Liebe Kunden,

heute kommts dicke, gleich drei Kundenbriefe auf einmal

Liebe Kunden
ich bin Johanna Gerber und hier in der Hofgemeinschaft Gut Rothenhausen im dritten Jahr meiner vierjährigen Ausbildung zur Landwirtin im Ackerbau und im Kuhstall. Bei meiner Arbeit mit den Tieren ist es mir immer wichtiger geworden, zu wissen, welches Fleisch ich esse, von wem es stammt und wie das Tier gelebt hat. Denn für mich sind die Rinder, mit denen ich arbeite, zu guten Kollegen geworden. In der Zeit, in der ich auf diesem Hof arbeite, darf ich sie ein Stück durch ihr Leben begleiten. Dabei lerne ich jedes einzelne (das eine mehr, das andere weniger gut) kennen und lieben auf seine eigene, besondere Art. Meine Projektarbeit, die ich während der Ausbildungszeit hier anzufertigen habe, habe ich dem Thema individualisierte Fleischvermarktung gewidmet, damit auch Sie wissen, wen Sie essen und wie er/sie gelebt hat. Deshalb gibt es jetzt die neue Rubrik „Tierportraits“ auf der Homepage (Hof > Verarbeitung > Fleisch und Wurst > Tierportraits), auf der Bilder und Informationen zum geschlachteten Rind zu finden sind für alle, die auch wissen wollen, wie ihr Fleisch gelebt hat. Mein Projekt wird voraussichtlich bis Ende Oktober laufen, sodass alle Rinder, die in diesem Zeitraum geschlachtet werden, einen Eintrag auf der Internetseite bekommen. Danach möchte eine kleine Umfrage machen, in der Sie mir Ihre Meinungen und Anregungen zu meinem Projekt mitteilen können. Dabei wünsche ich mir Ihre Unterstützung. Ich freue mich darauf.
Liebe Grüße
Johanna

 

Liebe Kartoffelfreunde*innen,
wenn Sie diese Zeilen lesen, ist die Ernte der Kartoffeln bei uns schon (lange) wieder durch! Und so bescheiden die Erträge zum Teil im Getreide waren – bei den Kartoffeln können wir uns nicht beklagen: schöne, nicht zu kleine und fast makellose Knollen! Es ist schon ein Wunder, wie in so kurzer Zeit vom Legen der Kartoffeln Ende April bis zur Ernte Mitte August die Pflanzen keimen, wachsen, blühen, Knollen ansetzen, absterben und erntereif werden. Damit die Qualität möglichst lange hält, werden die Kartoffeln nun erst einmal ordentlich belüftet, damit sie trocknen, kleinere Verletzungen abheilen und die endgültige Schalenfestigkeit erreicht wird. Erst in ca. 6 Wochen beginnen wir dann langsam die Temperatur zu senken, bis wir bei der optimalen Lagertemperatur von 5°C angekommen sind. Die Kartoffelkenner*innen unter Ihnen werden nun wahrscheinlich etwas stutzig, da doch eigentlich 4°C als optimale Temperatur empfohlen werden!?! Das ist richtig, nur werden außer im Labor selten exakt 4°C erreicht – meist schwankt die Temperatur um 1-2°C nach oben und unten. Da die Kartoffeln aber ab 3°C und darunter anfangen süß zu werden – sie verzuckern ihre Stärke, was wir nicht wollen – haben sich die 5°C als optimale Temperatur herausgestellt. Und dunkel wie in der Erde soll es sein, damit sie nicht ergrünen! Da die meisten von Ihnen wahrscheinlich keine optimalen Lagermöglichkeiten mehr zu Hause haben, empfehlen wir immer, nicht zu große Mengen zu kaufen. Haben Sie allerdings einen schönen, kühlen und dunklen (nicht feuchten) Keller, probieren sie das Einlagern ruhig aus.

Wenn Sie so wie ich ein*e Kartoffelsalatliebhaber*in sind, dann möchte ich Ihnen noch unseren Kartoffelsalat-Kontest ans Herz legen – dieses mal öffentlich! Wir wollen ihn anlässlich der Aktion „Zukunft Säen“ am Samstag den 21.9.19 veranstalten:

• Mitmachen darf jede*r
• Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 16.09.19
(Damit für alle gleiche Startbedingungen herrschen, gibts pro Anmeldung eine 2,5kg Tüte Ballerina - abzuholen persönlich im Hofladen gegen Vorlage der Teilnahmebescheinigung.)
• Mindestens 60% dieser Menge soll dann zu einem leckeren Kartoffelsalat verarbeitet und am Samstag den 21.9. vor 11 Uhr im Hofladen abgegeben werden - Teilnehmernummer auf der Schüssel nicht vergessen!
• Nach dem gemeinsamen Säen findet dann die anonyme Verkostung und Bewertung statt.

Anschließend findet die Sieger*innen-Ehrung statt!
Ich freu mich auf Ihren Salat!

Ihr Kartoffelbauer Philipp Hennig

 

Edamame
In der fernöstlichen Küche spielt Soja in verschiedensten Zubereitungsformen eine elementare Rolle. Ein bei uns noch recht unbekanntes, aber besonders gesundes und
schmackhaftes Sojagericht ist Edamame: frisch geerntet und kurz in Salzwasser gegart. Edamame ist die japanische Bezeichnung für unreif geerntete Sojabohnen. Auf japanisch bedeutet es in etwa „Bohnen am Zweig“. Traditionell wird Edamame in der Hülse als Snack zum Kaltgetränk gereicht. Die Hülsen werden „ausgezuzelt“ und nicht
mitgegessen. Geschälte Edamame-Bohnen können in diversen Gerichten wie Salaten oder Gemüsepfannen verwendet werden. Edamame ist nicht nur aufgrund des süßlich-nussigen Geschmacks beliebt, sondern auch wegen der wertvollen Inhaltsstoffe (hoher Eiweiß- und Ballaststoffgehalt). Die klassische Zubereitung dieser besonderen Snack-Sojabohne ist: frische (oder tiefgefrorene) Hülsen in leicht gesalzenes, kochendes Wasser geben, nach Geschmack fünf bis zwölf Minuten garen, im Nudelsieb abtropfen lassen und heiß in eine Schale geben, grobes Salz drüber streuen. Je nach Geschmack
evtl. noch mit Knoblauch, Chili oder geröstetem Sesam garnieren. Die Hülsen werden nicht mitgegessen sondern "ausgezuzelt". Dazu passt ein kaltes Bier.
Viel Spass beim Probieren!
Ihre Gärtner vom Gut Rothenhausen