Hallo,
in diesem Moment befinde ich mich mit meiner Familie im wunderschönen Allgäu,

im Haus meines Großvaters, wo ich als Kind bis ins Jugendalter sehr viel, sehr prägende Zeit verbracht habe. Vor einer knappen Woche haben wir diese Rundreise in den Süden gestartet, um Freunde und Verwandte zu treffen, die wir aufgrund der räumlichen Distanz eher nicht so oft persönlich antreffen. Naja, in irgendeinen sauren Apfel muss man halt manchmal beißen bzw. abschätzen wo der für einen selbst richtige Weg langführt.
Lange Vorrede kurzer Sinn, jedenfalls bin ich während der letzten Tage (im Urlaub hat man ja viel Zeit) über das Thema “Kontraste“ gestolpert:
Wie sehr und wie bewusst ich mich auf meine uralte Oma gefreut habe, als ich sie eben seit langem mal wieder sehen und sprechen konnte. Wieviel ich von einem Besuch bei meinen liebsten Freunden vom Bodensee (mit denen wir uns lange Jahre eine gemeinsame Zukunft ausgemalt hatten), durch intensivsten sehr vertrauten Austausch und Beobachtung mitnehmen konnte. Wie schön es war/ist die eigenen norddeutschen Flachlandtirolerkinder in die Allgäuerheimatberge zu entführen. Die Erfahrung zu machen, wie seltsam es für mich ist im Urlaub in diesem Wahnsinn von Konsumangebot zu entscheiden, egal ob Unternehmung oder Versorgung. Und letztendlich darauf zu stoßen, wie entschieden meine Art zu Leben auf dem Gut Rothenhausen ist, und das ich dort in aller Zufriedenheit mit den Wirkungsfeldern versorgt bin, die mir wichtig sind. Und was haben diese Beispiele nun mit dem Thema zu tun? Also mir hilft die Beobachtung von Kontrasten, um mich in meinem Leben zurechtzufinden, deshalb habe ich dieses Thema wohlgemerkt angeschnitten. Vielleicht geht es dem ein oder anderen ja ähnlich.
Liebe Grüße in den Norden
Hanna Dörschug