Liebe Kunden,
es ist soweit: die Woche vor dem Hoffest

geben Sie doch Ihren Freunden den Flyer. Die Maschine läuft. Zum Glück hat uns das ganze nicht aus heiterem Himmel getroffen, aber es hat sich doch das  genähert, als wir es erwartet hatten. Natürlich ist noch wahnsinnig viel zu tun aber zum Glück sind die Helferlisten auch schon ziemlich voll. Das eine oder andere freie Feld wird sich sicher auch spontan besetzen lassen. Neben der Menge an Vorbereitungen gibt es auch noch eine ganze Menge anderes zu tun und sehen... Die Jungpflanzen wollen in die Erde, das Jungvieh hatte heute den ersten Ausgang, Beim Obst wechseln die Arten der blühenden Bäume so schnell, dass die Birnenblüte, von der ich heute schreibe schon morgen ein alter Schu sein wird, Ein ist aber ziemlch sicher: zum Hoffest sind die Äpfel dran; der Rasen wurde das erste mal gemäht, wobei ich an einem festgestampfen Maulwurfshügel die Klinge unseres neuen Rasenmähers verbogen habe, die Käber sind seit heute auf ihrer Weide, es sind eine handvoll Wachteln im Garten eingezogen und eben gab es schon das erste Ei, Getreide und Kartoffeln wollen in den Boden und dann kommt ja noch das unvorhergesehene...
Eben hat Meira, die liebste Kuh im Stall, gekalbt.  Just als ich mit meiner Frau der Kuhbäurin Anna einen kleinen Ausflug zu einer der nächsten Weiden machen wollte, sahen wir es: Meira stand noch und fraß, als schon die Vorderbeine zu sehen waren. Als wir uns näherten meinte Anna, dass es wohl gut wäre, wenn sie sich hinlegte und was macht das bravste Tier dann?- richtig, es legt sich hin. Schweißtreibende vier Minuten half Anna Meira, dann war es schon da- ein kräftiges Bullenkalb, dem Sie um Weihnachten herum sehr nah kommen können. Solange trifft es sich jetzt noch mit seiner Mutter, lernt die andern Kälber kennen und darf mit ihnen bald auf die Weide. Das Glück, was man beim Beiwohnen von solch einem Ereignis erfährt, entschädigt für so manche Mühen, die wir Hofbewirtschafter haben. Und das dreißig Mal im Jahr. So bekommt man die Bestätigung, dass man sich für das Richtige entschieden hat. Es hätte ja auch alles ganz anders sein können. Ein kleins Häuschen mit einem weißen Gartenzaun, zwei Vollzeitjobs, die Kinder in der Ganztagsbetreuung, ein geleastes Auto auf neustem Stand der Technik, geregelte Arbeitszeiten, vier bis sechs Wochen Urlaub im Jahr, freie Wochenenden... sind alles Dinge, die man nicht vermisst, wenn man dafür von oben bis unten mit den Körperflüssigkeiten einer Kuh besprenkelt wird. Ehrlich.
Viele Grüße
Henning Jahn für die Hofgemeinschaft