Liebe Kunden,
Krankheiten sind ja ein beliebtes Thema bei Jung und Alt.

Naja, vor allem bei Alt, oder? Und beliebt ist ja auch nicht so ganz treffend formuliert. Vielmehr es ist unumgänglich sich gelegentlich darüber zu unterhalten, bzw. sich damit auseinanderzusetzen. Wenn ich so recht überlege, geht das ja schon im frühesten Kindesalter los. Schon die Geburt und die Zeit kurz danach ist ja bei manchen von massiven medizinischen Eingriffen geprägt. Schnell können sich an diesen die Gemüter der Eltern, Verwandten, Bekannten und Ärzte erhitzen. Manche wollen nicht, dass die Kinder mit Prohormonen und Impfstoffen behandelt werden, andere dafür umso mehr und man wirft einander Verantwortungslosigkeit vor. Zum Glück bekommen die Kinder meistens davon nicht viel mit und gedeihen mit oder ohne medizinische Eingriffe phantastisch. Doch irgendwann ist es auch mal Zeit für eine Krankheit. Meistens kommt als erstes eine Erkältung. Für manche eine Grippe, die mit Antibiotika weggebombt werden muss, für andere eben nur ein Schnupfen, der sich selbst verläuft ... dann geht es mit den Kinderkrankheiten los. Gegen einige kann man ja impfen, gegen das Drei-Tage-Fieber gibt es nichts. Das ist praktisch nie schlimm, aber man macht sich ja schon Sorgen, wenn der kleine Hosenmatz so heiß wird und dann pickelig.
Spätestens in der Pubertät kommen dann die Allergien, meistens erwischt es in dem Alter dann ja auch schon den einen oder anderen mit was richtig schwerem, wie Krebs, Psychose oder irgendwas was keiner kennt, was aber total schlimm ist.
Kaum ist man vom Jugendlichen zum Erwachsenen herangewachsen, fangen die Altersgebrechen an: Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme, Schlaganfälle, Rückenleiden ... was früher noch Privilegien der Rentner waren, ist jetzt für jeden auch schon früh verfügbar. Die erste depressive Episode kommt gewöhnlich auch zwischen 20 und 30.
Viel mehr kommt dann erstmal nicht ... aber alles was man schon hatte, wird später natürlich schlimmer. Wenn man dann wirklich alt wird, kommen Alzheimer, Parkinson und Osteoporose.
Und ist es nicht genug, dass es all die Krankheiten gibt? Offensichtlich nicht, denn durch ärztliche Verschreibungsfehler hervorgerufene Krankeiten (Iatrogene) kann enormer Schaden angerichtet werden. Fast 10% der Verschreibungen sind laut einer britischen Studie fehlerhaft, glücklicherweise werden die meisten der Fehler beim Gegenprüfen noch ausgemerzt.
Wie komme ich eigentlich auf dieses Thema und was hat das noch mit unserer Hofgemeinschaft zu tun? Zum einen betrifft es jeden, zum anderen gab es schon einige schwerere Erkrankungen auf dem Hof. Nicht, dass es Sinn macht, darüber zu schreiben, wer was hat und wie sehr man darunter leidet. Vielmehr geht es ja darum, wie wunderbar die Heilung vieler Gebrechen vonstatten geht. Die Landluft macht oft anscheinend echt gesund. Und hungrig. Guten Appetit.

Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn