Liebe Kunden,

das Ei des Columbus?

Nein, ich meine nicht den Präsidenten der USA, auch nicht Coronamaßnahmen und Impfkampagnen, mir geht es um Hühnereier. Vor Weihnachten haben bereits einige von Ihnen in die Röhre geguckt und wahrscheinlich wundern Sie sich seit einer Weile darüber, dass es so selten die eigenen Eier sind, die wir Ihnen liefern. Das hat verschiedene Gründe: zum einen haben wir die Hühner aus einem unserer beiden Mobilställe kurz vor Weihnachten umgestallt und die neu eingezogenen Hühner fangen gerade erst an zu legen. In unserem zweiten Mobilstall sind Hennen der Rasse Bresse, die etwas stämmiger sind und weniger Eier legen, als die sonst von uns gehaltenen Zweinutzungsrassen Coffee & Cream. Auch die derzeitige Stallpflicht wegen der Vogelgrippe wirkt sich negativ auf die Legeleistung aus -die Hühner dürfen nicht unter freiem Himmel laufen, es fehlt ihnen also Sonnenlicht. Zum anderen ist die Nachfrage nach Eiern zur Zeit immer noch so groß, dass weder die Partnerhöfe Wiese oder Piper genug davon haben, um uns was abzugeben, noch kann unser Großhändler Naturkost Nord spontan immer liefern. Selbst dort fehlen größere Mengen. An dieser Stelle treffen sich der schnell gestiegene Bedarf und die Trägheit physischer Systeme der Landwirtschaft. Natürlich würde Herr Wiese, wie er mir im letzten Telefonat versichert hat, uns gerne auf Zuruf die Eier zukommen lassen, die wir für unsere Kunden brauchen, doch hat er zur Zeit selbst häufig nicht genügend Eier - und das, obwohl er auf die Haltung von Hühnern spezialisiert ist. Doch bis die Entscheidung getroffen, sein neuer Stall gebaut ist und die Hühner angefangen haben zu legen, geht Zeit ins Land. Vielen Dank für Ihre Geschenke und Weihnachtsgrüße, die die Fahrer von den letzten Lieferungen 2020 mitgebracht haben; wir alle freuen uns über Ihre Aufmerksamkeiten und Wertschätzung.

Herzliche Grüße für die Hofgemeinschaft Henning Jahn