Liebe Menschen,

es gab endlich ein bisschen Kultur auf dem Hof. Nach der langen Corona-Pause wurde es ja wirklich Zeit.

Das Wanderkino hat uns wieder besucht mit neuen alten Schwarz-Weiß-Filmen und mit entsprechender Live-Musik. Dabei gab es einiges Neues dieses Jahr. Zunächst hatten wir Unterstützung durch Lutopia Orchestra, die Zwei-Menschen-Band spielte ein bisschen Blues bis Rock. Schöne leichte Sommermusik, aber Tanzen ist ja zurzeit untersagt. So saßen alle brav auf ihren Plätzen und lauschten und genossen die niederrieselnden Klänge. Neu war auch das Wetter. Das spielte dieses Jahr nicht zu hundert Prozent mit. Schon ab 20 Uhr zogen graue Wolken den Himmel zu und pünktlich zu Spielbeginn der Band fing es an, leicht zu nieseln und es wurde fast ungemütlich. Aber wir ließen uns von der erhöhten Luftfeuchtigkeit nicht die Stimmung verderben und zogen ratzfatz die Bühne in Windeseile unter die schützenden Lindenbäume, damit Instrumente und Musiker trocken loslegen konnten. Der leichte Regen sorgte also für einen späteren Beginn und damit leider auch zu einer Verkürzung der Spieldauer von Lutopia Orchestra. Schade! Als es endlich dunkel genug für die Filme war, hatte sich glücklicherweise auch der Regen verzogen und der Projektor spielte den ersten Film. In diesem Jahr war die musikalische Besetzung etwas anders. Wie immer war Tobias Rank am Piano und diesmal spielte Sebastian Pank abwechselnd Saxophon und Bass-Klarinette. Es war spannend welche Stimmungen diese Instrumente im Zusammenspiel hervorrufen konnten. Zum ersten Mal wurde neben den lustigen und klamaukigen Filmen auch ein ernster sowie etwas unheimlicher Film gezeigt. Es ging um Tod und etwas belehrend darum, dass man die zu Lebzeiten verübten Taten irgendwann büßen muss. Das war ungewohnt, aber es zeigte auch die anderen Seiten und Themen, die damals bewegt wurden. Weiterhin war es unglaublich, welche Spezialeffekte schon zu damaliger Zeit in den 1920er und 30er Jahren möglich waren und wie viel Mühe darin stecken musste. Es war ein schöner Abend! Musik und Film waren großartig, die Verköstigung war ebenso schmackhaft, nur das Wetter hätte etwas besser sein können. Aber wir können nicht Alles haben und wollen nicht meckern! Auf ein Wiedersehen und Filmeschauen freuen wir uns auf jeden Fall.

Karoline Czynski