Liebe Kunden und Freunde des Hofes,
es ist sichtlich Herbst geworden und die kalten Tage mehren sich...

Langsam kann man sich vorstellen, dass die Adventszeit in großen Schritten näher rückt. Zur Einstimmung backen wir ab sofort wieder unser traditionelles Adventsbrot. Es besteht aus 30% Roggenvollkornmehl und 70% Dinkelvollkornmehl und sehr vielen leckeren Trockenfrüchten (Rosinen, Aprikosen, Pflaumen, Datteln und Feigen) sowie Haselnüssen, Mandeln und in diesem Jahr das erste mal auch Walnusskernen. Als Triebmittel setze ich Sauerteig und etwas Hefe ein. Abgerundet wird die gesamte Komposition durch weihnachtliche Gewürze.
Das Brot stellt jedes Jahr für mich eine besondere Herausforderung dar, zum einen weil es zusätzlich zum alltäglichen Programm gebacken wird und zum anderen, weil es backtechnisch gar nicht so einfach ist. Durch den hohen Fruchtgehalt bräunt es sehr schnell, braucht aber auch besonders lange um durchgebacken zu sein. So darf der Ofen auf keinen Fall zu heiß sein, die Brote müssen gegebenenfalls abgedeckt und trotzdem lange genug gebacken werden.
Ich selbst schätze dieses Brot sehr, da es ohne zusätzlichen Zucker auskommt und trotzdem ausgewogen süß schmeckt. Die Süße kommt allein durch die am Vortag eingeweichten Trockenfrüchte zustande. Außerdem hält es viele Tage lang frisch, so daß ich es manchmal sogar gerne dem ein oder anderen Weihnachtspäckchen beifüge.
Trockenfrüchte lassen sich übrigens ganz hervorragend auch beim Kuchenbacken oder bei Plätzchen einsetzen, wenn man auf raffinierten Zucker verzichten möchte. Hierfür kann man beispielsweise Datteln über Nacht in etwas Wasser oder Saft einweichen oder sie einfach kurz aufkochen und dann pürieren. Dieses Dattelmus besitzt dann eine tolle Süßkraft, die man den Kuchen- oder Keksteigen anstelle von Zucker zufügen kann.
Viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei und beim Verkosten unseres Adventsbrotes wünscht Ihnen und Euch
Verena Hennig aus der Backstube