boden, meist sind sie spezialisiert auf eine bestimmte Pflanzenart. Wird diese über mehrere Jahre nicht auf der Fläche angebaut, können die Erreger nicht überleben. Außerdem wird der Großteil des Nährstoffbedarfs aus dem Boden gedeckt, der sich zuvor während einer dreijährigen Ruhezeit unter Kleegras erholen und Nährstoffe ansammeln konnte. Nur für Kulturen mit besonders hohem Nährstoffbedarf wird einmal im Frühjahr mit hofeigenem Stallmist gedüngt. So kommen wir völlig ohne Handelsdünger aus.


Jungpflanzenanzucht1.JPG


Die Schädlingsbekämpfung erfolgt auf Gut Rothenhausen ausschließlich vorbeugend über eine gute Pflanzengesundheit, sowie mithilfe von Nützlingen im Gewächshaus bzw. mit Kulturschutznetzen im Freiland.
Die Sortenwahl, langsames Wachstum, intensive Pflege mit viel Handarbeit sowie kurze Wege sorgen dafür, dass unser Gemüse so frisch und wertvoll wie möglich ist.



Tomaten_Gewaechshaus




Kurze Wege vom Feld oder Gewächshaus sorgen dafür, dass unser Gemüse so frisch, lecker und wertvoll wie möglich ist.

Sonnenblume mit Besuch Zucchiniblüte Kopfsalat Buschbohnen