Liebe Kunden,

das deutsche Brotinstitut hat das Roggenvollkornbrot zum Bot des Jahres gekürt. In Norddeutschland wird gerne Roggenbrot gegessen und auch den meisten von Ihnen geht es so, wie meine Umfrage ergab.

Da passt es ja prima, dass ich mich seit ein paar Wochen intensiver mit diesem Brot beschäftige.

Bisher war ich zugegebenermaßen nicht wirklich ein Roggenfan, allerdings völlig zu unrecht, wie ich langsam finde. Es macht lange satt und hält viele Tage frisch. Mit diesen besonderen Eigenschaften passt es als Pendant wunderbar in unsere heutige schnelllebige Zeit.

Bei unserem Roggenbrot habe ich nun noch eine weitere Vorteigstufe eingebaut um noch mehr Aroma zu erzeugen. Außerdem mahle ich das Mehl ein wenig gröber, damit die Brotkrume saftig aber nicht matschig wird und füge dem Teig eine kleine Menge bereits gebackenes Roggenbrot zu. Letzteres verbessert zum einen den Geschmack und zum anderen die Frischhaltung.

Leider ist der Roggenanbau insgesamt gesehen rückläufig, dabei ist gerade der Roggen eine recht anspruchslose, ressourcenschonende Kultur, die gerade in Zeiten des Klimawandels interessant werden könnte. Außerdem enthält Roggen im Vergleich zu Weizen viel mehr Balaststoffe, die der Gesundheit auf vielfältigeweise zuträglich sind.

Und da Roggenvollkornbrot traditionell mit Sauerteig gebacken wird, enthält es außerdem viele B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium.

Mittlerweile mag ich das Roggenbrot fast bei keinem Abendbrot mehr missen!

Wem 100% Roggen einfach zu viel sind, dem empfehle ich das Spatzenbrot, es besteht aus 70% Roggenvollkorn und 30% Weizenvollkorn und damit es nicht langweilig wird auch noch aus jede Menge Körnern und Saaten!

In diesem Sinne genießen Sie doch zur Abwechslung öfter mal eine deftige Roggenstulle anstelle eines hellen Weizmehlbrötchens!

Ihre Bäckerin,

Verena Hennig