Liebe Kunden und Freunde des Hofes,

Ihnen allen wünsche ich ein glückliches, gesundes neues Jahr voller schöner Erlebnisse!

 

Hier auf dem Hof liegt die wohl ruhigste Woche des ganzen Jahres hinter uns, in der nur die nötigsten Arbeiten verrichtet wurden und ansonsten viel Zeit für Entspannung, Erholung, private Interessen, die eigenen 4 Wände, persönliche Rück- und Vorschau, die Familie und ja auch die Kinder war. Selten werden unsere 13 Hofkinder erwähnt. Im Alltag müssen sie sich oft einfügen, mitlaufen und auch zurückstecken. Teilweise müssen sie mithelfen und die kleineren Geschwister beaufsichtigen. Die 8 Schulkinder besuchen alle die Waldorfschule in Lübeck und sind während der Schulzeit frühestens nachmittags um 15 Uhr zu Hause. Da ist das Mittagessen rum, alle Erwachsenen stecken mitten in der Arbeit, nach den Hausaufgaben bleibt nicht mehr viel Zeit zum Spielen oder ähnlichen. Die Kleineren müssen, ob sie wollen oder nicht oft mit, zu Besprechungen, zum Kochen, ins Gewächshaus, auf den Acker, ...Andererseits haben sie hier natürlich auch ein Paradies, wie es sich die meisten Kinder wünschen würden: eine gigantisches abenteuerliches Spielgelände mit See zum Angeln und Bootfahren, mit Wäldchen zum Höhlenbauen und vielen Bäumen zum Klettern, mit Pferden zum Reiten und vielen verschiedenen Spielkameraden und Vorbildern nicht zu letzt durch die Lehrlinge, die vom Alter teilweise gar nicht mehr so weit entfernt sind. Die Altenteiler fungieren auf vielfältigeweise immer wieder als Großeltern, die öfter die kleineren Kinder hüten, von der Schule abholen, ihnen Reitunterricht geben, mit ihnen Musik machen, … sie kommen mit vielen unterschiedlichen praktischen Tätigkeiten in Berührung und haben durch die verschiedenen Arbeitsbereiche und Werkstätten auch die Möglicheit verschiedene persönliche Projekte umzusetzen, sei es das Schweißen eines Gartenstuhls als 8-Klassarbeit oder die Möglickeit eine kleine Ziegenherde sein eigen nennen zu können. Für die Kleineren ist es eher interessant, wo man bei einem Hüngerchen etwas abstauben kann. In der Backstube ist man da meistens an der richtigen Adresse, oder wohin man sich zurückziehen kann, wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, da kommt dann der Heuboden, der Kuhstall oder auch mal die Küche der Lehrlinge in Frage. Natürlich gibt es bei so vielen Kindern auch mal Streit oder es prallen unterschiedliche Erziehungsstile aufeinander oder die Großen sind unglücklich, weil sie von dieser „Insel“ so schlecht in die Stadt zu ihren Freunden kommen, aber alles in allem bin ich sehr foh und dankbar daß meine Kinder hier aufwachsen dürfen und ich hier die Mögklichkeit habe Familie und Beruf in einem Maß zu verbinden, wie es nirgendwo sonst der Fall ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start in den Januar!

Hilfreich für einen guten Start ist dabei mit Sicherheit unser neues Saisonbrot, das Möhrenbrot, mit frisch geraspelten vitaminreichen Hofmöhren.

Viele Grüße,

ihre Bäckerin,

Verena Hennig