Liebe Kunden,
Stückartikel oder Gewicht?

Sie haben sich vielleicht beim Bestellen von Zitrone und Orange bereits gefragt, warum vorletzte Woche so hohe Summen auf Ihrer Bestellbestätigung standen, wenn Sie einen der o.g. Artikel dabei hatten. Das lag daran, dass ich für den Artikel kein erwartetes Gewicht eingetragen hatte und der Webshop automatisch 1kg=1Stck rechnete. Jetzt bessere ich das nach und nach nach und hoffe Sie bekommen bald die meisten Artikel, die Sie als Stückartikel bestellen im kg abgerechnet und auch beim Bestellen schon sinnvoll angezeigt. Diese Funktion des Packprogramms hatte ich lange nicht verwendet, und hatte dadurch einen hohen Aufwand an Rechnerei und dem Hinterlegen von Vermerken und wenn die Artikel in einem anderen als dem erwarteten Kaliber kamen, stimmten die Preise nicht mehr. Dadurch hatten Sie mal sehr günstige (weil besonders große) Zitronen oder Orangen an anderen Tagen waren die Minigurken kleiner als erwartet. Um diese Mißstände zu vermeiden werden wir in dieser Woche die restlichen Artikel umstellen, für die es Sinn macht (kaum einer von Ihnen kauft Knoblauch nach Gewicht - ich kaufe den aber vom Großhändler so). Damit hoffe ich, die Abrechnung fairer zu gestalten. Einzelne Artikel, wie Gurken, Salat, Granatapfel usw. bekomme ich auch als Stückartikel- hier gibt es auch regionale Unterschiede: in der Schweiz zum Beispiel wird der Salat auch in kg gehandelt und Verarbeitungsgurken kann man auch hier nur im kg kaufen.
Warum überschütte ich Sie mit diesen Informationen, wenn sie Sie doch nur wenig betreffen? Zum einen lernt man ja nie aus und je breiter das unnütze Wissen ist, umso höher ist Ihr innerer Marktwert. Selbst, wenn Sie sich keines der Details merken, haben Sie schon mal von der Thematik gehört und wissen, dass es Menschen gibt, die sich ihre Zeit damit vertreiben. Tatsächlich zieht das Thema einen noch längeren Rattenschwanz nach sich: Beim Packen wird uns die Entscheidung abgenommen, ob wir die eine große oder die zwei kleinen Paprika nehmen, wenn sie 350g bestellt haben. Sie bekommen eine oder zwei, wie Sie es gewünscht haben und trotzdem wird da fair abgerechnet. Da freuen sich auch meine Gärtner, für die sich Stückartikel nicht so gut anfühlen, da die nicht so homogenen samenfesten Gemüse beim einen Kunden groß, beim anderen Kunden klein ankommen und das nicht fair ist. Manchmal ist die Lösung so einfach oder die Technik macht sie möglich. Àpropos, Technik: Navis sind ja schon lange an Bord unserer Lieferfahrzeuge aber nachdem neulich meinem Fahrer beim Überholtwerden der Spiegel abgerissen wurde, habe ich in eine Dashcam investiert, die jetzt den Verlauf der Fahrten und des Parkens dokumentiert. Für das Durchfahren des Herrentunnels haben wir unseren Lieferwagen gechipt, mein Mitarbeiter denkt über den Kauf eines Elektroautos nach und ich selbst habe schon einen Elektroroller. Leider haben die Elektrolieferwagen eine zu geringe Reichweite für unsere Bedürfnisse, aber es sieht ja so aus, als ob die Technik sich da gerade rasant entwickelt. Auch wenn natürlich die Lithiumproblematik nicht so ganz ohne ist, werden sicher noch meine Kinder das Aussterben der Verbrennungsmotoren erleben, spätestens, wenn die Elektrotrasse China mit Deutschland verbindet... Ich erinnere mich noch an eine Diskussion mit meiner Oma, die meinte, dass diese Sache mit den Windmühlen nichts werden kann, die stünden ja nur die ganze Zeit still. Inzwischen bekommt man als privater Inverstor da ja kaum noch den Fuß in die Tür, weil die Großen erkannt haben, wie lukrativ das ganze ist. Ich bin sehr gespannt, was sich in den nächsten Jahren noch so tut. Ich denke oft: "Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, vielleicht wird es alles etwas schneller, weiter und besser- aber neues wird da nicht mehr kommen", aber das liegt warscheinlich vor allem daran, dass ich kein Erfinder bin und mir Unvorstellbares nicht vorstellen kann. Aber es gibt ja die künstliche Intelligenz, Sie erinnern sich...
Für die Hofgemeinschaft
Henning Jahn