Liebe Kundinnen und Kunden,

ich bin ja nicht so der Verfechter von gereimten Weisheiten

, Bauernregeln oder Klokalendersprüchen zum Tag. Und trotzdem gibt es immer wieder Sprüche, Aussagen, Reime, die hängenbleiben und die eine besondere Bedeutung für mich haben.
Hier mal für Sie mein erster Favorit: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“ (Francis Picabia, 1879-1953).
Zum ersten Mal gehört habe ich ihn vor wahrscheinlich fünfundzwanzig Jahren von meinem Vater. Seitdem hat er mich nicht mehr losgelassen.
Manchmal kommt er mir als Mahnung an mich selbst, mal wieder die Perspektive zu wechseln und nicht in gewohnten Mustern und Bahnen zu verharren. Immer häufiger kommt er als Wunsch an andere, wenn ich die Zeitung lese oder Nachrichten höre.
Im Alltag, in der täglichen Arbeit sind es die vielfältigen und unterschiedlichsten Aufgaben, die das Bauersein mit sich bringt, welche immer wieder Perspektivwechsel notwendig machen.
Es geht ja nicht nur ums Ackern, Melken oder Pflanzen, ums Käsen, Wursten, Backen oder Verkaufen. Es geht auch um das Einfühlen in den Mitarbeiter, den Boden, das Tier, die Pflanze, die Kundin, den Teig, den Bruch. So kommen vor allem auch durch unsere lieben Kinder, die Altenteiler, MitarbeiterInnen, Verwandte, Kunden und Freundinnen Anstöße zum Perspektivwechsel.
Und weil das alles noch nicht reicht – wahrscheinlich da eine so große Gruppe wie wir eher einen gemeinsamen Quadratschädel hat – laden wir regelmäßig eine Betriebsbegleiterin zu uns ein, die uns durch ihre unglaubliche Lebens- und Berufserfahrung jedes Mal aufs Neue zu gedanklichen Richtungswechseln bringt.
Vielen Dank an dieser Stelle mal allen dafür – denn auch unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!

Für die Hofgemeinschaft,
Philipp Hennig